Wie viel Geld benötigt man im ersten Jahr für das Baby?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von marienkaefer1985 15.03.11 - 11:47 Uhr

Hallo!

Ich habe mal eine Frage:

Wie viel kostet ein Kind in etwa monatlich im ersten Jahr?

Da ich Alleinerziehend bin, werde ich monatlich etwa 500 € übrig haben. Reicht das aus?

Leider muss ich schon nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten gehen, dann werde ich in etwa 670 € übrig haben.

Also beide Beträge nur für mich und meinen Zwerg. Meint ihr, dass man damit gut über die Runden kommt?

Ich muss auch noch meine Steuererklärung machen, da erwarte ich eine relativ hohe Summe zurück (wegen Studiengebühren), eine Möglichkeit wäre, diese Summe nutzen, um einen Teil meines Kredites zurück zu zahlen (aufgenommen für´s Auto) und dann somit im 1. Jahr monatlich ca. 700 € zu haben oder ich lege das Geld lieber zur Seite!?

Meint ihr, von den 500 € kann man monatlich noch etwas sparen?

Im Moment habe ich mir selbst wöchentlich ein Budget von 100 € gelegt (für Klamotten, Essen, Freizeitgestaltung usw.), monatlich also 400 € + ca. 170 € Benzingeld, da ich mit dem Auto zur Arbeit fahren muss (Gewerbegebiet) und 2 Mal im Monat meinen Opa im Pflegeheim besuche (eine Strecke knapp 100 km). Somit gebe ich in etwa 570 € monatlich aus. Aber das für mich allein.

Klar, wenn ich nicht mehr arbeite, habe ich weniger Benzingeld. Schätze dann monatlich so um die 100 €.

Meint ihr, ich komme damit hin?

Ich muss sagen, dass ich von den wöchentlichen 100 € wirklich sehr gut leben kann und nicht jeden Cent umdrehe. Dafür gebe ich aber auch immer mein Kleingeld in die Spardose für meinen Zwerg und habe so in 2 Monaten knapp 200 € angespart :-)

Beitrag von zwiebelchen1977 15.03.11 - 11:51 Uhr

Hallo


Ist da der Unterhalt und das KIndergeld schon drin?

Du hast auch Anspruch auf Unterhalt, vergiss das nicht

Bianca

Beitrag von marienkaefer1985 15.03.11 - 13:13 Uhr

Danke für eure Antworten!

Unterhalt ist da noch nicht mit drin, weil das bei mir ein wenig komplizierter ist.

Mein Ex kann eh nicht zahlen, somit bekomme ich den Unterhaltsvorschuss von 133 €. Aber da er auch die Vaterschaft nicht anerkennen will, weiß ich nicht, ob ich das tatsächlich direkt ab der Geburt bekomme!?

Deshalb rechne ich erstmal ohne. Wenn ich es bekomme, habe ich noch mal 133 € mehr, ja ;-)

Beitrag von schwilis1 15.03.11 - 11:59 Uhr

ich hab das gesamte Elterngeld sparen koennen. die einzigen ausgaben die ich hatte war wirklich Windeln (von DM) lass mich mal rechnen: max 15€ im Monat. zwerg wurde gestillt. als es an Beikost ging, hab ich selber gekocht. und so ne Möhre kostet halt auch nicht wirklich viel.
Klamotten haben wir gebraucht geschenkt bekommen. das Bett hat uns 30 Euro gekostet. sein weihanchtsgeschenk (shcaukelpferd) hab ich zb von quoka gebraucht. sieht aus wie neu.
also ich denke im 1. LJ sind sie noch recht Günstig...

Beitrag von parker21 15.03.11 - 17:01 Uhr

15 euro für Windeln??? also bei uns sind es mindestens 30 Euro für den kleinen und auch nur wenn man die eigen Marke kauft.
Und stillen kann auch nicht jede.

Beitrag von schwilis1 15.03.11 - 19:03 Uhr

naja... ich spreche auch nur von mir!!!

ei ei ei... hauptsache dagegen halten oder?

Beitrag von nele27 15.03.11 - 12:04 Uhr

Ja, das reicht.

Meiner Erfahrung nach hat man mit dem Kindergeld im ersten Jahr sogar Plus gemacht (wenn mann Verdienstausfall und Miete nicht einrechnet).

Meine Tipps für ein ausgabenarmes erstes Jahr:

- stillen! (Du sparst einen Haufen Geld an Babynahrung)
- Windeln vom Windel-Lkw kaufen
- Klamotten auf dem Flohmarkt kaufen oder von Freunden leihen
- im Beikostalter keine Gläschen kaufen, sondern selbst kochen

Und vor allem: Nicht den ganzen Sch*** kaufen, den die Werbung Dir anpreisen will. Das meiste braucht man nicht. Manchmal ist es sogar besser fürs Baby auf Dinge zu verzichten (z.B. auf Kosmetik. Du brauchst nur ne Wundschutzcreme und n bisschen Öl).
Auch braucht ein Baby nicht viel Spielzeug, erst Recht nicht irgendwelche Erlebnisdecken oder Pädagogik-Kram.
Du musst auch nicht unbedingt zum Babyschwimmen, Pekip o.ä. Das ist eh mehr Muttibespaßung :-) Viele Familienzentren bieten Krabbeltreffs etc. an, das ist dasselbe in Grün und viel billiger!

