Meine Tochter hört einfach nicht.....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sommer2004 14.03.11 - 11:39 Uhr

Hallo,

bin im Moment total frustriert.

Meine Tochter ist 5 Jahr und irgendwie macht sie grad, was sie will. Vorab will ich sagen, dass ich natürlich weiß, dass sie jetzt ihren eigenen Willen entwickelt usw.

Aber irgendwie ist der Alltag bei uns momentan total strengend. Ich kann sagen, was ich will zu ihr, sie macht es einfach nicht.

Z. B. wenn ich möchte, dass sie sich abends auszieht oder morgens anzieht, muss ich das erstmal dreimal sagen, bis überhaupt was geht. Sie lässt sich auch wahnsinnig schnell von anderen Dingen ablenken. Ich sa ihr was und im nächsten Moment weiß sie es schon nicht mehr, was sie eigentlich machen sollte.

Letztens auch auf dem Heimweg vom Kindergarten. Sie rennt mit einer Freundin voraus. Ich konnte nach ihr rufen, wie ich wollte, sie blieb einfach nicht stehen. Ließ sich natürlich total von dem anderen Mädchen beeinflussen. Die andere Mutter meinte nur zu mir: "So sind eben Kinder".

Ich bin aber der Meinung, ein fünjähriges Kind kann überhaupt die Gefahren, die im Straßenverkehr lauern, gar nicht abschätzen. Somit verlange ich von meiner Tochter, dass sie einfach auf mich hört und stehen bleibt, wenn ich sie rufe. (Es könnte ja auch mal was passieren...)

Ich bilde mir auch ein, dass wir konsequent sind. Ich sage dreimal was und dann folgt auch eine Konsequenz. z. B. abends ohne Geschichte ins Bett. Mir tut das zwar leid, aber ich weiß nicht, wie es anders funktionieren soll.

Wie macht ihr das denn so mit Euren Kids. Sie können ja nicht machen was sie wollen. Und das "Grenzen setzen" ist manchmal gar nicht so einfach.

Danke für Eure Tipps.

Gruß
Cindy

Beitrag von mirabelle25 14.03.11 - 12:13 Uhr

Soll ich was sagen das sind unsere fast Schulkinder. Ich kenne viele unter anderem meine Tochter die genauso durch den Wind ist. Auch im Kiga wenn ich dort arbeite, merke ich das die Kinder ganz aufgeregt, und dadurch albern sind. Ich glaube da müssen wir durch und weiterhin so konsequent bleiben.

Beitrag von nudelmaus27 14.03.11 - 12:40 Uhr

Hallo!

Im Gegensatz zu Anderen finde ich es auch nicht gut, wenn die Kinder in dem Alter an der Straße rumalbern und rumrennen. Ich habe es selbst schon erlebt, zwei Jungs haben sich angerempelt im Spiel und bums lag der eine halb auf der Straße #schock. Zum Glück kam da kein Auto aber nein die Mutter hat nichts drauß gelernt, tags darauf traf ich sie wieder und die Kinder rannten wieder wild voraus.

Meine Tochter wird im August 5 und bei mir gibt es kein Rennen und Albern an der Straße. Neulich hat sie sich auch gleich beschwert, weil sie die Einzige! war die an meiner Hand ging. Da meinte ich nur, wenn einer von der Brücke springt ob sie dann auch hinterher springt, da war Ruhe.

Was ich bei dir bemängeln würde, du schreibst du sagst alles dreimal bevor es ne Konsequenz gibt. Das mag ja bei 3jährigen sinnvoll sein aber in dem Alter finde ich reicht einmal.

Bei uns an kaum befahrenen Straßen, sage ich immer du kannst bis zur nächsten Laterne rennen schön am Rand. Wenn sie einfach weiterrennt (was so gut wie nie passiert), rufe ich laut stopp. Wenn sie nicht hört, was auch mal vorkommt, dann gehe ich hin und sage ihr, dass ich ihr gesagt habe das sie warten soll, sie nicht gehört hat und nun an der Hand gehen muss. Klar meckert sie dann rum aber davon lasse ich mich garnicht beirren. Ich fände es Quatsch ihr in dem Moment z. B. den Sandmann am Abend dafür zu verbieten, das steht ja in keinem Zusammenhang.

Klar sind sie schon fast Schulkinder #schmoll aber eben auch nur Kinder ;-) die Gefahren im Straßenverkehr noch nicht so abschätzen können.

