Frage zur Einschulung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mausmadam 14.03.11 - 00:15 Uhr

Hallo zusammen,

es gibt zig Themen zu diesem Thema, das weiß ich.

Dennoch möchte ich euch meinen Fall einmal kurz schildern und um eure Meinung dazu bitten.

Unsere Tochter war am Samstag beim Notdienst.

Hinterher sprach die Ärztin mich an, dass Nina sehr weit wäre, was ihre Kommunikation betrifft. Sie könne sich sprachlich sehr gut ausdrücken, was unnatürlich wäre für ihr Alter und wir sollten drüber nachdenken, sie - was das betrifft - testen zu lassen, ob sie nicht schon im kommenden Jahr in die Schule kann. Sie wäre dann noch 5, würde im November 6.

Unser KiA hat auch schon eine Bemerkung dazu geäussert, auf welche ich aber nicht weiter eingegangen bin.

Aber wir hören es immer häufiger und da macht man sich dann doch Gedanken.

Aber an wen muss ich mich da wenden?
Wie und was wird getestet?
Und wann?

Und kann ich im Kindergarten bitten, sie mal gegen Mitte des Jahres probeweise an ein paar Schukiprojekten teilnehmen zu lassen?
Ich möchte mich aber auch nicht komplett blamieren....

Beim letzten Gespräch vor ein paar Monaten sagte man mir, sie sei ungewöhnlich sozial, aber zu dem Zeitpunkt war sie nur wenig im KiGa, so dass keine richtige Beurteilung erfolgen konnte.

Es ist mir bekannt, dass nicht nur die Sprache und die Fähigkeit, sich zu äussern, wichtig sind, um die Schulfähigkeit zu beurteilen.

Jedoch möchte ich hier auch nicht alles ausbreiten, weil das dann schnell als Angeberrei verschrien wird ....

Beitrag von tauchmaus01 14.03.11 - 08:02 Uhr

Einmal beim Notdienst und dann gibt eine Ärztin so einen Rat#kratz?

So gesehen wäre meine schon mit 4 in der Schule gewesen;-)

Ich frage mich in welchen Kreisen ihr lebt wenn es schon aussergewöhnlich soziale Kinder gibt. Der Rest der Kinder scheint aus lauter Haudegen zu bestehen.

Wenn ich könnte, würde mein Kind im nächsten Jahr erst in die Schule kommen. Obwohl sie schon lesen, schreiben, rechnen kann. Denn das relativiert sich ab der zweiten Klasse schnell und in der 5. steht sie dann als jüngstes Kind in der Oberschule, körperlich hinterher und muß dann so tun als wäre sie mal eben ein Jahr älter als sie tatsächlich ist um mithalten zu können.

Früh einschulen kann man, wenn man es nicht schafft seinem Kind geistiges und seelische "Futter" zu bieten. Meld sie in der Musikschule an, lass sie ein Instrument lernen.
Nur weil sie sozial ist und sich ausdrücken kann würde ich mein Kind nicht mit 5 in die Schule schicken, da sieht die Welt ja doch ganz anders aus als im Kindergarten.

Mona

Beitrag von mckiki 14.03.11 - 08:30 Uhr

"Früh einschulen kann man, wenn man es nicht schafft seinem Kind geistiges und seelische "Futter" zu bieten." :-[

Hast du schon mal daran gedacht, dass es Kinder gibt, die selbst dann nicht ausgelastet sind und welche vorzeitig eingeschult werden wollen/müssen. So eine generelle Aussage zu treffen ist einfach nur traurig. Man sollte schon die Hintergründe für eine vorzeitige Einschulung kennen.

Heike

Beitrag von tauchmaus01 14.03.11 - 10:17 Uhr

Nein, ist nicht traurig. Das Kind scheint ja nicht hochbegabt sondern einfach nur sozial zu sein und etwas weiter (was auch immer das heißen mag)
Ich habe 4 Lehrerinnen in meinem Freundeskreis. Alle Oberstufe.
Diese raten, wie andere Oberstufenlehrer auch, dringend davon ab das Kind zu früh einzuschulen. Die Altersunterschiede machen sich ab der 5. Klasse erst richtig bemerkbar. In der 4. Klasse, wenn der Schulwechsel ansteht, haben es die "Kleinen" auch nicht gerade leicht.

