Muß eine Hebamme sein?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von frangelina 15.03.11 - 11:16 Uhr

Hallo zusammen!

Mich würde es mal interessieren ob ich eine Hebamme zu Hause brauche, wenn ich Ambulant entbinde! Ich persönlich werde keine brauchen, weil ich schon 2 Kinder habe. Also Erfahrung mit Babys und Kleinkindern hab ich.
Aber eine Bekannte meinte, wenn ich in die Klinik fahre und bescheid sage das ich Ambulant entbinden möchte, müßte ich eine Hebamme nach Hause bekommen, sonst würde das KH keine Ambulante Geburt machen. Stimmt das??? Ich brauche so gesehen niemanden der mir Tipps oder Ratschläge gibt, weil ich das ja schon alles kenne.
Wie war das denn bei euch???
Würde mich sehr über Antworten freuen.
LG
Ela

Beitrag von anka1974 15.03.11 - 11:24 Uhr

Hallo,
ich habe auch ambulant entbunden und wurde im KH gefragt, ob ich eine Hebamme habe und wer das sei.
Ob ich tatsächlich nicht hätte gehen dürfen, wenn ich keine gehabt hätte, bezweifele ich. Niemand kann mich zwingen im KH zu bleiben.

Trotzdem würde ich beim 2. Kind auch wieder eine Hebamme für zu Hause haben wollen. Jedes Kind ist anders und manche Dinge verdrängt man vielleicht und die Hebamme erinnert einen.

Viele Grüße
Sandra

Beitrag von lalal 15.03.11 - 11:25 Uhr

Hallo,

ich glaube es besteht keine Pflicht#kratz aber sinnvoll ist sicher.
Eine Hebamme "sieht" viel mehr, wenn Probleme da sind hat man einen Ansprechpartner (selbst beim 4. Kind hatte ich immer mal wieder eine Frage an meine Hebamme;-)) ich hätte sie nicht missen wollen.
Sie Kontrolliert ja den Nabel, die Rückbildung bei dir , sieht auch ob event. eine Gelbsucht auftritt usw.

Nach meiner ambulanten Geburt wurde aber auch direkt gefragt wer meine Hebamme ist.

Lg

Beitrag von norwegian_girl 15.03.11 - 11:34 Uhr

Hallo Ela,

also ganz ehrlich - bei einer Nachsorgehebamme geht es doch um mehr als um Tipps und Ratschläge. (Und selbst beim dritten Kind können Fragen auftauchen, wenn etwas anders ist als bei den ersten beiden. Mein Zweiter war ein Speikind und hat oft schwallartig erbrochen - da war ich froh, dass meine Hebi ihn angeschaut hat und sein Gewicht kontrolliert hat)
Eine Nachsorgehebamme kommt ja vor allem um nachzusehen, ob sich bei dir die Gebärmutter gut zurückbildet (das kannst du selbst nicht überprüfen), ob eventuelle Geburtsverletzungen gut heilen und hilft dir bei wunden Brustwarzen (ja, die kanns auch bei Mehrfachmamas geben) etc. und schaut auch nach deinem Baby, seiner Entwicklung, seinem Gewicht und dem Nabel.

Ich wollte bei beiden Kindern nicht auf meine Hebamme verzichten (erstes Kind im KH bis zum 3. Tag, zweites ambulant entbunden).
Und gerade bei einer ambulanten Geburt ist es sehr wichtig, dass ein Profi einen Blick auf euch beide hat! Nichts für ungut, aber nur weil du schon zwei Kinder hast, weißt du noch lang nicht alles, was eine Hebamme weiß und vielleicht bemerkt.

Alles Gute,

Annkatrin

Beitrag von qrupa 15.03.11 - 11:39 Uhr

Hallo

vorschrieben können sie es dir nicht, auch wenn viele das versuchen. Allerdinsg ist dei Aufgabe einer Hebamme ja nicht nur dir Tipps zu geben und zu zeigen wie man ein Baby badet.
Wenn du selber den fersenbluttest machen kannst, feststellen kannst ob eine Gelbsucht evtl behandlungsbedürftig ist, ob bei dir die Rückbildung normal verläuft, falls nötig selber Fäden ziehen kannst, einen Wochenflußstau beheben, das Abheilen des Nabels beurteilen kannst und weißt was zu tun ist wenn es nicht rund läuft, brauchst du sicher keine. Aber es schadet nicht eine zu haben, die wenigstens in den ersten Tagen mal ein Blick auf solche Dinge hat oder zumindest schnell kommen kann, wenn doch was nicht in Ordnung ist. ich für meinen Teil würde da nie drauf verzichten mögen und hätte allein in den ersten 3 Lebenswochen meiner Tochter 6 Mal beim Arzt gesessen ohen Hebamme

