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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von tragemama 14.03.11 - 19:58 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

wir liebäugeln ja schon länger mit der Hundeidee. In ein paar Wochen ziehen wir ins eigene Haus mit Garten, die Kinder sind dann 1,5 und knapp 4 Jahre alt. Langsam merke ich, dass ich jeden vorbeikommenden Hund supergenau anschaue, mich ständig mit Hundebesitzern unterhalte und und und....

Mein eigentlicher Plan war ja, die umliegenden Tierheime abzuklappern und mir dort Junghunde und Welpen zeigen zu lassen und zu sehen, wo es "klick" macht. Was meint Ihr? Ist das der richtige Weg oder soll man sich doch auf eine bestimmte Rasse (welche?) fixieren und einen Züchter beehren?

Mir macht noch etwas Sorge. Mein Mann arbeitet sehr viel außer Haus, wir haben hier keine Verwandten, die uns den Hund abnehmen könnten und ich arbeite zwar zuhause bei freier Zeiteinteilung, habe aber trotzdem manchmal Dinge zu erledigen, bei denen ein Hund einfach nicht mitkann (Kinderarzt, eigene Arzttermine o.ä.). Was macht Ihr in solchen Situationen? Darf es die einfach nicht geben, bis ein Hund auch mal gut zwei Stunden alleine bleiben kann?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Beitrag von -0815- 14.03.11 - 20:11 Uhr

Huhu


Ihr solltet euch vorher schon Gedanken machen was für ein Energielevel und z.B. Schutztrieb der Hund haben sollte.

Es bringt nichts wenn ihr euch Mischlinge anschaut und dann doch nen ruhigen Alltag habt und euch einen Border - Jack Russel Mix (ALs Beispiel) holt.


Wenn ihr euch für eine Rasse entscheidet gilt das Gleiche.


Alleine müssen unsere auch mal bleiben und das manchmal def. länger als nur 2 Std, so ist das eben. Da müssen sie durch und es sind ja nicht jeden Tag 8 Stunden, da fände ich es etwas unangebracht.


LG

Beitrag von pechawa 14.03.11 - 20:31 Uhr

Hallo,

ich finde, Tierheim ist der richtige Weg, wenn man nicht unbedingt eine bestimmte Rasse möchte. Ich würde in deinem Fall auch einen kleinen - mittelgroßen Hund nehmen, denn das hat den Vorteil, dass deine Kinder in einigen Jahren auch mal Gassirunden alleine gehen können - wir hatten damals einen Pudelmischling und meine 9 - jährige Schwester konnte den gut händeln. Falls du dich für einen Rassehund entscheidest, solltest du aufpassen, dass es kein Vermehrer ist, die tarnen sich auch gerne als "Hobbyzüchter"!
Bei so kleinen Kindern würde ich dir empfehlen, einen Welpen von Anfang an an eine Hundebox zu gewöhnen. Ist er da drin, dürfen deine Kinder nicht ran und er hat die benötigte Ruhe. Wenn du es richtig machst, geht er gerne dort rein. Einen Welpen sollte man in den ersten Wochen wirklich nicht länger alleine lassen, ich würde mir in die ersten Wochen auch keine Arzttermine legen. Tritt ein Notfall ein, wäre es kein Beinbruch, den Hund für diese Zeit in der Hundebox entweder zu Hause, oder (wenn es nicht zu heiß ist) im Auto alleine zu lassen, aber nur als Ausnahme, er wird davon kein Trauma kriegen ;-)

LG

Beitrag von tragemama 14.03.11 - 20:33 Uhr

http://www.tiervermittlung.de/cgi-bin/haustier/details.pl?IDin=282071&asearch=%20-%20Welpen&session=xssTwzMzeJOfQUEpxbtR&nh=3

Na super, ich hab mich beim Surfen verliebt. Dachte, das passiert mir nicht. Natürlich völlig ohne Rassenangabe ;-) Ich schätze, wir werden uns den jungen Mann mal ansehen.

2 Monate ist extrem jung, so früh sollte ein Hund normalerweise noch bei Muttern sein, richtig? Was meint Ihr, welche "Schäden" kann so ein handgezogener (oder ist das nicht zwangsläufig so) Welpe denn haben?