Aber soweit denken viele ja nicht, fühlen sich geschmeichelt weil ihre Kinder ja schon "soooo weit " sind und fallen dann auf die Nase später wenn die Kinder mit dem Lehrstoff und den anderen Kindern dann doch überfordert sind.

Mona

Beitrag von mckiki 14.03.11 - 11:10 Uhr

"Aber soweit denken viele ja nicht, fühlen sich geschmeichelt weil ihre Kinder ja schon "soooo weit " sind und fallen dann auf die Nase später wenn die Kinder mit dem Lehrstoff und den anderen Kindern dann doch überfordert sind. "

Da stimme ich dir ohne Einschränkungen zu. Nur wie du den ersten Teil formuliert hast, war es eine allgemein gültige Aussage, ohne direkten Bezug zumAusgangsposting.
Unsere Tochter ist vorzeitig mit gerade mal 5 Jahren im Sommer eingeschult worden. Uns ist diese Entscheidung wirklich nicht leicht gefallen.

Heike

Beitrag von tauchmaus01 14.03.11 - 12:05 Uhr

Warum habt ihr es dann gemacht?
Die Auswirkungen werdet ihr erst in 3-4 Jahren merken.
Auch unsere Schule versucht den Eltern klarzumachen, dass zu früh eingeschulte Kinder (also 5 Jährige) noch nicht in die Schule gehören. Nicht weil sie die Grundschule nicht schaffen, aber weil sie den Übertritt nicht in einem Alter machen das passender wäre.
Ein großer Teil der zu früh einschulten Kinder schafft es gerade mal auf die Realschule und muß quasi erst "reifen" bevor es dann noch das Gymnasium schaffen könnte.

Es ist das Ego der Eltern. Zu sagen "MEIN Kind ist schon soooooo toll und sooooo weit dass es schon lockier mit 5 zur Schule kann." Aber dann werden sie ganz klein wenn die Kinder Klasse 2 oder 3 wiederholen müßen weil sie eben doch überfordert waren

Ein Grund meine Heimatstadt Berlin zu verlassen war das Massenexperiment was dort läuft, Kinder ab 5 in die Schule zu schicken.

Nicht mit meinem Kind. Mittlerweile merken die Lehrer dort dass es zu früh ist, aber zugeben will es keiner!

Mona

Beitrag von mckiki 14.03.11 - 14:32 Uhr

Ganz einfach, weil unsere Tochter hb ist (getestet), in Teilbereichen hat sie den Test gesprengt. Im Kiga war sie total unterfordert und unglücklich. Dort hat sie so gut wie gar nicht mit den Erziehrinnen geredet. Mit den Kindern am Ende schon, anfangs aber auch nicht. Kaum ist sie in der Schule ist sie offen geworden, spricht mit allen Erwachsenen als ob nie etwas anderes gewesen wäre.

Heike

Beitrag von beckybecky 14.03.11 - 08:27 Uhr

Hallo mausmadam,

Euch wurde jetzt also von zwei Ärzten geraten Euer Kind früher einschulen zu lassen.

Wobei es interessant wäre in welchem Bundesland ihr wohnt. Bei uns würde Deine Tochter ganz normal nächstes Jahr in die Schule kommen, da sie 2012 sechs Jahre alt wird.

Du hast von einem Test geschrieben den ihr machen sollt/könnt. So etwas wie einen "Schulreif-test" kenne ich nicht aber auf Hochbegabung kannst Du Dein Kind natürlich testen lassen, falls das die Frage war.

Warum redest Du nicht mal mit dem Kindergarten? Die kennen Dein Kind doch am Besten.

Solange sie allerdings noch gerne in den Kindergarten geht und da auch gut angekommen ist würde ich von eine vorzeitigen Einschulung abraten.

