MEin Sohn wurde im Hort gebissen 2

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bibsensteiner 13.03.11 - 13:50 Uhr

Hallo,
nachdem mein gestriges Posting solche Wellen geschlagen hat, wollte ich nochmal einiges klarstellen bzw. Euch um Rat fragen.
Also, es ist so, daß ich schon das Gespräch mit der Mutter gesucht hätte, dazu aber die Erzieherinnen brauche, weil ich keinen Namen, Tel, etc weiß. Die Erzieherinnen haben gesagt, sie sprechen die Mutter nochmal an und sagen ihr daß es die Probleme gibt, aber sie hätten die >Mutter schon des öfteren angesprochen und sie reagiert überhaupt nicht drauf.
Lt. Aussage der Erzieherinnen ist es auch so, daß der Kleine generell sehr agressiv ist und diese Agressivität eben mit Beissen auch auslebt.
Ich stelle mir natürlich schon die Frage, ob es an der Erziehung liegt, denn wenn die Erzieherinnen den Jungen schimpfen und die Mutter darauf her geht und ihn tröstet, weil die ach so bösen Erzieherinnen schimpfen, weil er GEBISSEN hat, dann frag ich mich schon.
Es ist auch so, daß der Kleine total agressiv auf die kleinen Babys im >Hort los geht und zwar mit Fäusten! Woher bitte hat ein 2jähriger das??
Das nächste ist, daß die Mutter erzählt hat, daß ihr kleiner Mittag nicht mehr schläft und sie auch froh ist, weil er sonst immer erst gegen 22 Uhr ins Bett gegangen ist und sie ist gar nicht glücklich drüber, wenn er im Hort schläft, weil er dann eben so spät erst schlafen geht.
Kann es sein, daß er evtl im Fernsehen was sieht wo er diese Agressivität her hat und entsprechend nicht verarbeiten kann?
ICh hab sonst wirklich nichts gegen aktive Kinder, und sie beissen, zwicken und kratzen alle mal, aber ich kann es halt nicht gut heißen wenn eine Mutter dermaßen kontra-produktiv ist und den Kleinen quasi auch noch lobt wenn er beisst.
Ich werde mit der Mutter jetzt auf alle Fälle sprechen aber wenn sie nicht einsichtig ist, daß sie etwas an ihrer Erziehung ändern muss, dann muss ich weitere Schritte gehen.
Sogar die Erzieherinnen schütteln nur den Kopf weil der Kleine so agressiv ist und und mit nichts zu beruhigen.
LG
Bibsensteiner

Beitrag von rotten 13.03.11 - 20:58 Uhr

Sie will ein Foto des Bisses zum Elternabend mitnehmen und den Ausschluss des Kindes verlangen.

#augen

Beitrag von ratpanat75 13.03.11 - 15:09 Uhr

Hallo,

welche Schritte willst du denn gehen, wenn die Mutter nicht "einsichtig" ist #kratz?

"Kann es sein, daß er evtl im Fernsehen was sieht wo er diese Agressivität her hat und entsprechend nicht verarbeiten kann?"
Woher sollen wir das wissen und was hat das Schlafverhalten damit zu tun? Tatsache ist, dass Aggressivität eine angeborene Lebenskraft ist, Kinder müssen im Laufe ihrer Entwicklung nur lernen, diese positiv zu nutzen und anderen keinen Schaden zuzufügen.

Wenn dieses Kind wirklich übertrieben aggressiv ist, kann das viele Ursachen haben, vielleicht ist ihm die Fremdbetreuung in der Krippe einfach zu anstrengend, er fühlt sich dort nicht wohl und ist mit der Situation hoffnungslos überfordert ?

Dass du die Erzieher beim Gespräch mit einbeziehst, ist ja vollkommen richtig, aber gestern hast du geschrieben, du wolltest ein Foto von der Bisswunde auf dem Eltenabend vorführen - das ist wieder etwas ganz anderes.

Natürlich ist keine Mutter davon begeistert, wenn das eigene Kind "Opfer" von derartigen Aggressionen wird, vielleicht kannst du dich mit der Mutter und den Erziehern zusammensetzen, um eine Strategie auszuarbeiten, wie man mit solchen Situationen umgehen kann.

