ICSI bei nichtverheirateten: Handeln um die Kosten?!

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Beitrag von kathy-80 14.03.11 - 09:20 Uhr

Guten Morgen #winke

Es scheint sich alles gegen uns zu stellen!
Wir, nicht verheiratet, stehen vor der Entscheidung ob bzw. wie wir eine ICSI durchführen lassen sollen. Ich bin 50% Beihilfe (Bund) und 50% PKV und mein Partner GKV. Problem: Schlechtes Spermiogramm, ohne ICSI geht's nicht.
War eben bei meiner Beihilfestelle und habe mich informiert. Die würden ihren Anteil zahlen, wenn wir verheiratet wären (das wären dann 25% meiner Gesamtkosten).
Meine PKV würde nichts zahlen - wg. Verursacherprinzip.
Da ich privatversichert bin, werden auch nur Privatrechnungen ausgestellt, dann hätten wir auch noch Probleme mit der GKV - die würden eine Vergleichsberechnung machen und somit würden wir auch noch auf Kosten sitzen bleiben.
Unser Praxis meinte, dass sie uns ein Pauschalangebot machen, falls wir keine Erstattung bekommen. Müssten dann mit 3500 Euro für ärztlichen Leistungen und 1500 für die Medi rechnen. ALSO 5000 EURO!!!!
Meine Beihilfestelle meinte, wir sollen versuchen zu handeln um den Preis zu drücken und androhen, zu einer anderen Klinik zu gehen.
Hat das schonmal jemand gemacht?
Wie hoch liegen die Kosten bei euch (unverheiratet)?

LG Kathy

Beitrag von motmot1410 14.03.11 - 09:32 Uhr

5000 € sind eigentlich schon ein faires Angebot für Selbstzahler.
Wir haben für unsere ICSI alleine an die Kiwu 6000€ überwiesen ;-) Und für die Medikamente sind noch einmal 2000€ angefallen.
Ich denke nicht, dass an dem Preis noch etwas zu machen ist.

Aber noch etwas Anderes:
Wenn ihr heiraten würdet, dann würdet ihr 25% Deiner Kosten von der Beihilfe wieder bekommen. 50% der Kosten Deines Mannes UND (auch wenn die GKV das gerne bestreitet) noch einmal 25% der extrakorporalen Kosten würden von der GKV übernommen. Zu den extrakorporalen Kosten gab es (genau für so einen Fall) ein Urteil des BSG.

http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/kostenerstattung-bei-ivf-icsi-koerperprinzip-der-gkv-vs-verursacherprinzip-in-der-pkv-www-kinderwunschanwalt-de

Ich würde mich da noch nicht geschlagen geben ;-)

Beitrag von motmot1410 14.03.11 - 09:46 Uhr

Hier steht das auch:

http://www.kup.at/kup/pdf/6581.pdf

Die Kosten würden dann nicht über Dich, sondern über Deinen Mann abgerechnet.

Beitrag von kathy-80 14.03.11 - 10:15 Uhr

#danke für die Antwort.

Wie haben sich denn die Kosten bei euch zusammengesetzt? Pauschalbetrag oder einzeln abgerechnet? Mit wieviel Euro sind denn bei den Kosten für die Frau zu rechnen und mit wieviel beim Mann?

LG

Beitrag von motmot1410 14.03.11 - 11:51 Uhr

Es wurde einzeln abgerechnet. Allerdings konnten wir die Rechnungen auch bei der PKV meines Mann und unseren Beihilfe-Stellen einreichen (wir haben also 75% der Kosten erstattet bekommen)

Ich hab mal in unsere Rechnungen geschaut:

Meine Kosten:
3 Ultraschalluntersuchungen & Bluttests: ca. 300€
Narkose 384€
Punktion und andere Kosten am PU-Tag: 1102 €
Transfer unter US: 264€
Medikamente : ca. 2000€

Kosten meines Mannes:

ICSI-Kosten und 3 Tage-Kultur im Labor: 3523 €
Aufbereitung der Spermien & Bluttest am PU-Tag: 244€

Ich hoffe, ich hab nichts vergessen. Aber das müssten eigentlich alle Kosten eigentlich gewesen sein.
Wenn die Kosten des Mannes über die GKV abgerechnet würden, dann wäre sie allerdings deutlich geringer (die Klinik könnte dann keine Privatrechnungen schreiben bzw. nach GÄO abrechnen) und damit wäre natürlich auch euer Eigenanteil geringer.

