Seh ich das zu eng?

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Beitrag von susisum 13.03.11 - 14:42 Uhr

Hallo alle miteinander,

irgendwie habe ich gerade das Bedürfniss meinen Ärger mal aufzuschreiben. Es geht um Folgendes:

Mein Sohn (fast 6) war für heute Nachmittag mit seinem besten Freund (auch fast 6) verabredet. Diese Verabredung stand seit mehreren Tagen.

Heute Vormittag telefonierte ich mit der Mutter des besagten Freundes (wir haben eigentlich auch ein freundschaftliches Verhältniss zueinander). Wir plauderten über dies und das und wollten um die Mittagszeit nochmal telefonieren.

Ich habe dann Mittags angerufen und gefragt wie es dem kleinen Bruder des Freundes geht, er war krank. Sie erzählte dann ein bißchen und meinte auf einmal ganz nebenbei, dass der Freund meines Sohnes gar nicht da wäre. Ich habe dann nachgefragt und sie sagte mir, dass er sich von seinem Opa hat abholen lassen. Er wollte gern einen Tag mit seinen Großeltern verbringen ( er ist mehrmals die Woche dort, auch über Nacht. Ist also nicht so, dass er seine Großeltern nur selten sieht.)

Ich fragte dann was mit der Verabredung sei und sie sagte nur völlig banal, ihr Sohn hätte keine Lust und würde lieber zu den Großeltern. Daraufhin habe ich gesagt, dass ich das ziemlich unfair finde und ich nun meinem Sohn, der sich sehr auf diese Verabredung gefreut hätte, sagen müsste, dass sein bester Freund keine Lust hat.

Ihr einziger Kommentar dazu war, dass sie ihren Sohn ja schließlich nicht zwingen könne. Ihr Angebot mit meinem Sohn zu reden habe ich dankend abgelehnt.

Sicherlich kann sie ihren Sohn nicht zwingen, dass sehe ich auch so. Aber ich finde so geht das nicht. Ein fast Sechsjähriger muss in meinen Augen auch lernen was es heisst, sich verbindlich zu verabreden. Ich hätte gesagt gut, Du hast die Wahl, entweder Du nimmst deine Verabredung wahr oder Du bleibst halt zuhause. Aber diese Willkür hätte ich sicher nicht unterstützt.

Am meisten ärgert mich, dass sie das so ganz nebenbei am Telefon erwähnt hat. Hätte sie mich Vormittags angerufen und mir das erzählt, hätte ich es nicht so eng gesehen. Aber mal eben so eine Stunde vorher und auch nur auf Nachfrage... das geht in meinen Augen gar nicht.

Sie war die jenige, die sich gefreut hat, Dass wir auch am Wochenende mal was unternehmen. Sie ist frisch getrennt und mein Mann für ein halbes Jahr im Auslandseinsatz- da bietet es sich ja an, an den Wochenende mal was gemeinsam zu machen.

Ich muss glaube ich nicht erwähnen, dass mein Sohn natürlich sehr traurig war. Natürlich hab ich immer einen Plan B und der Sonntagnachmittag ist trotzdem gerettet, aber er ist richtig sauer. Ich hab meinen Unmut ihm gegenüber nicht gezeigt, aber er meinte von sich aus, dass er seinem Freund morgen im Kiga mal ein paar Takte erzählen wird.

Ich werde deswegen jetzt keine große Diskusion mit der Mutter anfangen, aber dennoch macht mich das irgendwie sauer und mich würde einfach mal Eure Meinung dazu interessieren.

LG
Susi

Beitrag von alpenbaby711 13.03.11 - 14:50 Uhr

Auf der einen Seite seh ich das wie du aber auf der anderen sind Kinder wohl mit 6 jahre nicht immer soweit. Aber was ich bei dem Bengel hätte machen lassen das er wenigstens anruft und Bescheid sagt. Sonst wärt ihr da gestanden und der Junge wäre einfach nicht aufgetaucht. Ob ich ihm gleich verboten hätten auch woanders hinzugehen nur weil er zu deinem Sohn nicht will wahrscheinlich nicht.
Ela

