Brauche Hilfe bei kleinem, süßen Teufel

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 10:50 Uhr

Hallo #winke

Meine Süße ist 22 Monate und weiß schon lange was sie will. Sie hat einen reisen Dickkopf (von der Mama ;-) )und wenn etwas nicht geht wie sie das möchte dann macht sie Alarm.
Ich weiß, viel kann ich da noch nicht machen aber vielleicht hat ja jemand einen guten Tipp für mich (ich hoffe es).
Wir sind definitv konsequent, daran scheitert es nicht. Wir spielen viel mit ihr, also mangelt es ihr auch nicht an Aufmerksamkeit. Bei manchen Dingen (wickeln/anziehen) versuch ich es auch gern mal mit nem Keks. Es bringt mir und ihr ja auch nix wenn das nur mit Geschrei und Streß verbunden ist (kommt nicht mehr so oft vor), also wird SELTEN mal dieser Joker gezogen (klappt aber auch nicht immer).
Auch wenn wir es mit ablenken (spielen) versuchen provoziert sie gerne weiter.
Was leider auch schwierig ist, ist mit ihr spazieren zu gehen. Sie will dann irgendwann aus der Karre, aber dann nicht mehr rein und am liebsten dann auf den Arm. Das mach ich aber nicht lange, weil ich sie nicht wirklich ewig lang tragen kann und will. Allerdings gehen wir auch oft ohne Karre raus, sodass sie laufen kann.
Jetzt geh ich seit kurzem Joggen und zwar 20 Min. mit motzendem Kind (im Croozer mit Büchern und trinken / was denn noch?)
Wenn sie drinnen wirklich einen Bock schießt, setzten wir sie auf den Flur (der ist zentral und offen, sie sieht uns immer!). Das kann sie wirklich nicht haben und kommt weinend /mal bockend hinterher. Aber leider klappt das auch nicht immer.
Sie ist bis auf diese schwierigen Situationen total lieb, sie ist liebevoll, spielt auch alleine, freut sich wenn wir mit ihr spielen.
Aber ich würde mich über Tipps freuen um bestimmte Situationen entspannen zu können.
Es ist nämlich manchmal schon sehr traurig, wenn ich mit ihr spiele, gämmel u. knuddel, und dann bringt sie einen wieder zur Weißglut. Man gibt sich so viel Mühe.
Sorry für den langen Text!

kleinertiger

Beitrag von redrose123 15.03.11 - 10:57 Uhr

Das mit dem Wagen kenn ich meine Cousine wollte das auch immer und dann tragen, wir haben gesagt entweder läuft sie oder geht in den Buggy und wenn sie keins will gehen wer weiter, sie lief dann automatisch mit...

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 11:04 Uhr

Ich kann ja leider nicht einfach weiterlaufen. Das ist zu Gefährlich an der Straße.
Nach langem Reden und versuchten scherzeln geht´s halt leider mit Mama´s purer Kraft zurück in die Karre. Und das ist nicht nur für sie sondern auch für mich schlimm.
Sogar meine Mama geht nicht gern mit ihr ins Dorf :-(

Beitrag von redrose123 15.03.11 - 11:06 Uhr

Ja das stimmt.....Aber lauf doch wenn du Zeit hast wo wo nichts passieren kann.....Die Phase geht rum so war es bei uns zumindest....

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 20:49 Uhr

Na dann hoffe ich das die Zeit schnell rum geht ;-)
Es ist schwierig hier, in der Feldmark sind Gräben und sie steuert immer daruaf zu. Da bleib ich gern in ihrer Nähe.
Also Augen zu und durch, außer ich krieg hier noch tolle Ideen zu lesen.
Danke!

Beitrag von lisasimpson 15.03.11 - 14:00 Uhr

"Man gibt sich so viel Mühe. "

das ist eine kinder-ebene auf der du argumentierst.

Wenn du für deien mühe, die du dir mit ihr gibts (eien selsbtverständlichkeit) dank und wohlverhalten erwartest, wirst du in den nächsten 18 jahre nnoch ne Menge spaß haben.

Deine Tochter verhält sich wie sich eben ein kleinkind verhält, das die welt entdeckt (oder gerne möchte, wen nsie nicht im croozer oder im kinderwagen eingesperrt ist)

ich kann dir vielleicht "smart love" als buchtip geben- sicher nicht das beste Buch über kleinkindererziehung, das je geschrieben wurde, aber es zeigt dir vielleicht die welt aus Kindersicht.
Das ist etwas anderes als sich selbst auf diese eben zu begeben

lisasimpson

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 20:43 Uhr

Auf diese Ebene zu begeben?!

