Studium Sozialpädagogik

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tahiti 14.03.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

ich überlege mir, als zweiten Bildungsweg noch ein Studium in Richtung Sozialpädagogik zu absolvieren. Sind denn hier auch Studenten oder Absolventen da? Was würdet ihr sagen, ist die wichtigste Vorraussetzung für so ein Studium? Es sind eben doch 3 bzw 5 Jahre und wenn ich es einmal anfange, will ich es ja auch durchziehen. Wie war euer Studium? Was ist euch am schwersten gefallen? Ich möchte normal Sozialpädagogik den Bachelor machen und Master Richtung Gesundheitswissenschaft. Wie schätzt ihr die späteren Berufschancen ein? Eher negativ? Oder doch positiv, dass man nach dem Studium auch einen Job findet?

LG Tahiti

Beitrag von daisy80 14.03.11 - 21:34 Uhr

Kommt ein bisschen auf die Gegend an, was für Berufschancen man hat. Hier bei uns in NRW gehts einigermaßen.

Ich würde sagen, du solltest eine gehörige Portion Idealismus mitbringen - für Geld studiert man SozPäd meist nicht *g*

Schwierig fand ich es insgesamt nicht, nur die Diplomarbeit war recht aufwändig. Wenn man sowas noch nie gemacht hat - ist ja klar ;-)
Aber das ist beim Master ja auch nochmal was anderes.

Beitrag von tahiti 14.03.11 - 21:59 Uhr

Na ja, ich würde ja gern hier in Dresden bleiben. Ich guck schon seit Wochen die Stellenanzeigen durch, da stehen auch häufiger Gesuche im Anzeigenteil. Aber man weiss ja nicht, ob auf 50 Stellen dann 50 Bewerbungen, oder 500 000 kommen.

Für Geld würde ichs auch nicht studieren, na gut, ich möchte mehr verdienen als im Moment, aber das ist auch nicht schwer...:-p

Was für ein Thema hast du dir für die Diplomarbeit rausgesucht???

Beitrag von daisy80 15.03.11 - 11:36 Uhr

Ich hab über die Geschichte der Kindheit und der Kinderrechte geschrieben. War sehr interessant.

Wie die anderen Damen schon sagten: Praxis so viel wie möglich und immer den Fuß in der Tür behalten, Kontakte knüpfen und halten und immer am Ball bleiben :-)

Beitrag von kleine1102 14.03.11 - 22:00 Uhr

Hallo Tahiti!

Eine wichtige Voraussetzung während des Studiums bzw. natürlich auch für die anschliessenden Chancen auf einen (guten) Job sind die entsprechenden Praxis-Erfahrungen. Je mehr, desto besser und sinnvoller. Allerdings nicht "mal hier und mal da", sondern lieber in ein, zwei Bereichen fundiert. Wie die Aussichten auf einen Job sind, ist sehr abhängig davon, wo Du lebst und in welchen Bereich Du konkret möchtest. Dies gilt gleichermaßen für die Verdienst-Möglichkeiten. Als Berufsanfänger und ohne Zusatz-Qualifikationen leider eher "mau".

Mein Mann und ich haben beide Erziehungswissenschaften studiert (Abschluss Dipl.Päd.). Haben bereits während des Studiums über sehr gute Praktika, verbunden mit "Vitamin B" Jobs gefunden, SEHR VIEL nebenbei gearbeitet. Wurden beide nach Abschluss des Studiums übernommen und haben jeweils nach einigen Jahren die Jobs gewechselt (wegen der sehr guten Angebote). Aufgrund der jahrelangen Praxis-Erfahrung sowie unserer Zusatz-Ausbildungen steht uns inzwischen "die eine oder andere Tür offen", Verdienst ist auch überdurchschnittlich gut. Das haben wir uns allerdings recht hart erarbeitet und es "geht" leider auch durchaus anders. Im Freundes- und Bekanntenkreis gibt es viele Pädagogen, die auch jetzt, Jahre nach dem Studium, von einem (Halb-)Jahresvertrag in den nächsten "rutschen", kaum eine Perspektive und wenig Spielraum haben. Ich bin inzwischen überzeugt davon, dass die diesbezüglichen "Weichen" bereits sehr früh (nämlich schon während des Studiums) "gestellt" werden. Ein sehr guter Abschluss nützt einem nämlich wenig, wenn man keine bzw. nur die für das Studium erforderliche Praxis-Erfahrung hat.