Beitrag von devadder 13.03.11 - 14:51 Uhr

Das kann man so und so sehen. Ich denke, dass Kids in dem Alter eben so und sich im nächsten Moment anders entscheiden ist eher normal. Auch denke ich, ist so etwas nicht so tragisch, dass man ein Faß aufmachen müßte, oder habt ihr extra etwas organisiert, Aufwand oder gar Kosten gehabt? Trotzdem solltest Du Deinem Sohn erklären, dass dies wohl kein Freund ist. Auch solltest Du ihm die Bedeutung des Begriffes "Freund" erläutern. Man sollte nicht jeden mit dem man mal ein paar Worte gewechselt hat als Freund bezeichnen. Denn gerade diesbezüglich wird er noch oft enttäuscht werden und merken, dass Freunde eben keine Freunde sind sondern nur Bekannte. Das wird er noch oft genug in seinem Leben bemerken (müssen).

Beitrag von susisum 13.03.11 - 15:03 Uhr

Nee, ein Faß will ich deswegen auch nicht aufmachen- deswegen mache ich meinem Ärger ja hier Luft ;-)

Aber ich kann eigentlich guten Gewissens sagen, dass die beiden sehr gut befreundet sind. Sie gehen zusammen in den Kiga, gehen zusammen zum Turnen und verabreden sich immer mindestens einmal in der Woche. Klar hat mein Sohn auch andere Freunde mit denen er sich gern verabredet, aber dieser besagte ist auf jeden Fall sein bester Kiga- Kumpel.

Ich bin auch eher sauer darüber, dass die Mutter das so lapidar behandelt hat. Dem Kind würde ich nie einen Vorwurf machen. Meine Kinder wollen ja auch heute so und morgen so. Nur bislang hat immer jede Verabredung geklappt und ich hätte wenigstens erwartet, dass sie das vernünftig regelt und nicht erst auf Nachfrage sagt was Sache ist.

Ich denke aber auch, dass man einem Kind was bald in die Schule kommt, erklären sollte, dass man nicht so leichtfertig mit Verabredungen umgeht. Schließlich können die Kinder wenn sie erwachsen sind auch nicht einfach Termine absagen, nur weil sie keine Lust haben. Wann soll denn Erziehung in der Hinsicht anfangen, wenn nicht jetzt?
LG
Susi

Beitrag von windsbraut69 14.03.11 - 06:12 Uhr

Klar klappen die Verabredungen von Eurer Seite aus, wenn Du die Kinder notfalls zwingst. Das finde ich aber nicht okay, schon allein deshalb, weil es einfach ehrlicher ist, zuzugeben, dass man keine Lust hat und Zwang gibt es doch in Schule und später Job genug.

Dass er hätte absagen müssen, ist klar, dass hätte ich auch gefordert aber keine Verabredung, die nur auf Zwang hin eingehalten wird.

WER war denn eigentlich verabredet, wenn Du oben von den beiden besten Freunden schreibst und dann davon, dass IHR am Wochenende etwas zusammen macht?

Gruß,

W

Beitrag von susisum 14.03.11 - 07:12 Uhr

Nee, von zwingen war keine Rede. Das hab ich ja auch oben geschrieben, dass ich absolutes Verständniss dafür habe, dass Kinder ihre Meinung schnell mal ändern- machen meine ja auch. Es ging schlicht und einfach um die Art und Weise wie uns mitgeteilt wurde, dass die Verabredung platzt. Auf meine Nachfrage hin und dann mal eben lapidar nebenbei, so nach dem Motto: "Ach übrigens..."

Hätte der Junge oder die Mama angerufen und direkt gesagt, dass daraus nix würd, wäre bei mir überhaupt kein Unmut entstanden. Aber wenn man seine Meinung ändert, sollte man doch zumindest dem, mit dem man verabredet ist, davon was sagen, oder? In dem Falle seh ich die Verantwortung dafür bei der Mutter.