LG

Beitrag von maryam1410 13.03.11 - 15:43 Uhr

du machst dich lächerlich - erneut.

Beitrag von mondfluesterin 13.03.11 - 16:22 Uhr

Gibt es bei Euch keine Listen mit Namen und Telefonnummern? Bei uns sind alle Gruppen darauf, schließlich spielen die Kinder ja auch mal Gruppen übereinandergreifend miteinander und verabreden sich gelegentlich für den Nachmittag. Aber bevor Du alles über Dritte machst, würde ich die Mutter direkt ansprechen. Wenn Du keine Telefonnummer hast, lege ihr doch einen Zettel in das Fach ihres Sohnes.

Beitrag von juiciest 13.03.11 - 17:46 Uhr

so ein Käse schon wieder...

Freu Dich wenn du keine anderen Sorgen hast #augen

Beitrag von susa31 13.03.11 - 19:37 Uhr

Schreibst du bitte auch einen Beitrag an dem Tag, an dem dein Kind zum ersten mal ein anderes Kind gehauen/gebissen/getreten hat und schilderst uns, was du unternimmst, um deinen Nachwuchs in den Griff zu bekommen?

Beitrag von sunny_dani 13.03.11 - 21:32 Uhr

mein sohn hat die ersten wochen im kiga auch gebissen! was glaubst du wie unangenehm mir das war? so kannte ich meinen sohn nicht! es ist für beide seiten eine blöde situation. warte doch einfach noch ab, vll braucht das "beißende kind" einfach noch zeit sich einzugewöhnen.

beruhige dich mal :)

lg, dani

Beitrag von kleine.laborratte 13.03.11 - 21:26 Uhr

hallo bibsensteiner,

ich habe gestern dein posting verfolgt, zugegeben nicht ganz.
ICh wollt nur ganz kurz aus meiner erfahrung als erzieherin sprechen.
Zuersteinmal es gibt keine Universallösung

Der Ansatz mit der Mama zu Sprechen ist enorm wichtig, den soltetst du beibehalten und auch das die erzieher bei sind und evt leitung, so lässt sich am besten über alles eine lösung finden (meistens).

Ich hab selbst in kleinkindgruppen gearbeitet (0-2J und 2-5j) Es gibt wie du selbst schreibst immer kinder die diese Phasen ,mehr oder weniger intensiv durchleben/erleben/ausleben, auch das sind erfahrungen die diese kinder brauchen. Der schwieriege punkt ist meist, es sind kinder ide meist noch nicht viel mit Worten erreichen und darum meist durch beißen kratzen hauen etc. ihrem wunsch nach (meist aufmerksamkeit/beschäftigtwerden) nachdruck verleihen.

Ich habe meist so gehandelt (nach absprache mit den betroffenen eltern), das Kind welches oft (damitz meine ich nicht nur 1-2x) gebissen hat, dem habe ich mich enger angenomen, dh. ich habe dieses kind immer in einem Radius von max 2m um mich herrum gehabt. ich habe es versucht zu beschäftigen bzw. wen n ich mit anderen "beschäftigt war, habe ich es mit einbezogen, das ganze ging dann max. 2 wochen so und dann war es auch gut, in den meisten fällen istd ann die phase hinfällig, sofern sie nicht anderen ursprungs(ppsyche o.ä.) hat.

Bsp.

Essen/füttern -> das kind war am platz neben mir bzw gegenüber

Freispiel/draußen -> Kind in meiner sichtweite wie beschrieben bzw. mit mir und anderen gespielt

beschäftigung -> ich habe das Kind mit aufgaben beschäftig bzw zu meinem helfer/unterstützer gemacht

Badzeit/Töpfchenzeit -> das Kind saß etwas abseits bzw gegenüber den anderen außer "beißweite"


Es ist sicherlich schwierig je nach gruppenstärke und personal. Bei uns ging es es waren 16Kids auf 2 Erzieher. Es ist aber auch wie geschrieben nicht für jedes Kind geeignet.

lg