Bewerbung Formulieren wenn man Bewerbung persönlich überbringt

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von blahblah 14.03.11 - 13:16 Uhr

Hallöchen!
Nachdem mein Traum Bestatterin zu werden endgültig geplatzt ist kommt Plan B in Kraft. Ich habe heute mit einem sehr netten Heimleiter telefoniert, eigendlich wollte er heute seine Auzubildenden-Auswahl abschließen aber er wartet auf MEINE BEWERBUNG #huepf
Nun überlege ich die Bewerbung geradewegs persönlich dort abzugeben.
Muss ich die Einleitung dann nicht umformulieren??

Lest bitte generell mal drüber:
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wie telefonisch mit Ihnen besprochen sende ich Ihnen heute meine Bewerbungsunterlagen für einen Ausbildungsplatz als Altenpflegerin zu.

Schon in meiner Jugend habe ich immer gerne anderen Menschen geholfen.
Nach meinem Realschulabschluss widmete ich mich zunächst der Familie. Zeitweise betreute ich meine demenzkranke Großmutter, was mir immer viel Freude bereitet hat auch wenn es zeitweise sehr anstrengend war.

Jetzt sind meine Kinder selbstständiger und ich will gerne eine Ausbildung in diesem Bereich absolvieren.
Die Betreuung meiner Kinder ist auch für Ferienzeiten, Bereitschaftsdienste und Nachtschichten gesichert.
Gern würde ich vorab ein Praktikum absolvieren um einen Einblick in die stationäre Pflege zu bekommen und Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen.


Ich verfüge über Einfühlungsvermögen und gute Umgangsformen sowie ein gepflegtes Erscheinungsbild.
Selbstständiges Arbeiten, Flexibilität und Belastbarkeit zählen zu meinen Eigenschaften.
Ehrlichkeit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für mich selbstverständlich. Durch die Erziehung meiner Kinder habe ich ein hohes Verantwortungsbewusstsein.


Ich verfüge über den Führerschein Klasse B und ein eigenes Auto.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.


Danke und LG

die#bla

Beitrag von bruchetta 14.03.11 - 13:43 Uhr

Ich würde im ersten Satz schreiben:

wie telefonisch besprochen, erhalten Sie heute meine Bewerbungsunterlagen für den....

Ich würde noch etwas mit: Für mich kam immer schon ausschließlich ein pflegender, helfender Beruf in Frage.
Und dass Du Dich freuen würdest, den Beruf in dem Heim zu lernen.

Beitrag von ayshe 14.03.11 - 13:49 Uhr

Geht es um ein Altersheim?


Hm, daß du deine Gróßmutter gepflegt hast, paßt dann ja schon, aber "viel Freude bereitet"?
Das würde ich persönlich nie schreiben. Formuliere es fachlicher, drücke die Erfahrung stärker aus.


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Jetzt sind meine Kinder selbstständiger und ich will gerne eine Ausbildung in diesem Bereich absolvieren.
Die Betreuung meiner Kinder ist auch für Ferienzeiten, Bereitschaftsdienste und Nachtschichten gesichert.
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Diese gesamten Kindersachen würde ich komplett weglassen.
M.m.n. hat das nie etwas in Bewerbungen zu suchen.
Man macht sich einfach zur "Muddi" damit.


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Ich verfüge über Einfühlungsvermögen und gute Umgangsformen sowie ein gepflegtes Erscheinungsbild.
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Aha. Ehrlich gesagt, das ist absoluter 0815-Kram, gepflegtes Erscheinungsbild...#gruebel


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Selbstständiges Arbeiten, Flexibilität und Belastbarkeit zählen zu meinen Eigenschaften.
Ehrlichkeit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für mich selbstverständlich. Durch die Erziehung meiner Kinder habe ich ein hohes Verantwortungsbewusstsein.
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Hört sich an, wie ein 0815-Lückenfüller, Standardgerede über Selbstverständlichkeiten, das mit den Kindern paßt auch gar nicht.



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Ich verfüge über den Führerschein Klasse B und ein eigenes Auto.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.
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Ist das wichtig für den Job?
Ich weiß es nicht, ich frage nur, ob du da immer mit deinem Privatwagen fahren mußt, ob du überhaupt fahren mußt, wenn es stationär ist.




Ehrlich gesagt, hört sich hart an, aber ich würde den ganzen Kram niemals so schreiben.

Beitrag von blahblah 14.03.11 - 13:52 Uhr

Danke für deine Meinung, aber warum hilfst du mir grad nicht es besser zu formulieren?!

Nur meckern über 0815 kann jeder ;-)

LG

die#bla

Beitrag von ayshe 14.03.11 - 14:04 Uhr

Ich kann nicht für dich deine Bewerbung schreiben, ich weiß auch nichts von dir.

Was hast du vorher gemacht?
Wie kommst du auf die Idee?

Werdegang? etc. pp.


Das mußt du doch alles wissen.

