Heute nach dem Mittagsschlaf... (achtung lang)

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von janine51082 15.03.11 - 16:18 Uhr

Kennt sich wer mit Schlafwandeln bei Kleinkindern aus?

Liam (18 Monate) macht das nachts ab und an mal, dass er zwischen 1-3 Std. lang in seinem Bett irgendwas macht (Schnuller gegens Bett kloppen im Takt z.B.). Wenn wir reingehen und mal nachschauen wollen, dann sitzt er da und starrt zum Fenster. Er reagiert weder auf uns wenn wir reinkommen, noch wenn wir ihn ansprechen. Das machen wir jetzt nicht mehr seit wir wissen, dass er wohl noch träumt.
Wir gehen dann einfach nur kurz rein und schauen nach ihm und legen ihn wieder hin und gehen raus. Jedoch ist er immer in einem Zustand der mir angst macht. Sein Körper ist so als würde er schlafen nur hat er dabei die Augen auf...

Nun ist heute irgendwas beim Mittagsschlaf passiert, wo ich nicht weiß ob das nu auch sowas war oder nicht.
Er wird öfter mal weinend wach. Heute auch, nach knapp 2 Std. Schlaf (wie immer). Und dann bin ich nach 1 Min. rein und er ließ sich gar nicht mehr beruhigen. Normalerweise lehnt er sich an mich und dann ist alles gut. Aber heute hat er sich angelehnt und fing so komisch an zu brüllen. Immer einen kurzen krassen Brüllton und dann sone Art Schnappatmung, dann wieder nen kurzes Brüllen und wieder Schnappatmung. Hab voll Angst bekommen und ihn angepustet. Das hilft sonst auch immer, wenn er wieder nen Affektschreikrampf bekommt.
Naja und dann hat er einmal tief Luft geholt, aber weiter gemacht. Er hat immer auf das Regal mit den Büchern gezeigt und hat sich dann von mir weg gedrückt. Ich hab ihn dann immer auf den Wickeltisch gesetzt, da wollte er wieder bei mir bleiben und krallte sich richtig in meinen Hals fest. Hab ihn dann wieder auf den Arm genommen, aber seine Atmung hörte nicht auf. Es war immer noch so wie vorher. Er konnte sich auch nicht wirklich entscheiden ob er bei mir bleiben will oder nicht. Er sah total panisch aus und dann hab ich versucht ihn abzulenken mit einem Buch. Da gings dann kurzzeitig, aber nach 2 Seiten fing er wieder an und war wieder völlig panisch.
Ich hab echt Angst bekommen und war schon kurz davor nen Arzt zu rufen, weil sich das schon ne halbe Std. lang hinzog. Ich hab ihm dann erstmal nen Virbucol Zäpfchen gegeben, zur Beruhigung. Und wenn das nicht geklappt hätte, hätte ich nen Arzt gerufen.
Wir haben uns nach dem Zäpfchen vor den Fernseher gesetzt und nen Zeichentrick angemacht. Er hat hingeschaut aber weiterhin bei mir angekuschelt weiter geweint, jedoch diesmal mit besserer Atmung. Nach 10 Min. wars dann vorbei und er war wieder er selbst...
Er spielt nun wieder wie immer aber ist sehr sehr weinerlich. Wenn er mal ausrutscht auf die Knie (was ihn sonst nicht stört), dann weint er. Er beruhigt sich zwar schnell wieder aber irgendwas hat er doch?!

WAS BITTE WAR DAS????????
Kann mir da wer nen Tip geben?

Sowas hab ich noch nie erlebt oder von irgendwem gehört!!!
Hat er geträumt und war noch irgendwie in einem Traum gefangen?

LG, Janine

Beitrag von lucie.lu 15.03.11 - 16:32 Uhr

Hallo,

könnte es der "Nachtschreck" gewesen sein?

http://www.babycenter.de/toddler/schlaf/nachtschreck/

Da ist es eigentlich sehr gut beschrieben.

Wir haben so etwas auch recht oft, sowohl nachts, als auch mittags, wobei es langsam wieder abnimmt. Nick lässt sich dann durch gar nichts beruhigen, brüllt wie am Spieß, schlägt um sich, haut sich auf den Boden oder gegen das Bett, haut mich usw. Nach 10 Minuten (manchmal auch länger) beruhigt er sich wieder und ist wie immer.

Ich würde da keine Zäpfchen geben und das Kind auf keinen Fall auf die Wickelkommode setzen, denn da könnte es ganz leicht runterfallen.

Ich setze Nick dann auf etwas weiches (sein kleines Kindersofa oder unser großes Ehebett) und lasse ihn in Ruhe. Bleibe im Raum, beobachte ihn.. wenn er will, kann er bei mir kuscheln (aber das geht erst, wenn er wirklich wieder "er selbst" ist), ansonsten lasse ich ihn machen, was er eben gerade macht.

