Versicherungsumfrage

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von fernweh123 14.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo,

habt ihr eine private / bzw. Verkehrsretsschutzversicherung?

Falls ja, warum?

Falls nein, warum nicht?


Gruss Andrea

Beitrag von wemauchimmer 14.03.11 - 13:46 Uhr

Nein, wozu?
Man braucht keine Rechtsschutzversicherung, um sich im Ernstfall sein Recht vor Gericht zu erstreiten, sondern einen Anwalt. Man muss in dem Fall höchstens einige Auslagen vorstrecken. Die aber die Gegenseite dann ersetzen muß, wenn man sein Recht bekommen habe.
Und wenn die Gegenseite Recht hat, brauch ich auch nicht vor Gericht zu gehen und somit auch keinen Anwalt.

Da Rechtsstreitereien aber nicht zu den normalen Fährnissen des Lebens gehören, sehen ich nicht ein, mich gegen diesen Fall zu versichern.

LG

Beitrag von cunababy 14.03.11 - 14:52 Uhr

OHHHH das siehst du etwas falsch... Und du hast anscheinen keinen blassen Schimmer, was ein Rechtsstreit kostet oder?

Ich bin mit 18 Jahre verklagt worden, als ich mein Pferd verkauft habe. Das ganze ging durch alle drei Instanzen nach ganz oben und hat sich mehr als 2,5 Jahre hin gezogen. Hätte ich keinen Rechtsschutz gehabt, dann hätte ich als Azubi woh die Hand heben können. So viel also zu den paar Auslagen. Natürlich hat die Gegenseite am Ende alles zahlen müssen. Aber das hat eben fast dre Jahre gedauert. Und das wissen die Leute. Und alleine deshalb lassen es viele Leute drauf ankommen, weil eben viele keinen RS haben und dann gar nicht vor GEricht können.

Im Arbeitsrecht z.B. zahlst du die erste Instanz immer selber, auch das habe ich schon erlebt und war froh einen RS gehabt zu haben, andernfalls wäre ich mit dreimonatiger Sperre bei Amt billiger gefahren als vor Gericht, auch wenn ich im Recht war.

Verkehr ist das gleiche. Letzendlich wird sich so oft um die Schuldfrage gestritte. Ich weiß ja nciht was du für ein Auto fährst, aber wenn mir einer in unseren A6 semmelt und ich mich dann gerichtlich streiten müsste, dann wollte ich das bei dem Sachwert nicht aus eigener Tasche zahlen, da kommen dann schnell mal ein paar Tausend zammen.

Ne da zahl ich lieber meine paar Kröten im Monat und bin safe in allen Lagen. Ich muss so genug arbeiten, da habe ich ehrlich gesagt auch gar keine Lust mich im Ernstfall ncoh mit so etwas auseinander zu setzen.

Aber das muss natürlich jeder für sich wisse, ob er das Risiko eingehen will. Ich denke das kommt eben immer drauf an. Habe ich nen 3000 Euro Auto, dann ist eine Verkehrsrechtsschhutz sicherlich bedingt sinnvoll. Bin ich aber Vielfahrer und habe somit ein höheres Unfallrisiko, kann es wieder sinn machen. Schließlich kann es ja auch zu erheblichen Personenschäden kommen und das wir dann erst richtig teuer =)

VG Cunababy

Beitrag von wemauchimmer 14.03.11 - 15:31 Uhr

Also ich sehe es total anders.
Ich habe einen sehr großen Einfluß darauf, ob ich in einen Rechtsstreit gezogen werde oder nicht.
Auch eine Verhandlung vor der Arbeitsgericht (Dein Beispiel) ist ja nichts, was jeder Mensch in seinem Leben normalerweise absolviert.
Und ich bin kein Azubi und habe die Mittel, um mir mein Recht zu erstreiten, wenn mir einer an den Karren fährt und es nicht einsehen will. Da brauch ich keine Versicherung für.
LG

Beitrag von cunababy 14.03.11 - 15:55 Uhr

Wie gesagt ist das Ansichtssache und jeder muss für sich selber abwägen. Ich weiß eben aus Erfahrung welche Summen da zusammen kommen. Und wie eine andere Userin schon schrieb: Recht habe und Rech bekommen sind zweierlei. Oft kommt es zum Rechtsstreit (Beispiel Auto) weil es eben nicht sofort ´klar ist wer Schuld war und dann wirds eben richtig teuer ohne zu wissen, ob man sein Recht auch zugesprochen bekommt.