Direkt verabredet waren die beiden Jungs. Allerdings schrieb ich WIR, weil ich ja dann in der Verabredung mit drin hänge. Ich kann die beiden ja schlecht allein zuhause lassen und mir was vornehmen. Meistens machen wir was zusammen, also wir beiden Mamas plus die beiden Kinder von jedem ( also 4 Kinder. die beiden großen und die beiden kleinen sind jeweils im gleichen Alter). Es kommt aber auch mal vor, dass der eine, den großen Sohn nur zum anderen bringt. Das machen wir so, um uns gegenseitig auch mal den Rücken freizuhalten, denn es gibt Dinge, die sind mit einem Kind wesentlich einfach zu erledigen, als mit zweien. Also verbindet mich mit der Mutter schon so eine Art Freundschaft und bislang konnten wir uns auch immer auf einander verlassen. Vielleicht hat die ganze Sache mich deswegen auch so geärgert.

Aber jetzt habe ich eine Nacht drüber geschlafen und nu hab ich mich auch abgeregt ;-)

LG
Susi

Beitrag von meckikopf 13.03.11 - 15:42 Uhr

Hallo Susi,

ich sehe es so: Natürlich kann man den Freund deines Sohnes nicht zwingen, sich mit ihm zu verabreden, und hätte ihm die Verabredung mit den Großeltern zwar (wahrscheinlich?) nicht verboten, hätte aber darauf bestanden, dass er euch anruft und absagt. Denn das ist nicht mehr als recht und billig. Und hätte ihm auch ganz unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass man DIE Verabredung einhält, die man ZUERST getroffen hat, einzuhalten hat. Und deinen Sohn hätte ich dazu "ermutigt"/"ermuntert", dass ER dann das nächste Mal einfach auch mal seinen Freund auflaufen lassen soll; sprich, dann einfach auch keine Lust hat, sich mit ihm zu treffen und ihm das dann auch so klar und deutlich sagt - und auch dabei bleibt! Soll jetzt kein mütterliches Aufhetzen sein und werden, aber manchmal muss man halt auch klarmachen, dass es so und so nicht geht.

Aber ich finde es echt toll von deinem Sohn, dass er sich das nicht gefallen lassen will und wird - und ihn deswegen morgen im Kiga zu Rede stellen will und wird.
Finde sowas auch sehr unfair, aber was will man da groß machen?! Sicherlich würde ich mir das (auch als erwachsene Person) nicht gefallen lassen und der entsprechenden Person auch die Meinung sagen und das wäre dann meine Freundin - oder auch Bekannte - gewesen.
Von daher verstehe ich es vollkommen, wenn ihr stinksauer seid (dein Sohn und du), denn das wäre ich nämlich auch.



Gruß

Beitrag von olle-deern 13.03.11 - 16:46 Uhr

"Und deinen Sohn hätte ich dazu "ermutigt"/"ermuntert", dass ER dann das nächste Mal einfach auch mal seinen Freund auflaufen lassen soll; sprich, dann einfach auch keine Lust hat, sich mit ihm zu treffen und ihm das dann auch so klar und deutlich sagt - und auch dabei bleibt!"

Das finde ich albern, dann braucht er sich auch nicht beschweren, dann macht man es ja selber nicht besser.

Beitrag von susisum 13.03.11 - 17:03 Uhr

Ich denke auch, dass das keine gute Idee wäre. Erstens würde ich damit meinen Unmut der Mutter gegenüber auf dem Rücken der Kinder austragen und zweitens wüsste sie natürlich ganz genau warum er das dann sagen würde. Das ganze würde dann einen ewig langen Rattenschwanz nach sich ziehen. Dieses Vorkommniss soll ja nicht die Freundschaft der Kinder zerstören.

Ich denke wenn mein Sohn morgen mit ihm redet und ich der Mutter auch noch mal ganz klar sage, dass ich das nicht in Ordnung fand, wird/ muss reichen.

LG
Susi

Beitrag von meckikopf 13.03.11 - 17:12 Uhr

Was ist denn daran albern??? Ich finde, manchmal muss einfach mal die "Wurst-Wider-Wurst-Methode" ran, dass es die Menschheit rafft, dass es so nicht geht und man sich nicht verarschen und ausbooten lässt. Denn nichts anderes als das ist solch ein Verhalten. Und ich sage ja nicht, dass man immer so handeln muss/sollte. Und auch nicht, dass es der Junge ganz genauso machen soll/te; also ebenfalls zuerst eine Verabredung mit ihm treffen und dann sich etwas anderes vornehmen und dann absagen. DAS ist dann albern... wenn auch vielleicht auch mal hilfreich. Sondern einfach, dass der Sohn der Strangeröffnerin dann das nächste Mal halt auch keine Lust hat, sich mit ihm zu treffen.