Ganz liebe Grüße
beckybecky

Beitrag von arienne41 14.03.11 - 08:55 Uhr

Hallo

Ich würde dir abraten dein Kind so früh einzuschulen.
Ich stand letztes Jahr vor der Frage und hab ein August Kind.
Ich habe mit Eltern gesprochen die ihre als Kann-Kinder eingeschult haben,die meinen Sohn kaum kennen.
Alle rieten mir aus ihrer Erfahrung ab.
Ich hab mich aus mehreren Gründen dann auch gegen die Einschulung entschieden und es war das beste was ich meinem Sohn antun konnte in Sachen Schule :-).
Selbst wenn ich nur das Jahr zurück denke wie er sich entwickeltet hat.

Natürlich gibt es Bundesländer die den Stichtag erst am 31.12 haben aber auch die merken langsam das es ein Flop ist.

Beitrag von erstes-huhn 14.03.11 - 09:00 Uhr

Ich finde es etwas komisch, dass sich die Notärztin zu soetwas äußert, aber bitte....

Es gehört viel mehr zur Schulreife als Können und Wissen!!!

Als erstes würde ich das Thema mal im Kindergarten ansprechen, die sehen dein Kind täglich und können viel mehr dazu sagen.

Ich bin von den Erzieherinnen unsere Kita darauf angesprochen worden, ob ich nicht meinen Sohn eher einschulen möchte.

Aber: mein Sohn konnte sich schon mit 4 Jahren über eine Stunde mit einer Sache beschäftigen, und sahs dabei ohne zu zappel auf einem Stuhl.
Sein Problem war eher sein mangelndes Durchsetztungsvermögen gegenüber Kinder (auch jüngere) die ihn ärgern.

Und: Weitere Probleme gibt es, wenn deine Tochter älter wird und ihre (dann ältere) Freundinnen schon etwas dürfen wofür dir dein Kind noch zu jung erscheint (Einkaufen gehen, Kino etc.).

Bedenke auch diese Aspekte ehe du dein Kind vorzeitig einschulst.

Beitrag von hongurai 14.03.11 - 09:05 Uhr

ich finde die aussage der ärztin beim notdienst sehr gewagt. sie kent ja eure tochter gar nicht, hat quasi nur "momentufnahmen" bekommen.

Nichtdestotrotz würde ich in eurer stelle zuerst mit dem KIA sprechen.
dann mit dem Kindergarten.
sie kenne eure tochter schliesslich auch sehr gut. Können euch beraten.

Beitrag von bosseinlove 14.03.11 - 09:11 Uhr

Guten Morgen,

mein Sohn wird dieses Jahr vorzeitig eingeschult.
Er ist dann noch 5, wird aber im Oktober 6.
Er ist auch "nur" 2 Wochen nach dem Stichtag geboren.

Mich haben die Erzieherinnen im Kindergarten darauf angesprochen. Da er allgemein sehr weit ist für sein Alter.
Er spricht sehr, sehr gut. Malt wie ein kleiner Künstler. Kann rechnen, ein wenig schreiben und auch logisches Denken klappt sehr gut.
Sein soziales Verhalten wird auch immer wieder gelobt.
Das soll nicht arrogant klingen- es waren die Argumente, die die Erzieherinnen nannten.

Ich habe ihn also in der Grundschule angemeldet. Bei der Anmeldung wurde bereits ein kleiner Test gemacht, den er ohne Fehler bestanden hat.

Freitag war dann beim Gesundheitsamt die Einschulungs-Untersuchung, die er auch mit Bravour gemeistert hat.

Jetzt kommt nur noch von der Grundschule ein Sozial-Test, in dem das soziale Verhalten der Kinder spielerisch geprüft wird.
Es wird geschaut, ob Kinder z.B. schon in der Lage sind zu verlieren, oder ob es ihnen was ausmacht, in der einer Schlange ganz hinten zu stehen und nicht ganz vorne.
Da mache ich mir bei meinem Süßen gar keine Gedanken.

Am Vorschulprogramm im Kindergarten nimmt er bereits seit September 2010 teil.