Beitrag von anyca 15.03.11 - 12:21 Uhr

"Ich persönlich werde keine brauchen, weil ich schon 2 Kinder habe. Also Erfahrung mit Babys und Kleinkindern hab ich. "

Du kannst aber die Rückbildung der Gebärmutter nicht selber kontrollieren oder einen Milchstau behandeln ... die Hebi ist auch dafür da, nach DIR zu schauen!

Verbieten kann es Dir keiner, ohne Nachsorgehebi heimzugehen, aber ratsam ist es nicht.

Beitrag von stefannette 15.03.11 - 18:33 Uhr

Das unterschreib ich mal so!! Ich war auch beim 5. Kind so froh, das meine Hebamme da war. Sie hat mir den Bauch massiert und (obwohl ich schon 4 Kinder gestillt hatte) hatte ich blutige Brustwarzen.
Also es kann immer was sein (auch mit dem Kind)!!! Außerdem ist es doch nicht schlimm,wenn die Hebamme mal vorbei kommt und schaut#kratz

Beitrag von psychose 16.03.11 - 13:08 Uhr

Sie hat mir den Bauch massiert #schock Warum den das#kratz

Beitrag von nisivogel2604 16.03.11 - 13:19 Uhr

Weil das gegen einen Wochenflusstau helfen kann und gut für die Rückbildung ist

Beitrag von psychose 16.03.11 - 13:42 Uhr

OK, aber das kann sicher auch mein Mann;-)

Beitrag von nisivogel2604 16.03.11 - 13:44 Uhr

Ich bezweifel sehr, das dein Mann das kann. Die Handgriffe da müssen schon sitzen und deine Gebärmutter beurteilen kann er auch nicht oder? ;-)

lg

Beitrag von psychose 16.03.11 - 13:47 Uhr

Nee, nicht wirklich!#rofl
Gut das ich solch Probleme nie hatte, wenn wäre ich aber auch lieber zum Arzt gegangen als zur Hebamme.
Ob das rummassieren da wirklich hilft weiß man ja dann auch nicht#kratz

Beitrag von nisivogel2604 16.03.11 - 13:50 Uhr

Warum zum Arzt? Dafür ist die Hebamme die Fachperson.

Und ja, das bringt definitiv was. Viele Ärzte wissen das nichtmal. Die hauen dann gleich das Antibiotika raus oder raten zur Ausschabung

Beitrag von psychose 16.03.11 - 13:54 Uhr

Ich weiß nicht, Hebammen die ich hatte waren sooooo faul motzig und nervig.

Ok ich hab nur Ambulant entbunden, und in den paar Stunden haben die mehr als genervt#aerger

Ich würde immer einen Arzt vorziehen.
Ein Arzt verschreibt Antibiotika ja nicht einfach so#schock Das hat schon seinen Grund;-)

Beitrag von nisivogel2604 16.03.11 - 14:00 Uhr

Ja, deswegen sollte man sich SEINE Hebamem auch vorher aussuchen. Dann passt das auch.

Antibiotika werden oft unnögitg verschrieben, deswegen haben die mulitresistenten Stämme auch so einen massiven Vormarsch

Beitrag von psychose 16.03.11 - 14:03 Uhr

Viele nehmen es auch einfach nicht richtig ein oder vergessen die hälfte, und dann ist das klar#schock

Naja, jetzt brauch ich glaube ich keine Hebamme mehr;-) hab genug vom Kinder bekommen;-)

Beitrag von oekomami 16.03.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

die Ärzte in der Klinik wollten mir so starke Antibiotika geben das ich nicht mehr weiterstillen hätte dürfen und das für mindestens 2 Monate.

Meine Hebi hat sich schlau gemacht und ein Antibiotika gefunden wo mit ich nur 3 Tage nicht stillen durfte.

Nur das war viel teuer.