Das Studium liess sich grundsätzlich gut bewältigen. Es gab auch schwierige/sehr umfangreiche Seminare, die Diplom-Arbeit war entsprechend anspruchsvoll. Am schwierigsten fanden wir die Organisation des Ganzen, also Uni und diverse Jobs "unter einen Hut" zu bekommen. Hat aber letztlich immer geklappt und sich auf jeden Fall gelohnt #cool!

Hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter :-)!?

Lieben Gruß #stern,

Kathrin

Beitrag von lena1309 14.03.11 - 22:43 Uhr

Hallo,

ich kann dir zum Bachelor in diesem Bereich nicht so viel sagen, da ich noch den Diplom-Studiengang gemacht habe.
Als wichtige Voraussetzung würde ich sehen, dass man bitte nicht Superwoman sein will, denn dazu sind die Tiefschläge doch zu häufig und wenn man immer allen um jeden Preis helfen will, geht man in diesem Bereich kaputt. Das heißt, du musst die Traute haben zu sagen, jetzt nicht mehr ich habe Feierabend.
Und die Jobchancen hängen von dir ab. Praktika sind immer eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Verbindungen aufzubauen.
Und du solltest die Möglichkeit annehmen, das Anerkennungsjahr zu machen. Hier in NRW ist es mittlerweile keine Bedingung mehr, aber ich finde es wichtig. Es gibt die Möglichkeit, den Praxisschock in Begleitung zu erleben. Und man muss nicht direkt die komplette Verantwortung tragen.

Ich finde auch wichtig, was du denn bisher gemacht hast. Wie kommst du denn auf den Bereich Gesundheitswissenschaft? Denn eine bereits absolvierte Ausbildung kann natürlich die Chancen auch erhöhen.

LG
M.

Beitrag von a79 14.03.11 - 22:51 Uhr

Liebe Tahiti,

Ich studiere zwar nicht Sozialpädagogik sondern einen neuen Studiengang in dieser Richtung, der sich Pädagogik der Kindheit und Familienbildung nennt, so eine Kombination aus Frühpädagogik und Elternarbeit..., antworte Dir aber trotzdem mal.
Bei mir ist es auch der zweite Bildungsweg -ich bin eigentlich gelernte Orthoptistin und habe zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren, bin jetzt im zweiten Semester und werde erstmal nur den Bachelor anstreben.

Uns wurde in der Studienberatung gesagt, dass derzeit händeringend pädagogische Fachkräfte gesucht werden und die Chancen von daher gut stehen -besonders, wenn ab 2013 das Anrecht auf einen KiGa-Platz ab einem Jahr zur Anwendung kommt...

Was hast Du denn vorher gemacht?

An Deiner STelle würde ich mal an der Uni Deiner Wahl in ein paar Vorlesungen vorbeischauen und dort nach Möglichkeit auch mit Dozenten und Studenten sprechen -dann bekommst Du einen viel besseren Eindruck vom Studiengang...mir hat das sehr geholfen.

Habe jetzt nicht nachgeschaut, wie alt Du bist aber ich selbst werde bei Abschluss 35 sein...schätze meine Chancen als nicht allzu schlecht ein. Vielleicht kann man auch über die Studienpraktika an spätere potentielle Arbeitsplätze herankommen?

Mein Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Wenn Du noch was wissen möchtest, schreib mich ruhig per PN an.

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs