Wie Sauberkeitserziehung fördern?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von seikon 14.03.11 - 11:07 Uhr

Hallo ihr lieben,

meine Große wird jetzt Ende April drei Jahre jung. Sie hat schon ein Gefühl für ihren Schließmuskel, bzw. sie verfeinert das gerade.
Leider mag sie so gar nicht aufs Töpfchen gehen. Im Gegenteil, es scheint ihr Spaß zu machen, in die Windel zu machen und danach dann ganz stolz davon zu berichten.

Wir haben schon alles mögliche probiert. Windelhöschen, mal ganz ohne Windel rum laufen lassen, Töpfchen im Wohnzimmer (damit die Wege nicht so weit sind), usw.

Eigentlich soll sie vor, bzw. kurz nach den Sommerferien dann in eine Tagesgruppe gehen. Das geht natürlich nur, wenn sie bis dann trocken ist.

Ich möchte sie auch nicht großartig unter Druck setzen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, sie wird nie sauber. Es scheint ihr ja Spaß zu machen, in die Windel zu donnern.

Kann man das Sauber werden irgendwie unterstützen/fördern?

LG

Beitrag von sillysilly 14.03.11 - 11:08 Uhr

Hallo

wir hatten diesen Treppenstuhl den man ans Klo stellt - das ging super

Töpfchen mochten meine auch nie


Grüße Silly

Beitrag von rmwib 14.03.11 - 11:30 Uhr

Ich find Topf in dem Alter ehrlich gesagt auch nicht mehr altersgerecht, mein Kind geht seit er 2 ist schon auf die normale Toilette, so ein Topf ist doch echt nur was für die ganz Kleinen... was meiner Meinung nach aber auch dann nirgendwo anders etwas zu suchen hat, als im Bad oder wie eklig ist es bitte, im Wohnzimmer zu kacken #zitter

Ich würde sagen um da unterstützend beizugehen, hättest Du etwas früher anfangen müssen mit dem Topf.

Was Du jetzt probieren könntest, wäre vielleicht ein Belohnungssystem?

Ich kenn ja Dein Kind nicht, dieses "Der kleine Klokönig" und andere Bücher um sich überhaupt erstmal mit der Marterie vertraut zu machen habt ihr ja sicher längst ;-)

Auf jeden Fall sollte es immer zwanglos bleiben. Ich würde aber wahrscheinlich auch bei schönem Wetter einfach keine Windel anziehen #schein und sie so viel wie möglich ohne laufen lassen, wenn sie das mitmacht.

Beitrag von klopsi 14.03.11 - 12:28 Uhr

Hallo,

erstmal ist es ja klar, dass jedes Kind anders ist. Ob das laufen, sprechen oder das Sauber werden. Jedes Kind ist unterschiedlich schnell dabei.

Und jedes Kind braucht andere Unterstützung.

Denke Bücher habt ihr sicher schon. Ein ganz lustiges finde ich, ist "Was hast du in der Windel".
Ist einfach mal was anderes.

Ansonsten finde ich das mit dem belohnungssystemm gut. Vielleicht gibt es was, dass sie sich sehr wünscht. Das könnte dann ein anreitz sein.

Unsere Tara 2 1/2 wünscht sich ein Gartenhäuschen. Sie redet fast jeden tag davon. Nun haben wir gesagt, dass es vielleicht der Osterhase bringt, wenn sie immer super aufs Klo geht.
In Verbindung mit dem Buch, scheint es gut zu klappen.
Also sicher gehts immer wieder mal rein, ist ja klar. Und wenn wir raus gehen, mit Auto fahren ect. gibt es ne Windel. Aber zu Hause und bei Oma ist sie ohne Windel.

Wenn man bedenkt, dass Kinder rein von der Entwicklung her erst ab 2 Jahren den Schließmuskel "spüren". Und dann kann das auch erst später wiklich funktionieren. Deine Kleine liegt gut in der Zeit.
Und bis zum Sommer ist noch Zeit. Meist geht das dann plötzlich sehr schnell.

Eine Frage hab ich aber schon. Deine Kleine muss von der Tageseinrichtung her sauber sein?
Denn ein "Kind muss sauber sein" gibt es eigentlich nicht mehr.
Ich arbeite in einer Kindertagesstätte.

LG
Klopsi

Beitrag von seikon 14.03.11 - 13:25 Uhr

Hallo,

danke für den Tip mit dem Buch. Ich werde mir das gleich mal anschauen und ggf. bestellen.

Dass das Töpfchen im Wohnzimmer steht hat den Grund, damit sie eben im Zweifel sehr schnell drauf kann. Wir hatten schon zweimal den Fall, dass sie eben sagte, dass sie muss und ehe wir im Bad waren war es dann schon zu spät.
Deswegen steht/stand es im Wohnzimmer, damit sie eben nur die Hose runter ziehen braucht, wenn sie merkt, dass was kommt.
Leider spielt sie mehr mit dem Töpfchen, weswegen wir es jetzt wieder ins Bad gestellt haben.
Aber da ist es leider oft bei ihr "aus den Augen aus dem Sinn".

Zu deiner Frage: Sie geht nicht in eine "klassiche" KiTa oder Kindergarten. Sie geht in einer Tagesgruppe in einem Kinderspielhaus. Die laufen nach anderen Regeln. Haben z.B. nicht feste Schließtage. Es gibt dort einen hauptamtlichen Erzieher, eine Honorarkraft, eine FSJlerin und die Eltern müssen Elterndienste leisten Also 4 Personen bei maximal 25 Kindern. Aktuell sind nur 13 Kinder in der Gruppe. Natürlich werden die Kinder umgezogen, wenn sie sich mal versehentlich einpieschern. Aber die haben halt einfach nicht die Kapazitäten um wirklich Wickelkinder aufzunehmen.
Wenn da der Erzieher krank ist, oder der Elterndienst nicht zustande kommt, dann muss das Spielhaus auch mal für den Tag geschlossen bleiben, weil eine entsprechende Betreuung nicht gegeben ist.
Du kennst ja sicher diese Spielgruppen, wo Eltern ihre Kinder dann ein oder zweimal pro Woche für etwa 3 Stunden abgeben können. So in der Richtung kannst du dir das vorstellen, nur dass diese Gruppe halt jeden Morgen von 9:00-12:30 ist.