Was passiert denn mit den strahlenden Elementen,nachdem die AKW aus si

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Beitrag von paddelboot-neu 14.03.11 - 21:39 Uhr

Hallo!

Sorry für noch eine Diskussion zum Thema (vielleicht wäre es günstig, eine Extra-kategorie einzurichten, liebes Urbia-Team????)

Ich hab nochmal eine Frage:

Angenommen, die schalten morgen tatsächlich alle alten AKW in Deutschland aus

(ich weiß, ich weiß,....das werden die nicht tun, nur mal angenommen)

Was passiert denn dann mit den ganzen radioaktiven Sachen in den Kraftwerken?

Wie lange bleiben die da noch? Wie lange dauert das, bis alles abgekühlt ist?

Wo kommen die Sachen dann hin (klar, irgendein "Zwischenlager", aber wo??) und:

Ist der REST vom AKW (also, wenn alles radioaktive raus ist) denn dann "sauber"? Frei von Radioaktivität? Könnte man da "einziehen"?

Vielleicht doofe Fragen, interessiert mich aber mal!

Beitrag von valeska1979 14.03.11 - 21:45 Uhr

Hallo,

so wird das gemacht:


http://www.eon-kernkraft.com/pages/ekk_de/Standorte/_documents/rueckbau_wuergassen_010403.pdf

Viele Grüße

Beitrag von culturette 14.03.11 - 22:44 Uhr

Ich schätze die kommen zu uns nach Ahaus oder nach Gorleben ins Zwischen- oder dann wohl Endlager...

Beitrag von vam-pir-ella 14.03.11 - 23:01 Uhr

Wo befindet sich denn dieses Endlager?

Beitrag von culturette 14.03.11 - 23:06 Uhr

Endlager gibt es nicht.
Aber da ich die Schaffung eines Endlagers wohl nicht mehr erleben werde, nennen wir unser Zwischenlager Endlager.
Vielleicht haben die Atomgegner einen besseren Vorschlag, dann immer mal her damit, würde mich freuen wenn die Castoren endlich abreisen würden...

Beitrag von fred_kotelett 15.03.11 - 08:42 Uhr

Jetzt interessiert mich nur warum die Atomkraftgegner einen beseeren Vorschlag liefern müssen.

Die Castoren kommen so oder so, wenn abgeschaltet wird werden es aber mit der Zeit immer weniger. Ansonsten läuft das ganze Spiel noch ewig so weiter.



Beitrag von pupsismum 15.03.11 - 09:11 Uhr

>>Jetzt interessiert mich nur warum die Atomkraftgegner einen beseeren Vorschlag liefern müssen. <<

Das frage ich mich auch. #kratz

>>Die Castoren kommen so oder so, wenn abgeschaltet wird werden es aber mit der Zeit immer weniger. Ansonsten läuft das ganze Spiel noch ewig so weiter. <<

So ist es.

Beitrag von wasteline 15.03.11 - 12:54 Uhr

Was haben die Atomgegner mit Endlagern zu tun? Komischer Gedankengang.

Beitrag von culturette 15.03.11 - 21:16 Uhr

Gute Frage was?
Dann mach mal ne kleine Reise zum Brennelemente Zwischenlager nach Ahaus und schau dir mal die Demo-Schilder an die hier vorm Lager prangern und danach verlangen dass es abgerissen wird. Und weiter noch, dicke Parolen mit den Aufschriften: Kein Atommüll nach Ahaus! usw. usw.

Die Atomgegner demonstrieren anderorts gegen den Atomausstieg und weisen konstruktiv auf den Umstieg auf regenerative Energien hin.
Warum also nicht mit Gegenvorschlag daherkommen wenn es um das Zwischenlager der Brennstäbe geht? Die Militanten tun doch immer so schlau...

Darum. Meiner Meinung ist das Zwischenlager auf lange Sicht ein Endlager auch wenn es niemand ausspricht. Es kann definitiv kein Zwischenlager sein solange es keine Idee gibt wo man die Stäbe endlagern kann.
Erst wenn eine Lösung zur Endlagerung gefunden ist, dann dürfte sich das BZA offiziell Zwischenlager nennen.