Aber jeder muss sehen... Und glaub mir ich habe auch mal so gedacht wie du... Aber dazu geht es bei mir (sowohl Berufsmäßig, als auch Auto- oder Pferdemäßig) um zu viel Streitwert. Ich zahle für meinen RS komplett glaube 20 im Monat mit 150 SB. Das ist es uns Wert. =)

LG Cunababy

Beitrag von wemauchimmer 14.03.11 - 17:21 Uhr

Jaja,
ich erinner mich an die Diskussion mit einem Kollegen, der war so alt wie ich, wir waren so Endzwanziger, und der hatte bereits 26 Autounfälle gehabt ("aber nur an einem war ich schuld"). Ich hatte keinen einzigen. Er glaubte natürlich fest daran, daß das alles höhere Gewalt war. Ich glaube jedoch, die Art und Weise, wie jemand durchs Leben fährt bzw. marschiert, hat doch einen großen Einfluß auf solche "Pechsträhnen". Also ob man auf seine "Rechte" im Straßenverkehr pocht, oder ob man von der Annahme ausgeht, daß alle anderen verantwortungslose Irre sind und entsprechend umsichtig fährt.

Dasselbe mit dem Arbeitsgericht. Würde ich im Niedriglohnsektor für einen der bekannten Ausbeuter schuften, ok. Aber ich habe nunmal einen lieben, handzahmen, großen Arbeitgeber und da strengen wirklich nur absolute Querulanten wegen irgendwelchem Blödsinn Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht an. Das sehe ich derzeit überhaupt nicht für mich (toi, toi, toi).

Die Liste ließe sich sicher fortsetzen - Du hast natürlich Recht, es ist letztlich jedermanns Sache. Ich habe nur den Eindruck, daß manche Leute denken, ohne Rechtsschutzversicherung wäre man quasi rechtlos. Dabei ist es dem Richter im Ernstfall vollkommen schnurz, wie die Anwaltkosten bezahlt werden.
LG

Beitrag von ippilala 15.03.11 - 01:12 Uhr

In einigen Fällen mag das ja durchaus stimmen. Aber es passiert doch so oft, dass Verfahren einfach nur eingestellt werden und man auch als Opfer auf den Kosten sitzenbleibt. Du tust ja so, als wenn jeder Recht bekommt, der auch Recht hat. Habe schon so oft erlebt, dass einfach nichts rauskam, weil keiner was gesehen hat oder nicht genau genug gesehn hat.

Beitrag von wemauchimmer 15.03.11 - 08:09 Uhr

"Du tust ja so, als wenn jeder Recht bekommt, der auch Recht hat"
Ja.
Wir leben in einem Rechtsstaat.
Da ist das nunmal so.
Daß es bei vielen Millionen Gerichtsverfahren auch mal das eine oder andere Fehlurteil gibt und daß es Fälle gibt, wo die Schuldfrage nicht geklärt werden kann, steht dem nicht entgegen. Im Großen und Ganzen bekommst Du Recht, wenn Du im Recht bist. Und wenn die Rechts- oder Beweislage unklar ist, wirst Du Dich vernünftigerweise gar nicht auf einen Rechtsstreit einlassen. Und aufgrund dieser beiden Faktoren benötige ich keine Rechtsschutzversicherung. Eher benötige ich einen guten Anwalt.
LG

Beitrag von cunababy 15.03.11 - 08:32 Uhr

Genau da liegt der Hund begraben. Wenn ich an einem Verkehrsunfall nicht Schuld bin, dass aber aufgrund der Spuren nciht sofort eindeutig ist, dann gehe ich im Notfall sehr wohl vor Gericht. Ich weiß ja nicht wie viel erspartes du hast, aber ich habe grad momentan mit Mitte 20 keine 20 oder 30 Tausend für nen neuen A6 rum liegen. Da streite ich mich lieber vor Gericht. Übrigens fahre ich seit ich 18 bin Unfallfrei, ich hoffe es bleibt so, aber verlassen tu ich mich darauf mal besser nicht.