VG Andrea

Beitrag von -0815- 14.03.11 - 20:51 Uhr

Evtl ist er ja mit seiner Mutter im Tierhein, das kommt ganz oft vor. Die Welpen werden aber trotzdem einzeln vorgestellt und vermittelt

Beitrag von cloud07 15.03.11 - 12:27 Uhr

Hallo,
ja ein süßer Kerl.Aber sicherlich wird er mal ziemlich groß.
Für mich sieht er klar nach "Labrador-Schäferhund" aus. Bestimmt ist er die Kombi aus vielen Mischungen denn so wie ich es gelesen habe hilft dr Verein im osteuropäischem Ausland.

Ja, 8 Wochen sind jung, allerdings ist es besser einen Welpen jung zu trennen wenn die sozialisation nicht gut ist.
Es bringt somit nichts wenn der Hund 12 Wochen bei Mama und Geschwistern ist, dafür aber schlecht auf alltägliche Umweltreize geprägt ist.
Dann lieber anders herum. Ihr könnt euch aber darauf einrichten das ihr da viel Areit reinstecken müsst umihn zu Prägen.

Dazu kommt das so ein Welpe grade für Kinder eben nicht nur Spaß bedeuet.
Also wir dn ersten Welpen hatten war ich grade 6 jahre alt undich fand es ganz schrecklich!
Ständig hat er mich in die Füße und Hände geknappst,renne durfte ich kaum noch, mit messerscharfen kleinen Milchzähnchen hat er meine Stofftiere zerlegt. Dauernt musste jemand aufpassen das er nirdendwo hin machte, immer musste er raus wenn ich grade was anderes wollte... war schon nicht so toll.
Klar sind wir trotzdem Freunde geworden aber das erste halbe Jahr war für mich schlich weg doof! Und da es ein großer Hund war, war danach ein "spazieren gehen" meinerseits mit ihm nicht mehr möglich
Nach ihm hatten wir (heißt Leine halten), zumindest solange nich bis er gut erzogen war...

Danach kamen in unsere Familie nur noch Hunde im Junghund oder Erwachsenenalter. Einen Welpen großzuziehen ist toll, ABer auch verdammt anstrengend. Unsere Hunde sind alle leicht formbar gewesen, gut erzogen, kinderfreundlich. Egal wie alt sie waren als sie zu uns kamen. Ich kann dir also keinen Welpen ans Herz legen- tut mir leid.
Meine Tochter ist genauso alt wie deine und der würde ich keinen Welpen zumuten!

Beitrag von ciara_78 16.03.11 - 20:17 Uhr

Prägung gibt es bei Hunden nicht. Geprägt werden z.B. Enten. Prägung heisst, das Junge lernt das erste was sich bewegt ist Mama. Das ist bei Hunden nicht der Fall!!

LG, Ciara

Beitrag von manavgat 14.03.11 - 20:34 Uhr

Tierheim ist gut. Die kennen die Tiere und Du kannst sie auch probeweise mitnehmen und dann eine Entscheidung treffen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von dore1977 14.03.11 - 20:43 Uhr

Hallo,

Du musst dem Hund schlicht und ergreifend beibringen das er auch mal alleine zu Hause bleibt. Meine Hündin würde im Extremfall 9-10 Stunden durch halten aber länger als 2-3 Stunden ist sie nie alleine. Morgen habe ich zB einen Zahnarzt Termin (mit Wartezeit schon vorangekündigt) da kann sie eben nicht mit.

Ich persönlich würde mir immer die Rasse anschauen die in einem Hund steckt, mich dann einlesen und dann überlegen ob der Hund zu einem passt bzw ob man ihm gerecht werden kann.
Dann entscheidest Du Dich und musst schauen was Du "bekommen" hast. Man muss sich auch auf den neuen Hund einlassen können. Unsre Hündin hat zB eine ziemlich blöde Macke aber wir leben halt damit. Unsre TÄ hat sich vor lachen gekrümmt als sie meine Lösung mitbekommen hat. #schein

Man muss eben ein bisschen flexibel sein. #;-)

LG dore

Beitrag von pechawa 15.03.11 - 06:45 Uhr

Darf ich mal fragen, welche "Macke" das ist und wie ihr das "Problem" gelöst habt? ;-)

LG Petra

Beitrag von dore1977 15.03.11 - 08:37 Uhr

Guten Morgen,

klar darfst Du, sie pinkelt beim Autofahren (nur beim Autofahren) ein. Sie hat aber keine Angst im Gegenteil sie liebt Autofahren. Medizinisch haben wir das natürlich auch abklären lassen, das dumme ist das wir zu keinen richtigen Ergebnis gekommen sind.