Vielleicht konnte ich dir einen genauren Einblick geben.

Ich wünsche euch alles Gute.

Viele liebe Grüße,
Christin

Beitrag von bruchetta 14.03.11 - 09:28 Uhr

Ist sie denn sonst schon schulreif?
Im sozialen Bereich, von der Persönlichkeit her?
Das ist letztendlich das Entscheidene.

Meine Tochter war auch immer sehr weit, auch hier wurde aus ärztlicher Sicht eine Einschulung mit 5 angeraten, sie wird aber erst dieses Jahr eingeschult (wird im Okt. 7), weil sie einfach sonst noch nicht so weit war.

Beitrag von golm1512 14.03.11 - 09:46 Uhr

Hier in Berlin wird in dem Jahr eingeschult, in dem die Kinder sechs Jahre alt werden.
Mein älterer Sohn ist ein Novemberkind, die meisten der uns bekannten Kinder ebenfalls. Alle Kinder, die wir kennen sind sprachlich und sozial und überhaupt gut entwickelt. Alle -bis auf meinen Sohn- sind somit mit noch fünf Jahren eingeschult worden. Mein Sohn hat ein "Problem" und durfte deshalb noch ein Jahr länger in den Kiga gehen. Auch er ist weder entwicklungsverzögert noch dumm noch unsozial.

Mein Sohn war bei Einschulung schulreif. Das merkte man irgendwie. Er geht gern dorthin, lernt gut, freut sich auf seine Mitschüler und sogar auf die Hausaufgaben. Die anderen Kinder, die wir kennen, sind jetzt in der 2.Klasse und alle dazugehörigen Mütter meinen, dass keiner davon einen Vorteil hatte. Zum Teil steht im Raum, dass eine Klasse wiederholt werden muss, obwohl ich der festen Überzeugung bin, dass alle Kinder völlig normal und auch normal intelligent sind. Alle haben zuhause eine Menge Anregung, keines wird in irgendeiner Form vernachlässigt.

Mein kleiner Sohn ist ein Dezemberkind und auch er wird ein Jahr später als regelgerecht eingeschult. Laut Erzieherin wäre er aber schulreif. Gut, aber das ist er im nächsten Jahr ja auch noch. Er verlernt doch nichts bis dahin. Lieber noch ein Jahr Langeweile und dann mit Vollgas in die Schule als ein Jahr lang Stress und die Freude am Lernen ist dahin.

Die Therapeutin mienes kleinen Sohnes meinte, sie würden die Folgen der frühen Einschulerei sehr merken. Erst würde noch alles klappen, aber sie haben einen regen Zulauf von Zweit- und Drittklässlern, die dem Druck nicht standhalten.

Ich würde mir das mit dem früheren Einschulen sehr gut überlegen....

Gruß
Susanne

Beitrag von joky75 14.03.11 - 10:08 Uhr

Hallo,

ich kann Deine Bedenken sehr gut verstehen. Ich würde auch erst mal das Gespräch mit dem Kindergarten suchen.

Wir haben derzeit das gleiche "Problem". Meine Tochter hat allerdings im März Geburtstag und würde dann mit 5,5 Jahren eingeschult werden, falls wir uns dazu entschließen.

Uns haben unabhängig voneinander zwei Erzieherinnen im Kindergarten darauf angesprochen. Uns wurde zu einer frühen Einschulung geraten, damit sie sich nicht zur Außenseiterin entwickelt. Sie kann mit Gleichaltrigen wenig anfangen, weil sie eben viel weiter ist als andere.

Auf Einzelheiten möchte ich auch nicht eingehen. Ich werde jetzt erst mal die u8 abwarten und mit dem Kinderarzt darüber sprechen. Dann werde ich beim nächsten Entwicklungsgespräch im Kindergarten mal sehen was die meinen und evtl. anregen, dass sie schon in die Vorschulgruppe kommt, was ja noch nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie früher eingeschult werden muss!! Dann würde ich nächstes Jahr im Frühjahr mal Kontakt mit der Schule aufnehmen und mit denen sprechen.

