Seit 3 Jahren ewiges Schlafproblem und nun echt am Ende...

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tani1608 13.03.11 - 11:13 Uhr


Hallöchen,

muß mich heute nun mal hieder hier bei Euch ausheulen, da ich echt total k. o. bin.

Unser Kleiner war von Anfang an ein schlechter Schläfer. Naja, inzwischen denke ich, dass auch wir - also mein Mann und ich - unseren Teil dazu beigetragen haben, dass sein Schlafverhalten nun so ist wie es ist.

Irgendwie kommen wir nicht dahin, dass wir mal eine Nacht durchschlafen können oder er vielleicht mal nur 1 x in der Nacht nach uns ruft.
Am Anfang war es immer Hunger (klar). Als es kein Hunger mehr war schrie er weil der Nucki weg war (wir mussten damals 5 - 6 mal pro Nacht raus um ihn den Nucki wieder zu geben!). Als der Nucki dann abgeschafft wurde, wollte er nachts zum (wieder)-Einschlafen immer Licht haben. Als es das Licht nicht mehr war rief er, weil er sich aufgedeckt hat und wieder zugedeckt werden wollte. Derzeit ruft er, weil er zum Einschlafen ein Hörspiel hört und das nun in der Nacht - zum (wieder)-Einschlafen ebenfalls wieder hören möchte. So haben wir dann vergangene Nacht etwa 3 - 4 mal die CD erneut angemacht.

Mein Mann und ich können danach dann selbst leider nicht mehr einschlafen und sind demnach morgens entsprechend unausgeschlafen. Da wir beide Arbeiten gehen, geht´s uns nun langsam an die Substanz. Wir sind dauerkrank und ewig gereitzt, was sowohl unserer Ehe, als auch der Beziehung zum Kinder nicht sonderlich gut tut!!!

Bei uns im Bett hat er eine zeitlang auch geschlafen, aber zum Einen schläft er sehr unruhig und zum Anderen kann mein Mann dann nicht mehr schlafen...!

Habt Ihr vielleicht einen Tipp????

Gruß
Tani1608

Beitrag von arienne41 13.03.11 - 11:31 Uhr

Hallo

Wie schläft er überhaupt?
Mittagssclaf?
Wann geht er ins Bett?

Beitrag von tani1608 13.03.11 - 12:59 Uhr

Mittagsschlaf gibt es nur noch selten. Wenn überhaupt, dann max für 1 Stunde. Ins Bett geht er gegen 20 Uhr und ist dann etwa gegen 6/6:30 Uhr wieder fit!

Beitrag von zahnweh 13.03.11 - 14:00 Uhr

Hallo,

wie schläft er, wenn er im gleichen Raum mit euch ist?
Wie ist es, wenn er eine Matratze bei euch im Zimmer hat?

Meine braucht meine Nähe und da es mir zu anstrengend ist jede nach x Mal aufzustehen, schlafe ich im Kinderzimmer. Erst auf einer Matratze, jetzt auf dem Schlafsofa mit Leintuch.

Manchmal teilen wir uns auch ihr 90cm breites Bett. Je nachdem, was uns beiden mehr Schlaf bringt.
Wenn ich im Schlafzimmer schlafe, kommt sie entweder zu mir oder ruft und ich bin wach. Bringt mir selbst also keinen Schlaf.

So gesehen gehe ich den einfachsten, schlafreichsten Weg für uns.
Spätestens beim ersten Schwarm wird sie mich sowieso rausschmeißen.

Beitrag von abenteuer 13.03.11 - 14:14 Uhr

Huhu
Ich bin als Kind selbst nur mit Hörspielkassetten eingeschlafen.
Bis ich 12 Jahre alt war, war es anders für mich nicht möglich, einzuschlafen. In jedem Urlaub mußten die Hörspiele mit.
Wenn ich jetzt drüber nachdenke, war es echt schlimm. Ich habe jahrelang dadurch selbst zu wenig Schlaf bekommen, doch es war wie eine Sucht!