Tja und nu trägt sie beim Autofahren Pampers. Da sie keinen Schwanz hat kein Problem. Unter TÄ hat sich weg geschmissen als sie das gehört hat.
Es sieht auch wirklich sehr lustig aus.
Diese Hundehöschen helfen übrigens nicht da sie richtig viel Urin verliert. Sie trägt Pampersgröße 4 #schein

LG dore

Beitrag von pechawa 15.03.11 - 12:43 Uhr

#pro
einfache + simple Lösung ;-)

LG Petra

Beitrag von yvy1981 14.03.11 - 20:49 Uhr

Hallo,
ich kann dir von meinen eigenen Erfahrungen berichten.
Wir hatten immer Hunde, unser letzter Hund(Gismo) war ein super liebes Tier, ich habe ihn damals mit 8 Wochen bekommen und es lief alles super. Nach 3 Wochen stubenrein, super gelehrig usw.
Als Sina 2009 geboren wurde lief alles prima, er war super lieb zu ihr und wir hatten so viel spaß.
Im Dezember mußten wir ihn leider mit nur 7 Jahren einschläfern lassen weil er sehr krank war. Ich wollte erstmal keinen Hund da ich so traurig war.
Aber schon nach 3 Wochen hat mir alles so gefehlt. Mein Mann hat mich dann überredet das wir wieder nach einem Hund gucken. Wir haben uns für einen Goldi entschieden, weil das ja prima Familienhunde sind. Kaya kam dann am 23.12. zu uns :-)
Ich muß dazusagen das ich die ganze Woche mit Sina und Kaya allein bin, mein Mann arbeitet leider auf Montage.
Soviel Spaß wir mit ihr haben so sehr strengt es auch an. 2 Wochen nachdem wir Kaya geholt haben habe ich einen Positiven SS-Test gemacht.
Ich muß ganz ehrlich sagen, ich würde jedem in meiner Situation davon abraten und ich habe wirklich Hundeerfahrung.
Sina ist 19 Monate alt und Kaya inzwischen 20 Wochen, es ist super anstregend. Sina schmeißt ihr Spielzeug umher und Kaya klaut sich alles wenn ich nicht schnell genug bin und kaut drauf rum. Sina will schaukeln, Kaya springt immerzu um die Schaukel rum und kriegt sie vor den Kopf.
Könnte ich es nochmal rückgängig machen würde ich es tun. Ich würde mir erst einen Welpen holen wenn die Kinder so etwa 4 Jahre alt sind. Dann kann man den Kids auch schon mehr erklären wie sie sich verhalten sollen. Ich gehe mit Kaya jetzt schon zur Hundeschule und hoffe das sie möglichst schnell alles lernt, und schon etwas ruhiger geworden ist wenn das Baby im September kommt.
Zum alleine bleiben muß ich sagen das es bei Gismo nie ein Problem war und bei Kaya jetzt auch nicht. Ich arbeite morgens 4 Stunden und dadurch ist Kaya von 7:30 bis 12:30 allein. Das klappt gut, muß man den Hunden aber schon von klein auf beibringen. IN der Nacht bleibt Kaya 12 Stunden allein in der Küche. Wir haben in der Hundeschule eine Hündin die bleibt keine 10 Minuten allein, da haben die Besitzer das aber auch so antrainiert. Sie haben sie nie mal allein gelassen.
So das war jetzt aber sehr viel:-p
Wenn du noch Fragen hast kannst du mich gern anschreiben.
LG
Yvonne

Beitrag von tragemama 14.03.11 - 21:13 Uhr

Ich hab eben fast eine Stunde mit einer sehr netten Danke von "tiernothilfe.net" telefoniert. Sie rät uns von der Kombination Kleinkind/Welpe total ab und hat uns eine 2jährige Mischlingshündin vorgeschlagen.

