Vater eintragen lassen? Todesfall?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von katti2383 15.03.11 - 17:16 Uhr

Ich habe ein paar Fragen!

Ich bin noch schwanger, dieses auch geplant. nach einem halben Jahr hat es geklappt und der Vater hat mich ( trotz gemeinsamer Planung ) am Tag des Testes verlassen.
Wir haben ein gemeinsames haus und damit hat er mich ziemlich hängen lassen. Androhung der Teizwangsversteigerung, Privatinsolvenz usw! Keinerlei Verantwortung! Mich hat dieses Verhalten furchtbar erschreckt und enttäuscht! Ich trau ihm aus diesem Grunde leider so einiges zu was das gemeinsame Kind betrifft. ( Er weigert sich zum Beispiel auch seit Monaten das Haus zu verlassen, ein ziemlicher Rosenkrieg obwohl er ja gehen wollte )!
Nun stelle ich mir ersthaft die Frage ob ich ihn berhaupt als Vater eintragen lasse!
Welche Nachteile hätte dieses außer das ich natürlich keinen Unterhaltsanspruch habe!
Er sagte Ihn interessiert das alles nicht weil er der Meinung ist das sei bestimmt eh nicht von ihm ( was zu 100 % nicht stimmt und ich keinelei Probleme mit einem Vaterschaftstest habe ) und wenn es doch seins wäre würde er es einklagen!

Was mir heute durch den Kopf ging , was passiert wenn der Wurm da ist und mir stößt was zu??
Gibt es eine sichere Möglichkeit das Sorgerecht im Todesfall zu klären?
Ich habe zum einen eine tolle Familie die sich jederzeit um das Kind kümmern würde ( und das gut und liebevoll ) und zum anderen einen neuen partner an meiner Seite der für das kind da sein will.

Gäbe es zu einem späteren Zeitpunkt die möglichkeit einem "Stiefvater" ein Sorgerecht zu erteilen? Ohne Adoption?
Ich weiß nicht ob der KV dem überhaupt zustimmen würde.

So viele Fragen, aber das beschäftigt mich heute...!
Vielleicht kann ja einer ein bisschen Klarheit schaffen welche Möglichkeiten ich habe!

Beitrag von vollmond73 15.03.11 - 17:31 Uhr

Hallo Katti,

solange du dem KV das Sorgerecht nicht gibst...kannst du ganz allein entscheiden. Wenn dein Partner dein Kind adoptieren möchte, dann brauchst du die Zustimmung des Kindvaters nicht.

Wenn du den KV in der Geburtsurkunde mit eintragen lässt, ohne das er das Sorgerecht hat, ist es so, das wenn du versterben solltest...IMMER der Kindsvater gefragt wird, WOBEI du bei einem Notar Quasi dein Testament machen kannst und das dein Kind entweder bei deinen Eltern aufwachsen soll oder bei deinem jetzigen Partner.

Diese Frage hatte ich mich auch gestellt und so wurde es mir vom Jugendamt mitgeteilt.

Die Besten Informationen kann dir aber dein Jugendamt vor Ort helfen und dir die Fragen beantworten.

Lass dich nicht irre machen vom KV.

Wünsche dir noch eine schöne Kugelzeit .

lg vollmond

Beitrag von kati543 15.03.11 - 17:34 Uhr

"solange du dem KV das Sorgerecht nicht gibst...kannst du ganz allein entscheiden. Wenn dein Partner dein Kind adoptieren möchte, dann brauchst du die Zustimmung des Kindvaters nicht. "

Man braucht (zum Glück) IMMER die Zustimmung des Kindsvaters bei einer Adoption, solange der Kindsvater genannt ist. Mit dem Sorgerecht hat das nichts zu tun. Mit einer Adoption verliert der Vater alle Rechte/Pflichten an seinem Kind. Es ist so, als wäre es nicht sein Kind. Dazu sollte er schon vorher angehört werden, oder?

Beitrag von parzifal 16.03.11 - 12:55 Uhr

Mich würde interessieren woher Du die Info hast, dass die Adoption immer ohne Zustimmung des Vaters erfolgen kann nur weil er kein Sorgerecht hat?

Du hast so eine wichtige Aussage ja sicher nicht ohne entsprechend vorliegende Info gegeben oder?

Eine Aufklärung wäre nett.

Gruß
parzifal

Beitrag von parzifal 18.03.11 - 10:24 Uhr

Schade.

Mich hätte tatsächlich die Quelle interessiert, damit man diese zukünftig meiden kann.

Oder vetrittst Du immer noch Deine Behauptung? Wenn nicht hättest Du das ja sicher klar gestellt.

