Welche Auftriebhilfe für Wassergewöhnung?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tibu79 14.03.11 - 20:22 Uhr

Ich brauch mal Eure Erfahrungswerte.

Unsere Kinder sind 3,5 und 2 und es wird höchste Zeit sie ans tieferes Wasser als das Planschbecken, also See, Schwimmbad... zu gewöhnen. ( Ja, es ist spät, aber es kamen leider diversen Krankheiten etc. dazwischen#bla)

Welche Auftriebhilfen habt Ihr?
Haben aufblasbare Flügelchen zu liegen und ich hab grad noch stabile Schwimmreifen zum auf die Arme stecken bestellt.

Haben auch schon ein Schwimmbrett zum Oberkörper drauflegen/festhalten.

Was könnt Ihr raten? Freu mich über Anfängertipps.#bitte

Danke.

#winke

Beitrag von saccy 14.03.11 - 20:39 Uhr

wir haben gar keine hilfen und hatten auch nie welche.

ich finde die teile einfach viel zu gefährlich. man kommt dann mal schnell auf die idee das kind kurz alleine zu lassen weil man schnell was anderes macht.
ich habe mein kind immer auf dem arm gehabt und mache es jetzt auch noch so.
jetzt macht mein kind einen schwimmkurs und macht das echt super. in ihrem kurs sind 4 kinder die ohne schwimmhilfe gar nicht erst ins wasser gehen weil sie angst haben.

ich kann also keine schwimmhilfen empfehlen und würde auch keine empfehlen.

Beitrag von tauchmaus01 14.03.11 - 20:48 Uhr

So unterschiedlich sind die Meinungen. Ich finde diese Schwimmflügel sehr sinnvoll. Ich wohne in einem Ort in dem es sehr, sehr wenige Erstklässler gibt die nicht schwimmen können. Alle lernen es hier noch im Kindergarten, die Eltern sind da sehr hinterher. Aber die Kleinen laufen denoch mit Schwimmflügel rum solange sie noch klein sind, DENN......2 Kinder auf dem Arm ist auch nicht ohne. Allein lassen kann man die Kinder sowieso lange nicht, auch nicht wenn sie schon schwimmen können die ersten Zeit.

Und....wenn ich mir vorstelle ich rutsche im Bad mal aus, ich werde aus irgendeinem Grund bewußtlos oder sonstwas und meine Kinder hätten dann gar keine Auftriebshilfe, dann würden sie definitiv ertrinken.

Abgesehen davon fanden meine es schnell langweilig nur auf dem Arm zu sein, etwas freier bewegt es sich viel besser im Wasser und nun kommt es.....beide Mädels haben mit 4 gelernt zu schwimmen obwohl sie als Kleinkinder Schwimmflügel anhatten.

Man darf das nicht immer als bequemlichkeit der Eltern betrachten, denn mit Schwimmhilfen haben Kinder auf jeden Fall die Möglichkeit schon mal die Beine mehr zu trainieren und Schwimmbewegungen zu üben. Sie sind beweglicher.....ich sehe keinen Grund diese Dinge so zu verteufeln.

Mona

Beitrag von saccy 14.03.11 - 20:56 Uhr

ich verteufel sie ja nicht. ich finde sie nur zu gefährlich.

ich habe es schon mehr mals erlebt das die kleinen alleine ins wasser sind ohne eltern. das ist einfach zu gefährlich. stell dir mal vor was passiert wenn so ein schwimmflügel verrutscht oder wenn das kind durch den schwimmring rutscht. bis das jemand mit bekommt ist das kind ertrunken. mir ist es schon passiert das neben mir ein kleines kind (ca 3-4j) durch den ring gerutscht ist. ich habe geistesgegenwärtig das kind festgehalten und wieder ans beckenrand gebracht. den eltern habe ich gesagt was passiert ist und was soll ich sagen, 5 minuten später war das kind wieder alleine im wasser.

Beitrag von tauchmaus01 14.03.11 - 21:13 Uhr

Und nun stell dir mal vor das Kind geht OHNE SChwimmhilfe ins Wasser und keiner sieht es. Verantwortungsvolle Eltern gehen damit auch verantwortungsvoll um! Ich bin mir sicher dass Deine Kinder auch Spaß im Wasser hätten wenn sie nicht immer auf Mamas Arm sitzen müßen und nur mit den Händen planschen können.

Mona

Beitrag von ratpanat75 14.03.11 - 21:28 Uhr

Hallo,

mein Sohn hatte auch nie Schwimmflügel, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder ohne Schwimmhilfen viel besser ihre eigenen Grenzen im Wasser kennen. Mein Sohn wusste immer, wie weit er hineingehen kann, wie weit er sich vom Beckenrand entfernen kann und was er sich selbst zutrauen kann.
Mit Schwimmflügeln wägen sich die Kinder manchmal in falscher Sicherheit.

