Japan - Irgendwie jetzt ängstlicher - wie geht ihr damit um?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von steffken80 14.03.11 - 13:37 Uhr

Hallo,

irgendwie mach ich mir nach den Vorkommnisen in Japan jetzt viel mehr Sorgen um meine Familie.

Will jetzt hier niemanden verunsichern oder ängstigen und möchte, dass die Frauen, die sowas nicht lesen wollen hier auch nicht mehr weiterlesen. Macht mich halt fertig und muss es mir einfach mal von der Seele schrieben. Blöde Schwangerschafthormone. Seit dem ich Schwanger bin bin ich aber auch ne Heulsuse.

Besonders um meine Tochter und das Mäuschen in meinen Bauch hab ich riesige Angst. Mag meine Tochter gar nicht mehr alleine lassen und sie am besten immer ganz dicht bei mir haben.
Mach mir nen riesen Kopf, dass wir hier doch irgendwie was abbekommen, wenn es dort wirklich zum SuperGau kommt.

Ich weiss, alle sagen, dass kann gar nicht passieren. Japan ist viel zu weit weg von uns. Tschernobyl war damals viel näher dran und der Reaktor brannte damals auch ewig und daher die Rauchwolke, von der Deutschland auch was abbekam. Damals sagte aber auch jeder, es ist nicht so schlimm für Deutschland. Aber kenne zwei Person die damals als Kinder draussen am spielen waren, als der erste Regen kam. Das Mädchen versucht bestimmt schon seit über 10 Jahren erfolglos schwanger werden und der Junge hatte vor Jahren Blutkrebs. Zufall?

Hab versucht mich mit dem Thema und den Fakten zu beschäftigen, um ich davon nicht irre machen zu lassen, aber irgendwie weiss ich jetzt viel drüber, aber beruhigt bin ich nicht.

Wie geht ihr mit solchen Ängsten um?

LG Steffken

Beitrag von eisblume84 14.03.11 - 13:44 Uhr

Also ich würde das mal nicht so übertrieben sehen. Zumal es wirklich weit weit weg ist.
Und das mit deinen Freunden ist wohl Zufall. Ich kenne auch so viele Leute die so viel haben und die sind nicht verstrahlt.

Unsere Umwelt ist so belastet das dir und deinem Wurm immer was passieren kann, dafür brauchen wir keine Strahlen. Oder warum gibt es so viele Herzfehler, Fehlbildungen u.s.w.???
Die kommen nicht von irgendwo her.

LG

und mach dir keinen Kopf

Beitrag von l.jacqueline 14.03.11 - 13:44 Uhr

denk nicht zu sehr daran.

bin auch 1986 im november zur welt gekommen.

obwohl ich ein tchernobyl kind bin bin ich soweit gesund und bekomme selber meine kleine tochter im juli


hab nur ein schlechtes imunsystem und sehe sehr schlecht und meine schildrüsen sind auch nicht in ordnung aber trotzdem lebe ich normal und finde das ich ganz gesund bin.


also kopf hoch

Beitrag von bonsche 14.03.11 - 13:45 Uhr

hallo steffken,

ich bin zwar nicht #schwanger, aber mich belastet das thema sehr, da mein bruder dort mit seiner familie lebt. wir haben sie letztes jahr nach 6 jahren das erste mal wieder gesehen, die kinder haben wir zum ersten mal "live" gesehen. es war so eine schöne, aber viel zu kurze zeit. ich bin momentan total fertig. sie wohnen zwar ca. 500 km südlich von tokio entfernt, aber trotzdem weiss man nicht was passieren wird. es kommen immer wieder neue meldungen, die einen immer wieder auf´s neue beunruhigen. das erdbeben und den tsunami haben sie "überlebt" bzw. nichts davon mitbekommen, aber was ist, wenn es immer schlimmer mit diesen atomkraftwerken kommt?:-[

wir sind momentan im ständigen e-mail kontakt, aber man kommt sich hier so hilflos vor. nun ist mein kleiner mann auch noch krank geworden und ich habe zeit mir diese blöden nachrichten anzusehen. ich wäre jetzt lieber arbeiten, um mich ein wenig abzulenken.

es ist einfach nur schrecklich und ich könnte die ganze zeit nur #schrei

ich wünsche dir eine unbeschwerte #schwangerschaft und mach dir nicht soviele gedanken. wir sind ja wirklich sehr, sehr weit weg...

liebe grüsse, ivi & finn (24.01.2010)#herzlich

Beitrag von michback 14.03.11 - 13:47 Uhr

Hallo,

ich bin ein ziemlich optimistisch denkender Mensch und bei allem Schlimmen was passiert, habe ich die Einstellung, dass man es nicht ändern kann und es so nehmen muss wie es kommt. Du kannst deine Kinder davor nicht schützen falls so etwas passiert. Obwohl ich es wirklich als unwahrscheinlich erachte, dass wir von der Strahlung was abbekommen.
Man weiß nie was morgen passiert und kann auch die Zukunft nicht beeinflussen. Du kannst morgen vor die Tür gehen und dir oder deinen Kindern stößt etwas zu. Jede Autofahrt ist gefährlich.
Genieße jeden Tag, den man gesund und munter verbringen kann und freut euch, dass ihr euch habt anstatt dir Sorgen zu machen, was wäre wenn es nicht so wäre.

