Unbedeutende naive Frage zu Japan

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Beitrag von kleinemimi 15.03.11 - 18:47 Uhr

Hallo,

ich muss mal ganz blöd fragen, es ist auch sicher nicht so wichtig, aber was machen die Japaner die gerade im Urlaub in anderen Ländern verweilen?

Die kommen ja gar nicht so einfach zurück, klingt blöd, aber was machen sie dann? Ich mein irgendwann sind ja auch sicher die finanziellen Mittel erschöpft. Gibt es da Hilfe? Wisst Ihr das?

LG Mimi

Beitrag von harveypet 15.03.11 - 18:53 Uhr

Im Zweifel machen sie es wie alle Anderen die im Ausland in Not kommen: sie wenden sich an ihre Botschaft.

Beitrag von kleinemimi 15.03.11 - 18:58 Uhr

Und die stellen dann finanzielle Mittel zur Verfügung um im "Urlaubsland" zu bleiben? Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Ich meine Japan braucht das Geld sicher anderweitig.

Sicherlich kein Hauptproblem, aber ich stelle es mir eben für die "Urlauber" mehr als bescheiden vor, man sitzt irgendwo, weiss nicht ob sein Haus noch steht, ob es den Rest der Familie noch gibt und muss sich dringend Gedanken machen sich durchzubringen.

Es ist ja nicht so, das sie in einem Land sind, wo ES passiert ist, sondern sie da wieder hin müssen.

LG

Beitrag von harveypet 15.03.11 - 19:07 Uhr

Es gehen ja Flüge nur werden sie teilweise verschoben!! Ansonsten können sie ja Asylanträge stellen, wobei das bei Japanern wohl zum Scheitern verurteilt ist.

Beitrag von kleinemimi 15.03.11 - 19:10 Uhr

Ich dachte es wird Japan nicht mehr angeflogen? Gilt wahrscheinlich wohl nur für Deutschland?

Warum sollte das zum scheitern verurteilt sein?

Ich meine Deutschland ist doch eigentlich ziemlich "sozial" eingestellt und gewähren gern Asyl.

Was jetzt bitte nicht als Rassismus ausgelegt werden sollte ;=)

Beitrag von harveypet 15.03.11 - 19:14 Uhr

der Süden (Sapporo) kann sehr wohl angeflogen werden und Asyl? Verfolgte in Japan, doch wohl nicht.

Beitrag von kleinemimi 15.03.11 - 19:23 Uhr

War ja auch nur ein Gedanke, sie sollen ja nicht für immer Asyl bekommen.

Es zieht eben sehr viel nach sich, die Leute dort sind wirklich nicht zu beneiden, aber sie wahren so die Fassung, das ist unglaublich.

Danke Dir für die netten Infos.

Beitrag von vam-pir-ella 15.03.11 - 19:30 Uhr

Mit Asyl gewähren hätte das wohl eher weniger zu tun. Asyl beantragt man, wenn man in seinem Heimatland politisch oder anderweitig verfolgt wird.
Japaner, die nicht in ihr Heimatland zurückfliegen wollen müßten sich an die japanische Botschaft in dem Land in dem sie sich gerade aufhalten wenden. Entweder finanziert diese dann den weiteren Aufenthalt (was ich bezweifele), oder sie müssen eben selber die finanziellen Mittel aufbringen um zu bleiben.

Beitrag von kleinemimi 15.03.11 - 19:55 Uhr

Ja ich weiss schon was Asyl bedeutet, ich dachte nur, das es so was wie Ausnahmen gibt, wie in diesem Fall.

Aber ist schon erschreckend der Gedanke.

Beitrag von vam-pir-ella 15.03.11 - 20:14 Uhr

Ich fände es auch erschreckend in ein solch zerstörtes Land zurückkehren zu müssen.
Wenn ich mich in die Lage eines Japaners, der gerade mit seiner Familie im Urlaub ist, versetze (soweit mir das überhaupt möglich ist!) würde ich meinen Kindern das alles ersparen wollen. Wäre ich allein im Ausland würde ich schnellstmöglich zurück wollen...

Was mich aber auch erschreckt ist diese Arroganz hier bei Urbia! Wenn Menschen, die sich vllt. vorher noch nie mit Politk bzw. Atomenergie beschäftigt haben jetzt Angst bekommen, dann ist das doch ein Zeichen davon dass sie "aufwachen" und sich informieren wollen. Wieso macht man sich denn dann über eben diese Menschen lächerlich??? Und wirft ihnen auch noch Naivität vor? Die Wahlen stehen kurz bevor, und jede Stimme zählt! Wenn jetzt jemand, der seine Stimme bisher verschenkt hat weil er/sie nicht wählen gegangen ist, jetzt gegen Atomstrom wählt weil er/sie Angst davor hat, dann ist das doch richtig gut, ODER?