<<... dann macht man es ja selber nicht besser.>>

OK, aber, wie gesagt, manchmal helfen einfach nur rigorose "hardcore-Methoden"! Damit der andere einfach sieht, dass man nicht mit sich Schlitten fahren lässt.

Beitrag von susisum 13.03.11 - 17:31 Uhr

Ich versteh schon was Du meinst. Würde das ständig vorkommen, würde ich das wahrscheinlich auch so handhaben.

Dies war nun das erste Mal, und ich hoffe dass es reicht wenn ich einen "Warnschuss" abgebe. Sollte sich das nochmal wiederholen, werden zukünftig keine Verabredungen außerhalb des Kindergartens mehr stattfinden, denn sowas bringt dann den ganzen Tag durcheinander. Ich habe noch eine Tochter und wie wie Mütter alle wissen, ist gutes Zeitmanagement alles um die Kinder bei Laune zu halten ;-)

LG
Susi

Beitrag von meckikopf 13.03.11 - 17:59 Uhr

Schön, dass du - als Strangeröffnerin - verstehst, was ich meine und vor allem, WIE ich es meine!#schwitz
Und es ging und geht mir ja auch nicht darum, anderen - geschweige denn Kindern/Vorschülern/innen - eine reinzuwürgen, sondern einfach, dass sie LERNEN(!), dass es so und so nicht geht. Und ihnen selber würde solch ein Benehmen ja wohl auch nicht gefallen, nicht wahr? Von daher glaube ich auch nicht, dass der Freund deines Sohnes begeistert gewesen wäre, wenn dein Sohn so mit ihm verfahren wäre. Ganz im Gegenteil, denn da ist das Geheule dann nämlich meistens sehr groß.

Und ganz klar ist der Freund deines Sohnes noch sehr jung, aber doch nicht mehr zu jung, dass er das nicht versteht, was er da falsch gemacht hat.


<<Sollte sich das nochmal wiederholen, werden zukünftig keine Verabredungen außerhalb des Kindergartens mehr stattfinden, denn sowas bringt dann den ganzen Tag durcheinander.>>

Richtig so. Und dein Sohn wird dann wohl auch keine Lust mehr haben, sich mit diesem Jungen zu verabreden, oder? - Das glaube ich wohl kaum, oder, besser gesagt, das glaube ich NICHT, wenn er ihm morgen im Kiga den Marsch blasen will. Hätte ich übrigens auch so gemacht - wie bereits in meinem letzten Beitrag erwähnt. Und ich hätte mich mit solch einer "Freundin"(?) auch nicht mehr treffen wollen, denn das sollte schon der eigene Stolz verbieten.



Gruß

Beitrag von olle-deern 13.03.11 - 20:18 Uhr

Hi,
ich habe auch verstanden wie du das meinst, aber ich persönlich finde den von Dir vorgeschlagenen den Weg nicht so optimal.

Das ganze ist jetzt zum ersten mal so vorgekommen. Der Sohn der TE ist enttäuscht und wohl auch verletzt über das Verhalten seines Freundes, da sind wir uns wohl einig.
Ich finde es gut, dass er seinen Freund am Montag darauf ansprechen möchte. Ich denke er sollte es ihm auch genauso sagen: "Du, ich war gestern echt traurig/ enttäuscht, weil.... usw."
Sicher war es gedankenlos von seinem Freund, aber vielleicht war es ihm einfach nicht klar was er damit angerichtet hat. Es sind schließlich Kinder und ich würde es gut finden wenn sie einen vernünftigen Weg finden das zu klären. Soziale Kompetenz muss ja auch erstmal gelernt werden.
Natürlich hätte er zumindest anrufen sollen, aber so wird es ihm vielleicht nicht nochmal passieren. Falls doch, sollte wohl die Freundschaft überdacht werden.

Deinen 'Hardcore' Vorschlag finde ich einfach nur nicht angebracht.