Ganz so doof bin ich auch nicht. Ich erwarte keinen dank von meiner 22 Monate alten Maus.
Ich hatte nur gehofft Tipps zu bekommen um mit solchen Situationen besser umzugehen zu können bzw. sie irgendwie anders zu lösen, da ja ruhiges reden, schimpfen und ablenken nicht hilft.
Ich gebe mir Mühe, ja, und da begebe ich mich doch nicht auf die Kinderebene. Es ist halt echt manchmal hart wenn man macht und tut (und das sehr gerne u. selbstverständlich) und währenddessen der Teufel um die Ecke schaut (das ist sicher mein Problem, aber es tut mir echt manchmal sehr weh) Ich liebe meine Tochter so sehr und mag nicht immer schimpfen und nein sagen. Sicher gehört das mehr als dazu aber doch nicht im Marathon (hoffe ich zumindest). Das es immer mal schwierig ist, ist mir klar. Ich hab schließlich kein 18 Jahre altes Kind geboren. Vielleicht versuche ich auch alle Situationen perfekt zu meistern und muss mal mehr an mir arbeiten #schein

Wir sperren sie sicherlich nicht in der Karre ein. Aber ich fände es schon schön wenigstens mal eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Sie läuft jeden Tag zu Fuß oder mit dem Laufrad druch die Gegend. Aber alles oft mehr als unentspannt. Und wenn ich jogge kann ich sie schlecht aus der Karre nehmen. Also werde ich wohl damit aufhören wenn sie weiter so motzt.

Natürlich würde ich wenn ich könnte gerne was ändern. Wenn es so ist werde ich das auch meistern. Aber ich freue mich immer wenn ich meiner Maus was gutes tun kann, versuch mich oft in ihre Lage zu versetzen um sie besser zu verstehen, aber man weiß halt nicht was in den süßen Köpfen vorgeht.

Das Buch werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen, aber irgendwie habe ich das Gefühl das Du mich für doof abgestempelt hast. Kann mich auch irren.

Beitrag von lisasimpson 15.03.11 - 21:12 Uhr

"Es ist halt echt manchmal hart wenn man macht und tut (...) und währenddessen der Teufel um die Ecke schaut (das ist sicher mein Problem, aber es tut mir echt manchmal sehr weh) "

DAS ist keine erwachsenen-ebene.
Dir tut es weh, wenn deine tochter sich weiterentwickelt, ihr eigenständiges Ich entdeckt, ihren Willen und sich von dir abnabelt?
Deine tochter wird jetzt jeden tag ein stückchen autonomie gewinnen und das kann sie nur in abgrenzung zu dir.
Das hat nichts mit dir zu tun und wenn du dir diesen Schuh anziehst, dann hört sich das für mich einfach nun mal sehr kindlich an.


"Ich liebe meine Tochter so sehr und mag nicht immer schimpfen und nein sagen. Sicher gehört das mehr als dazu aber doch nicht im Marathon (hoffe ich zumindest). "

Was DU tust, das liegt alleine in deiner verantwortung.
Wer sagt denn ,daß du schimpfen sollst?
das hat bisher in den seltensten fällen etwas genutzt.
Schaut, was ihr gemeinsam gut machen könnt- vielleicht kann sie laufrad fahren und du joggst nebenher?- läßt sie ihren mittagsschlaf dort machen und du joggst in der zeit oder wenn sie eben hundemüde ist.
aber ein kind ,daß gerade lieber laufen, rennen , laufrad fahren möchte in den kinderwagen zu hocken ,damit du joggen kannst- das kann ja nur schief gehen.

ansonsten- sag niemals ein "NEIN" ohne ein "statt dessen"- mit deinem nein legst du den fokus auf dsa, was du nicht haben willst- mit dem statt dessen darauf, was sie tun kann um zu ihrem recht zu kommen (nd du gleichzeitig zu deinem!
Da eine ausgewogenheit herzustellen ist dein Job- zu schauen, wie deine tochter ihre bedürfnisse erfüllen kann (nach freiheit und autonomie, nach ausprobiern, testen, experiomentiern, nach lernen und erleben,... ) und du dbai zu deinem recht kommst und die Sicherheit wahrst

lisasimpson

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 21:41 Uhr

OK, es hört sich für dich kindlich an.
Dann behalt es vielleicht besser für dich.