(ironie,on)
Desweiteren hätte ich eine tolle Idee für die Endlagerung. lol
Was ist mit dem Sperrgebiet Tschernobyl? Da ist ja jetzt eh alles auf hunderte Jahre verstrahlt, da kommt es auf ein paar mehr oder weniger Brennstäbe auch nicht an. Also plädiere ich für ein Endlager auf dem ehemaligen Reaktorgebiet zu Tschernobyl.
(ironie,off)

Beitrag von wasteline 16.03.11 - 11:37 Uhr

Verstehen kann ich den Zusammenhang immer noch nicht.

Wenn Du Dich informiert hast, dann wirst sicherlich auch gelesen, dass die AKW-Betreiber gerne Zwischen-und Endlager vermischen und die Politik das seelenruhig geschehen lässt.

Wir wissen heute schon nicht, wie die Endlagerung aussehen wird, ist es dann nicht an der Zeit, dass wir möglichst zügig aus der Atomkraft aussteigen, damit nicht noch mehr Atommüll produziert wird?

Beitrag von culturette 16.03.11 - 14:05 Uhr

Ich kann dir nicht verübeln dass du den Zusammenhang nicht verstehst, denn es ist ein rein regionales Phänomen was ich versuche zu erklären und mir offensichtlich nicht gelingt. Darum vermeide ich jetzt Wiederholungen und beziehe mich auf das was du weiterhin ansprichst:

"Wir wissen heute schon nicht, wie die Endlagerung aussehen wird, ist es dann nicht an der Zeit, dass wir möglichst zügig aus der Atomkraft aussteigen, damit nicht noch mehr Atommüll produziert wird? "

Sicher, keine Frage. Je weniger Atommüll umso besser.
Trotzdem räumt ein totaler Atomausstieg das Problem Endlagerung nicht aus der Welt. Denn die Frage bleibt weiter bestehen. Wohin mit den ausgedienten Brennstäben? Auch die Stäbe die bis jetzt lagern, müssen ein Endlager finden. Die Suche nach einem Endlager bleibt also weit über den Atomausstieg bestehen und die Zwischenlager rücken dann in den Focus.
Ein großer Teil der Castoren die ins Ahauser Zwischenlager geschickt werden kommen aus Frankreich und wie die aktuellen Medien berichten wissen wir ja wie starr Sarkozy trotz der ersten Wendeansätze in Deutschland an seiner Atompolitik festhält. Sprich, es geht hier bei weitem nicht nur um Deutschland und den Atomausstieg sondern es weitet sich aus zu einem EU-Problem.

In diesem Fall sollte Deutschland auch keinen Atommüll aus EU-Ländern mehr annehmen wenn der totale deutsche Atomausstieg vollzogen wird.
Allerdings geht das in wirtschaftliche Bereiche, ich weiß nicht ob ich mich (oder irgend jemand sich) da jetzt reindenken kann.

Beitrag von 3wichtel 17.03.11 - 08:28 Uhr

Brennelemente "arbeiten" im Kernreaktor eh nur 11 Monate (ein Brennelementezyklus). Danach werden die "verbrauchten" Brennelemente ausgetauscht und in einem Abklingbecken für Jahre nachgekühlt.

Wenn man jetzt das AKW weiterlaufen lässt, damit man die Frage der Brennelemente-Lagerung aufschieben kann, ist das Augenwischerei. Jede 11 Monate kommen verbrauchte Brennelemente dazu. Je länger das AKW läuft, desto mehr Brennelemente werden es sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nachzerfallsw%C3%A4rme

Beitrag von culturette 17.03.11 - 13:43 Uhr

Das stimmt wohl. Ich habe auch nichts gegenteiliges behauptet.
Worum es hier geht ist, dass selbst nach dem Atomausstieg die Frage der Brennelementelagerung nicht geklärt ist.
Das Problem der Enlagerung aller Brennelemente bleibt bis zuletzt bestehen unabhängig davon wie viele noch kommen oder wie schnell der Atomausstieg vollzogen wird.