Sie ist auch täglich in die Klinik gekommen und hat geschaut wie es uns geht und zuhause hat sie bei den Besuchen bis zur 8 Wochen einfach nur mal mit dem großen gespielt oder einfach mal eine Waschmaschine ausgeräumt und aufgehängt

Beitrag von qrupa 16.03.11 - 15:54 Uhr

Es gibt auch unter hebammen schwarze Schafe ja, aber die gibt es genau so unter FA. und ausgebildete Fachfrau für das Wochenbett und auch für das beurteilen udn behandeln von Problemen ist die hebamme. der FA lernt sowas nicht. Von daher würde ICH immer leiber zur hebamme gehen mit sowas. Die haben eien ziemlich fundierte lange Ausbildung hinter sich und sind nicht nur esoterische Kräuterfauen

Beitrag von serafina.nr.1 19.03.11 - 21:59 Uhr

hi, nach zweimal stillanfang mit blutiger brust bekam ich beim nächsten kind im Kh den tip ratanhia zu nehmen. homöopathische kügelchen. ich nahm sie da ich keine cremes etc nehmen will, die dem baby den natürlichen milchgeschmack verderben könnten:-).
innerhalb von stunden war alles gut, am nächsten tag die rötung sogar komplett weg, nahm das zeug aber praktisch alle zwei stunden ;-)
seither nehm ich es schon vor der geburt zur vorbeugung und hatte nie mehr auch nur einen hauch von rötung oder sonst was- nur wunderschönen stillbeginn!!!;-)
als kleinen tipp falls du an nr. 6 denkst..!!!;-)
mit liebem gruss
von serafina.

Beitrag von oekomami 15.03.11 - 13:31 Uhr

Hallo

zwingen kann dich keiner.

Aber das KKH kann eine Meldung ans JGA machen.

Also ich würde ohne meine Hebi nicht mehr leben.

Und auch wenn du zwei Kinder hast, wie willst du wissen ob die Rückbildung okay ist?

Und hast du Lust wenn du z. B. einen DAmmschnitt bekommst mit einem kleinen Baby zum FA zu rennen dich dort ins WArtezimmer zu setzen und dir dort die Fäden ziehen zu lassen?

Beitrag von minnie85 15.03.11 - 13:39 Uhr

Hi,
ich finde es wichtig eine in der Hinterhand zu haben - auch beim dritten Kind kann es etwas Neues geben, das Kind kann Gelbsucht bekommen, du eine Mastitis...es gibt 100 Möglichkeiten.
Falls wirklich alles guz ist, kommt sie 3,4 Mal und gut ist.

Für meine ambulante Geburt hätte ich ohne Hebamme unterschreiben müssen.

Beitrag von frangelina 15.03.11 - 13:55 Uhr

danke für die ganzen antworten.

das ich alles kann hab ich nie behauptet. um gottes willen, man kann immer wieder dazu lernen. und eure tipps waren voll in ordnung.
bei meinen beiden kindern hatte ich auch keine hebamme.
klar denke ich auch das es sinnvoller wäre bei einer ambulanten geburt jemanden an seiner seite zu haben.
man hat mir bloß erzählt, dass das kein kh mitmachen würde ohne hebamme ambulant ein kind zu bekommen.

LG
Ela

Beitrag von oekomami 15.03.11 - 14:25 Uhr

HAllo,

sie können dich nicht zwingen in der Klinik zu bleiben.

Du kannst ja sogar nach einer großen Herzop sofort gehen wenn du auf eigenes Risiko gehst.

Beim Kind ist es schon etwas anderes.Die meisten Kliniken lassen Kinder auch auf eigene Verantwortung gehen.

Aber es gibt auch Kliniken die das Kind nicht gehen lassen und das JGA einschalten. Dann kann es dir passieren das das Familiengericht eine einstweilige Verfügung macht das das JGA die Vormundschaft in gesundheitsdingen bekommen. Klar kannst du dagegen angehen und auch klagen. Aber ob man dazu nach einer Geburt die Kraft hat?

LG

Beitrag von matsel 15.03.11 - 14:45 Uhr

was?alles bloß weil man keine nachsorgehebamme hat#zitter#schock#schock
aber nach den 3tagen kh darf ich dann wohl ohne nachsorgehebi und ohne probleme vom JA heim? da geif ich mir echt an den kopf.

Beitrag von kati543 15.03.11 - 22:08 Uhr

Du hast 2 Kinder und keine Ahnung von der Macht des JA in diesem Land? Wie hast du das geschafft???
Aber nur zu deiner Info. Es gab schon Fälle da wurde das Kind der Mutter bereits im KH nach der Geburt entzogen, obwohl die Mutter nichts falsch gemacht hatte. Nach monatelangen Rechtsstreitigkeiten kam das Kind wieder zur Mutter (und zum Vater).

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