Ich würde konsequent bleiben und Hörspiele nur tagsüber erlauben. Einige Tage müsst ihr stark sein. Das Gebrüll wird laut und anstrengend werden. Vielleicht könnt ihr ihm zum einschlafen etwas vorlesen. Es ist nur eine Gewöhnungssache. Je länger er die Hörspiele zum einschlafen bekommt, umso schwerer wird es für ihn.
Ich wünsche euch starke Nerven! Aber denkt immer dran- wenn ihr konsequent bleibt und durchhaltet, werden eure Nächte in Zukunft besser werden!

lg abenteuer

Beitrag von picco_brujita 13.03.11 - 14:18 Uhr

<Naja, inzwischen denke ich, dass auch wir - also mein Mann und ich - unseren Teil dazu beigetragen haben, dass sein Schlafverhalten nun so ist wie es ist.>
Ihr habt nicht euren Teil dazu beigetragen sondern ihr seit schuld daran!!!

Ihr müsst konsequent sein in eurem Handeln und ihm nicht immer das geben was er in der Nacht dann fordert (Licht, Hörspiel etc.)

Ich kann Euch in diesem Fall nur da Buch "jedes Kind kann schlafen lernen" empfehlen -da könnt ihr euch Anregungen holen.

Konsequenz und Durchhaltevermögen bei der Umstellung sind jetzt gefragt. Wenn er wach wird muss er ohne Hilfe wieder einschlafen. Er muss lernen wenn er ins Bett geht heíst es schlafen und nicht Eventmanagement in Form von Hörspiel oder Licht oder anderem.

gruß
brujita

Beitrag von kati543 13.03.11 - 17:03 Uhr

Also ich halte von diesen Büchern nicht viel, aber in einem muß0 ich meiner Vorschreiberin recht geben: Ihr seid selber Schuld an dem Schlafproblem eures Sohnes. Es wird nicht anders gehen. Dein Mann und du müsst euch aufteilen. Eine Hälfte der Nacht übernimmt er und du schläfst und die andere Hälfte andersherum. Das ganze ist nach 1-2 Wochen ausgestanden. Ob ihr das jetzt macht, oder in einem Jahr, ist euch überlassen. Von allein wird er es nicht lernen. Wichtig ist eben nur, dass einer von euch immer dabei ist um zu trösten (nie aus dem Bett holen, nie bespielen, kein Licht, keine Hörspiele,...) eben nur da sein. Dieses Spiel mit Auf- und Zudecken gibt es auch nicht. Er ist groß genug, dass er es allein kann.

Beitrag von woodgo 13.03.11 - 17:39 Uhr

Hallo,

die Frage, nach dem Durchschlafen kannst Du Dir selber beantworten.
Sei konsequent und erfülle nicht jeden neuen Wunsch, den er hat!

LG

Beitrag von tani1608 14.03.11 - 07:08 Uhr

Hallo und guten Morgen!

Ganz herzlichen DANK für Eure Antworten! Ihr habt wohl alle sehr recht und grds. bin ich Eurer Meinung, allerdings schafft es wohl mein Mann nicht, ein wenig konsequenter zu sein.
Der Ablauf gestern abend war folgendermaßen:

Wie gewohnt ging es ins Bad zum Waschen, Zähnputzen und danach gemütlich aufs Bett zum Kuscheln und Geschichte vorlesen. Als er danach ein Hörspiel wollte habe ich ihm in Ruhe erklärt, warum er das nicht mehr hören könne. Daraufhin ging dann die "Sirene" los und es wurde nach Papa geschrieen. Mein Mann ist dann gleich hingelaufen, hat ihn aus dem Bett geholt und erstmal auf dem Arm getröstet (musste nach der "bösen bösen" Mama ja sein...:-() Er fragte ihn, ob er ihm denn noch etwas vorlesen solle. Daraufhin bin ich dann eingeschritten, denn ich hatte ja bereits vorgelesen und daher nun auch keinen Grund gesehen, dass nun nochmal vorgelesen wird (es war dann zwischenzeitlich auch schon gegen halb 9). Naja, es gab dann diskutiert (natürlich vor dem Kind...:-()). Mein Mann ließ sich nicht davo abbringen, dem Kleinen etwas vorzulesen, was er dann natürlich auch getan hat. Danach mußte er - auf ausdrücklichen Wunsch des kleinen Prinzen - noch bei ihm am Bett sitzen bis er eingeschlafen ist. Die Nacht um 1 wurde er dann wach und wollte, dass mein Mann wieder neben ihm sitzen bleibt....was er dann aber nicht gemacht hat. Gegen 4 wurde er wieder wach und wollte zu uns ins Bett (was mein Mann dann "natürlich" ebenfalls direkt akzeptiert hat).