Beitrag von meckikopf 13.03.11 - 20:46 Uhr

Schön, dass du mir noch mal geantwortet hast.

Klar sind es Kinder und die müssen das alles erst noch lernen - und ich habe ja auch nicht sagen wollen, dass man SOFORT die "hardcore"-Methode anwenden soll/te. Sondern dies erst mal dem Jungen sagen, dass man das nicht gut findet und dass man sich geärgert hat und enttäuscht war (und noch ist). Aber wenn es dann halt noch einmal vorkommen sollte und das Gegenüber überhaupt nicht einsichtig wäre, dann das nächste Mal halt wirklich auch mal keine Zeit haben. Eben, DAMIT es der Junge LERNT. Und, wie ich schon geschrieben habe, muss er es ja - irgendwann - einmal lernen - und das am besten jetzt.

Allerdings finde ich auch, dass Mütter bei 6jährigen schon noch was sagen können, denn sie sind ja noch - wie ebenfalls erwähnt - recht jung, aber nicht mehr zu jung, um nicht schon gewisse Dinge alleine entscheiden zu können und um keine eigene Meinung zu haben, aber zu sehr und nur noch einmischen sollten sie sich in diesem Alter auch nicht mehr, sondern ihre Kinder auch gewisse Dinge unter sich ausmachen lassen. Aber wenn, wie in dem Fall der Strangeröffnerin, man auch als Mutter in der Sache mit drin hängt; also wegen eines verpatzten Sonntags z.B., dann kann sie sich sehr wohl einmischen. Denn man hockt ja auch nicht nur zuhause und wartet, bis der andere Junge sowie dessen Familie sich bequemt, sich zu entschließen und sich zu melden. Da hätte ich nämlich auch keinen Bock drauf. Und wenn sich das Gegenüber nicht melden und entschließen kann, dann tue ICH das dann nämlich.

Beitrag von windsbraut69 14.03.11 - 06:18 Uhr

"Und ganz klar ist der Freund deines Sohnes noch sehr jung, aber doch nicht mehr zu jung, dass er das nicht versteht, was er da falsch gemacht hat. "
Das einzige, was er "falsch gemacht" hat, war doch, dass er nicht frühzeitig abgesagt hat, was man bei einem 6jährigen aber eher der Mutter zuschreiben sollte.
Dass er nicht den Sonntag mit einer Verabredung verbringt, auf die er keine Lust hat, finde ich okay, nur sollte man das ehrlich sagen.

Beitrag von windsbraut69 14.03.11 - 06:16 Uhr

Warum willst Du denn schon bei 6jährigen Kindern Heuchelei und Lügen fördern?
Was hat es für einen Sinn, das eine Kind zu Verabredungen zu zwingen, die den Müttern gut in den Kram passen und das andere zu drängen, "das nächste Mal keine Lust zu haben", wenn das gar nicht von ihm ausgeht?

Solche Taktiererei beginnt früh genug in anderen Bereichen.

Beitrag von solpresa 13.03.11 - 17:49 Uhr

Hallo,

puh...bin ja wirklich erstaunt, wie manche Mütter solch eine Geschichte aufbauschen...?! Es sind 6-Jährige Kinder...es ist bisher einmal vorgekommen, oder. Auch Kinder müssen lernen mal mit Enttäuschungen umzugehen..es werden noch ganz andere auf sie zukommen. Vielleicht sollte man sie eher darin bestärken. Kinder machen manchmal Dinge, die wir Eltern nicht verstehen..und, mein Gott, wenn der Freund gern zum Opa wollte...! Ich weiss nicht, warum viele Eltern denken, sich gleich immer einmischen zu müssen. Lasst es doch einfach die Kinder untereinander klären und sie werden trotzdem weiter beste Freunde sein. Ich glaube, dass es doch sicherlich auch Mütter hier gibt, die schon mal `Erwachsenen-Verabredungen´ kurzfristig abgesagt haben. So ist das Leben.

Man kann es sich allerdings auch schwer machen und aus einer Mücke einen Elefanten..;)!