Beim Arbeitgeber genauso. Ich arbeite im zweitgrößten IT Systemkaufhaus Deutschlands. Deswegen ist mein Chef aber net weniger abgebrüht. Glaub mir der zockt ab wos geht. Ich habe z.B. eine Klausel im Vertrag, die sittenwidrig ist. Der Streit ist vorprogrammiert, da ich das Unternehmen demnächst wechsel. Beim Arbeitsgericht zahle ich die erste Instanz selber. Ich freue mich jetzt schon auf den Rechtsstreit, denn mich kostet er nichts...=)

VG Cunababy (niemals ohne RSV)

PS: mag sein, dass ich überversichert bin, aber da mag ich kein Risiko...

Beitrag von wemauchimmer 15.03.11 - 09:24 Uhr

OT: Ich kann es mir nicht verkneifen... ich habe zwar zufällig gerade 20 oder 30 Tausend rum liegen, aber niemals, niemals im Leben würde ich davon einen A6 kaufen...

Beitrag von ippilala 15.03.11 - 12:25 Uhr

Ährm. Du kannst nicht immer entscheiden, ob du in einen Rechtsstreit verwickelt wirst oder nicht.

Beispiel: Du wirst angegriffen und verteitigst dich. Der Angreifer bekommt eine Anzeige wegen Körperverletzung und Du auch. Auch Notwehr ist Körperverletzung. Die Zeugen haben nicht genau hingesehen und der Täter gibt natürlich nichts zu = beide Verfahren werden eingestellt. (egal wie gut dein Anwalt ist - solange es keine Zeugen oder Geständnisse gibt, passiert nichts ) und du bleibst auch auf den Kosten sitzen.

Aber man hätte sich ja nicht angreifen lassen müssen ;-)

Beitrag von wemauchimmer 15.03.11 - 12:48 Uhr

Ich habe ja nicht behauptet, daß man es entscheiden kann, sonder nur, daß man einen großen Einfluß darauf hat.

Willst Du nun wirklich behaupten, diese Situation, die Du oben schilderst sei alltäglich, das passiert jedem Bundesbürger mal, daß er in eine Schlägerei verwickelt wird? Und daß dieser Normalbürger sich so zur Wehr zu setzen weiß, daß sein Gegner, der Schläger, ernsthaft verletzt wird? Und daß es in solchen Situationen gang und gäbe ist, daß die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt werden kann? Unter anderem auch, weil der Angreifer nie diesbezüglich aufgefallen war, nüchtern war und alles?

Ich kann mir natürlich Situationen denken, wo eine RS von Nutzen ist. Aber sie kostet auch was, und ich schätze eben die Kosten höher ein als den Nutzen unter Berücksichtigung der Wahscheinlichkeit, daß ich sie in Anspruch nehmen muß.
Und ich habe ja kein Problem damit, wenn andere Leute zu einem anderen Ergebnis kommen. Ich möchte nur darlegen, daß es nicht vollkommen abwegig, verrückt oder wahnwitzig ist, wenn man eine Rechtsschutzversicherung für verzichtbar hält.
LG

Beitrag von derhimmelmusswarten 14.03.11 - 13:57 Uhr

Nein, habe ich bisher nicht. Ich habe immer bei Rechtsanwälten gearbeitet und hätte/habe dort auch in Raten bezahlen können bzw. Rechtsberatung natürlich intern umsonst bekommen. Inzwischen habe ich aber leidvolle Erfahrung mit meinem letzten Arbeitgeber machen müssen und werde, sobald ich eine neue Arbeitsstelle beginne nach der Elternzeit, auf jeden Fall dafür sorgen, dass ich eine Rechtschutzversicherung habe. Dann wahrscheinlich eine gemeinsame mit meinem Freund, da wir heiraten wollen.