LG

Beitrag von meandco 14.03.11 - 23:39 Uhr

seh ich auch so ...

wir wohnen am see und unsere kennt schwimmflügel nur vom letzten urlaub am meer ... sie war begeistert - bis sie die anziehen sollte. sie hat mir geistig den vogel gezeigt und ist im fußläufigen bereich alleine unterwegs gewesen - raus dann mit mir am arm oder mit papa ... so wie immer halt. soweit sie stehen kann geht sie (im meer nicht so weit wegen der wellen) und dann will sie unterstützung.
mal schauen, ob wir diesen sommer schwimmen schaffen - sonst gehts nächsten winter in den schwimmkurs ... aber ich denke, das macht sie schon. tempo und co kann sie, und alle üben mit ihr, sie ist also fast den ganzen tag im wasser ;-)

und: auch meine erfahrung ist, dass kinder mit schwimmhilfe mehr überwindung brauchen ins wasser zu gehen als kinder ohne. wenn sie sich dann überwinden, dann sind sie wiederum völlig ohne respekt vor wasser, was ich auch nicht so gut finde. immerhin muss ich mich in meinem fall zb drauf verlassen können, dass sie nicht versucht alleine zu schwimmen ...

lg
me

Beitrag von tauchmaus01 15.03.11 - 08:00 Uhr

Woher hast Du diese Erfahrung?
Dazu müßte man entweder Schwimmkurse leiten oder aber von den eigenen Kindern oder Kindern von Bekannten sprechen. Alles andere sind reine Vermutungen.
Wenn man im Schwimmbad für ein paar Stunden ein Kind beobachtet, was man ja sicher nicht macht, dann kann man nur diesen Tag beurteilen.

Ich spreche aus Erfahrung. Meine Kinder und Freunde meiner Kinder, haben alle Schwimmflügel gehabt und konnten denoch mit 4- 5 Jahren schwimmen.
Keines der Kinder ging sorglos ohne Schwimmflügel ins Wasser, im Kleinkindbereich waren sie ebenso unter Beobachtung ohne Schwimmflügel im Wasser. Kinder merken super schnell dass sie ohne Schwimmflügel unter gehen würden und gehen dann auch keine Gefahren ein. ABgesehen davon sind sie ja nicht allein im Wasser.

Die Beinchen üben schonmal Schwimmbewegungen, das geht nicht wenn sie auf Mamas Arm sind. Ebenso wenig wenn sie nur im seichten Wasser sein können.

Wenn Du solche Beobachtungen gemacht hast, erklär mir doch dann mal wie es kommt dass die Kinder bei uns im DLRG die vorher SChwimmflügel trugen um einiges Mutiger an den Schwimmkurs gehen, als die Kinder die bis dahin nur Wassertiefen kannten in denen sie stehen konnten oder die bis dahin immer nur auf dem Arm waren??!!

Ich habe nun 2 Schwimmkurse beobachten können und werden wahrscheinlich demnächst als Hilfsschwimmlehrerin einigen Kurse mitbetreuen. Dort bekommen die Kinder Schwimmflügel die ersten Tage an, Dann werden die Beinbewegungen geübt und die Armbewegungen, dann wird immer mehr Luft abgelassen ohne das die Kinder es mitbekommen, hört sich komisch an, hatte aber im letzten Kurs einen riesen Erfolg. Dann kommen SChwimmbretter und Schwimmnudeln zum Einsatz und zur Hälfte des Kurses hin schafft schon ein Großteil der Kinder ein Stück ohne Hilfen zu schwimmen.

Die Kinder die bis dahin noch wenig Kontakt mit Wasser hatten oder aber nur auf Mamas Arm hingen haben aber größere Probleme "loszulasse" und das Gefühl dass unter ihnen mal kein Boden mehr ist und keiner sieh festhält ist für diese Kinder immer schwerer, denn sie kennen es ja nicht.

Man kann die Dinge so oder so betrachten, aber selbst beim DLRG Schwimmkurs haben die Kinder Auftriebshilfen zu Beginn des Kurses (keine Schwimmflügel, aber diese Nudels und Bretter) denn immer wieder ist ein Teil der Kinder es nicht gewohnt sich im tieferen Wasser FREI zu bewegen.


Mona

Beitrag von meandco 15.03.11 - 08:15 Uhr

;-) auch ich rede nicht von kindern die ich mal 2 stunden gesehen hab, sondern von kindern die ich mindestens eine woche beim täglichen baden gesehen hab ...

und schwimmkurs würd ich nicht mit alltagsschwimmen/-baden vergleichen - immerhin ist das trotz spiel und spaß alles sehr zielgerichtet ... da gibts schon nen sinn dahinter warum man dann so vorgeht wie man es macht - es soll ja auch einigermaßen schnell gehen ;-)

was tempo am arm der mutter anlangt:
doch das geht. wenn man einen schwimmlehrer hat der weiß wie man es macht und es dir zeigt ;-)

meine tochter hat mittlerweile einen vortrieb dass ich mich selbst mit ihr treiben lassen kann (allerdings im wasser wo ich noch stehen kann #schwitz). woran es noch hapert ist die hand-fuß koordination. aber bisher war sie ja auch noch rel jung mit 2 jahren. aaaber: wie gesagt - sie kann die handtempo (hab ich ihr nicht gezeigt, reflexhandlung) und fußtempo (wie erwachsene - also nicht hundeschwimmstil, auch nicht gezeigt). jetzt geht es noch drum beides zu verbinden und schon geht es los ...

