HASHIMOTO - wer noch mit langem Kiwu und FG´s?

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von nani. 15.03.11 - 16:46 Uhr

Hey ihr Lieben

nach fast 3 Jahren üben und 2 Fg´s (9+3 MA & AS und 5+6 natürlicher Abgang) in den letzten 7 Monaten habe ich nun am Freitag, nachdem ich letzte Woche zum Blutabnehmen und Ultraschall der Schilddrüse war, vom Endokrinolgen die Diagnose Hashimoto bekommen, Schilddrüse im US waren aber noch unauffällig, allerdings wurden erhöhte Antikörper festgestellt.

Dauermedis: L Thyroxin 50 Beta & 300mg Selenase

Welche Medis nehmt ihr?

Kann es der Grund für meine FG´s gewesen sein?! Oder können noch andere Sachen vorliegen?!

Was für Untersuchungen wären jetzt noch sinnvoll? Ich lese oft was von natürlichen Killerzellen die erhöht sein können, gerade bei einer Autoimmunkrankheit wie Hashi auch, wer von euch hatte das zusätzlich?!

Bei der Abortdiagnostik in der Kiwu machen die nur noch Blutgerinnung.

In der Kiwu wurde ein erhöhter TSH von über 3 festgestellt, und da hiess es dann dennoch noch: ALLES IN ORDNUNG: nur L THYROXIN nehmen,
ich fragte EXTRA ob Folio mit Jod: JAAAAA mit JOD, und überall steht bei Hashi auf keinen Fall Jod, weil es die Entzündung anheizt und verstärkt!
Komischerweise wurde ich letztes Jahr schwanger, als ich das Folio in die Tonne geschmissen hatte weil ich keine Lust mehr hatte... aber war ja dann FG...

Mein FA letztes Jahr nach 2 Jahre Kiwu und der ersten FG: Fahren sie in den Urlaub, alles in Ordnung... Kiwu: Haben sie Geduld, in 6 Monaten kann man über künstl Befruchtung reden...

Tja, und dann jetzt die zweite FG , die mich erst zum Endokrinologen brachte, denn meine neue FA hat mich zu dem überwiesen, weil wir ja dachten ich sei schwanger, die Kiwu mich nicht mehr betreut und der erhöhte TSH Wert ja weiterhin gecheckt werden sollte!!! So hat mein zweites Sternchen sogar jetzt weiter geholfen und mir diese Diagnose gebracht. Auf der Überweisung stand sogar noch 6SSW, aber als ich den Termin hatte, musste ich dem Arzt leider sagen, dass ich am Wochenende eine FG hatte....

Verlässt man sich auf Ärzte... aber nun hat mich mein zweites Sternchen einen Schritt weiter gebracht!

Wie war es bei euch?!

Irgendwie hatte ich besonders bei der letzten FG das Gefühl, dass mein Körper die SS nicht wirklich zulässt, zb hatte ich Fieber als ich NMT hätte, nicht viel - 38,5 - Kiwu geht darauf aber nicht ein und meint: Sie hatten wohl einen Infekt, ich hatte aber nix! Ich hatte aber dieses Bauchgefühl, dass mein Körper mit der SS nicht klar kommt... mmhhhh..............

Allen hier alles Liebe & Gute

LG
eure Nani

Beitrag von belebice 16.03.11 - 07:40 Uhr

Hallo
Tut mir leid für dich. Ich habe das Gleiche durch ;(. Bereits letztes Jahr im Okt.