Ich habe eine Nachbarin, die sich extrem ärgert, dass sie auf die Kommentarte der anderen gehört hat und ihre Tochter "normal" eingeschult hat.

Ich denke, dass die Frage zu individuell ist, um sie pauschal beantworten zu können. Es kommt so sehr auf das Kind (aber auch auf die Schule!!) drauf an...

Viele Grüße
Nadine

Beitrag von mausmadam 14.03.11 - 10:34 Uhr

Danke für eure Antworten.

Wobei ich diesen Satz "Früh einschulen kann man, wenn man es nicht schafft seinem Kind geistiges und seelische "Futter" zu bieten" eine absolute Frechheit finde! #contra


Wann muss das denn entschieden werden?

Kann ich mit der Entscheidung nicht bis zum Herbst oder Winter warten?

Oder muss ich jetzt schon irgendwelche Tests oder so anleiern?

Damit meine ich übrigens keinen Test auf Hochbegabung, meine Maus ist erst 4, da bringt so ein Test nicht so viel, davon abgesehen glaube ich auch nicht, dass sie hochbegabt ist ....

Beitrag von hamsti 14.03.11 - 10:39 Uhr

Hallo Mausmadam,

es ist eigenartig, kaum schreibst diesen Thread, schon melden sich einige, was dir eigentlich einfällt zu glauben, dein Kind sei schon etwas weiter, nur weil 2 Ärzte dies behaupten...

Nun ja, ich bin auch in einer ähnlichen Situation und habe mich im Laufe meines Erstens Staatsexamens mit dem Thema Begabung, Frühe EInschulung etc. beschäaftigt. Die wenigsten Kinder, die kognitiv so weit sind, dass sie eingeschult werden können, haben später tatsächlich Probleme was das Miteinander in der Schule betrifft, obwohl das immer als Argument gegen frühes Einschulen genannt wird. Wenn das Kind in der geistigen Entwicklung soweit ist, dass es in der Kita unterfordert ist, dann hilft auch kein Musikunterricht o.ä. am Nachmittag, denn das Kind langweilt sich am Vormittag ja trotzdem und verliert die Lust am Lernen. Viel förderlicher ist es, ihm die Anreize der Schule zu bieten, diese muss dann allerdings auch passen und auf jedes Kind differenziert eingehen.

Ich würde an deiner Stelle auch mal mit den Erziehern sprechen (wobei es da auch auf deren Standpunkt ankommt - unsere raten grundsätzlich immer zum späteren Einschulen...). Dann kannst du auch zu einer psychologischen Beratungsstelle gehen und dein Anliegen schildern, diese können dir sicherlich auch Tipps geben bzw. evtl. dein Kind beobachten oder tatsächlich testen lassen, wobei man dem auch nur bedingt Aussagekraft zuweisen sollte.

Was sagt denn dein Tochter dazu? Freut sie sich auf die Schule?

Falls du dich noch weiter austauschen möchtest, kannst du mich gerne anschreiben, mein Sohn ist auch in vielen Dingen weiter als andere und ich weiß, wie schnell einem das als Angeberei oder sonstiges ausgelegt wird... Als ob das Kind ein Prestigeobjekt wäre, bei dem man sagt "Guck mal, ich habe aber die besseren und schöneren Felgen..." #kratz

So, nun habe ich aber genug geschrieben, ich wünsche allen einen schönen Tag!

Mareike

Beitrag von joky75 14.03.11 - 10:48 Uhr

Hallo Mareike,

schön mal von jemadem zu lesen, der sich scheinbar ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt hat.

Genau das was Du schreibst wurde mir auch DGhK (Deutsche Gesellschaft für hochbegabte Kinder) gesagt. Außerdem sagten die mir noch, dass es nicht gut wäre, wenn sich ein Kind vor der Schule das Lesen oder Schreiben selbst beibringt, weil es sich dann später in der Schule langweilt. Die Langeweile aus dem Kindergarten (meistens im letzten Kindergartenjahr) wird dann in der Schule fortgesetzt. Manchmal kommt es dann auch zum Leistungsabfall.