Lieben Gruß,
Nudelmaus

Beitrag von a79 14.03.11 - 13:37 Uhr

Hallo,

bei uns ist es noch ne Stufe mehr -da bleibt es nicht beim Meckern sondern artet in Handgreiflichkeiten aus....treten, hauen, mit dem Kopf nach mir stoßen...ganz schlimm im Moment wieder. Mein Sohn wird in knapp zwei Wochen 5.
Habei hn schon mehr als einmal unter den strampelnd und um sich tretend unter den Arm geklemmt...zumal ich meist auch noch meinen Kleinen dabei habe, der entweder alles nachmacht oder eben seine eigenen Ideen hat...#schwitz
Angeblich soll das nur eine Phase sein aber ich persönlich bin häufig ganz schön am Limit...
Hat noch jemand Tipps für bzw. gegen solche Situationen?

LG

Andrea

Beitrag von nudelmaus27 14.03.11 - 13:45 Uhr

Leider nein außer: Zähne zusammenbeißen und durch, wird alles besser!

Manchmal könnte man die "lieben" Kleinen halt einfach nur zum Mond schießen :-p. Meine Tochter ist gestern auch wieder total unmöglich gewesen. Tja morgens zeitig wach und der Tag wird beschissen, darauf ist immer Verlass :-[!

#winke#winke, Nudelmaus

Beitrag von zahnweh 14.03.11 - 16:02 Uhr

Das mit dem unter den Arm klemmen kenne ich #schwitz
Muss bei meiner aber eine für sie sehr unbequeme Haltung sein. Einmal war es für sie annehmbar und wollte am nächsten Tag wieder getragen werden.

So richtig wie einen nassen Sack, ohne ihr dabei weh zu tun, hatten wir zwei mal, dann war erst mal Ruhe. (ich betone erst mal) ;-)

Beitrag von ela_berlin 14.03.11 - 14:47 Uhr

hallo cindy, ich handhabe das ähnlich wie nudelmaus. freiheiten muss man sich verdienen und wenn sie nicht hört, dann gehts halt wieder an die hand. wird ihr sicher nicht gefallen, aber das würde ich schon einmal machen und wenn sie dann hört und dir beweist, dass du dich wieder auf sie verlassen kannst, dann darf sie wieder alleine laufen.

habe das von anfang an so gemacht, wenn sie nicht hören wollte, musste ich sie anfangs noch tragen, weil sie dann nasser sacke gespielt hat und sich hängen lies, aber mit durchhaltevermögen bekommt man das gut hin.

heute laufen meine beiden erstklassig mit mir an der straße ohne das ich mir sorgen machen muss. sie probieren es halt immer wieder bei anderen aus und kommen leider auch mit durch, was zur folge hat, das niemand so recht mit ihnen raus mag, weil sie angst haben, dass was passieren könnte.

wie läuft es denn, wenn sie mit anderen unterwegs ist? wenn es da besser läuft, solltest dir vll. von denen tips holen, die kennen dein kind.

was bei mir eine gute verbesserung gebracht hat, war die smily liste, für jeden tag wo die mädels hören bekommen sie abends einen smily und wenn sie etwas besonders gut gemacht haben, dann werden es auch schon einmal zwei. am ende der woche gibt es dann immer eine überraschung, alleine dafür lohnt es sich die woche durchzuhalten ;-)

wünsch dir viel erfolg

manuela

ps. wenn du fragen zur smilyliste hast, kann sie dir gerne mailen

Beitrag von sparrow1967 14.03.11 - 14:54 Uhr

>>Ich sage dreimal was und dann folgt auch eine Konsequenz. z. B. abends ohne Geschichte ins Bett.<<

Es sollten LOGISCHE Konsequenzen folgen- und die unmittelbar.

sparrow

Beitrag von zahnweh 14.03.11 - 15:57 Uhr

Hallo,

meine ist noch jünger (3,5 Jahre)
wenn sie draußen nicht auf mich hört, ermahne ich sie genau 1x. Wenn das nicht reicht, muss sie an die Hand. Eben wegen der Gefahren.

Ansonsten achte ich darauf, dass die Konsequenz zum nicht hören passt. Die Geschichte abends zu streichen ist für mein Kind in etwa so, als wenn ich in zehn Jahren einen Straßzettel bekommen würde.
Ausgenommen, die gestrichene Geschichte, bezieht sich auf das Umziehen am Abend, dann ist es wieder logisch.

Dass sie einfach auf mich hört, würde ich mir momentan auch wünschen. Klappt aber nicht und hab ich als Kind definitiv auch nicht gemacht #schein

Beim Anziehen morgnes hat meine so viel Zeit, bis ich auch angezogen bin. Ist sie langsamer ziehe ich sie an oder wir schaffen es nicht rechtzeitig zum Kindergarten (für sie eine Katastrophe, daher legt sie einen Zahn zu).

Ist schwierig und klappt momentan nicht so gut. Aber ich versuch es weiter. Mit direkt folgenden Konsequenzen, die spürbar sind (Hand nehmen, Berührung etc.) dringe ich noch am ehesten zu ihr durch. Nicht lange, aber wenistens für den Moment