Tiere in der Schwangerschaft

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von leanthos 15.03.11 - 14:12 Uhr

Nach einer ELS im Dezember wurde mir heute vom FA eine erneute Schwangerschaft bestätigt. Diesmal sitzt sie auch an der richtigen Stelle. Darüber bin ich erstmal sehr erleichtert. Der FA meinte aber, das bei der Tierhaltung besondere Dinge zu beachten sind. Da wir zwei Hauskatzen haben, bin ich mir nun unschlüssig, wie hoch die Gefahr für das ungeborene Kind wirklich ist.

Kann mir jemand aus eigener Erfahrung berichten, wie ich mich am Besten verhalten soll?

LG Leanthos

Beitrag von miriamel1 15.03.11 - 14:12 Uhr

Das würde mich auch mal interessieren!!!!

Beitrag von darkshine72 15.03.11 - 14:17 Uhr

gehen die katzen nach draussen? gut am schluss spielt das eigentlich keine rolle ich habe mal gehört das man während der SSW keine katzenkot usw anfassen soll und das reinigen der katzenkiste der partner macht. weiss es aber nicht zu hundertprozent und lasse mich auch belehren. habe selber eine katze seit 2 monaten und einen hund... beim hund weiss ich das keine gefahr besteht.

liebs gruessli

Beitrag von olivia2008 15.03.11 - 14:15 Uhr

Soweit ich weiß ist das nicht schlimm. Nur mit dem Kot solltest du nicht in Berührung kommen, die Toi sollte also jemand anders sauber machen. Ich kenne einige Frauen mit Katzen oder anderen Tieren und keine hat in der SS Probleme gehabt. Solange in der familie keine Allergien sind, würde ich da nicht unnötig in Panik verfallen

Beitrag von binchen2011 15.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo,

hier mal ein interessanter Text dazu:

Wenn du schwanger bist, sollte der Mann das Katzenklo sauber machen :-). Hat ja auch was für sich!


Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Toxoplasmose wird verursacht durch den mikroskopisch kleinen kugelförmigen Parasiten Toxoplasma gondii (= Protozoon, bakterienähnlicher Mikroorganismus). Toxoplasmose tritt weltweit auf und ist - ausser beim Menschen - besonders bei Katzen, Grosskatzen, anderen Säugetieren und Vögeln verbreitet. Die Erkrankung zählt zu den sog. Zoonosen.

Etwa 70% der Mitteleuropäer haben sich im Laufe des Lebens infiziert und Antikörper gebildet. Einmal entwickelte Antikörper schützen vor der Erkrankung. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen nahezu ohne Krankheitszeichen, selten treten leichte grippeähnliche Symptome auf, sehr selten mit Fieber. In schweren Fällen kann es zu Schwellungen der Lymphknoten, hohem Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Meningitis u.a. kommen.

In der Schwangerschaft ist die erstmalige Infektion der Mutter gefährlich für das Ungeborene. Es können u.a. schwere Seh-, Hör- oder Hirnschäden beim Baby auftreten. Der Erreger tritt durch die Plazenta (Mutterkuchen) über die Nabelschnur in den kindlichen Kreislauf über.

In Deutschland werden jährlich rund 200 infizierte Kinder geboren (Werner Handrick, Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie DGPI, 2001). Bei 80% der im Mutterleib infizierten Kinder kommt es zu Störungen der motorischen und geistigen Entwicklung, häufig zu Krampfleiden, bei 50% ist die Sehkraft eingeschränkt, bei 10% liegt Schwerhörigkeit vor. Im Mutterleib kann es bereits zu Hirnentzündung, Entwicklung von Hydrozephalus, Mikrozephalus, Leber- und Milzvergrösserung u.a. kommen. (Das Hebammenbuch, Mändle, Opitz-Kreuter, Wehling, 3. Aufl., S. 715).
Der Erregerübertritt findet vorwiegend im 2. Und 3. Drittel der Schwangerschaft statt, es kann zur "Fetopathia toxoplasmotica" (=durch den Errreger toxoplasma gondii ausgelöste schwere Erkrankung des Feten) kommen, dabei besteht die Gefahr der Früh- oder Totgeburt (Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage, S. 1674).

Wieviele Frauen im gebärfähigen Alter Antikörper im Blut haben und damit immun sind, ist nicht genau zu sagen, Schätzungen sprechen von 30-80%. Der Anteil ist in ländlichen Gegenden höher; je älter ein Mensch ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit durchgemacht wurde und damit Immunität gegen Toxoplasmose besteht.

Je früher in der Schwangerschaft eine Infektion auftritt, umso schwerer sind - bei Nichterkennen und ohne Behandlung - die Auswirkungen auf das Ungeborene: bei Infektion im ersten Drittel der Schwangerschaft = ~75% schwere Schäden, im letzen Drittel ~5%. Von den infizierten Neugeborenen zeigen etwa 90% direkt bei Geburt noch keine Symptome. Spätschäden treten trotzdem auf. Die angeborene Toxoplasmose ist in Deutschland meldepflichtig.
Es ist daher ratsam, am Beginn einer Schwangerschaft einen Bluttest (Toxoplasmose-Antikörper-Nachweis) machen zu lassen. Wenn keine Antikörper vorhanden sind, muss der Test zu einem späteren Zeitpunkt in der Schwangerschaft wiederholt werden. Besondere Maßnahmen (Medikamente, evt. Ultraschall-Screening, Fruchtwasseruntersuchung) sind erforderlich, wenn eine erstmalige Infektion stattgefunden hat.
Die Infektion mit dem Erreger geschieht in erster Linie durch die Nahrungsaufnahme. Über die Nahrungskette kann der Parasit Toxoplasma gondii fast alle unserer landwirtschaftlichen Nutztiere erreichen.

Infektionsgefahr besteht durch:

Kontaminiertes Obst, Gemüse oder Salat
Verzehr von Fleisch und Geflügel
(wenn es nicht ausreichend gekocht oder gebraten ist)
unhygienischen Umgang mit rohem Fleisch
Umgang mit Gartenerde (versteckter Katzenkot)
direkten Kontakt mit Katzenkot (von infizierten Katzen)
direkten Kontakt mit den Exkrementen anderer Tiere
Vorsichtsmaßnahmen:

Gemüse, Obst und Salat gut waschen
(besonders aus Freilandanbau)
Rohes Fleisch nur mit Handschuhen bearbeiten
Nur ausreichend erhitztes (durchgebratenes) Fleisch essen
Auf den Verzehr von rohem Fleisch völlig verzichten
Gartenarbeit nur mit Handschuhen durchführen
(versteckter Katzenkot von freilaufenden Katzen)
Nach Kontakt mit rohem Fleisch, fremden Katzen, -kot, Gartenarbeit gründlich die Hände waschen
ggf. einen Toxoplasmose-Antikörpertest machen lassen
ggf. die eigene Katze auf Toxoplasmose untersuchen lassen
Vereinfachter Lebenszyklus von Toxoplasma gondi

© http://www.toxoplasma-gondii.de/Toxoplasmose-Information.html

Es ist nicht notwendig, die Katze abzuschaffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine schwangere Katzenbesitzerin die Krankheit bereits durchgemacht hat - - und damit immun ist - ist hoch. Katzen infizieren sich ebenfalls durch rohes Fleisch. Bei der Fütterung mit Dosenfutter besteht keine Infektionsgefahr. Die Säuberung der Katzentoilette sollte nicht von der Schwangeren erledigt werden (höchstens mit Einmalhandschuhen!) und täglich erfolgen, damit evt. vorhandenen Toxoplasma-Frühstadien keine Zeit zum Reifen haben (frische Erreger werden erst nach etwa 24 Stunden aktiv = ansteckend). Wer ganz sicher sein will, lässt seine Katze vom Tierarzt auf Toxoplasmose untersuchen. Konsequente Hygiene-Maßnahmen schützen vor Infektion.


Beitrag von andrea-812 15.03.11 - 14:20 Uhr

HAllo Ihr Zwei!! Ich habe in meiner ss bei meinen sohn auch eine kater gehabt es lief alles super.- Ich habe nur nicht seine Klo gemacht aber mehr auch nicht. sonst habe in gehalte geschmust mit ihm- und bervor ich auch aus dem kh nach hause gekommen habe ich noch eine windel mit gegruch von meinen sohn mit geschickt und es klappte alles super-und die beiden haben auch zusammen auf der spielmatratze geschlafen, Also ich hatte werde gesundheitliche probs noch sonst irgendwelche probs gehabt mir kater und kind. Lg Andrea #winke

Beitrag von palomita 15.03.11 - 14:39 Uhr

bei katzen gehts um die sog. Toxoplasmose. Das kann man abklären lassen, ob man es nicht schon hatte (Bluttest), danach kann nix mehr passieren. Und selbst wenn man es noch nicht hatte, braucht man seine Stubentiger nicht gleich abgeben, sondern jemand anderen das Katzenklo sauber machen lassen. Toxo wird über den Kontakt mit Katzenkot übertragen.
Ansonsten gilt wie auch vor der SS: Nach Kontakt mit Tieren Hände waschen, sich bei Tierbissen beim Arzt vorstellen - und Ruhe ist. Keine Panik.
LG, palomita

Beitrag von jobina 15.03.11 - 14:41 Uhr

okay, das ist mal wieder typisch Panikmache!!!! Was soll das, wer bitte reinigt das Katzenklo mit den bloßen Händen??? Also bitte, es geht darum, dass man wenn Katzenkot an den Fingern wäre, diese waschen sollte und bitte nicht in den Mund stecken... aber das erklärt sich ja von selbst, oder??? brrr... da krieg ich zuviel!!!! Macht euch doch nicht wegen jedem Scheiß fertig, Ich habe währned meiner ersten Schwangerschaft auch das Katzen-WC gereinigt. Außerdem habe ich glaub ich richtig gelsen, dass es sich um eine Hauskatze handelt? Die haben sowieso nochmal ein geringeres Risiko über Träger des Erregers zu sein...

Schert euch ins Schwangerenforum da gibts noch mehr Panikmachen um Hackfleisch, Salami, Mozzarella, Toxoplasmose usw. ;-)

Beitrag von urbia-Team 15.03.11 - 14:54 Uhr

Stillgelegt, Crossposting