Bin gespannt, was wir wann entscheiden?

VG Andrea

Beitrag von melcha 14.03.11 - 21:45 Uhr

Hallo!

Wir haben ein Kleinkind (9 1/2 Monate) und einen Hund (9 1/2 Monate). Beide lernen den Umgang miteinander. Also ich würde dir nicht von einem Welpen abraten.

LG Melcha

Beitrag von miriamama 15.03.11 - 00:05 Uhr

Das ist Blödsinn.


Als wir unsere Neufundländerdame zu uns geholt haben, war sie 12 Wochen jung und Charlotte auch 1,5 Jahre alt. Es hat wirklich super geklappt.

Ich war auch lange am überlegen, ob wir nicht vllt nach einem älteren gucken sollten, aber da war dann doch die "Angst" etwas zu groß, dass der Hund vllt doch schon mal ne blöde Erfahrung gemacht hat, von der kaum einer was weiß und dann passiert mal was.

Bei einem Welpen, weiß man was passiert ist und was nicht (wenn man gute Züchter hat). Wir bereuen unsere Entscheidung in keinem Fall und ich würde es immer wieder so machen.

LG! Miriam

Beitrag von pechawa 15.03.11 - 07:07 Uhr

Hallo,

im Prinzip hat die Dame vom Tierschutz recht, denn ein Welpe macht in den ersten Monaten manchmal mehr Arbeit, als ein Baby: Winseleien nachts / macht die eigenen Kinder wach, Bis er stubenrein ist, vergehen Wochen, abgesehen von den vielen Putzlappen. Inkosequente Welpenerziehung lässt die Welpen oft zu wilden Hausgesellen mutieren. Da euer ausgesuchter Welpe mal ein größerer Hund wird (Husky/Schäferhund/Appenzeller/Labrador-Mix ;-) ) würde es viel Streß machen, wenn er anfängt, eure Kleine anzuspringen!
Aber ein älterer Hund muss nicht unbedingt leichter zu händeln sein, wenn er aus dem Tierschutz kommt!
Wenn ihr unbedingt einen Welpen wollt, würde ich dir raten, zu warten, bis euer jüngstes Kind in den Kindergarten kommt. Wenn du dann nicht Vollzeit außer Haus arbeiten gehst, wäre das ein idealer Zeitpunkt, denn dann hast du zwischendurch ein wenig "Luft", dem eigenen Hobby "Hund" zu fröhnen!
Ich persönlich wäre vorsichtig mit ausgewachsenen Hunden aus dem Tierschutz und Kleinkindern. Dann würde ich eher in der TAgeszeitung/Internet schauen, wo ein Hund z.B. wegen Umzug abgegeben werden muss, der aus einer Familie mit Kindern kommt und kinderlieb ist,

LG Pechawa

Beitrag von luna1976 14.03.11 - 22:01 Uhr

Hallo,

ich kann Dir nur sagen, daß es nicht so einfach ist einen Hund aus dem Tierheim zu bekommen - wenigstens nicht die Welpen und "guten" Hunde.

Ich würde mich erst mal für eine Rasse entscheiden. Ihr solltet wissen, was ihr mit dem Hund machen wollt und wieviel ihr in die Erziehung und so stecken wollt. Es gibt Rassen die sich leichter erziehen lassen wie andere.

Ein Hund sollte schon einige Zeit alleine bleiben können, doch das muß erst gelernt werden. In der Anfangszeit solltet ihr dann nur in Notfällen den Hund alleine lassen.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiter helfen.

Meine absolute Lieblingshunderasse ist übrigens der Pudel (Königspudel) - das sind absolute Familienhunde, sportlich und leicht zu erziehen.

Gruß Luna

Beitrag von tragemama 14.03.11 - 22:04 Uhr

Die Dame von der Tiernothilfe sieht das anders. Sie hat mir empfohlen, einen eventuellen Hund täglich allein zu lassen und zwar ab dem ersten Tag. Sie sagt, dass Hunde sich in neuer Umgebung sehr gut auf solche Abläufe einstellen, aber Ablaufänderungen schwieriger sind. Klingt sinnvoll, wir sprechen hier aber von erwachsenen Hunden.

