Fragen zum Elterngeld - Doch mehr als Mindestsatz?

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Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 11:15 Uhr

Ich am 18. Januar ein Kind bekommen. Jetzt beantrage ich gerade das Elterngeld und habe eine Frage: Ich habe Mutterschaftstgeld bekommen ab Dezember 2010, also gelten ja die letzten 12 Monate vor Bezug des Mutterschaftsgeldes. Richtig? Also ab Dezember 2009?
Ich habe Dezember 2009, sowie bis inkl. April 2010 noch in Teilzeit gearbeitet. Danach war ich Arbeitslos. Ich werde also die Monate nachweisen, die ich gearbeitet habe (weiß jemand, ob hierfür die Lohnsteuerbescheinigung des Jahres reicht?) und die Monate, in denen ich ALG1 bekommen habe.

Ich frage mich jetzt gerade, ob ich nicht doch mehr bekomme, als den Mindestsatz + € 75 Geschwisterbonus. Ich dachte bisher nur, ich krieg nur den. Aber ich habe in der Teilzeitstelle 1200 Netto verdient. Wird das mit angerechnet oder reicht das nicht?

Ich bin mal wieder total durcheinander und ahbe Angst, was falsch zu machen.

Wer kann mir helfen??

Danke und Gruß*

Beitrag von anyca 15.03.11 - 11:19 Uhr

Nun ja, ALG I wird nicht mitgerechnet. Du mußt also den Gesamtverdienst (aus den paar Monaten, wo Du gearbeitet hast) durch 12 teilen ... da wird nicht viel mehr rauskommen als die 300 Euro.

Beitrag von lisasimpson 15.03.11 - 11:38 Uhr

monate dezember bis april sind 5 monate á 1200€= 6000€
jetzt weiß ich nicht, wie das mit der werbungskostenpauschale ist und wie dies sich bei dir auswirkt. außerdem bekommt du noch nen zuschuß für Elterngeldbeträge unter 1000€- aber so genau weiß ich das nicht
nur nach diesen abgeben hättest du ja 500€ Elterngeld.

gibt deien daten in einen elterngeldrechner ein, der spuckt dir das aus- mehr als 300€ sind es in jedne fall

lisasimpson

Beitrag von susannea 15.03.11 - 11:44 Uhr

Wäre ein Einkommen von 6000 Euro, abzüglich 920 Euro Werbungskosten bleiben 5080 Euro, die durch 12 sind 423 Euro, also ja, es gibt mehr als den Mindestsatz. Bei 400 Euro gäbe es nämlich 388 Euro, also wirds bei dir knapp mehr sein! Ich komme auf ca. 405 Euro.

Lohnt sich also auf jeden Fall die monatlichen Einkommensabrechnugnen aus der Zeit einzureichen (jährlich wird nicht reichen!).

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 11:47 Uhr

Danke für die Antworten. Das ist ja schon mal gut.
Aber es wird noch komplizierter: ich habe auch noch ein kleines Gewerbe - Vermietung eines Ferienhäuschens, mit ca. € 100,00 Gewinn im Monat. Das kann ich wahrscheinlich auch anrechnen? Der Gewinn ist noch nicht klar, die Buchhaltung wartet, die bis ich den Steuerbescheid habe, dauert es ja noch. Wie gehe ich mit Einkünften aus Gewerbe vor, deren genauen Gewinn ich noch nicht weiß?

Beitrag von windsbraut69 15.03.11 - 12:03 Uhr

Das Gewerbe gibst Du im Elternjahr auf?

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 12:23 Uhr

nein. wieso?

Beitrag von susannea 15.03.11 - 12:29 Uhr

Weil dir das natürlich auch während der Elternzeit wieder als Einkommen angerechnet wird, wenn du da Gewinn machst.

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 12:33 Uhr

stimmt ja. sorry, bis eben dachte ich ja noch, ich krieg eh nur € 300,00. hab da nie wirklich drüber nachgedacht. wenn ich nur den mindestsatz kriege, darf ich aber verdienen, was ich will. oder?
mir fiel nämlich grad auf, dass ich ja nur 1200 brutto bekommen habe, waren nur 913 netto. x 4 : 6... ein paar rechnungen als freie mitarbeiterin habe ich auch noch geschrieben, vielleicht käme ich auf knapp mehr, aber wenn ich dann nicht verdienen darf... ich wünschte, diesen papierkram dürfte ich mir dann auch sparen!

Beitrag von windsbraut69 15.03.11 - 12:41 Uhr

Klar darfst Du verdienen.
Du kannst nur den Gewinn nicht nur beim anzurechnenden Einkommen VORHER berücksichtigen und vergessen, dass er weiterhin als Einkommen fließt!

Gruß,

W

Beitrag von susannea 15.03.11 - 12:49 Uhr

Es wird ja nur angerechnet. 300 Euro bleiben dir immer und wer sagt denn, dass du in den Monaten wirklich Gewinn machst?
Du hast doch auch Ausgaben!