Wie hoch ist denn dein TPO- Wert? Meiner lag zur Zeitpunkt der Fg bei 586. Normal ist ein Wert von 35

Lg

Beitrag von nani. 16.03.11 - 20:34 Uhr

Meine TPO waren mit 63 gar nicht mal so hoch,
war aber auch eine Woche nach der FG,
ich bin gerade einfach nur ratlos und leicht panisch irgendwie
dass es nie mehr klappen wird :-(

Beitrag von sunshine.85 16.03.11 - 10:22 Uhr

Hallo,

habe durch Zufall diesen Beitrag gelesen und will euch hiermit Mut machen.
Ich habe seit meinem 12. LJ Hashimoto mit sehr stark erhöhten Antikörpern (zeitweise über 5000), schwankendem TSH und habe vor 3 Wochen unseren Schatz auf die Welt gebracht.
Ich bin im 1. ÜZ schwanger geworden, hatte in Bezug auf die SD eine problemlose SS, meine TSH Werte waren in der SS sogar besser als je zuvor :-) . Ich nehme L-Thyroxin und hatte vor der SS auch Selen eingenommen, das hat bei mir jedoch nichts bewirkt bzgl. der Antikörper. Mir wurde allerdings auch von verschiedenen Ärzten gesagt, dass die erhöhten AK keinen Einfluss auf die SS haben, lediglich der TSH-Wert sollte im Bereich von 1 liegen und das ist ja mit Tabletten ganz gut einzustellen.
Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne auch per PN melden.

LG

Beitrag von nani. 16.03.11 - 20:37 Uhr

Vielen Dank für´s Mutmachen.

Vielleicht klappt es ja tatsächlich nach einer guten Einstellung nochmal.

Es soll aber irgendwie zwei Gruppen geben,
die einen haben trotz Hashi keine Probleme
schwanger zu werden, die anderen schon und
auch ein höheres Abortrisiko...

Ist alles nicht so einfach....:-(#schmoll

Beitrag von micky771 16.03.11 - 20:45 Uhr

Liebe Nani,

ich habe auch Hashi, wurde vor 1 1/2 Jahren festgestellt und seitdem nehme ich L-Thyroxin 50. Bekommt mir super, seitdem war ich auch nicht mehr krank und fühle mich viel besser.
Ich war auch schwanger und hatte eine FG in der 6. SSW - das war vor 3 Wochen. Ich war heute noch mal beim Arzt damit er meine Schilddrüsenwerte checkt - irgendwie hab ich auch den Verdacht es könnte an der Schilddrüse liegen. Ist aber nur ein Gefühl...

Ich hoffe soooooo sehr das es beim nächsten mal klappt - wenn du magst können wir gern im Austausch bleiben!

Drück dich #liebdrueck

Beitrag von nani. 16.03.11 - 22:01 Uhr

#liebdrueck noch jemand, oh nein das tut mir leid.

Hey, lies unbedingt mal das hier durch

Das habe ich gefunden:

****Auch sind bei ungefähr 50% der Hashimoto-Frauen die natürlichen Killerzellen (normal zwischen 3–12%) erhöht sowie andere Anzeichen für ein überreaktives Immunsystem (z.B. erhöhter T-Helfer/T-Suppressor-Index) gegeben. Es ist meine eigene Vermutung, dass es diese Patientinnen sind, die dann diese Schwierigkeiten bei der Einnistung sowie ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko haben.
Hierzu habe ich nun auch noch einen Text gefunden, aus:Reproduktionsmedizin und Endokrinologie 2005 2(2) S. 90–95: Autoimmunthyreoiditis und Kinderwunschbehandlung – Überlegungen zu einem empirischen Behnadlungskonzept von M. Balsch-Pratz, S. Reichel, B. Seifert, B. Zietz: http://www.kup.at/kup/pdf/5208.pdf
Bei Frauen mit HT, oder ganz allgemein mit Autoimmunerkrankungen sollte unbedingt von einer Partner-Immunisierung abgesehen werden, weil eben diese zu einem Krankheitsschub durch die Reizung des Immunsystems (durch die Fremdeiweiße des Partners...) führen kann*****

Hier auch SEHR interessant:

http://www.kup.at/kup/pdf/5208.pdf

Es steht definitiv was von erhöhten Abortrisiko von über 50%...
bei Hashimoto.