Andrea

Beitrag von joy1975 15.03.11 - 02:36 Uhr

Also.... ich habe auch Hunde, schon seit 20 Jahren. Alles IMMER Tierschutzhunde, war auch jahrelang Pflegestelle im Tierschutz, d.h. durch unseren Haushalt sind schon so um die 30 "Gebraucht"hunde gewandert, ich glaub also, dass ich weiß, wovon ich rede.
Erstmal finde ich gut, dass Du Dir einen Tierschutzhund holen willst und nicht sofort zum Rassezüchter rennst. Es gibt für mich sowieso nur sehr, sehr wenig Argumente, die für einen Rassehund sprechen. Mischlinge sind häufig, gerade für Familien, passender, eben da sie durch die Mischung keine Spezialisten mehr sind (denn DAS sind Rassehunde, Tiere bei denen gewisse Charaktereigenschaften für den jeweiligen Zweck stark herausgezüchtet wurden), sondern oft sehr familientaugliche Generalisten.
Ob nun die Kombination Welpe/Kleinkind abzulehnen ist, weiß ich nicht. Auch wenn ich selber immer ältere Hunde genommen habe, so denke ich doch gerade bei Kleinkindern, wäre ein Welpe nicht verkehrt, um hier direkt die entsprechende Prägung vorzunehmen. Bei einem älteren Hund muß sicher sein, dass er mit Kindern kann. Mir persönlich wäre sonst das Risiko, gerade bei einem unerfahrenen Hundehalter wie Dir, etwas zu groß.

Ich würde auch eher vom Tierheim abraten. In deutschen Tierheimen sitzen sehr wenig, familientaugliche Hunde. Diese sitzen eher im privaten Tierschutz, auf Pflegestellen oder kleinen, privat betriebenen Auffangstationen. Dort wird man (wenn es ein guter Verein ist), auch gut und intensiv beraten. Wichtig wäre wirklich zu eruieren, wieviel Zeit ihr für den Hund habt, welches Energielevel er haben darf, welche Erziehungsarbeit ihr leisten könnt. Habt ihr vielleicht jemanden in eurem Bekanntenkreis, der viel Hundeerfahrung hat, und euch dort beraten kann?
Ich hab schon einigen Freunden zu ihrem "Traumhund" aus dem Tierschutz verholfen. Ich hatte inzwischen so viele Hunde, dass ich einen ziemlich guten Instinkt für das jeweilige Tier habe, wenn ich es persönlich kennengelernt habe und dann schon sagen kann, ob es für den einen oder anderen in Frage kommt. Optik sollte dabei nebensächlich sein. Natürlich hat jeder ein grobes Raster, das ihm vorschwebt, aber man muß halt wirklich gucken, was paßt.

Wir haben z.B. zur Zeit als eigenen Hund einen circa 8j. mittelgroßen Mischling. Diesen haben wir erst vor einem Jahr aus dem Tierschutz geholt. Er saß zu dem Zeitpunkt circa 5-6 Jahre im Tierheim im Ausland, genau weiß man da nicht.
Er befand sich dann, als wir ihn angesehen haben, auf einer deutschen Pflegestelle. Ich habe ihn vor Ort gesehen und sofort gewußt, dass der es ist und ich habe das nicht einen Tag bereut. Er ist der perfekte Hund für uns. Er ist agil, aber durch sein Alter schon etwas gesetzter und nicht so hibbelig etc., so dass er (wie geplant) den optimalen Bürohund abgibt. Er ist total lieb, zu Kindern, Hunden, einfach alles und jedem, er könnte nicht ein Stück besser sein, wenn er als Welpe zu uns gekommen wäre.
Nicht alle Hunde aus dem Tierschutz sind also gestört, aber es gibt natürlich schon Macken, die einzelne Tiere haben können. Daher solltet ihr euch da schon jemanden zur Seite holen, der euch berät.

Beitrag von wien70 19.03.11 - 00:50 Uhr

Generell spricht nichts gegen einen Hund aus dem Tierheim, doch auch nichts gegen einen Rassehund. Schade, dass da immer so vehement unterschieden wird.
Mein Dalmatiner ist doch nicht "schlechter" als ein Mischling. Das ist voelliger Quatsch.
Und familientauglicher sind Mischlinge nicht. Man weiss nie, welche Rassen da dabei sind. Und Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass es da auch recht aggressive oder unruhige Zuechtungen gibt.