Wir geben uns was die Erziehung angeht wirklich sehr viel Mühe. Wir versuchen uns in sie hineinzuversetzen, und ich denke das wir so damit schon vieles sehr gut gemeistert haben. Wir ermöglichen ihr sehr viel, sodass sie viel lernen kann. Wir lassen sie bei sehr vielen Dingen helfen wo andere ihre Kinder in ein anderes Zimmer schicken damit sie bloß nicht stören.
Schließlich ist man immer wieder überrascht was sie schon kann.

Sicher weiß ich das Schimpfen nicht die super Lösung ist. Mir gehts nicht gut damit und wie es meiner Maus damit geht... naja ihr wirds noch schlechter gehen. Daher versuche ich es auch immer anders zu lösen.
Da ich mich nun grad nicht in sie hineinversetzen kann, suche ich nach Tips und finde es nicht passend das du das schreibst.
Ich möchte unseren Alltag entspannter angehen können und finde das etwas unpassend das kindliches Verhalten zu nennen.


Deinen Folgenden Ratschläge bzw. Erklärungen nehme ich gern an und denke auch sicherlich darüber nach.
Ich habe hier im Forum schon wilde Sachen gelesen und ich finde nicht das es kindlich von mir ist aus z.ZT schwierigen Situationen das Beste für mein Kind und mich rauszuholen.


Deine tochter wird jetzt jeden tag ein stückchen autonomie gewinnen und das kann sie nur in abgrenzung zu dir.

Was DU tust, das liegt alleine in deiner verantwortung.
Wer sagt denn ,daß du schimpfen sollst?
das hat bisher in den seltensten fällen etwas genutzt.
...
ansonsten- sag niemals ein "NEIN" ohne ein "statt dessen"- mit deinem nein legst du den fokus auf dsa, was du nicht haben willst- mit dem statt dessen darauf, was sie tun kann um zu ihrem recht zu kommen (nd du gleichzeitig zu deinem!
Da eine ausgewogenheit ...

Beitrag von lisasimpson 15.03.11 - 21:51 Uhr

"OK, es hört sich für dich kindlich an.
Dann behalt es vielleicht besser für dich. "

warum sollte ich?

Ich habe dir zu deinem Beitrag eine Rückmeldung gegeben.
Diese find ich nicht unerheblich für dich in betracht zu ziehen. denn vielleicht spielt das im umgang mit deiner tochter eine rolle.
Du bist in deiner rückmeldung dauf eingegangen und ich habe dir gezeigt, an welchen stellen mir das wieder auffällt.

Übrigens erlebe ich dich auch im Kontakt mit mir als eher kindlich siehe hier
"Da ich mich nun grad nicht in sie hineinversetzen kann, suche ich nach Tips und finde es nicht passend das du das schreibst. "

ich habe dir bisher folgende tips gegeben (um die du hier gebeten hast)
- dich auf eine elterneben zu bewegen
- dein kind nicth gegen seinen willen in den kinderwagen zu packen
- ein buch zum thema "wie denken kleinkinder
- zwei Lösungsversuche zu eurem Konflikt: kinderwagen/ joggen
- eine lösungsidee zum thema "nein sagen"- verbote aussprechen
- Ideen zum Thema "wie denken kleinkinder, wo liegen ihre bedürfnisse

aber wie gesagt, unabhängig von all den "technischen" details- finde ich es sehr wichtig deine Haltung zu reflektieren und die generationsebenen zu wahren

lisasimpson

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 21:53 Uhr

Um die Tipps bin ich auch sehr dankbar!
kleinertiger81

Beitrag von unsicher8981 15.03.11 - 14:51 Uhr

Ich kann nur sagen, was ich tue und damit bin ich bisher recht gut gefahren. Allerdings glaube ich, dass Kinder sehr unterschiedlich sind und es deswegen sowieso kein Allgemeinrezept gibt.
Ich erwarte nichts von meinem Sohn, bei dem ich nicht 100% sicher bin, dass er es auch leisten kann und plane für jede Kleinigkeit doppelt so viel Zeit ein wie ich es ohne Kind täte. Das klappt recht gut. Trotzdem ist es natürlich auch so, dass ich in Situationen komme, die unangenehm für uns beide sind. Das passiert vor allem unter Zeitdruck. Doch dann weiß ich ja, warum es nicht klappt und deswegen mache ich mir darüber auch keinen Kopf.

Lg Monika

Beitrag von kleinertiger81 15.03.11 - 21:48 Uhr

Ja da hast du recht. Die Zeit ist mit Sicherheit für ein paar Dinge ein wichtiger Faktor. Wenn ich die Zeit habe fange ich auch bereits 30 Min. vorher mit dem Anziehen an. Das mache ich dann nebenbei während sie spielt. Klappt oft aber auch nicht immer. Ich werde versuchen etwas relaxter zu werden.