LG, Nele

Beitrag von ballroomy 15.03.11 - 12:42 Uhr

Kredite ablösen ist immer eine gute Idee,
das würde ich machen!

Ein Baby kostet im ersten Jahr nicht viel.
Musst ja nicht alles neu kaufen. Es gibt so viele Babybasare und man bekommt auch viel geschenkt.


Beitrag von zwillinge2005 15.03.11 - 13:48 Uhr

Hallo,

Windeln ca. 15-20 Euro/Monat.

Ansonsten nichts.

Allerdings kann man, wenn man will sehr viel Geld für ganz viele unnötige Sachen ausgeben.

LG, Andrea

Beitrag von kerstini 15.03.11 - 13:54 Uhr

Ich denke schon das du damit hinkommst!

Wie schon geschrieben wurde kostet ein Baby die erste Zeit nicht viel.

Durch Stillen sparst du dir das meiste ein würde ich sagen. Bei den Windeln müssen es ja auch nicht unbedingt immer die teuren Pampers sein (finde ich persönlich eh nicht gut, ich schwör auf ALDI) und Klamotten bzw. Ausstattung haben wir alles geliehen bzw. auf Babybasaren gekauft.
Habe da z.B. super schöne Teile von Mexx oder Esprit ergattert für je 1€!

Wir hätten es uns zwar leisten können alles neu zu kaufen aber im nachhinein bin ich wirklich froh das wir es geliehen bzw. gebraucht erstanden haben. Die Kleinen wachsen so schnell aus allem raus und unserer Ida ist es egal das unser Stubenwagen bereits 40 Jahre alt ist :-)


Ich wünsch dir alles Gute!


Kerstin mit Ida #verliebt (6 Wochen) und #stern Madita #stern Leo + #stern 12.SSW

Beitrag von h-m 15.03.11 - 14:35 Uhr

In jedem Fall Kredit tilgen! Du zahlst (vermutlich) deutlich mehr Zinsen für den Kredit, als Du Zinsen für's Sparen bekommen würdest.

Hast Du das Kindergeld schon eingerechnet?

Ich habe es nie nachgerechnet. Ich habe meine Tochter auch gestillt (allerdings hab ich früh wieder angefangen zu arbeiten und die abgepumpte Milch reichte nicht, so dass die TaMu dann auch Flaschenmilch zugefüttert hat). Das spart schon mal eine Menge.

Windeln, Feuchttücher (zumindest für unterwegs), Wundschutzcreme, Babyshampoo waren die sonstigen, unverzichtbaren Ausgaben.
Kleidung habe ich auch viel geschenkt bekommen oder auch gebraucht gekauft.
Ist zwar alles nicht viel, aber Kleinvieh macht auch Mist.

Einmalige größere Anschaffungen:
Must-Haves waren für mich gute, NEUE Kindersitze. Eine Babyschale (Größe 0+) und so um den ersten Geburtstag rum Kindersitz Größe I.
Dann noch Stillkissen, Kinderwagen, Tragetuch; später noch ein Buggy.

Beitrag von marienkaefer1985 15.03.11 - 14:46 Uhr

Ja, Kindergeld ist da schon mitgerechnet.

Nur kein Unterhaltsvorschuss, da ich (wie schon oben geschrieben habe) nicht weiß, ab wann ich das bekomme.

Die ganzen Babysachen (außer Windeln, Feuchttücher usw.) werde ich bis dahin schon alles zusammen haben, da muss ich dann also nichts mehr für ausgeben. Das kaufe ich schon jetzt bzw. habe mir in den letzten 2 Monaten 1.000 € zur Seite gelegt.

Ich brauche also wirklich nur das Laufende.

Klamotten habe ich schon auf dem Babyflohmarkt gekauft und tolle Schnäppchen ergattert.

Die nächsten 2 Wochenenden stehen noch mal 3 Flohmärkte an. Juhu... :-D

Beitrag von h-m 16.03.11 - 14:54 Uhr

Hört sich doch super an! Dann denke ich, dass Du damit auskommst.

Beitrag von derhimmelmusswarten 15.03.11 - 15:01 Uhr

Ja, damit kannst du auskommen, wenn du sparsam bist. Auf Angebote achten, im Discounter kaufen und für Kinderklamotten empfehle ich auf jeden Fall Basare. Da kannst du spottbillig Sachen kaufen. Hast du Kindergeld und Unterhalt schon eingerechnet?