Bei Rassen gibt es ja auch Ueberzuechtungen, aber auch klasse Familien- bzw. Begleithunde.

Tolles Engagement, was Du da im Tierheim geleistet hast oder leistest...#pro

Aber trotzdem: Tierheimhunde sind nicht "besser" als andere. Sie sind alle Hunde, der Mensch muss sie formen. Und der Mensch ist auch meistens der, der versagt...#schmoll

Beitrag von coonic 15.03.11 - 06:20 Uhr

Hallo und guten morgen

schau doch mal hier nach, ich habe meine Linda über diesen Tierschutzverein bekommen, es war eine tolle Vermittlung mit Herz und Verstand.

http://vivalahund.de/

Vielleicht ist ja die passende Fellnase für Euch dabei.

Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur sagen, dass Hunde sehr anpassungsfähig sind, ich hatte jedenfalls das Glück.

Ich bin täglich zwischen 6-7 Stunden aus dem Haus, allerdings nicht am Stück, meine "Meute" kommt prima damit klar. Als ich meinen ersten Hund bekommen habe, war ich nur zu Hause, mit großem Garten und Haus, nun wohne ich in einer Mietwohnung und bin mehr oder weniger vollzeitbeschäftigt.

Es ist alles eine Frage der Geduld, wenn ich zu Hause bin, stehen die Hunde an erster Stelle und es wird ausgiebig draußen getobt und im Haus gibt es jede Menge Schmuseeinheiten.

tierliebe Grüße coonic
mit dem Richard, little Linda und Becky Flitzefloh ( alles second hand Hunde)

Beitrag von minimal2006 15.03.11 - 07:57 Uhr

Hallo tragemama

;-) schön, das ihr einen Vierbeiner bei euch einziehen lassen wollt..

Wir haben uns damals Rassebücher gekauft.
Da ich mich viel draußen bewege war klar, das es kein Schoßhündchen werden soll.

Aufgewachsen bin ich mit Schäferhunden. Sehr früh war klar, das ich mal kleinere Rassen bevorzugen würde.

Terrier faszinierten mich sehr, nachdem wir auf einer großen nat. / Internat. Rassehundeausstellung waren.
Dann hab ich noch die pers. Bekanntschaft mit einer Terrierdame gemacht und die Entscheidung war gefallen.

Im März 2000 zog unser Meilo hier ein.
Ein waschechter Terrier, der mich so einige Male fast an meine Grenzen gebracht hat.
Mit viel Liebe und Konsequenz hatte ich dann einen phantastischen Hund.
Meilo war mein treuer und ständiger Begleiter bis er im Juli 2007 einem akuten Nierenversagen erlag.
Mittlerweile habe ich wieder zwei Hunde dieser Rasse (Parson Russell Terrier) und einen Dackelmix.

Das Alleinsein muss geübt werden.
Auch ich bin berufstätig, arbeite aber nun in Teilzeit und zudem im Schichtdienst.
Unsere Hunde schaffen es locker bis zu vier, fünf Std. allein zu sein.
Das kommt allerdings selten vor, da wir hier immer eine Betreuung gewährleistet haben.
Länger als diese Zeit würde ich sie auch nicht allein lassen wollen!!

Wenn du das Alleinsein übst, ist das kein Problem.
Nicht alle Hunde haben den Luxus, immer jemanden um sich zu haben.
Allerdings tun mir die Hunde sehr leid, die den ganzen Tag allein sind, weil Herrchen und Frauchen vollzeit arbeiten.

Über die Rasse musst du/ müsst ihr euch Gedanken machen.
Die Idee ein ortsansässiges Tierheim zu besuchen ist toll.
Vielleicht macht es gleich "klick".

Solltet ihr euch für einen Rassehund interessieren, dann sucht über den VDH einen Züchter in eurer Nähe.
Vereinbart einen Besuchstermin und lernt ihn / sie und die Hunde kennen.

Bei uns läuft das auch so ab.

Wir planen für den Sommer einen Wurf und hatten am WE auch Leute hier zum kennen lernen und beschnuppern ;-).