Tja, nun bin ich als die böse Mama, die alles verbietet und immer schimpft...:-( Letztlich bin ich es gewohnt, da es derartige Dinge schon häufiger gab, aber trotzdem macht es mich natürlich unendlich traurig...!

Viele Grüße
Tani1608

Beitrag von woodgo 14.03.11 - 09:27 Uhr

Das ist ja ganz schön Mist von Deinem Mann und wenn Ihr Euch da nicht einig seit, kann das auch nix werden. Vorschlag, lass Deinen Mann komplett alles alleine machen, halt Dich völlig raus, dann wird der schon dahinter kommen. Ab Abends ziehst Du Dich zurück. Mehr kann ich Dir leider auch nicht raten.

LG

Beitrag von picco_brujita 14.03.11 - 10:10 Uhr

red mit Deinem Mann dass das so nicht gehen kann!
ihr müsst an einem strang ziehen - ansonsten pflichte ich meiner vorschreibnerin bei, LASS ES IHN ALLEIN MACHEN!
wenn der leidensdruck groß genug ist, wird er es einsehen!
erklär ihm aber auch, das die situation vor allem einem schadet: eurem SOHN!

lg
brujita

Beitrag von angelinchen 14.03.11 - 11:30 Uhr

Hallo
ihr seid verantwortlich für das Theater was er da abzieht.
Ihr habt eigentlich, wenn ich das so lese, immer wieder eine Enschlafhilfe gegen eine andere ersetzt, was natürlich Quatsch ist. Eine "Sucht" ersetzt die andere "Sucht", da kann das mit dem allein schlafen nix werden.

Es gibt da wirklich eigentlich für den Moment nur zwei Möglichkeiten, die euch wieder Schlaf bringen können.
Erste, bessere Möglichkeit, ist dass ihr eine Matratze ins Zimmer eures Sohnes legt, und dann wenn er nachts aufwacht, einer von euch da weiterschläft. So seid ihr gleich vor Ort, wenn er am aufwachen ist, und könnt dies ggf. gleich verhindern. So muss man nicht 10x nachts aufstehen, und er hat dennoch die Nähe die er offenbar braucht. Ihr denkt sicher, dass das dann ewig so geht, aber da kann ich euch denke ich aus eigener Erfahrung beruhigen. Wenn euer Sohn erstmal ein paar Wochen nachts gut schlafen kann, weil er euch in seiner Nähe weiss, wird sich das mit dem nächtlichen Aufwachen sicher von selbst verflüchtigen, und ihr könnt irgendwann mal richtig durchschlafen.

Deinen Mann würde ich soweit es geht, aus dem Einschlafprozedere raushalten, das MUSS dein Mann akzeptieren, denn das was er da macht, nutzt echt niemandem was, sondern das verwirrt euren Sohn nur! einmal hü, und einmal hott, da weiss er doch nie was Sache ist. Dass Männer bei ihren Kindern immer auf gut Freund machen müssen, nur um gut dazustehen *tss*

Sollte dein Mann das alles nicht mitmachen, würde ich echt meinen Sohn konsequent jede Nacht zu mir ins Bett holen (sofern er da einigermassen schläft). das wird deinem Mann sicher auch irgendwann zu blöd...

LG Anja