Oft Milchstau...Stress als Ursache??

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Beitrag von lulucia 14.03.11 - 13:38 Uhr

Hallo lieber Urbianerinnen :-)
Ich hätte mal eine Frage. Ich stille meine kleine Tochter seit fast 5 Monaten ohne Probleme. Aber seit einem Monate habe ich ca. 1x Woche einen Milchstau! Es ist nie so schlimm dass ich Antibiotika bräuchte und ich bekomme es mit Quarkumschläge nach 2-3 Tagen in den Griff. Ich fühle mich aber inzwischen recht angeschlagen und es ist halt doch eine schmerzhaftz Angelegenheit.

Nur war ich heute beim Arzt und der meinte es könne am Stress liegen #schock.

Ich habe im Moment (seit ca 1 Monat) dauernd Streit mit meinem Mann: er will "ferbern" und ich bin sehr dagegen. Versteht mich nicht falsch jeder soll machen in der Beziehung was er will aber ICH möchte es nicht mit MEINER Tochter machen. Mein Mann sieht nicht ein warum ich das letzte Wort haben sollte. Na ja lange Rede kurzer Sinn: jeden Abend gibt es deswegen Streit :-[

Nun meine Frage: meinte ihr der Milchstau könnte wirklich vom Beziehungstress kommen? Und wenn ja, habt ihr auch so eine Situation durchgemacht wo ihr mit eurem Mann gar nicht einverstanden wart und wie hat ihr es geregelt?

Lieben Dank für eure Antworten. #danke

Beitrag von qrupa 14.03.11 - 13:44 Uhr

Streß kann tatsächlich eine Ursache sein (eine andere ist gern ein schlecht sitzender BH).

Beitrag von minikruemelchen25 14.03.11 - 14:36 Uhr

Huhu,

als erstes Mal: JA es kann vom Stress kommen. Das war bei meinem Sohn damals auch so. Ich hab mir immer mehr zugemutet, als meinem Körper gut tat. Versuch dem Stress aus dem Weg zu gehen...ich weiss, leichter gesagt, als getan.

Und zweitens: Da ich nicht wusste, was "ferbern" ist, hab ich mal eben gegoogelt. Da steht, dass das Kind mindestens ein Jahr alt sein sollte. Wie ich deinem Beitrag entnehme, ist deine Süße aber erst 5 Monate.
Du bzw. vor allem dein Mann könnt hier ja mal nachlesen:

http://www.ferbern.de/rund-ums-ferbern/was-ist-ferbern/was-ist-jkksl.html

Vielleicht erledigt sich das Problem so ja vorerst von selbst ;-) Denn wenn sie erst 5 Monate alt ist, würd ich sie auf keinen Fall schreien lassen. Und bis sie dann ein Jahr alt ist, habt ihr hoffentlich kein Schrei- bzw. Schlafproblem mehr.

Liebe Grüße
Kathy mit Lina (4 Wochen)

Beitrag von xyz74 14.03.11 - 15:17 Uhr

Ja, ich kenne das.
Hatte das sehr oft beim 1. Kind.
Bei mir war es definitiv Stress.
Als ich gewisse Dinge lockerer genommen habe, ging auch der rregelmäßige Stau weg.
Hebamme hatte mir untersützend noch Globulis gegeben.
Müsste mal schauen was es war.

Zum Ferbern... Interessant fand ich ein Interview mit Dr. Ferber, das ich mal gelesen habe. Dr. Ferber zeigte sich dabei total entsetzt, was aus seiner Methode gemacht wurde. Ihm ging es darum Eltern, die körperlich total am Ende sind, etwas an die Hand zu geben, das ihnen weiterhilft bevor schlimmeres passiert. Aber auch er riet davon ab, die Methode bei Kindern unter einem Jahr anzuwenden.
Schon gar nicht wollte er diese Methode verstanden wissen um jedes Kind damit in den Schlaf zu bekommen. Es ging ihm tatsächlich um Extremfälle.
Ich weiß nicht aus welchem Grund, Dein Mann so will darauf ist sein Baby zu quälen, aber es wäre interessant zu wissen,warum er so wild darauf ist.
Ich nehme einfach an, dass ihm nicht klar ist, dass Babys nicht schreien weil ihnen langweilig ist oder weil sie uns ärgern möchten, sondern einfach aus angst vor dieser fremdem Welt.

Beitrag von lulucia 14.03.11 - 16:31 Uhr

Nee quälen will er sie ja nicht ;-)
Er meint halt bloss man hätte seit Generation Babys brüllen lassen und das hätte ja nicht geschadet, Babys müssen schreien usw. #bla
Männer!!! :-[
Ich halte immer dagegen in dem ich sagen dass man auch über Generationen Kinder geprügelt hat aber man es heute doch auch nicht mehr macht!