Ach.. wir haben auch Kinder. Drei an der Zahl (12, 9 und 3 1/2 jahre alt).
Der Umgang zwischen den Hunden und den Kindern ist sehr liebevoll und ich behaupte zu sagen, das Kinder, die das Glück haben MIT Tieren aufzuwachsen ganz anders (viel feinfühliger) sind als Kinder denen das verwehrt bleibt!
Meine blöde Schwägerin würde jetzt was an sich bekommen.
Ihre Kinder dürfen nämlich kein Hundehaar an sich hängen haben und die Hunde auch nicht anfassen :-P.

LG minimal

Beitrag von ciara_78 16.03.11 - 20:44 Uhr

Hallo

Bevor du dir einen Hund im Netz aussuchst, solltest du lieber die örtlichen Tierheime abklappern. Die kynologischen Berater kennen ihre Schützlinge genau und können euch dabei unterstützen, herauszufinden was für ein Hund zu euch passt. Vor allem stehen sie euch auch nach der Adoption mit Rat und Tat zur Seite, falls es zu Problemen kommt.

Es kann nämlich passieren, das ihr diesen Hund, den du jetzt so süss findest zu euch holt, dann kommt es zu Problemen, die sind vielleicht zu arg für euch, ihr seid überfordert und der Hund wandert über kurz oder lang ins Tierheim. Blöde Situation für alle. Natürlich kann es auch sein, dass ihr zu der seltenen Gattung gehört die das 'durchstehen' und irgendwann mit kompetenter Hilfe in den Griff kriegen. Das weiss ich nicht und auch du weisst es jetzt noch nicht.

Die Schwierigkeit ist einfach, dass wenn ihr einen Hund habt mit dem ihr irgendwann überfordert seid (z.B. hoher Schutztrieb kommt nicht so gut mit Besuchern, auch Kinderbesuch, man muss mit dem Hund echt arbeiten um das hinzubekommen und das kann echt nervig und langwierig sein; da spreche ich aus eigener Erfahrung) ist niemandem damit gedient. Euch nicht und dem Hund erst recht nicht, weil jeder Tierheimaufenthalt wie ein Fleck auf einer weissen Weste ist und irgendwann will den Hund dann niemand mehr, weil er einfach zu oft im Tierheim war. Das empfinde ich als das grösste Problem und dessen sollte man sich bewusst sein. Die Verantwortung, die ihr dem Hund gegenüber habt, geht jetzt schon los.

Ihr solltet euch auch jetzt schon nach einer guten Hundeschule oder einem guten Hundesport umschauen. Dabei geht es mir in eurem Fall um Familienhunde- oder Haushundekurse. Manchmal bieten Hundeschulen oder Hundesportvereine auch Rasseberatungen an.

LG, Ciara

Beitrag von ciara_78 16.03.11 - 20:55 Uhr

Wg. dieser Termingeschichte. Das Alleinebleiben muss je nachdem von Grund auf aufgebaut werden. Zu manchen Terminen nehme ich den Hund einfach mit und lasse ihn im Auto. Das geht natürlich nicht, wenn es mega heiss ist, aber zur Zeit nehme ich ihn meistens mit, er wartet und anschliessend gehen wir irgendwo anders spazieren. Ist halt auch mal nett durch fremde Reviere zu gehen. ;-)

Wir haben eine Hundebox im Kofferraum. Das solltet ihr auch haben, allein schon wg. der Sicherheit. In der Box lassen wir ihn z.B. auch, wenn wir irgendwohin fahren wo wir eine Zwischenübernachtung einlegen müssen. Dann kommt die Box ins Hotelzimmer und er schläft in seiner Box. Ob Hunde in dem Hotel erlaubt sind, muss man natürlich vorher klären.

Die Box ist evtl. auch Sylvester ganz hilfreich, wenn du ein Exemplar zuhause hast, das bei der Knallerei total durchdreht. Die Box gibt dem Hund Sicherheit. Das hatten wir letztes Sylvester für eine kurze Zeit. Da haben wir uns alle in den Keller verzogen. Man sollte dem Hund trotzdem diese ganze Knallerei schonend und Stück für Stück näher bringen.

LG, Ciara

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