Beitrag von derhimmelmusswarten 15.03.11 - 15:05 Uhr

Habe jetzt erst die ganzen Beiträge gelesen. Geh auf jeden Fall zum Anwalt und lass die Sache mit dem Unterhalt klären. Ein Anwalt ist auf jeden Fall die besser Alternative als eine Beistandschaft des Jugendamtes. Da kannst du warten, bis du schwarz wirst. Dann wird man dem Kindesvater schon zeigen, was er zu zahlen hat! Das Amt leistet nicht einfach so ewig Unterhaltsvorschuss. Da wird man den Erzeuger schon zur Rechenschaft ziehen. Und mit Anwalt kann man wie gesagt weitaus mehr Druck ausüben. Und es ist ja nicht so, dass Unterhalt, den er nicht sofort zahlt, verfällt. Wenn du einen Titel erwirkst, gilt der 30 Jahre und irgendwann wird man ihm was abknöpfen. Sei es Lohn, Steuerrückerstattung, Erbe etc. Bleib hartnäckig!

Beitrag von marienkaefer1985 15.03.11 - 16:15 Uhr

Das tolle an der Geschichte ist:

Mein Ex hat monatlich ca. 1.000 € netto und schon 2 Kinder. Nicht mal für die kann er also Unterhalt zahlen.

Und dann jetzt noch unser Baby, d. h. dafür hat er noch weniger Geld. Ich werde also sicher auch in den nächsten 30 Jahren nicht einen einzigen Cent von ihm sehen und kann daher nur auf Unterhaltsvorschuss hoffen...

Beitrag von dk-mel 15.03.11 - 15:47 Uhr

wenn du jetzt schon allein 400 euro monatl. nur für dich verprasst, will mir nichts in den kopf, wie du dann mit grad mal 270 euro mehr ein baby versorgen willst UND noch etwas beiseite legen willst?

wie andere schon geschrieben haben, stehst du finanziell eigtl. gar nicht so schlecht da, aber leider schreibst du nicht, was du insgesamt an einkommen hast und was "übrig haben" bedeutet. wo gehört handy und telefon/internet sowie strom hin? ist die rate vom kredit schon abgezogen?

und wie verhält es sich mit den größeren anschaffungen fürs baby: kiwa, bettchen, schrank, wickelkommode... willst du diese gebraucht kaufen, weil viele ja doch lieber neu haben wollen...

also laut deiner rechnung würde ich sagen, es wird sehr knapp werden.
andererseits, wenn du studentin warst/bist, müsstest du genau wissen, wie man mit wenig geld gut auskommt. nur dass deine zahlen eben nicht dazu passen#kratz

Beitrag von marienkaefer1985 15.03.11 - 16:13 Uhr

Ich habe doch geschrieben, dass ich von den 400 €, die ich lt. deiner Meinung verprasse, schon jetzt die kompletten Babysachen kaufe und trotzdem in 2 Monaten noch 200 € gespart habe.

Hätte also auch schreiben können:

Ich gebe monatlich 300 € aus, inkl. Babyvorbereitung (Kinderzimmer, Klamotten), an Möbeln oder Kinderwagen brauche ich dann also absolut nichts mehr, weil ich das jetzt schon Monat für Monat kaufe.

Und von diesen 300 € monatlich kaufe ich z. B. Geburtstagsgeschenke für Freunde, gehe mal ins Kino, mal brunchen, kaufe Umstandsmode, alles Sachen, die anschließend eh etwas kleiner ausfallen werden, da weniger Geld zur Verfügung steht.

Handy, Strom, Telefon, ist alles schon mit abgezogen, d.h. die 500 € sind tatsächlich übrig und für Nahrungsmittel, Klamotten, Kosmetik, Freizeitvergnügen usw. zu verwenden (und können somit verprasst werden ;-)).

Im Moment kann ich mir (trotz meines verprassens) monatlich noch in schlechten Monaten mind. 450 € zur Seite legen, in guten Monaten 700 €.

Allerdings ist das nach der Geburt anders. Im Moment wohne ich in einer WG (Miete 320 € inkl. Strom, Wasser, Telefon). Meine Mitbewohnerin wird fast genau um den Zeitraum der Geburt ausziehen, dann habe ich aber auch die gesamte Miete, also 640 €, d. h. obwohl ich weniger Geld habe, steigt die Miete um 100 %.

Außerdem habe ich jetzt nen Nebenjob (im Monat 365 €), die dann wegfallen.

D. h. das sind 700 € die mir fehlen + 35 % von meinem Gehalt, da ich ja (logischerweise) "nur" Elterngeld bekomme.

Ich bin übrigens keine Vollzeitstudentin gewesen, sondern hatte einen Vollzeitjob und habe ein Abendstudium gemacht, deshalb weiß ich nicht, wie es ist, wenn man wenig Geld zur Verfügung hat, da ich immer ein volles Gehalt hatte.

Dies ändert sich nun aber.

Beitrag von dk-mel 15.03.11 - 17:43 Uhr

ok, ganz so ausführlich hätte ich die antwort nicht erwartet, aber danke!


na dann denke ich mal, bist du nicht ganz so knapp bei kasse und bekommst das schon hin#pro

du sorgst ja rechtzeitig vor, das ist, würd ich sagen, das wichtigste. behalt das bei (besonders bei kinderkleidung), dann wirst du bestimmt auch weiterhin was für nebenher über haben.

;-)