Beitrag von anira 15.03.11 - 07:05 Uhr

ich trau mich auch nicht nen neuen thread zu machen
aber sorry bin ich die einzige die denkt und was bringt es wenn wir unsere AKWs abschalten????

soweit hab ich es nicht nach frankreich
und die haben ja eben mal nur 59 AKWs in betrieb und bestimmt nicht so einen Sicherheitsstandart wie wir hier


zudem fand ich es richtig gut wie die merkel sich da gesern abend im interview geschlagen hat
der moderator wollte sie so dermassen in die ecke drängen
und antworten die sie doch gar net geben kann

sie als bundeskanzlerin kann ja net mal eben alles allein entscheiden


ich fand gut wie sie sich geschlagen hat
was das immer mit den wahlen zu tun hatte fand ich lachhaft
was soll es bringen jetzt zeit zu schinden die nächste wahl kommt doch eh

Beitrag von oper 15.03.11 - 09:04 Uhr

Also 1. bringt es , denke ich, schon was, wenn wir unsere Akw´s ausschalten- Deutschland als eine der führenden Industrienationen würde sicherlich beispielhaft wirken.
Ausserdem wüsste ich gerne ob Du belegen kannst, ob Frankreich niedrigere Standards hat?
Und drittens: 1998 hatte Rot/Grün den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.
Man muss sich schon die Frage gefallen lassen, warum das zurückgenommen wurde.(Atomlobby?)
Und die Wahlen, besonders in Baden Württemberg, sind sehr wohl sehr wichtig. das ist seit Jahrzenten schwarz! Es wäre ein Desaster, wenn die CDU nicht mehr an der Macht wäre! Also für die CDU jedenfalls, für mich bestimmt nicht. Ich hoffe, dass die Leute sich nicht für dumm verkaufen lassen.
LG,n

Beitrag von culturette 15.03.11 - 09:07 Uhr

Woher beziehst du deinen Strom?

Beitrag von oper 15.03.11 - 09:56 Uhr

Öko, stell Dir vor!

Beitrag von anira 15.03.11 - 10:51 Uhr

Hallo,

danke für deine antwort
zu deinem ersten Punkt es hies immer deutschland hat ja sooooo einen hohen sicherheitsstandart usw
das sind aussagen die immer wieder die politiker in den Mund nehmen
wenn die socleh aussagne treffen müssne ja andere viel schlechter sein

zudem denke ich auch sie werden ja ältere akws haben


zu deiner 3
wie wurde darauf reagiert?
und wie so kann ein austieg der beschlossen ist
einfach aufheben?

und das mit dne wahlen seh ich auch so man kann neu wahlen machen
jedem politiker is doch jetzt klar
das er sich nie wieder irgend wo zeigen kann wenn er jetzt nur käse macht

Beitrag von fred_kotelett 15.03.11 - 10:58 Uhr

Hi,

nicht böse gemeint aber lies dich doch erstmal ein bisschen ein bevor du hier diskutierst.
Deine hier gestellten Fragen kannst du dir zum Großteil selbst beantworten.

Du fragst wie ein beschlossener Ausstieg wieder aufgehoben werden kann, das findest du zum Beispiel hier.

http://de.wikipedia.org/

Such mal nach Laufzeitverlängerung, Atomausstieg etc.

Wikipedia ist zwar nicht immer die letze Wahrheit, aber ein ganz guter Einstiegspunkt.

VG

Beitrag von nisivogel2604 15.03.11 - 22:16 Uhr

Hallo,


Jedes AKW weniger verringert das Risiko. Für mich ist das Grund genug. Ausserdem kann doch Deutschland auch mal ein Vorbild sein oder? Mal einmal was anpacken und zu Ende machen und endlich mal die heiße Luft aus der Hülle lassen, die Mutti Merkel und ihr Schnuller Guido da so gern reinpusten.

Warum braucht man Vorturner um was zu tun? Und wenn du wirklich einen brauchst, dann klammer dich an Österreich. Die haben da nämlcih auch ohne AKW alle Licht.

ja, ich denke es geschah wegen der Atomlobby. Ich halte unsere lieben Politiker für äußerst korrupt.

LG

Beitrag von vam-pir-ella 15.03.11 - 22:33 Uhr

Unterschreib ich sofort!
#pro#pro#pro

Beitrag von culturette 15.03.11 - 09:05 Uhr

Ganz genau so ist es!

