Brauche Entscheidungshilfe! Weiterbildung

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von lora74 13.03.11 - 15:44 Uhr

Hallo,

ich bräuchte eine Entscheidungshilfe. Ich weiss wirklich nicht, was ich eigentlich machen soll.

Zur Vorgeschichte:

Ich habe Pharmazeutisch-kaufm.-Angestellte gelernt und auch 10 Jahre anschließend bei einer Apo gearbeitet. Meine Chefin ging es irgend wann finanziell nicht gut und sie musste 3 Leute entlassen, ich war eine davon. Das war Ende 2006. Ich hatte Glück, dass ich sofort in einer Arztpraxis anfangen könnte und habe da 1,5 Jahre gearbeitet. Ich wurde als Schwangerschaftsvertretung angestellt und musste natürlich gehen, als die "alte" wiederkam. Im Mai 2008 habe ich meinen Sohn bekommen, war 2 Jahre mit ihm zu Hause (nebenbei immer fleissig Bewerbungen geschrieben). Habe mich dann arbeitslos gemeldet und 1 Jahr verzweifelt nach einer Stelle gesucht. Ich weiss nicht, wie viele Bewerbungen ich geschrieben habe! Nichts!!!

So, jetzt ist am 30.04. der Anspruch auf ALG I vorbei. Ich hatte schon solche Angst, dass sich nichts finden würde! Aber jetzt hat mir die Arbeitsagentur eine kaufm. Weiterbildung angeboten. Sie fängt im April an, dauert 6 Monate. Erstmal habe ich mich sehr gefreut, aber dann kamen die Zweifel.
1. Ich habe 2 Kinder, die noch betreut werden müssen. Die Große geht zur Schule (2. Klasse) und der Kleine geht in den Kindergarten (gebucht sind 35 Std.).
2. Ich müsste jeden Tag um 7 aus dem Haus, die Schule ist ca. 45 km entfernt. Mein Unterricht geht bis 15.15 Uhr, d.h. ich würde erst jeden Tag um 16 Uhr zu Hause sein.
Mein Mann arbeitet in 3-Schicht-System. Er wird mich voll unterstützen, wo er kann. Nachtschicht ist gar kein Problem: er würde die Kinder fertig machen und wegbringen, dann ein wenig schlafen, um 12 Uhr muss der Kleine abgeholt werden. Bei der Spätschicht bräuchten wir einen von 13.30 Uhr bis 16 Uhr. Und das schlimmste ist die Frühschicht. Wir bräuchten einen für morgens (ca. 1 Std), der müsste den Kleinen auch zum Kindergarten bringen und um 12 abholen, dann für beide Kinder kochen und bis 14.30 auf die aufpassen.
Ich dachte an meine Eltern, die wohnen von uns nur 200 m entfernt, sind aber auch nicht mehr die Jüngsten (über 70).
Jetzt habe ich die gestern gefragt und die schieben Panik! Ich verstehe auch nicht warum, aber wie ich verstanden habe, wollen die das nicht machen. Bei Fremden ist mir aber nicht ganz wohl.

Ich möchte es aber so sehr! Weiss aber nicht so Recht, ob das das richtige ist. Werde ich danach leichter eine Arbeit bekommen? Von der anderen Seite, denke ich, so eine Chance werde ich nie mehr bekommen.
Hat jemand ein Rat für mich? Würde mich auf Antworten freuen!

LG Lora

Beitrag von cosmashiva24 13.03.11 - 16:19 Uhr

Hallo

ich fang morgen meine umschulung an ich fahr täglich fast 140 km hin und zurück am morgen ist mein mann noch da und ich hole die kinder 3 mal die woche um 5 und an den beiden anderen tagen machts der papa und die oma sonst hätte ich ein schlechtes gewissen.

Leider ist es ja gar nicht so einfach umschulung/weiterbidungen von der arbeitsagentur zu bekommen, dewegen ich an deiner stelle würde es machen.

Häng doch mal einen Zettel im Kiga aus ob nicht um sieben jemand deinen kinder für 1 std betreut ansonsten bliebe nur betreungszeiten hochsetzten lassen, hab ich auch gemacht und evt für die große einen hortplatz oder eine tagesmutter die mit die da flexibel ist und beide kinder in den leerlaufzeiten übernimmt.

Evt das dein mann seinen arbeitgeber fragt ob er ausschließlich nachtschicht machen kann und für beide eine Tagesmutter suchen die sie nach kiga und schule betreuen so das dein mann schlafen kann

Bei solchen fortbildungen kannst du bei der agentur auch eine betreungspauschale beantragen.

Es gibt sicher eine möglichkeit , das deine eltern nicht möchten solltest du ihnen zugestehn besser sie sagen vorab nein, als das es ihnen mittendrinn einfällt, das es doch nicht geht, wie gesagt hör dich um such eine tagesmutter übers Jugendamt.

Lg Cosma mit 2 jungs die die lezten wochen auch mit der betreungsorganisation beschäftigt war

Beitrag von lora74 13.03.11 - 16:45 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort!

Muss ich mal mit dem Kita reden. Aber geht das denn nur für 6 Mon. die Betreungszeit ändern zu lassen? Ich weiss, wir mussten uns verbindlich schon im November festlegen und angeblich wäre es nicht so einfach die Zeiten im nachhinein zu ändern. Außerdem geht mein Kleiner gar nicht gern zum Kiga und deswegen wollte ich ihn nicht für ein ganzen Tag da rein stecken.

Darf ich fragen, wie lange Deine Umschulung dauert? Wie alt sind Deine Kinder?

Beitrag von bruchetta 13.03.11 - 16:57 Uhr

Ich würde die Zeiten mit Tagesmutter oder einer Kinderfrau überbrücken.
Sind ja erstmal nur 6 Monate.

Beitrag von cosmashiva24 13.03.11 - 17:06 Uhr

Ich mach meine umschulung bis ende nächstes jahr, meine beiden sind 7 und fast 6 , aber mir war es einfach wichtig das jetzt zu machen und zum glück habe ich eine gute sachbearbeiterin.

Mh bei uns im Kiga ist es so das wir die betreungszeiten monatlich ändern können ist jetzt zwar nicht gerne gesehn aber ich hab schon des öftern die zeiten geändert hoch geht immer wenn wir reduzieren möchten muss dies 6 wochen im vorraus geschehn.

Lg Cosma

Beitrag von derhimmelmusswarten 13.03.11 - 20:37 Uhr

Ich würde einfach aus dem Bauch raus sagen, dass du damit keine besseren Chancen hast. Warum sollte mal mit einer 6monatigen Maßnahme vom Arbeitsamt eine bessere Chance haben? Dein ALG I-Anspruch ist ohnehin zu Ende. ALG II wirst du ja wohl nicht beantragen, wenn dein Mann arbeitet, oder? Und über ihn bist du doch auch familienversichert. Besteht nicht die Möglichkeit, einen 400 Euro-Job zu machen? Und wenn es Putzen ist. Bis du einen Job findest. Ich würde mir diesen Streß nicht antun. Ich verstehe das sowieso nicht. Dein Anspruch endet doch am 30.4. Und die Maßnahme soll darüber hinaus weiter gehen? Bekommst du dann überhaupt noch Geld vom Arbeitsamt?

Beitrag von lora74 14.03.11 - 13:41 Uhr

Danke für Deine Antwort!
Wieso meinst Du, dass ich keine besseren Chancen habe? Ich kann mich ja dann auch für andere kaufm. Jobs bewerben und nicht nur in der Apotheke.

Und ja, es wird von der Arbeitsagentur übernommen, weil ich noch in der Zeit des Anspruches die Weiterbildung anfange.

Ausserdem, einen 400-Job kann man immer finden und die habe ich auch schon gehabt, aber irgendwann will man davon weg.

LG Lora

Beitrag von yesse 15.03.11 - 17:52 Uhr

Hallo,

ich würde mir an deiner Stelle von der Weiterbildung nicht zu viel erhoffen. Ich arbeite in der Personalabteilung und bin auch für Einstellungen verantwortlich - und ich muss sagen wenn wir im kaufmännischen Bereich etwas suchen dann werden wir mit Bewerbungen zugeschüttet - da herrscht echt noch kein Fachkräftemangel. Und die Bewerber haben alle eine richtige kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, also nicht nur 6 Monate Weiterbildung - daher würde ich ehrlich gesagt niemals jemanden mit so einer Weiterbildung einstellen....

Viele Grüße
Yesse