LG - Lucie

Beitrag von janine51082 15.03.11 - 16:41 Uhr

Ich werde mir das durchlesen, danke!

Zum Wickeltisch: ich bleibe ja nahe bei ihm. Er kann da nicht runterfallen weil ich ihn noch in beiden Händen hatte.

Ich hatte sowas noch nie! Wusste echt nicht wie ich da reagieren sollte, deswegen hab ich das mit dem Zäpfchen gemacht. Ich hab alles versucht. Buch schauen, aus dem Fenster schauen, ihm erzählen was er in seinem Zimmer an der Wand hat. Bin mit ihm ins Wohnzimmer, in die Küche, hab ihm zu trinken angeboten, hab ihn sogar auf den Boden gesetzt und mich daneben gesetzt, bin dann auch 2 m weiter weg, usw...
Das hat alles nix gebracht und nach 30 Min. hab ich echt selbst schon Angst bekommen, dass ich dann nur noch das als letzte Möglichkeit sah.
Wenn er nicht so merkwürdig geatmet hätte, dann hätte ich das wohl auch nicht gemacht. Aber er hat nicht mehr richtig eingeatmet, sondern nur so "gezuckt". Weiß gerade nicht wie ich das beschreiben soll...

LG, Janine

Beitrag von lucie.lu 15.03.11 - 16:46 Uhr

Hallo,

ich kann das nachvollziehen, man kommt sich vor, als sei das eigene Kind auf einmal ein Zombie. Er reagiert auf absolut nichts, schlägt um sich, wenn man sich nähert, brüllt wie am Spieß, atmet komisch..

Ich hatte das "Glück", dass der Sohn meiner Freundin das auch oft hat, ich es bis dahin zwar nicht "live" gesehen habe, aber sie hat davon erzählt. Von daher kannte ich schon den Begriff und den Hintergrund.

Es kann passieren, dass es nach einem etwas ereignissvollen Tag auftritt.. bei uns aber auch nach einem normalen Tag bzw. Vormittag.

Gott sei Dank soll es nur eine Phase sein und in einem gewissen Alter dann vorbei sein.

LG - Lucie

Beitrag von janine51082 15.03.11 - 16:52 Uhr

Ich hab davon auch noch nie gehört!!!

Aber gut, dass ich nicht allein damit nicht allein bin.

Heute morgen waren wir bei meiner Freundin, aber das machen wir öfter mal... Bin nicht davon ausgegangen, dass ihn das so "mitnimmt".

Diese nächtlichen Aktionen hat er aber immer so zu Vollmond / Neumond ist mir mal aufgefallen... #kratz

Beitrag von derwisch80 15.03.11 - 20:21 Uhr

Hallo!
Jetzt wo ich das mit diesem Nachtschreck durchgelesen habe, wird mir einiges klar. Ich hatte als Kind im Alter von vielleicht 4 oder 5 Jahren so etwas.
Man träumt und es ist auf einmal absolut schrecklich. Ich habe geweint und irgendwann hab ich die Stimme von meiner Mama wahrgenommen und das hat mich in die Realität zurückgebracht. Sie hat später gemeint, ich hätte geschrien wie am Spieß. Ich kann mich an zwei solche Situationen erinnern. Das man manchmal schlecht Träumt ist normal, nur das war anders. Es war grausam und ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Es lässt sich schwer beschreiben....
Schon komisch, ich erinnere mich nicht an viele Dinge aus meiner Kindheit(ist ja auch schon ewig her...)
Ach ja, das wichtigste! Noch heute erfüllt es mich mit Liebe und Dankbarkeit das meine Mama in dieser Situation da war! Das nahm mir meine Angst und gab mir Sicherheit
Das du für dein Kind da warst, auch wenn es gedauert hat bis es reagiert, war super! So schwer wie es für eine Mutter sein mag, seinem Kind scheinbar hilflos gegenüber zu stehen, es nimmt es doch wahr! Auch wenn es sich später nicht bewusst daran erinnern wird, so wird es dein "Dasein" prägen und ihm Sicherheit geben!

Beitrag von janine51082 16.03.11 - 12:50 Uhr

Danke dir!

Ich hoffe wirklich, dass das nicht häufiger vorkommt!
Zum Glück weiß ich ja nu wie ich reagieren muss. Hab mir mal nen paar Infos dazu durchgelesen.

Ich hatte das als Kind auch, aber nicht so in der Art, sondern ich bin hinter der Badezimmertür aufgewacht und hab mich versteckt und meine Eltern haben mich gesucht... #rofl
Irgendwie lustig aber für meine Eltern bestimmt die Hölle gewesen mich nicht zu finden!