LG Sina

Beitrag von susisum 13.03.11 - 17:59 Uhr

Also ich finde nicht, dass ich aus einer Mücke einen Elefanten mache, zumal ich ja auch denke, dass es reicht, wenn mein Sohn das mit seinem Freund im Kindergarten klärt.

Auf der anderen Seite ist es so, dass für uns die Wochenenden im Moment echt schwer sind. Mein Mann ist seit einem Monat im Einsatz. In der Woche läuft alles seinen geregelten Gang, aber erstmal einen "Wochenendalltag" ohne Papa hinzukriegen ist schwierig. Und wie ich bereits schrieb, ist die Mutter des Freundes seit kurzem getrennt. Sie war diejenige, die vorschlug sich auch an Wochenenden zu verabreden, zumal sie meinte, sie kann verstehen wie ich mich gerade fühle. So fühlte sie sich die ersten Wochen nach ihrer Trennung auch.

Ich bin halt einfach enttäuscht, wie das abgelaufen ist. Ich will natürlich nicht, dass das eine Vorkommniss jetzt die Freundschaft der Kinder beeinflusst. Sollte es aber noch öfter passieren, ist für mich die Konsequenz, dass die beiden sich nicht mehr verabreden. Auch wenn Du Recht hast mit dem Standpunkt, dass Kinder auch lernen müsen mit Enttäuschungen umzugehen, so denke ich doch, dass ich dann als Mutter einschreiten sollte, wenn das Überhand nimmt. Und unzuverlässige Menschen (bezogen auf die Mutter des Freundes, nicht auf das Kind) sind mir ehrlich gesagt zu anstrengend...

LG
Susi

Beitrag von solpresa 13.03.11 - 18:10 Uhr

Hallo Susi,

aber, es ist doch zum 1.Mal vorgekommen, oder?
Wenn es öfter wäre, wäre ich auch enttäuscht darüber.

Weisst Du, velleicht hatte die andere Mutter keinen so tollen Tag oder wollte einfach etwas Ruhe oder, oder, oder. Immer mag man so etws ja auch nicht preisgeben. Und, da psste es vieleicht auch ganz gut, dass ihr Sohn zu Opa wollte und sie nicht mit musste (alles nur reine Theorie...kann auch ganz anders sein). Möchte Dir nur sagen, dass,wenn es bisher einmalig war, Du es darauf beruhen lassen solltest...sag ihr, dass du es schade fandest und gut ist.
Das mit der Mücke und dem Elefanten war auch eher auf die einige andere Antworten bezogen, die ich für recht überzogen finde!

LG Sina

Beitrag von 17876 13.03.11 - 18:13 Uhr

Ja, finde ich schon! Es ist außerdem Sonntag da bin ich sowiso nicht so für's verabreden! Wenn der Junge doch lieber mit seinen Opa was machen will, ist doch nichts schlimmes bei. Macht ihr doch als Familie was gemeinsam, da würde er sich bestimmt auch sehr freuen!

LG

Beitrag von susisum 13.03.11 - 18:43 Uhr

Nur weil Du dich Sonntags nicht verabredest, muss ich es ja nicht auch so tun, oder? Außerdem habe ich mehrfach erwähnt, dass die Mutter des Freundes diejenige war, die sich auch gern am Wochenende verabreden wollte.

Es geht mir auch nicht darum, dass der Junge was mit seinem Opa machen wollte, sondern die Art und Weise wie uns "abgesagt" wurde. Es wurde ja nicht mal abgesagt, sondern nur auf Nachfragen meinerseits gesagt, dass er keine Lust mehr hätte.

Hätten wir das heute Vormittag geklärt, hätte ich noch was ausgedehnteres mit den Kindern planen können. Natrülich hatten wir trotzdem einen schönen Sonntag, aber darum geht es ja hier gar nicht.

Und mal ganz abgesehen davon, ist es für die Kinder auch nicht so einfach ohne Papa und ständig nur Mama um sich... da ist so eine Verabredung eine nette Abwechslung. Aber eigentlich muss ich mich hier auch nicht erklären.

Ich hoffe nur, dass Du mit Verabredungen nicht so lapidar umgehst. Hätte ich nicht angerufen, hätten wir hier nämlich gesessen und gewartet.