Beitrag von kathy-80 14.03.11 - 12:42 Uhr

Vielen Dank für die Antwort.
So bekommt man wenigstens mal eine kleine Vorstellung von dem, was einen so erwartet.

Beitrag von luna-star 14.03.11 - 09:52 Uhr

Guten Morgen,

wir waren auch Selbstzahler und als es um die Kosten ging und das besprochen wurde, haben sie uns angeboten, ICSI zu machen, aber nur IVF zu berechnen. Geht natürlich nur, wenn nix übernommen wird. Insoweit scheint da ein Spielraum zu sein und würde ich mal nachhaken, was am Preis noch zu machen ist.
Bedenkt, nicht immer klappt es beim 1. Versuch und so läppern sich die Kosten schnell.

Grüße

Beitrag von laohu 14.03.11 - 10:00 Uhr

Hi,

ich kann Dir nicht viel zur Abwicklung sagen.
Wir haben unsere Medikamente damals in Frankreich besorgt und damit viel Geld gespart. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für Euch?


Laohu

Beitrag von kathy-80 14.03.11 - 10:10 Uhr

Ja, die Medis würden wir auch in Frankreich holen - wohnen ziemlich nah an der Grenze.

Beitrag von sternenkind-keks 14.03.11 - 10:23 Uhr

also wir sind auch selbstzahler und zahlen für die ICSI 1800 euro
dahinzu kommen medis (hab ich letztes mal aus dem ausland geholt, waren um die 500 euro) dann noch narkos (173 euro) und die ein oder andere blutuntersuchung

insgesamt ca. 2600-2700 euro.

Beitrag von kathy-80 14.03.11 - 10:26 Uhr

Das ist ja schon ein große großer Unterschied zu 5000 Euro!

Beitrag von jojo75 14.03.11 - 10:47 Uhr

Hallo !

ich denke, dass Du bei Uni-kliniken günstiger, als bei privaten KiWu's kommst. Wir (50%-Zahler) haben für die ICSI insgesamt nur 1.700 Euro mit Medi's bezahlt ... das mal 2 => biste mit 3.500 dabei ;-)

LG!K.

Beitrag von motmot1410 14.03.11 - 11:27 Uhr

Abbrechungen, die über die GKV erfolgen sind mit Privatabrechnungen nicht zu vergleichen.

Beitrag von tritratrullalala 14.03.11 - 11:29 Uhr

Hallo,
die Rechnung haut leider nicht hin, weil der Berechnungsschlüssel für Selbstzahler nicht den Faktor 1 hat (wie bei der Abrechung über die Kasse), sondern den Faktor 1,5. Als Selbstzahler zahlst du deutlich mehr als nur das Doppelte.

LG,
Trulli

Beitrag von motmot1410 14.03.11 - 11:53 Uhr

Und selbst dann kommt es nicht hin, weil die die Abrechnung über die GKV absolut nichts mit den Preisen der GÄO zu tun hat ;-)
Die GKV hat einen eigenen Abrechnungskatalog. Aber frag mich jetzt nicht, wie der heißt #schein

Beitrag von meis 14.03.11 - 11:36 Uhr

Hallo Kathy
hatten ähnliche Situation, auf jeden Fall Selbstzahler:
Wir haben das auch offen angesprochen, daraufhin hat unsere KiWu Klinik immer russiche RE-Import Präparate verschrieben (ca. 600 € Ersparnis). Gibt es wohl nicht in allen Apotheken, aber auf Bestellung dann doch.

2. Haben wir den Tip aus einem Labor bekommen, dass, auch wenn man "nur IVF" ankreuzt, im Zweifel ICSI gemacht wird damit die Befruchtungsrate steigt... dann aber ohne Berechnung.

War ich auch nur 1* zur Foli-Kontrolle nach einer Woche..das hat auch gereicht.
Bestimmt können die noch mit Ihren "ärztlichen Leistungen" runter. Das ist ja wirklich verhandlungssache, vor allem der Verrechnungssatz.

Viel Erfolg
meis

Beitrag von falca 14.03.11 - 15:02 Uhr

Hallo Kathy,

laut Antrag der KK belaufen sich die Gesamtkosten bei unserer ICSI auf ca. 3500 €. Genau kann man das ja nicht sagen, weil es auf die Medis ankommt, die Du bekommst.

VG Falca