Gruß
parzifal

Beitrag von kati543 15.03.11 - 17:31 Uhr

Naja, natürlich kannst du sagen, du weißt nicht, wer der Vater ist. Allerdings solltest du dann auch alle Konsequenzen beachten. Denn du verletzt damit die Rechte deines Kindes, seines Vaters und anderer Personen.
Dein Kind und der Vater haben natürlich das Recht zu erfahren, dass sie miteinander verwandt sind. Das Kind hat verschiedene Ansprüche an seinen Vater. Unter anderem ist es ja nicht nur unterhaltsberechtigt, sondern auch erbberechtigt.
Du kannst gezwungen werden, den Namen des Vaters zu nennen.
Du gibst dem Vater (von dem du dich ja offensichtlich nicht gerade freundschaftlich getrennt hast), alles in die Hand, um schlecht über dich zu reden, ohne dass du auch nur eine Handhabe dagegen hast.
Gleichzeitig hat er das Recht, jederzeit einen Vaterschaftstest zu fordern.

Beitrag von katti2383 15.03.11 - 17:42 Uhr

Hallo Kathi,

danke für Deine Antwort.
Ich möchte den vater eigentlich eintragen lassen, eben genau aus benannten gGründen. Wenn er sich irgendwasnn besinnt und "normal" mit mir umgeht, anstatt mir und dem Kind bei jeglicher gelegenheit Steine in den Weg zu legen!
Dann möchte ich den Umgang auch unterstützen!
Im Todes oder Krankheitsfall allerdings wäre das Kind bei meinem neuen Partner oder meinen Eltern besser aufgehoeben ( Er wird zukünftig über der Werkstatt wohnen, ohne Kinderzimmer etc! ) Arbeitet jeden tag 10 Stunden und hätte garnicht die Möglichkeit dem Kind allein gerecht zu werden.

Ich habe ihm angeboten den Umgang zu unterstützen und immer wieder vernünftig mit ihm geredet!

Aber ich möchte informiert sein welche Möglichkeiten ich habe.

Beitrag von kati543 15.03.11 - 18:34 Uhr

Du solltest folgendes bedenken. Wenn er der eingetragene Vater ist, hat dein Kind Anspruch auf Unterhalt und er einen Recht auf Umgang. Gerade bei dir, ist doch so ziemlich jedem in deiner und seiner Familie klar, dass das Kind sein Kind ist, oder? Was bringt es dir, wenn du es nicht angibst und die Oma väterlicherseits übt dann Druck auf ihn aus, weil sie ihr Enkelchen auch öfter sehen will? Ansonsten hat er auch nach deinem Tod das Recht, seine Vaterschaft feststellen zu lassen.
ABER: Nehmen wir mal an - das ist ja das, wovor du Angst hast - du stirbst. Dein Kind hat bereits die gesamte Zeit im Haushalt von dir und deinem Freund (ihr müsst noch nicht einmal verheiratet sein) gelebt. Der KV hat das Sorgerecht. Kein Gericht der Welt würde das Kind aus seinem vertrauten Umfeld reißen, nur weil der leibliche Vater auf die Idee kommt, Papa spielen zu wollen. Es gab bereits entsprechende Urteile.
Dann gibt es natürlich noch die 2. Möglichkeit, dass du dich mit dem KV einigst. Also du gibst ihn an, aber gleichzeitig bietest du ihm auch die Adoption an. So ist er seine Unterhaltsverpflichtung los.

Beitrag von ppg 15.03.11 - 20:02 Uhr

BER: Nehmen wir mal an - das ist ja das, wovor du Angst hast - du stirbst. Dein Kind hat bereits die gesamte Zeit im Haushalt von dir und deinem Freund (ihr müsst noch nicht einmal verheiratet sein) gelebt. Der KV hat das Sorgerecht. Kein Gericht der Welt würde das Kind aus seinem vertrauten Umfeld reißen, nur weil der leibliche Vater auf die Idee kommt, Papa spielen zu wollen. Es gab bereits entsprechende Urteile.

Bitte bitte, kopier diese entsprechenden Urteile hier ein, ich kenne nämlich kein einziges, diesbezüglich, nur das Kinder immer zum leiblichen Elternteil kommen, sofern dieser auch bereit wäre die Verantwortung zu übernehmen.

Vielen Dank in Vorraus für Deine Mühe

Ute

Beitrag von katti2383 16.03.11 - 08:39 Uhr

Vielen Dank für Deine Beiträge!

ich hatte mich ja auch schon vorab ein bisschen im Inet informiert und dort stand eben auch das immer erst der eingetragene Kindvater Gefragt wird. Man kann eine Art Sorgerechtstestament machen was auch versucht wird zu berücksichtigen. Aber man hat keine Garantie...:-(

Ich werde mich definitiv auch noch beim JA beraten lassen. Wenn ich ihn eintrage ( wovon ich im moment ausgehe ) werde ich eine Beistanschaft beantragen. Er behauptet ja nicht der Vater zu sein. Und wird dementsprechend auch nicht freiwillig zahlen. Erschwerend hinzu kommt noch das er Selbsständig ist und mit seinem Einkommen schön mogeln wird.