Das Ganze ist auch nicht mein Fachbereich. Wer weiß, vllt ist es dort normal, so viel über seine Familie zu schreiben.


Ich würde den einen Satz als Einleitung nehmen, der hier genannt wurde, ... sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen.


Ich würde sagen, warum ich den Job will, welche Erfahrungen ich habe, was ich noch weiteres will, Ziele definieren.


Tut mir leid, aber man schreibt keine Bewerbung in ein paar Minuten und ich mache das hier nicht bei urbia.

Beitrag von munirah 14.03.11 - 21:08 Uhr

Die Frage ist, ob du beim persönlichen Überreichen auch ein Anschreiben brauchst! Wenn du weißt, du triffst auf jemanden, der die Entscheidung über deine Einstellung (mit) trifft und am besten noch ein wenig Zeit hat, kannst du das Anschreiben einfach weglassen.
So habe ich es jedenfalls einmal gemacht und habe einen Job bekommen! Bei der Übergabe einer ordentlichen Bewerbungsmappe hatte ich auch Zeit einige Worte mit dem Chef zu reden, sogar ganz spontan etwas mit anzupacken...

Beitrag von hippogreif 14.03.11 - 22:51 Uhr

Sorry, aber dieser Tipp geht leider gar nicht. Schön, dass das einmal bei Dir geklappt hat, aber grundsätzlich ist das echt daneben!
Zum einen will ein Personaler sehen, dass der Bewerber in der Lage ist, über sich ein paar aussagekräftige Sätze zu formulieren, mit denen er sich von all den Standartanschreiben der anderen abhebt.
Und zum anderen:kaum ein Personaler wird sich ohne Termin einfach so die Zeit für eine kleine Plauderei nehmen und einfach mal so mit Bewerbern nett reden.
Auf die meisten Stellen gibt es meistens 30-50 Bewerber, oft sogar noch mehr. Ich als Personalentscheider würde nie auf die Idee kommen, ohne Terminvereinbarung mit einem Bewerber ein Gespräch zu führen und sortiere Bewerbungen ohne Anschreiben sofort aus, weil es zeigt, dass der Bewerber schlicht zu faul war, sich ein paar Gedanken zu machen.

Beitrag von ikarya 14.03.11 - 22:05 Uhr

Hallo,

ich arbeite als Personaldisponentin und kann Dir sagen, dass ich Deine Bewerbung grundsätzlich sehr gut finde. Du bewirbst Dich auf eine Ausbildung und da ist neben der grundsätzlichen Qualifikation (die Du besitzt) die Motivation das Wichtigste und die bringst Du auch gut und persönlich rüber. Ich fand es angenehm Deine Bewerbung zu lesen.

Statt "sende" im ersten Satz würde ich schreiben, ...erhalten Sie heute...

"Durch die Erziehung meiner Kinder habe ich ein hohes Verantwortungsbewusstsein." Würde ich streichen, ist hier nicht mehr nötig.

"Zeitweise betreute ich meine demenzkranke Großmutter, was mir immer viel Freude bereitet hat auch wenn es zeitweise sehr anstrengend war. " Würde ich vielleicht mit "was mich immer ausgefüllt hat auch wenn es zeitweise sehr anstrengend war"

Der Absatz mit dem gepflegten Erscheinungsbild ist wichtig und sollte drin bleiben.

Ich würde Dich auf jeden Fall einladen.

Beste Grüße und viel Erfolg!

Beitrag von hippogreif 14.03.11 - 22:35 Uhr

Zitat: ich arbeite als Personaldisponentin und kann Dir sagen, dass ich Deine Bewerbung grundsätzlich sehr gut finde.
#zitter Au weia!
Sorry, aber mit Bewerbungen kennst Du Dich leider nicht besonders gut aus. Diese Bewerbung ist alles andere als gut, sie zählt Standartsachen auf oder nennt Punkte, die im Anschreiben gar nichts verloren haben. Ein wirkliches Bewerbungsanschreiben sieht wirklich anders aus.

Beitrag von hippogreif 14.03.11 - 22:32 Uhr

Hallo,

erstmal würde mich interessieren, wieso Du Deinen Traumberuf aufgibst, nur weil ein einziger AG Dich nicht ausbilden wollte???

Zu dem Anschreiben: das muß besser werden. den ganzen Kram mit den Kindern rauslassen, sowas kann man zur Not, wenn es wirklich gefragt wird, im Vorstellungstermin besprechen.
Den unteren Abschnitt , wo Du all die tollen Lehrbucheigenschaften aufzählst, unbedingt überarbeiten. Das sind Standartsätze, die jeder schreibt und die total langweilig sind. Niemand nimmt Dir das so ab. Da müssen schon ein paar praxisorientierte Beispiele her, damit das glaubwürdig wird. Merke: niemals eine Aufzählung von irgendwelchen Standartsachen!
Und das mit dem Auto hat auch nichts im Anschreiben verloren, das gehört, wenn für den Job wichtog, in den Lebenslauf.