Beitrag von meckikopf 13.03.11 - 19:11 Uhr

<<Es geht mir auch nicht darum, dass der Junge was mit seinem Opa machen wollte, sondern die Art und Weise wie uns "abgesagt" wurde. Es wurde ja nicht mal abgesagt, sondern nur auf Nachfragen meinerseits gesagt, dass er keine Lust mehr hätte.>> #pro#pro

Haargenau meine Rede - und das schon die ganze Zeit! Und es geht auch gar nicht (oder weniger) darum, dass ein 6jähriger etwas falsch gemacht hat und was er falsch gemacht hat, sondern einfach um das, was du geschrieben hast und was ich weiter oben kopiert und eingefügt habe. Und wenn das ein 6jähriger halt noch nicht so gut beherrscht und noch nicht so genau nimmt, dann muss er es nun mal LERNEN - und das halt auch beizeiten! Denn wenn er es jetzt nicht lernt - wann dann? Etwa mit 13 oder 14? Dann ist der Zug (hierfür) nämlich schon längst abgefahren!



<<Hätten wir das heute Vormittag geklärt, hätte ich noch was ausgedehnteres mit den Kindern planen können.>>

Auch dem stimme ich zu, denn SO ist so ein angebrochener Sonntag einfach futsch; das muss man einfach mal so sehen. Und zwar für die Kinder und für die Erwachsenen.



<<Ich hoffe nur, dass Du mit Verabredungen nicht so lapidar umgehst.>>

Auch wenn du damit nicht mich meinst, aber sowas liebe ich auch wie Fußpilz, Syphilis und 1000 Pickel zusammen! Sprich, sowas hasse ich wie die Pest. Denn wenn ich meine Verabredungen einhalte (und das tu' ich auch und wer bei mir zuerst kommt, mahlt zuerst!), kann ich das auch von anderen; sprich von meinen Mitmenschen, verlangen! Und zwar ohne Wenn und Aber.



<<Hätte ich nicht angerufen, hätten wir hier nämlich gesessen und gewartet.>>

So sieht's nämlich aus. Das wäre mir und meiner Mutter vor zig, zig Jahren, als ich noch zuhause war, auch mal fast passiert. Wir haben damals auch Besuch erwartet, worauf vor allem ich mich sehr gefreut habe. Das war damals schon länger ausgemacht - und als die Gäste sich gar nicht mehr gemeldet haben, wollte meine Mutter auf Nr. sicher gehen und hat da noch mal angerufen - und siehe da: Die wären nämlich nicht gekommen, wenn meine Mutter nicht angerufen hätte, sondern wären einfach "still und heimlich" ins Schwimmbad gegangen. Da hat sich meine Mutter auch sehr für mich eingesetzt; von wegen, ich hätte mich so darauf gefreut/würde mich so darauf freuen; das könnten sie doch nicht machen... usw... usf... Und das hat wirklich war genützt, denn sie kamen dann tatsächlich.
Aber sowas ist einfach keine Art!#contra#contra Und besagte Bekannten haben wir dann auch irgendwann von der Jacke gestoßen... ja, warum wohl? Sowas braucht echt kein Mensch und da kann man sich - wie in deinem/euren Fall - ganz klar für die Kinder einsetzen. Und, wie gesagt, geht ja auch DEINE Zeit drauf; also, von daher...

Beitrag von windsbraut69 14.03.11 - 06:29 Uhr

"Das wäre mir und meiner Mutter vor zig, zig Jahren, als ich noch zuhause war, auch mal fast passiert. Wir haben damals auch Besuch erwartet, worauf vor allem ich mich sehr gefreut habe. "

Das beschäftigt Dich heute noch?
Um Gottes Willen, ist zwischendurch nichts noch Aufregenderes passiert als eine fast geplatzte Verabredung im Kindesalter?

Beitrag von 17876 14.03.11 - 07:48 Uhr

#pro

Beitrag von windsbraut69 14.03.11 - 06:26 Uhr

"Nur weil Du dich Sonntags nicht verabredest, muss ich es ja nicht auch so tun, oder? "

Ihr tut das doch momentan auch nur, weil Dein Mann nicht da ist, oder habe ich das falsch verstanden?