Ein Gedanke zur AKW-Diskussionen hier in D....und Europa?

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Beitrag von sunny_harz 14.03.11 - 13:17 Uhr

Hallo, alle diskutieren mom über die AKW hier in D und im KiGa-Forum wurde bereits gefragt, ob man den Kindern hier in schon Jod zur Vorbeugung von Strahlenschäden geben sollte...

http://wua-wien.at/home/images/stories/akw_europa/kkw-europa-original.jpg

Seht euch mal diese Karte an. Diese AKW in in den direkten Nachbarländern. Hier in Deutschland sollen die AKW abgeschaltet werden, was ist mit Schweden, Frankreich, Belgien? Die sind noch 10x näher dran als Tschernobyl...

Wie stehen die anderen Länder dazu? War nur mal ein Gedanke, was nützen hier abgeschaltete AKW, wenn das nächste in den Niederlanden steht?

LG; SUnny, die zweigeteilter Meinung ist

Beitrag von fred_kotelett 14.03.11 - 13:27 Uhr

Hi,

ohne eine Wertunf Pro oder Contra für unsere Atomkraftwerke abzugeben ist dieser Denkansatz absurd.

Unter der Prämisse immer nur soviel zu tun wie seine Nachbarn, funktioniert Umweltschutz eben nicht.

In Indien haben zum Beispiel viele Flüße einen solch hohen Schadstoffgehalt das man darin Farbfilme entwickeln könnte, trotzdem würde ich der deutschen Industrie die Einleitung von Chemikalien jetzt nicht einfach wieder erlauben.

Ok, der Vergleich hinkt etwas da der Chemiefluss Indiens keine solch großen Auswirkungen auf dich hat, wie ein Unfall in einem Kernkraftwerk im europ. Ausland.

was ich damit sagen will ist folgendes, wenn man bei allem auf ein europ. oder gar globales Agreement wartet, passiert nie etwas.

VG

Beitrag von sunny_harz 14.03.11 - 13:37 Uhr

Mir schon jetzt dieser Gedanke einfach durch den Kopf, als ich diese großen Protestaktionen sah.

Allerdings hält sich Strahlung nicht an Grenzen und ist mit einem Fluß nicht vergleichbar. Auch die Distanz Indien-D "hinkt" etwas.

Meine pers. Meinung ist da völlig uninteressant.

Aber was nützt es, wenn D die Kraftwerke abschaltet und in B,NL, F, S stehen ebenfalls die AKW mit den gleichen Risiken? Ob nun ein Störfall in Grafen-Rheinfeld oder Forsmark, der Effekt ist der gleiche.

Beitrag von nadeschka 14.03.11 - 13:47 Uhr

Was es nützt....

Naja, erstmal würde ich sagen, je weniger dieser tickenden Zeitbomben in unserer Umgebung vorhanden sind, desto geringer wird die Chance, dass z.B. ein Flugzeug darauf abstürzt.

Zweitens gehe ich mal stark davon aus, dass nicht nur die Deutschen gerade jetzt gegen AKW demonstrieren und irgendwer muss halt den Anfang machen. Wenn jedes Land sagt, wir machen nichts, solagen die anderen Länder nichts machen, dann macht keiner was.

Ich finde, Deutschland kann da gerne eine Vorreiterfunktion übernehmen!

LG

Beitrag von sunny_harz 14.03.11 - 13:49 Uhr

Dem stimme ich dir voll zu. Mich würde halt auch nur gerade mal durch die aktuelle Situation ein Überblick über die Meinungen /Standpunkte in anderen europäischen Ländern interessieren.

Schließlich kümmert sich die EU auch um den Krümmungsgrad von Salatgurken.

Beitrag von sillysilly 14.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo

naja,

gerade wird bei ZDF gebracht, daß beim Kernkraftwerk bei Schweinfurt Risse in einem Rohr sind, das in einem ganz inneren Bereich ist.

Das es aber nicht meldepflichtig war, kam es erst ein halbes Jahr später heraus - im Februar wenn ich es richtig verstanden habe
Und Eon hat sich jetzt bereit erklärt, daß Rohr beim nächsten Mal ( März ) auszutauschen

HÄ? - ist das nicht großzügig von EON


Und ja ich denke schon, daß es was bringen würde, ...... wenn wir zumindest die Kernkraftwerke in unserem Land genau im Auge behalten sollten, eventuell abschalten
aber auf jeden Fall in Stand halten

und zwar freiwillig und nicht nur wenn es zufällig raus kommt


Grüße Silly

Beitrag von physa 14.03.11 - 13:49 Uhr

Um Gottes Willen, bloß nicht einfach abschalten, sonst haben wir nämlich das gleiche Problem wie japan! Wenn schon bitte ordentlich still legen! Ich wäre voll dafür, nur würden die Preise explodieren und wer könnte sich dann das leben noch leisten?

Allerdings frage ich mich, ob es wirklich nötig war, ein Land in dem vier kontinentalplatten aufeinander treffen, mit 50 AKW s auszustatten. Zum Vergleich, Deutschland hat 27.

Es reicht nur ein Flugzeugabsturz auf ein AKW, da muss nicht erst die Erde Beben!

Beitrag von widowwadman 14.03.11 - 14:58 Uhr

AKWs sind an sich dafuer ausgelegt mit nem Flugzeugabsturz klarzukommen. (Daher kommt auch das Woertchen GAU - groesster anzunehmender Unfall - fuer den das AKW ausgelegt ist ohne dass es zum Austritt kommt)

Beitrag von c.l.e.o. 14.03.11 - 13:42 Uhr

Hallo,
Deutschland sieht sich gern als Pionier im Bereich des Umweltschutzes. Warum sollte es denn also abwegig sein, den anderen Ländern zu zeigen, dass es auch ohne Atomstrom geht? Wir würden heute noch in Höhlen leben, wenn der Mensch nicht bemüht wäre, technische Weiterentwicklungen zu kreieren.
Zudem sollte man nicht vergessen, dass auch Uran eine Ressource ist, die sich nicht regeneriert.

C.

Beitrag von rienchen77 14.03.11 - 15:17 Uhr

es wäre aber ein guter Anfang....

Beitrag von wasteline 14.03.11 - 21:20 Uhr

Warum nicht in Deutschland damit anfangen, damit die anderen Länder sehen, dass es geht?