Beitrag von deenchen 14.03.11 - 16:22 Uhr

Laut einem Buch über das Stillen und meiner Hebamme eindeutig JA!

Beitrag von schmusimaus81 14.03.11 - 22:19 Uhr

Hallo,

ich hatte das gleiche Problem als meine Kleine 5 Monate alt war und das zog sich 3 Monate hin. So gut wie jede Woche ein Milchstau. Mal recht schmerzhaft, mal weniger. Antibiotika hab ich nie nehmen müssen, obwohl ich 2x mit Fieber und Schüttelfrost und tierischen Kopfschmerzen daheim lag und mein Mann sich um beide Kinder kümmern musste. Meine Hebamme meinte auch, das würde am Stress liegen. Obwohl ich selber nie das Gefühl hatte, als würde ich so viel Stress haben. Sie hatte irgendwann auch keinen sinnvolleren Tipp für mich als abzustillen. Dabei wollte ich so lange wie möglich voll stillen.

2 Monate nach dem ersten Milchstau (also mit etwa 7 Monaten) habe ich die erste Breimahlzeit gefüttert und somit fiel eine Stillmahlzeit aus. 1 Monat später kam Abendbrei dran. Somit waren 2 Stillmahlzeiten ersetzt und ich hatte plötzlich keinen Milchstau mehr. Jedenfalls keinen schmerzhaften. Die Brust war ab und an mal hart, aber es war immer in den Griff zu kriegen. Ich habe dann noch weiter gestillt bis meine Kleine 14 Monate alt war. Dann habe ich aufgrund einer Angina Antibiotika nehmen müssen und wollte nicht, dass meine Kleine etwas über die Muttermilch abbekommt. Also wurde von einem Tag auf den anderen abgestillt. Aber da wars Stillen sowieso nur noch ein Mittel zum Einschlafen.

Im Nachhinein denke ich, dass mein Sport (Fitness für Mamis) der Auslöser für die Milchstaus war. Weil meistens 1 Tag nach dem Sport hatte ich den Milchstau. Die Anstrengung war scheinbar "Stress" für meinen Körper.

Quarkumschläge haben mir nicht wirklich geholfen. Genauso wenig wie das Kind mit dem Kinn zur schmerzenden Stelle anzulegen. Statt dessen habe ich nach dem Stillen die schmerzende Brust etwa 10 Minuten mit etwas Kaltem gekühlt aus dem Kühlschrank. Und vorm Stillen bzw. während dem Stillen habe ich ein warmes Kirschkernsäckchen auf die schmerzende Brust gelegt, damit die Milch besser fließt. Außerdem hilft leichtes Schütteln / Trommeln an der Brust während dem Trinken bzw. mit der Hand streifen Richtung Brustwarze. Also alles wodurch die harte Stelle bewegt wird. Und man muss darauf achten, dass man das Baby nicht immer an die schmerzende Brust anlegt, sondern ganz normal abwechselnd beide Seiten. Sonst produziert die Brust mit dem Milchstau noch mehr Milch. Den Fehler habe ich am Anfang gemacht. Ich dachte immer, meine Kleine muss die Brust leer trinken. Also habe ich die schmerzende Brust öfter gegeben. Aber das ist falsch.

Falls du noch Fragen hast, kannst du mich gern anschreiben. Ich weiß, wie nervend diese ganzen Milchstaus sind. Wie gesagt, bei mir gingen sie weg als ich 2 Still-Mahlzeiten ersetzt hatte. Vielleicht versuchst du es. Mit 5 Monaten dürfen sie ja auch schon Brei essen. Ansonsten kannst du sicherlich auch versuchen Mahlzeiten durch Fläschchen zu ersetzen, bevor du aus Frust ganz abstillst.

Liebe Grüße
Antje (die seit 6 Wochen auch wieder stillt und hofft, dass dieses Mal diese Milchstaus ausbleiben bzw. ich jetzt genug Erfahrung habe um rechtzeitig zu reagieren, damit es nicht zu schmerzhaft wird)

Beitrag von lulucia 15.03.11 - 10:49 Uhr

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :-) Dann werde ich mal versuchen meinen Stress zu reduzieren: ich würde nämlich noch gerne 1-2 Monate voll stillen bevor ich mich geschlagen gebe und den Brei einführe ;-)
Ich wünsche dir eine schöne Stillzeit...ohne Milchstau!!! #herzlich