Warum x4:6 ?!? Es sind doch 6 Monate gewesen hast du angegeben und geteilt wird durch 12 (nachdem 920 Euro Werbungskosten abgezogen wurden)

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 13:02 Uhr

Interessant sind doch die Einkünfte ab Dezember 2009, oder??

dann habe ich 5 Monate 913 Euro verdient. geteilt durch 12 wären es dann 380,00. wenn ich noch die € 100 mtl mit dazurechne, würde ich also 480 kriegen?

das problem ist, dass ich ja nur noch 4 wochen zeit habe, weil man den antrag ja drei monate nach der geburt stellen muss. bis dahin krieg ich bestimmt noch nicht den steuerbescheid, selbst, wenn ich mich beeile. das finanzamt muss ja auch noch mitspielen... schätze ich dann den gewinn? und was wird mir dann abgezogen?

Oooh.. ich danke euch so sehr!

Beitrag von susannea 15.03.11 - 13:11 Uhr

Einschließlich Dezember, also Dezember, Januar, Februar, März; April.

Stimmt sind also nur 5 Monate, aber auch nicht 4 ;)

Und ansonsten rechnest du falsch.

Du musst die 1200 Euro dann aufs Jahreseinkommen dazurechnen und dann durch 12 und davon das Eltengeld berechnen.

Was ist das für ein Gewerbe? Wiel Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zählen nicht!

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 13:29 Uhr

Äh, ja, 5 Monate. Aaaalso: 5 x 913 + 12 x 100 = 5765
davon dann 67%? Wären 386.

Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Aber was mach ich dann in diesem Jahr mit dem Gewerbe? Es ist als Beherbergungsbetrieb angemeldet. Den könnte ich laut unserer Steuerberaterin auch auf meinen Partner übertragen. Aber wenn ich angebe, das Gewerbe nach der Geburt nicht mehr weiterführen zu wollen, muss ich Nachweise angeben. Puuh. Also, einfach wird es einem nicht gemacht.

Wenn ich es weiterführe, werden mir die, sagen wir mal 100 euro, wieder abgezogen und ich lande eh wieder beim Mindestbetrag..!?

Beitrag von susannea 15.03.11 - 13:34 Uhr

Nein, du hast du es falsch verstanden, denn du hast weder die Werbungskosten noch den Geringverdienerbonus dazu gerechnet.

Du kannst doch deinen Mann einstellen für die Zeit oder etwas in der Richtung. Du darfst ja nur keinen Gewinn haben!

Und nein, das wird nicht abgezogen sondern es bleiben dir von 100 Euro Gewinn dann insgesamt 33 Euro mehr an Geld zur Verfügung!

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 13:48 Uhr

Ja, ich muss unbedingt die Buchhaltung machen! ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich verdiene. Es ist wohl weit mehr, aber es darf ja nicht mehr als e 100,00 sein, weil ich ja auch AÖG 1 bezogen habe...

Kann ich den Verdienst dann erstmal schätzen und den Bescheid nachreichen?

Dann gebe ich an, ich führe es weiter, schätze den Verdienst wieder auf € 100,00 und dann sieht man eigentlich erst, wenn man die Steuer für 2011 macht, ob man Elterngeld wieder zurückzahlen muss?

Beitrag von susannea 15.03.11 - 13:56 Uhr

So kann es laufen, wenn die Elterngeldstelle nett ist. Oder sie zahlen nur 300 Euro und den rest erst nach Abrechnung nach.

Wenn du ALGI erhalten hast, hast du doch den Freibetrag von mindestens 165 Euro, sonst im Durchschnitt des Ienkommens im Jahr vor dem Bezug von ALGI.

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 14:16 Uhr

Dann gebe ich mal € 150,00 als geschätzen Gewinn an?

Danke Dir!! Und halt mich nicht für blöd, ich drück mich immer nur nis zum letzten... Auch blöd.

ich muss jetzt los. Vielleicht schreib ich Dich noch mal an, wenn ich darf...

Liebe Grüße*

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 13:48 Uhr

Ja, ich muss unbedingt die Buchhaltung machen! ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich verdiene. Es ist wohl weit mehr, aber es darf ja nicht mehr als e 100,00 sein, weil ich ja auch ALG 1 bezogen habe...

Kann ich den Verdienst dann erstmal schätzen und den Bescheid nachreichen?

Dann gebe ich an, ich führe es weiter, schätze den Verdienst wieder auf € 100,00 und dann sieht man eigentlich erst, wenn man die Steuer für 2011 macht, ob man Elterngeld wieder zurückzahlen muss?

Beitrag von susannea 15.03.11 - 12:30 Uhr

Du musst dann deine EÜR schon mal machen bis dahin und für die Zeit und danach gibts dann eh nur vorläufiges Elterngeld. Aber ja, das wird natürlich auch angerechnet!

Beitrag von alicedisco 15.03.11 - 12:44 Uhr

Und wenn ich nur € 300,00 beantrage!?

Beitrag von susannea 15.03.11 - 12:47 Uhr

Dann gitsb auch nru die und die behältst du auch.

Wäre doch aber schön blöd den Staat mehr als 100 Euro monatlich zu schenken, oder?!?

Beitrag von windsbraut69 15.03.11 - 12:56 Uhr

Das wäre unsinnig, wenn Du nur die 100 Euro aus der Vermietung verdienst.