Ausserdem dass diese Frauen oft erhöhte andere Killerzellen haben,
die das Baby angreifen....

#zitter#schmoll

auch interessant aus dem HASHI FORUM:

http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1039846

da schrieb jemand:

Zitat von Karin O.
Und zwar einer der etwas übleren Sorte:

http://www.kup.at/kup/pdf/5208.pdf

Wie man an der Umfrage sehen kann, gibt es wahrscheinlich 2 große Gruppen: eine hat gar keine Schwierigkeiten und die andere größte Schwierigkeiten, schwanger zu werden und schwanger zu bleiben. Bei Gruppe1 ist es für mich sogar fraglich, ob die Einstellung von wirklich großer Bedeutung ist.

Hashimoto ist ein mögliches Symptom eines nicht richtig funktionierenden Immunsystems. Nun haben z.B. 25 der AI-Erkrankten mehr als eine AI, und mittlerweile wird auch Endometriose zu den AIs gezählt.
Überdurchschnittlich viele Hashis haben auch Übergewicht (beeinflusst die Eizellqualität negativ!) und/oder leiden am PCOS.
Natürlich gibt es auch weitere Erkrankungen/Abweichungen, die für Probleme sorgen können, aber als von Hashimoto völlig unabhängig zu betrachten sind, z.B. Gerinnungsstörungen, verklebte Eileiter etc.

Zudem lese ich auch hier immer wieder von Leuten, die JEDE Erkältung mitnehmen, aber ein anderer Teil hier wird so gut wie nie krank, oder ist innerhalb von 3 Tagen wieder auf den Füßen. Die letzte Gruppe könnte im Falle des Kinderwunsches diejenige sein, die auf die größten Probleme trifft: Ihr Immunsystem ist nicht zu schwach (und toleriert alles, Embryonen inklusive) sondern ein absoluter Killer, der auf fast alles, egal ob fremd oder eigen, losgeht (eben auch Embryonen inklusive ).
Dieses Immunsystem zeigt z.B., und das bei noch nicht einmal notwendigerweise exorbitant hohen AKs !!!, erhöhte NK (natürliche Killerzellen) und/oder oft auch einen verdrehten CD4/CD8-Index, also zu viele Helfer, zu wenig Suppressor-Zellen, dazu kommt dann auch der Th1/Th2-Index, der angibt, welche Zytokine produziert und auf die Umgebung losgelassen werden.

Dass die Aktivität des Immunsystems im höheren Alter wieder nachlässt, nützt einem natürlich gerade bei dieser Problematik überhaupt nichts, denn bis dahin sind die Wechseljahre längst rum. Es könnte auch sein, dass gerade diejenigen Frauen vor dieses Problem gestellt werden, die eben auch nicht mehr Anfang 20 sind (es könnte sein, dass das Immunsystem zu dieser Zeit noch etwas "durchlässiger" ist), sondern um die 30 und drüber.

Bisher war es hier im Forum so, dass eine, die fragte, ob es da Probleme geben könnte, von allen Seiten sinngemäß zu hören bekam: "Quatsch, ich habe schon 2 und muss verhüten, dass es nicht mehr werden"..., aber das sind die Glücklichen hier, wie groß der Prozentsatz der anderen ist, ist schwer einzuschätzen.
Von der anderen Seite her aufgerollt, sind wahrscheinlich in den Kinderwunsch-Praxen/-kliniken 25% der Frauen Hashis, die weitaus meisten davon ahnen gar nichts von ihrem "Glück", es ist ja auch dermaßen schwer, die richtigen Ärzte zu finden, die einem glauben wollen, wenn der TSH nicht mindestens bei 15, fT3 und fT4 am besten beide unter der Norm, TPO-AK> 3000 und bitte auch noch eine schwarze SD von höchstens 5ml im US zu sehen oder besser gar nicht mehr zu sehen ist .