1. Traugespräch mit dem Pastor...

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Forum: Hochzeit

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Beitrag von ninalein1981 15.03.11 - 13:00 Uhr

Hallo,

für alle die es interessiert... und noch das Gespräch mit dem Pastor haben & vielleicht schon mal etwas wissen wollen...

In erster Linie ging es gestern nur um Formalien & Daten.
Hinzukommend, gab es ein paar Fragen:

- sind wir in der Lage Kinder zu zeugen
- sind gravierende Behinderungen in den Familien bekannt
- ob wir Süchte hätten
- ob wir einen gefälschten Doktor-Titel oder ein falsches Diplom haben
- ob wir die Ehe im christlichen Glauben führen wollen
- der Ausschluß ob wir verwandt seien

etc...

fand es bemerkenswert, welche notariellen Fähigkeiten der Pastor hatte;-) er erläuterte darauf nur "Immerhin haben wir 2000-jährige Erfahrungen" :-D

Das 2. Gespräch findet dann nach Ostern statt, wo div. Einzelheiten zu unserem Trautag besprochen werden!

Grüsse

Beitrag von mama291203 15.03.11 - 13:31 Uhr

Wie heiratet ihr wenn ich mal fragen darf?

Evangelisch oder katholisch?


LG

Beitrag von solania85 15.03.11 - 13:46 Uhr

Also ich finde das serh komisch, dass ein Pfarrer wenns um eine Hochzeit geht fragt ob ihr zeugungsfähig seit, süchte habt etc. Was für nen Hintergrund soll das den bitte haben??

Will der an der Traurede in der kirche dann sagen: Heute stehen hier bla und bla die keine kinder kriegen können weil er ja zeugungsunfähig ist und es so vllt. auch besser ist, weil Ihre Tante hochgradig behindert ist.

oder wie soll das aussehen? sorry aber irgendwas läuft da schief

Beitrag von catch-up 15.03.11 - 13:50 Uhr

Einen gefälschten Dotkortitel???? #rofl Ich hau mich wech!

Ob ihr zeugungsfähig seid??? #kratz

.... ich weiß schon, warum ich nichts von der Kirche halte! #augen

Beitrag von mama291203 15.03.11 - 14:17 Uhr

Also wir hatten auch schon das 1. Traugespräch, aber solche Dinge wollte
unser Pfarrer nicht von uns wissen. Zum Glück, dem hätt ich was erzählt...

Die Fragen sind ja zum Teil echt unverschämt, nee, geht garnet...

Beitrag von sunny-1984 15.03.11 - 15:10 Uhr

Hallo,

also sowas wollte unsere Pfarrerin damals nicht wissen.

Bei uns ging es darum wie lang wir schon zusammen sind, wie wir uns kennengelernt haben...
Das ganze hat sie dann richtig süß als kleine Zusammenfassung in der Kirche erzählt.

Lg Sunny

Beitrag von 19face84 15.03.11 - 15:12 Uhr

also ob wir zeugungsfähig sind, wurden wir nicht gefragt, aber wir mussten unterschreiben, dass wir die Kinder, die Gott uns schenkt (oder so ähnlich war die Formulierung) auf keinen Fall ablehnen dürfen und nach christlichem Glauben erziehen müssen. aber ich finde so christliche Grundgedanken wie "nicht stehlen, nicht lügen, nciht morden" und so weiter ist was, was man jedem Kind bebringen sollte, nicht nur christlichen Kinder. Ein Muslimisches Kind, das stiehlt ist doch genau so schlimm, mal so als Beispiel. Deswegen hatten wir auch keine Probleme damit.

Ob wir verwandt sind wurden wir auch gefragt und wir wurden gefragt, ob wir die Ehe freiwillig eingehen oder ob es eine zwangsehe wird, aber so was würde man da ja auch nicht zugeben, dachte ich mir so.

Lustig fand ich es, das wir so durch die rechte Brust ins linke Auge nach Sex vor der Ehe gefragt wurden. Der pastor fragte nämlich, ob wir beide bei der Zeremonie einen Schluck Wein trinken wollen oder ob das nur der Mann darf. Fand ich süß...

Gruß

Karin

Beitrag von pearljen 15.03.11 - 15:43 Uhr

Also ich finde die Fragen ja sehr befremdlich #schock

DAS wurden wir definitiv nicht gefragt!
Außer, ob wir eine Ehe im christlichen Glauben führen wollen... was ja im Grunde klar ist.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll! #kratz

Beitrag von ninalein1981 15.03.11 - 20:44 Uhr

Zum einen wir heiraten röm. katholisch!

Diese Fragen, waren auf einem Vordruck welcher nach kirchl. Recht zum Antrag auf die Eheschliessung ans Erzbistum Köln gesendet wird?!
War mir auch nicht bewusst, das sowas kommt - war aber auch völlig ok, liest sich vielleicht schlimmer als es live zu erleben;-)

Das "romantische" Gespräch kommt ja noch, bzgl. unserer eigentlichen Trauung!

LG

Beitrag von sabrinimaus 15.03.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

hat er gesagt, warum er wissen möchte, ob in der Familie Behinderungen bekannt sind???

LG Sabrina

Beitrag von anyca 15.03.11 - 21:07 Uhr

#schock

Also manche Fragen - Ehe im christlichen Glauben führen etc. - sind ja o.k., aber was hätte es denn für Konsequenzen, wenn man Behinderungen in der Familie hat? Wird dann vom Heiraten abgeraten? Wir sind doch nicht bei den Nazis, wo man für die Hochzeit ein Erbgesundheitszeugnis brauchte?

Und falsche Doktortitel haben mit einer Ehe auch eher wenig zu tun ...

Beitrag von absentia 16.03.11 - 13:22 Uhr

Ach herrje, na da bin ich ja mal gespannt. Denn heute kommt um 17:30 Uhr unser Pfarrer zu uns nach Hause.
Ich werde euch dann mal berichten was der so von uns wissen will. Vielleicht ob wir mit Al Quaida etwas zu tun haben...Also manchmal ....

Beitrag von kolbo-sauri 16.03.11 - 13:52 Uhr

Hallo,

ich könnte kot***, wenn ich solche Fragen lese! :-[
Menschenverachtend! Was bilden sich diese Pfaffen überhaupt ein?

Ich rege mich auch deshalb so auf, weil einer guten Freundin die selben Fragen in so einem Gespräch gestellt wurden.

Leider haben sie bläuäugigerweise "zugegeben", dass der zukünftige Bräutigam aufgrund einer Hodenkrebserkrankung keine Kinder mehr zeugen kann.
Schlimm genug, aber das was dann kam, ist mehr als niederträchtig und erbärmlich.

Der Pfarrer verweigerte ihnen die katholische Eheschließung, da sie den "Zweck" einer katholischen Ehe nicht erfüllen können - nämlich (unter anderem) leibliche Kinder zeugen...

Das Ende des Liedes: Meine Freundin und ihr Verlobter mussten schriftlich in einer seitenlangen Erklärung um eine Ausnahmegenehmigung beim Diozöseamt (?) betteln und wurden dann zähneknirschend getraut.

Meiner Freundin war es -aus welchen Gründen auch immer-sehr wichtig kirchlich zu heiraten.

Traurige Geschichte.
Ich bin froh, dass ich diesem Verein nicht (mehr) angehöre und hoffe auch, dass sich meine Kinder nie für sowas entscheiden.

VG