Beitrag von mamavonyannick 14.03.11 - 14:00 Uhr

Hallo,

ja, wir sind komplett rechtschutzversichert, ich zahle aber auch nur 8€ mtl, da ich bei dieser vers. arbeite. Aus eigener Erfahrung und aus der erfahrung mit unseren Kunden muss ich meiner Vorschreiberin widersprechen. Es mag ja sein, dass bei erfolg die Gegenseite meine Auslagen übernehmen muss, aber recht haben und bekommen sind riesen Unterschiede. So hatte ich selbst einen Rechtsstreit wegen einer dachlawine, die mein auto demoliert hat, aber hier gibt es kein eindeutiges recht haben, sondern es gibt einen Ermessensspielraum, dessen riskio überhaupt nicht abschätzbar ist. Ohne RSV hätte ich nicht geklagr, da ich das risiko nicht hätte tragen wollen. So hab ich geklagt, es kam zum Vergleich, bei der die gegenseite auch die Kosten des RA getragen hat.
Auch beim arbeitsrechtschutz haben wir schon unsere RS gebraucht. Und beim Arbeitsgericht trägt jeder seine Kosten erstmal selbst.
Ein Kunde von uns wurde der Fahrerflcuht beschuldigt. Er soll die Tür seines geparkten Fzg geöffnet haben und dabei ein vorbeifahrendes Fzg beschädigt. Er selbst hatte gar keinen schaden, die anzeige wurde aber sofort zur Staatsanwaltschaft gegeben und trotz Ausmessen durch die Polizei wurde ihm vom staatsanwalt ein Geldbetrag auferlegt, den er zahlen sollte, damit das verfahren eingestellt wird. Der Mann hätte gezahlt, hätten wir ihm nicht die rechtlichen Konseuqnzen aufgezeigt, die damit folgen. Er ist dann zu seinem Anwalt und hat den Prozeß gewonnen. ABER: Ohne Rechtshilfe hätte er die falsche entscheidung getroffen und damit sich wirklich selbst in die Sch... geritten.
Es gibt viele Schäden, die ich nicht selber ausfechten wollen würde und wie gesagt, nicht alles ist eindeutig geregelt bzw. nicht jeder verfügt über das wissen, um den Fall einschätzen zu können.

vg, m.

Beitrag von cunababy 14.03.11 - 14:54 Uhr

Wahre WOrte!!!!

Beitrag von peterpanter 14.03.11 - 17:14 Uhr

Hi,

da streiten sich die Geister.

Ich persönlich habe lediglich eine Verkehrsrechtschutz. Da man hier jederzeit in etwas -auch ohne verschulden - hineingeraten kann. Auch ist mittlerweile fast jede Regulierung prozeßbehaftet. Viele Versicherungen verweigen mit fadenscheinigen Argumenten und eigener Rechtsauslegung die volle Regulierung an den Geschädigten.

Sinnvoll kann in der heutigen Zeit auch eine Berufsrechtschutz sein. Da hier in jedem Fall bei einem Arbeitsgerichtsprozeß jede Partei seine eigenen Kosten tragen muss.

Für weitere Fälle halte ich RS überflüßig. Zumal für wirklich wichtige und teure Rechtsstreitigkeiten wie Prozeße bei Neubauten oder Ehescheidung keine Kostenübernahme erfolgt.

grüßle

peter

PS irgenwo habe ich mal gelesen das es auch eine gibt die Scheidung im Programm hat - allerdings muss die Verscicherung vor dem Sadensfall schon 3 Jahre bestehen.

Beitrag von schneggal08 14.03.11 - 18:33 Uhr

Hallo Andrea,

wir haben einen Privatrechtsschutz und einen Verkehrsrechtsschutz. Wir sind nicht streitsüchtig und haben den bisher auch noch nicht gebraucht, weil wir immer sachlich argumentieren konnten, aber sollte einer von uns mal ungerechtfertigt verklagt werden und muss sich verteidigen, dann sind wir froh, wenn wir nichts vorstrecken müssen. Dafür ist uns unser sauer verdientes Geld zu schade. Kostenfaktor für die Versicherung sind 170 € im Jahr, versichert sind alle Familienmitglieder.

LG
Veronika

Beitrag von traumkinder 14.03.11 - 18:37 Uhr

ja haben wir!!

und wir haben sie auch schon sehr oft gebraucht!!


zbsp. Autounfall und Gegner hat behauptet er hätte keine Schuld. Die Sache wurde dem Anwalt übergeben und letztlich wurde beiden eine Teilschuld gegeben. D.h. beide mussten zahlen!!


Kündigung trotz Kündigungsschutzes -> Vers. hat Kosten von 2200€ gezahlt

und

und

und


Ich habe jahrelang in der Nähe von FFM gewohnt, dort wird man für jeden scheiss vors Gericht gezogen!! Seitdem habe ich eine RS-Versicherung!! und möchte sie nimmer missen!!