Schwieriges Thema...

Viele Grüße
Nadine

Beitrag von mausmadam 14.03.11 - 11:46 Uhr

Danke für die Antwort.
Ja, sie möchte gerne in die Schule. Lesen und schreiben hat sie sich auch selber beigebracht, momentan lernt sie die englischen zahlen - alles absolut freiwillig.
Sie ist im Turnverein und ab Sommer auch in der Musikschule angemeldet.
Wir gehen viel raus mit ihr, erklären ihr alles, spielen Lernspiele mit ihr etc.
Aber durch meine beiden nicht gesunden Zwillinge sind meine Zeitrecourcen was die Förderung betrifft auch begrenzt.
Ich denke, wir warten mal die kommenden Monate ab, wie sich das entwickelt.
Aber zur psychologischen Beratungsstelle werd ich trotzdem mal gehen, da ich keine Fehler machen möchte.

Beitrag von arthurmama 14.03.11 - 10:44 Uhr

Hallo,

wenn es so auffällig ist udn Du das Bauchgefühl hast, dass etwas "komisch" läuft, lässt sich schon was "testen".
Informier' Dich beim KiA.
Einen IQ in dem Alter wird dir niemand seriöserweise nennen, sondern eher Tendenzen. Die Entscheidung ob Du aufgrund der Tenedenzen dein Kind früher einschulst, kannst Du weder selber treffen (gegen den Willen udn Sicht der Schule/Lehrerin/Direktor) noch wird es Dir einer völlig abnehemen. - Es wird eine Koproduktion aller Beteiligter sein. Ob immer im Sinne des Kindes gearbeitet wird, von allen Beteiligten kann man nicht wissen.

Meine Erfahrung: lasse es, wenn der Leidensdruck bei Deiner Tochter nicht groß genung ist und sie zufrieden, happy und von zuhause aus angefüttert werden kann.

VG, I.

Beitrag von angelinchen 14.03.11 - 21:17 Uhr

Hallo
wegen was genau wart ihr denn beim Notdienst, dass die Ärztin dort sich ein so genaues Bild über dein Kind machen konnte, und auch noch Empfehlungen wegen der Schule ausspricht? Normal haben die doch anderes zu tun, oder irre ich da? finde ich in der Tat auch sehr eigenartig, sorry!

Wegen der Einschulung: wann beginnt denn die Schule bei euch? Hier bei uns in Bayern erst Mitte September...In dem Falle finde ich die Einschulung nicht zuuu früh, wenn sie im Nov. 6 wird...aber ich glaube, bei euch ist Einschulung im Juli oder?

Was ich dir raten könnte, ist einfach mal abzuwarten. du musst die Entscheidung FÜR eine frühzeitige Einschulung ja nicht sofort treffen! Du kannst auch mit dem Kindergarten erstmal sprechen, und wenn die deiner Meinung sind, dass deine Tochter tatsächlich schon so weit wäre, kann sie ja erstmal am Vorschulunterricht teilnehmen. wenn eure Meinung dann noch bekräftigt wird, kann man sie auch für die Einschulung mit anmelden...das wäre ja aber dann (die Anmeldung für die Schule) frühestens Ende diesen Jahres, denk ich. Frag doch da mal im Kiga nach.

Ich persönlich werde meine Tochter wohl auch mit 5 einschulen lassen, allerdings sind bei uns bis dahin noch 2 Jahre, sie ist erst 3,5...bei uns beginnt die Schule um den 15.09. rum und sie wird am 18.10. dann 6 Jahre alt. Sprachlich ist sie auch extrem weit, körperlich übertrifft sie alle 4 jährigen, und sehr sozial ist sie auch. Englische Zahlen kann sie bis 14 (vom Bruder, der wird dieses Jahr eingeschult mit 6,5), zählen auf deutsch bis 30, sie schreibt bereits erste Buchstaben...aber ich würde nicht auf die Idee mit testen kommen...hm...

Alles Gute auf jeden Fall für euch, dass irh den richtigen Weg wählt!
LG Anja