Ich habe vor drei Wochen meinen Papa verloren. Er fuhr glücklich und gesund in den Urlaub, starb dort und kam einfach nicht wieder. 11 Tage später verstarb meine Oma. Ich hätte nie mit so etwas gerechnet. Seit dem sehe ich so manches anders. Ich bin für jeden glücklichen Tag dankbar und mache mir keine Sorgen über Dinge, die ich nicht beeinflussen kann oder Dinge, wo ich nicht mal sicher bin ob sie wirklich passieren.

LG
Michaela

Beitrag von butter-blume 14.03.11 - 13:48 Uhr

Hi,

leider kann ich dir deine Ängste nicht nehmen! Ich habe selbst das Problem, dass ich (wegen anderer Erlebnisse) an Ängsten leide.

Mir hilft da am besten mich in solchen Momenten mit der Angst zu beschäftigen - ich gebe ihr also Raum - dann versuche ich mir die Gründe dafür vor Augen zu führen und abzuschätzen, wie akut die "Bedrohung" wirklich ist - und danach schicke ich den Gedanken wieder weg!

Das funktioniert ganz gut... bei mir!

Lg Butter-blume

Beitrag von marjatta 14.03.11 - 14:08 Uhr

Im Jahr von Tschernobyl haben wir die beste Pilzernte aller Zeiten eingesammelt :-p. Bei uns kommen die Kinder alle ohne Probleme gesund zur Welt und das, obwohl ich bereits Ende 30 bin (wie auch bei einigen meiner Cousinen der Fall war/ist).

Ich halte nichts von der Panikmache. Erstens ist die Entfernung doch wesentlich größer als zu Tschernobyl Zeiten und aufgrund der Wetterbewegung , zweitens handelt es sich nicht um einen antiquierten Reaktorbetrieb. Es handelt sich um einen Siedewasserreaktor, weshalb jetzt mit Meerwasser nachgekühlt wird. Dazu kommt, dass der zentrale Reaktorblock (innen) trotz Explosion nicht beschädigt wurde, womit ein Austreten größerer Mengen an Radioaktivität zur Zeit nicht anzunehmen ist.

Warum soll man sich um ungelegte Eier sorgen machen? Allein durch die Drehung der Erde würde sich selbst im Falle eines Gau die ganze Sache erst mal über den Pazifik ausbreiten, dann über Nordamerika, über den Atlantik und dann erst zu uns..... Sorry, aber da habe ich ÜBERHAUPT keine Bedenken.

Klar, so eine Katastrophe führt uns mal wieder vor Augen, wie wenig wir tatsächlich kontrollieren können. Das Leben ist Risiko. Ich habe viel Respekt vor den Japanischen Ingenieuren und ihrer Bau"kunst". Denn ein Beben von fast 9,0 ist wirklich sehr heftig und dass da nicht mehr kaputt gegangen ist, zeigt, wie weit uns die Japaner da voraus sind. Die Zerstörung kam doch hauptsächlich von der Flutwelle.

Soviel zum Fachchinesisch.... ich mache mir keine Gedanken. Die normalen Prozesse auf unserem Planeten wie Wetter, Geologie etc. werde ich nicht ändern, ich kann nur versuchen sie zu akzeptieren und mit ihnen zu leben. So werden auch meine Kinder aufwachsen.... Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Gruß
marjatta mit Sohn und Ü-#ei, 23.SSW

Beitrag von filu323 14.03.11 - 15:02 Uhr

Ich denke nicht dass es uns, im Fall eines Supergaus, direkt betreffen wird. Dafür ist Japan zu weit weg und das radioaktive Material wird sich vorher abregnen und, wenn dann nur in ganz geringen Mengen bei uns ankommen.

ABER ich denke schon dass es uns langfristig treffen kann und wird. Ganz einach über die Nahrungskette. Es kann wohl keiner garantieren dass nicht Fische, die das Zeug abkriegen, bei uns in den Tiefkühlregalen landen.
Oder wer weiss was so im Boden und damit im Trinkwasser und in angebauten Lebensmitteln landet.

Aber ich denke auch dass man darüber informiert werden wird, im Falle des Falles, und jeder dann selbst darauf achten kann woher sein Essen kommt und evtl. mehr ausgeben und dafür regionale Sachen essen.
Einziges Problem wird wohl der Fisch sein...