und: loslassen im tiefen wasser kennt meine auch, man muss sein kind nicht immer verkrampft am arm halten nur weil es keine schwimmhilfe hat ... #cool aaaber: das haben wir auch alles in nem schwimmkurs gelernt wie man dem kind so schwimmen beibringt ... leider ist der schwimmlehrer jetzt im ruhestand (und zu weit weg für nen wöchentlichen kurs) :-(

lg
me

Beitrag von marathoni 15.03.11 - 09:44 Uhr

#pro

Beitrag von juni78 14.03.11 - 20:50 Uhr

Hallo,

wir hatten die Kraulquappen. Wurden auch im Wassergewöhnungskurs benutzt.
So konnten die Kinder auch ohne elterliches festhalten das Wasser erfahren.

Mein Sohn ist jetzt 4,5 und lernt gerade schwimmen. Er hat keinerlei Ängste.

LG
Tanja

Beitrag von tath 14.03.11 - 20:57 Uhr

Hallo

Habe früher bei meinen Großen und später bei meinem Kurzen im Babyschwimmen aufblasbare Schwimmflügel mit einem festen Styroporkern verwendet.

Später bekamen sie einen Badeanzug/Schwimmanzug mit Styroporpolsterchen.
Mein Jüngster fühlt sich damit am Wohlsten, denn er kann seine Arme ohne Einschränkung gut verwenden und geht doch nicht unter.

LG Tanja

Beitrag von dodo0405 15.03.11 - 07:29 Uhr

Gar nichts an die Arme, dafür lieber einen Bauchgurt.

Sonst wird den Kindern eine unterstützte Armbewegung angelernt.

Beitrag von mimibite 15.03.11 - 08:26 Uhr

Hallo,

ich kann Dir nach einigen Ausprobierereien nur den Swimtrainer von Fred

http://www.freds-swim-academy.com/

empfehlen. Da haben die Kinder nichts an de Armen, liegen direkt richtig im Wasser und können erst Bein und dann Armbewegungen üben! Wir und auch diverse Bekannte sind restlos begeistert und unser Sohn hüpft damit einfach ins Wasser und rutscht die steilsten Rutschen runter!

Berichte mal wie ihr euch entschieden habt!

LG
Mimi

P.S. unser Sohn war knapp 3 als wir beim Swimtrainer gelandet sind

Beitrag von raena 15.03.11 - 10:10 Uhr

Wir gehen seit unsere Tochter 1,5 Jahre als ist zum "Schwimmen", also Wassergewöhnung im Kurs und Hinführung zum richtigen Schwimmen.

Wir verwenden dort alle den Flipper Swim-Safe:

http://www.amazon.de/FLIPPER-SwimSafe-span-style-vertical-align/dp/B002BYKC0Q/ref=sr_1_25?s=sports&ie=UTF8&qid=1300179270&sr=1-25

Oder auch das Schlori Schimmkissen :
http://www.testberichte.de/p/schlori-schwimmartikel-tests/schlori-schwimmkissen-testbericht.html

... gleiche "Technik" verschiedene Hersteller!

Das sind zwei Stoffsäckchen die an einem Gurt um den Bauch getragen werden. Bei nassen Stoff werden die Säckchen aufgeblasen und bieten dann auftrieb.

Vorteil dabei ist, dass die Arme völlig frei sind und das Kind ungehindert Schwimmbewegungen machen kann. Darüber hinaus, bringen sie das Kind in eine "Schwimmlage" also im Wasser liegend wenn es sich bewegt.

Und das finde ich ist der größte Vorteil, das Kind lernt sofort, dass wenn es im Wasser sein will es sich bewegen muss. Es steckt nicht einfach wie ein Korken auf dem Wasser und träumt so vor sich hin, sondern es muss immer aktiv sein. Natürlich hat das am Anfang zu irritation geführt weil sie ja vorher Schwimmflügel hatte, aber nach 15 Minuten hatte sie den Dreh raus und bewegte sich viel natürlicher. Mittlerweile ist sie so fit, dass ich die Säckchen nur noch zu einem 1/4 mit Luft fülle.

Der Gurt kann auch nicht einfach runterrutschen und von daher kann man damit auch prima toben und rutschen und ins Wasser springen.#pro

LG
Tanja

Beitrag von tibu79 18.03.11 - 12:31 Uhr

Danke an alle für Eure Ratschläge.#danke

Das gab ja ne Menge Diskussionsmaterial.

Wir haben wie gesagt Schwimmflügel, Scheiben für die Arme und ein Brett als Einsteigerset.

Geht wirklich nur um etwas Auftrieb, dass das 1.Mal nicht in die Hose geht und die Zwerge Angst haben. So kann man sie im Wasser von einem Erwachsenen zum nächsten "schieben" ohne dass sie sich festkrallen.

Über Schwimmhaltungen red ich noch nicht.

So weit die Theorie. Zur Zeit hat uns der Magen-Darm-Virus erwischt. Also erstmal nix mit Schwimmbad.

Liebe Grüße an alle und einen baldigen Frühling#winke