Und ich sehe nur die Opposition rot/grün in der Wahlkampfhaltung. Sie hat ja auch mehrere Gründe dazu...
In BWB regiert CDU mit starker Dominanz. Da wäre es schon ein Erfolg wenn die rot/grünen der Partei ein paar Stimmen klauen könnten indem sie jetzt die Hetzjagd beginnen.
Ganz schlimm insbesondere weil hier ein Unglück/ eine Katastrophe für Wahlkampfzwecke seitens der rot/Grünen missbraucht wird.
Und sowieso,
die ganze AKW-Abschalte-Panik in der Opposition. Thema Atomausstieg war in den vergangenen Wochen / Monaten nie Thema, aber plötzlich tut sich ne Gelegenheit auf da muss sofort aufgestiegen werden.
Die sollen erst mal die Zeit nutzen gescheite Möglichkeiten zu bilden um ganz Deutschland mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen.
Wenn nämlich jetzt die AKWs plötzlich abgestellt werden, woher beziehen wir dann unseren Strom?
Frankreich? Die das auch AKW Strom erzeugen?
Freut mich aber, wer trägt die Kosten wieder einmal? Der Endverbraucher.

Also ehrlich ich habe nicht so viel Kohle. Auch wenn ich Strom spare wo ich kann und gerne mit dem Rad fahre statt Auto.

Finde das Moratorium nützlich und hätte die Laufzeitverlängerung auch vorher schon als mittelfristigen Atomausstieg verstanden.
Laufzeitverlängerung um den Strombedarf zu decken und Zeit zu haben gescheite Alternativen aufzubauen.
Aber das versteht ja keiner der Atomgegner. Deswegen kann ich viele Ansichten leider auch nicht ernst nehmen.


Beitrag von fred_kotelett 15.03.11 - 09:29 Uhr

Dir ist aber schon klar das der im Atomgesetz von 2002 festgeschriebene Ausstieg auch kein sofortiger Ausstieg war.

Man kann auch ohne ein knallhartet Atomkraftgegener zu sein (bin ich auch nicht), durchaus in Frage stellen ob es nötig war der Industrie das Geschenk der Laufzeitverlängerung zu machen.

Wir reden hier immerhin über eine Verlängerung der Laufzeit für die Anlagen die vor 1980 gebaut wurden von 8 Jahren, für die neueren um eine Verlängerung von 14 Jahren.

Ich verstehe auch nicht warum hier immer von sofortiger Abschaltung geredet wird. Die Energiewirtschaft selbst sagt mittlerweile das 7 unserer ältesten reaktoren sofort vom Netz genommen werden können, ohne das es zu Versorgungsengpässen kommt. Das wäre doch schon ein Anfang.

Und ich gebe noch etwas anderes zu denken.

Gerade die Alten 70er Jahre Reaktoren sind die gefährlichen, du würdest doch auch ungern in einem 40 Jahre alten flugzeug i Urlaub fliegen.

Und zu dem Thema Wahlkampf auf dem Rücken von japan, heier gebe ich dir Recht. es ist aber mitnichten so das nur die Opposition das betreibt, denn das Moritorium ist gensuso ein Wahlkampfgeschenk.
Ich persönlich finde sowohl das Verhalten der Regierung, als auch der Opposition in dieser Sache wiederlich.

VG

VG

Beitrag von culturette 15.03.11 - 09:56 Uhr

Das ist eine sehr gute abgewägte Gesamtaussage.

Leider suggerieren die Medien, vermutlich soll dass wohl auch Wahlkampf sein, ein verzerrtes Bild von dem was sie wollen und was sie können.

Natürlich könnte das Moratorium eine Hinhaltetechnik sein vorausgesetzt die Union hält sich nicht an ihre eigenen Vorgaben und Versprechungen die gestern offiziell formuliert wurden.
Bis dahin sollte man einfach abwarten was die Zeit des Moratoriums bringt, bevor man schon im Vorfeld ausbremst und unterstellt dass das eh nur Gelaber ist.

Das in der Politik viel gelabert wird weiß jeder, auch viel heiße Luft. Aber da muss ich auch bemerken, dass die Minister in "Nebenbei-Statements" mehr manipulierenden Blödsinn verzapfen als die regierende obere Spitze die dann die Umsetzungen auch durchführt.
Das ist meine Ansicht.
Das hat auch nichts mit Union oder SPD zu tun. Ich schätze ihre Führungsqualitäten in etwa gleich ein.

Das Alter und damit die Haltbarkeit der Meiler ist bedenklich. Stimmt.

Beitrag von anira 15.03.11 - 10:57 Uhr

Hallo,

gestner hat jemand aber gesagt es würde zu eng werden 7 aus zuschalten
aber 2-5 seien kein thema
wenn das so is warum wird dann an diese teile festgehalten?
wegen den jobs??



ach und ich kenn die grünen z.b. gar net anders rumbrüllen bis zum geht nicht mehr;)

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