Gehirnblutung?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von mariechen65 13.03.11 - 20:03 Uhr

Hallo Ihr Lieben!
Ein Freund von mir und meinem Mann ist Pole und arbeitet unter der Woche in Wien, am Wochenende ist er zu Hause!
Vor einigen Tagen ist sein Vater auf den Kopf gefallen, wurde ins Spital gebracht und liegt jetzt im künstlichen Koma! Unser Freund spricht noch nicht so richtig gut Deutsch, er hat uns ein Mail geschickt, aus dem wir nicht ganz schlau werden:
Er schreibt, daß sein Papa einen ganz großen Kopf hat, weil der voller Blut ist, das Herz funktioniert nicht mehr richtig, irgendetwas mit dem Blutkreislauf funktioniert nicht.Die Ärzte sagen, im Gehirn "sei er blöd" und er sei schon in einer anderen Welt, nur noch der Körper sei da. In spätestens 2 Tagen würde er tot sein.
Wir wollen Christophe jetzt nicht mit Fragen quälen, er ist natürlich sehr verzweifelt.
Kann das eine Gehirnblutung sein? Es gibt doch Menschen, die monatelang im Koma liegen, wie kann der Arzt sagen, in 2 Tagen spätestens wäre er tot?
Und kann man nichts gegen das Blut im gehirn tun?
Soweit wir wissen, muß das alles nicht hoffnungslos sein, es kommt darauf an,wie schnell die Behandlung erfolgt. Dennoch können natürlich gesundheitliche Schäden, wie z.Bsp. Probleme mit dem Sprechen, etc zurückbleiben.
Wir haben irgendwie Angst, daß die Ärzte nicht genug tun und einfach nur warten. Es hört sich so an, wie es Christophe geschrieben hat.
Wer kann uns einen Rat geben?
Vielen Dank!
Annemarie und Ernst

Beitrag von frau-mietz 13.03.11 - 20:22 Uhr

Hallo!

Meine Aussage beruht auf das, was ich schonmal gelesen habe!

Eine Hirnblutung ist nicht gleich Hirnblutung.(subdural,epidural und subarachnoidal)
Normalerweise wird versucht, den Bluterguss zu entfernen.
Das ist auch nicht so einfach.
Vielleicht ist der Vater ja schon Hirntot, dann kann man nichts mehr retten, leider, tut mir leid.
Es würden nur noch Maschinen sein Leben erhalten...
Ich glaube man kann hier bei Urbia keine genaue Aussage treffen, es sprengt den Rahmen.

LG

Beitrag von intensiv-sis 13.03.11 - 20:44 Uhr

aus der Beschreibung würde ich schon auf eine Hirnblutung (welcher auch immer, da gibt es ja, wie die vorposterin schon geschrieben hat verschiedene), aber es klingt auch nach Hirntod, so schlimm es auch ist.

Die Ärzte werden alles in ihrer Macht stehende tun, da bin ich mir sicher.

Lg
Intensiv-sis

Beitrag von elofant 14.03.11 - 07:24 Uhr

Im Normalfall wird das Blut entfernt, sprich Schädel geöffnet und abgesaugt. Ich weiß, klingt nicht oll, ist aber (über)lebensnotwendig.

Es gibt aber auch Hirnblutungen, wo man nix machen kann. Meine Schweigermama ist zum Beispiel an einer solchen gestorben. Sie wurde von Tag zu Tag immer müder, konnte kaum mehr reden, eher nuscheln. Das Ganze hat knapp 1 Woche gedauert.

Wenn das Blut z.B. aufs Stammhirn drückt (bzw. das Gehirn an sich durch die Blutung mehr Platz braucht), kann es zu Beschwerden kommen, wie Kreislaufprobleme, Atemstillstand etc. Im Stammhirn sind alle Lebensfunktionen gespeichert.

Bei unserem Sohn war es so, dass er auf der rechten Seite eine massive Blutung hatte. Das Hirn brauchte Platz und verschob sich um 1cm im Vergleich zur Mittellinie. Der Schädel wurde geöffnet, damit mehr Platz ist. Das blieb dann ca. 1/2 Jahr so. Er lag fast 2 Wochen im künstl. Koma und erholte sich danach nur schleppend, was die Körperfunktionen betrifft.




Das was Du geschrieben hast, klingt schon nach einer Hirnblutung. Aber festlegen möchte ich mich nicht, bin kein Arzt.


Alles Gute!

Beitrag von mariechen65 14.03.11 - 16:07 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten! Leider ist der Papa des Freundes heute verstorben!
Liebe(r) Elofant;
Alles Liebe für Deinen Sohn!
Liebe Grüße, Annemarie