Adoption

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von aleshanee 14.03.11 - 18:13 Uhr

Hallo!

Da ich leider keine Kinder auf natürlichen Weg bekommen werde, spielen wir mit den gedanken ein Kind zu adoptieren!

Nun wollte ich fragen, wie es euch so ergangen ist!
Wie waren eure Gefühle, was erzählt man älteren Kinder, oder was sagen Kinder oder Erwachsene die selber adopiert worden sind!

Ich könnte noch viele viele Fragen aufschreiben, aber vielleicht könnt ihr mir ja schreiben wie es bei euch so ist!

#danke schon mal!

Lg #stern#stern

Beitrag von la-fee 14.03.11 - 19:22 Uhr

Hallo!

Also habe zwar kein Kind adoptiert und bin auch selbst nicht adoptiert geworden, aber die beste Freundin meiner Mama hat ein Kind vor mittlerweile 13 Jahren adoptiert.

Ich weiß nur das sie 10 Jahre auf dieses Kind gewartet haben und eigentlich schon damit abgeschlossen haben.
Du musst verheiratet sein und eine gewisse Altersgrenze gibt es auch.
Ich weiß es nicht, aber viel. ist die Wartezeit jetzt nicht mehr solange.

Auf jeden Fall bekamen sie eines Tages einen Anruf, dass gerade ein Baby geboren ist und sie, falls sie noch Interesse haben, es in 4 Tagen direkt vom Krankenhaus abholen könnten.

Mittlerweile ist das Mädchen 13 Jahre und ein sehr glückliches Kind.
Sie weiß, dass sie adoptiert ist und für sie war es nie ein Problem, denn ihre Adoptiveltern haben ihr von Anfang an die Wahrheit gesagt.

Als sie noch klein war schauten sie mit ihr immer wieder mal Babyalben an und erzählten ihr das sie sie da gerade im Krankenhaus abgeholt haben. Sie erzählten ihr, dass sie im Bauch einer anderen Mama war, sie aber dann sofort zu ihnen kam.

Als sie etwas älter war und auch fragte warum sie denn nicht bei ihrer Bauchmama wohnt, sagten sie ihr, dass diese sie sehr lieb hat, aber ihr es nicht gut ging.

Je nach Alter erzählten sie immer mehr, so das sie es auch immer gut verstehen konnte.

Jetzt weiß sie bereits, dass ihre leibliche Mutter sie nicht haben konnte, denn sie war damals einfach noch viel zu jung und hatte auch keine Unterstützung.

Das Mädchen ist zufrieden, sie liebt ihre Adoptiveltern von ganzem Herzen und versteht auch warum sie nicht bei ihrer leiblichen Mutter aufwachsen konnte.

Es ist so süß, denn sie sagt, dass sie ihre leibliche Mutter mit 18 mal kennen lernen möchte, denn sie will ihr sagen, dass sie ihr nicht böse ist, sondern froh ist, dass sie ihr so tolle Eltern gesucht hat.

Finde ich echt lieb von einem 13-jährigen Mädel!

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das auch bald du dein ersehntes Kind in die Arme schließen kannst!

Viele liebe Grüße, Anna

Beitrag von juju0980 14.03.11 - 19:54 Uhr

Mein Freund wurde als Baby adoptiert. Er kommt damit gut klar und hatte nie das Bedürfnis seine leibliche Mutter zu "suchen" - obwohl seine Eltern ihm das angeboten haben...

Und Nachbarn von meiner Mutter haben auch ein Mädchen adoptiert, die ist so alt wie ich - sie wusste es auch von klein auf, hatte aber auch nie das Bedürfnis ihre leibliche Mutter kennenzulernen.

Beitrag von clazwi 15.03.11 - 06:26 Uhr

Wir haben eine 13jährige Adoptivtochter und ein 9jähriges Pflegekind.

Unseren "Werdegang" habe ich ausführlich in meiner VK beschrieben ;-).

Wir haben diesen Weg nie bereut - ich würde es wieder so machen.

LG
Claudia

Beitrag von aleshanee 15.03.11 - 09:45 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten!

Es ist schön das alles zu lesen!


Man liest zwar viel im internet aber es ist immer leichter von jemanden persönlich zu erfahren wie es einigen ergangen ist!

Vielen Dank nochmal!

Beitrag von juxius 15.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo,

wir haben Zwillinge adoptiert. Das schönste was es gibt, nie bereut. Solltest Du Fragen haben gerne per PN.

Beitrag von steferl1979 18.03.11 - 14:37 Uhr

Hallo,

wir standen schon mal auf der Warteliste für eine Adoption. Aber ich bin vorher unverhofft und völlig überraschend doch noch schwanger geworden.

Wir beide haben im Adotionsverfahren noch einiges über uns gelernt. Bei den ganzen Gesprächen und Fragebögen kam man gar nicht umhin einige Einstellungen etc. zu hinterfragen. Die Sachbarbeiterin im Jugendamt war damals sehr kompetent und nett. Themen in den Gesprächen waren meist "Was traut man sich zu", Welche Vorstellung hat man, Was sagt das Umfeld und "wie wollen Sie dem Kind sagen, dass es adoptiert ist.", "Wie sieht die Lebensplaung ohne Kind aus".
Am Ende hat uns das Jugendamt mehr zugetraut, als wir dachten, was für uns überraschend war.

LG

Steffi