Nebenkosten

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von casssiopaia 15.03.11 - 21:21 Uhr

Hallo,

ich habe eine Frage zur Neben- bzw. Betriebskostenabrechnung (ohne Strom und Heizung).

Wir (unsere 2jährige Tochter, mein Mann und ich) wohnen im 1. Stock eines Dreifamilienhauses. Im Erdgeschoss wohnt unsere alleinstehende Vermieterin, im Dachgeschoss eine weitere alleinstehende Mieterin. Im Haus leben also 5 Personen.

Die meisten Posten auf der Nebenkostenabrechnung werden durch die 3 Parteien geteilt:
- Gebäudeversicherung
- Haushaftpflicht
- Grundsteuer
- Einbaukosten Rundfunkantenne (auf 10 Jahre ausgelegt)
- Abfallentsorgung (Grundgebühr je Haushalt)

Andere Kosten rechnet unsere Vermieterin pro Person (auch unsere 2jährige zählt hier voll):
- Wasser und Abwasser
- Abfallentsorgung
- Strom für das Ganglicht und die Heizung

Da ich keinen blassen Schimmer habe, würde mich mal interessieren, ob all diese Posten grundsätzlich auf die Mieter umgelegt werden?

Meine dringenste Frage:
Dass wir mehr für Wasser/Abwasser und Abfallentsorgung zahlen, also 3/5, ist vollkommen legitim, da wir natürlich zu dritt mehr Wasser verbrauchen und mehr Müll produzieren als die beiden alleinstehenden Damen.
Aber kann auch der Strom für das Ganglicht und die Heizung pro Person gerechnet werden? Das müsste doch eigentlich durch die 3 Parteien geteilt werden und nicht auf die Personen umgelegt werden, oder? Wir machen das Ganglicht sicherlich nicht öfter an, nur weil wir zu dritt sind und der Strom für die Heizungsanlage ist ja immer gleich, egal wer wieviel heizt, oder?

Wir verstehen uns mit unserer Vermieterin sehr gut und wollen auf keinen Fall Streit mit ihr. Aber es geht doch um einige Euros (mind. 100) und deshalb würde mich einfach interessieren, ob die Nebenkostenabrechnung so korrekt ist.

Vielleicht kann mir ja jemand Auskunft geben. Danke schon mal!

VG
Claudia #sonne

Beitrag von tiffysb 16.03.11 - 07:55 Uhr

Hallo Claudia,

soweit ich das sehe kann alles auf den Mieter umgelegt werden. Das einzige was mich stört sind die Einbaukosten der Antenne. Sind das wirklich die Installationskosten oder eher die Wartung. Aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, welche Wartungskosten eine Antenne haben soll. Also der Punkt kommt mir komisch vor.

Über das Treppenhauslicht kann man streiten. Das kann man nach Einheit umlegen oder halt auch auf Personen, wobei ich nach Personen gerechter finde.

Sagen wir mal, eine alleinstehende Person geht einmal am Tag raus und nutzt einmal das Licht. Bei einer Familie, geht der Papa morgens arbeiten, macht das Licht an. Eine Stunde später bringt Mama das Kind zum Kindergarten, macht das Licht an, abends kommt Papa nach Hause, macht wieder das Licht an. Also wie gesagt, wenn ihr ein gutes Verhältnis zum Vermieter hat, würde ich deswegen keinen Streit anfangen.

Zu dem Heizungsstrom ist es so, dass die Heizung sehr wohl mehr Strom benötigt, wenn mehr geheizt wird. Was meinst Du wie das Wasser in die Heizkörper kommt. Das macht eine Pumpe und die braucht Strom. Also mehr heizen, mehr Pumpenleistung, mehr Stromverbrauch.

Liebe Grüße
Tiffy

Beitrag von casssiopaia 16.03.11 - 09:53 Uhr

Ich dachte, dass die Heizung immer gleich viel Strom braucht, egal wieviel grad tatsächlich geheizt wird.

Wenn der Stromverbrauch tatsächlich abhängig vom Heizverhalten ist, dann wär die Umlage auf die Personen schon in Ordnung, da wir sicherlich mehr heizen als die anderen beiden Parteien.

Wie das mit den Kosten für die Antenne aussieht, weiß ich nicht. Ich meine aber, dass es sich tatsächlich um die Installationskosten handelt.

Und mit dem Strom fürs Treppenhaus... Da unsere Vermieterin bereits in Rente ist, verlässt sie das Haus mehrmals am Tag. Ich denke, sie macht das Licht genauso oft an wie wir. Da könnte man sich also tatsächlich streiten. Aber das will ich eigentlich nicht, da ich unser gutes Verhältnis nicht gefährden will.

Danke für Deine Antwort!

VG
Claudia #sonne

Beitrag von windsbraut69 16.03.11 - 08:18 Uhr

"Wir machen das Ganglicht sicherlich nicht öfter an, nur weil wir zu dritt sind und der Strom für die Heizungsanlage ist ja immer gleich, egal wer wieviel heizt, oder? "

Nicht?
Gehen Dein Mann und Du NIE alleine aus der Wohnung?
Eure Tochter macht das vielleicht heute noch nicht aber sicher später mal und wenn Du ganz pingelig argumentierst, ist man mit Baby/Kleinkind ja deutlich länger im Treppenhaus unterwegs und benötigt deshalb länger Licht.
Ich denke, die Kosten sind korrekt umgelegt.

Gruß,

W

Beitrag von casssiopaia 16.03.11 - 09:56 Uhr

Danke auch für Deine Antwort!

Länger haben wir das Licht nicht an. Da hängt ein Zeitschalter dran und das Licht geht nach einer gewissen Zeit automatisch aus. Die Zeitspanne reicht genau aus, um von der Wohnung aus dem Haus raus oder in den Keller zu gehen.

Und öfter? Unsere Vermieterin ist Rentnerin und ständig unterwegs, die braucht das Licht schon auch oft.
Wir nutzen es ja nur, wenns dunkel ist und so oft betreten/verlassen wir das Haus da nicht.

Aber wie gesagt, streiten würd ich mich deshalb nicht, das gute Verhältnis zur Vermieterin will ich keinesfalls gefährden.

Mir gings auch in erster Linie um die Stromkosten für die Heizungsanlage und das scheint ja korrekt zu sein, wenns auf die Personen umgelegt wird.

VG
Claudia #sonne

Beitrag von sissy1981 16.03.11 - 08:51 Uhr

Bis auf die Heizkosten ist das soweit in Ordnung. In einem 3Familienhaus müsste aber nach Verbrauch/qm-Umlage abgerechnet werden. Ob es sinnvoll ist dahingehend einzuschreiten kommt auf die Gegebenheiten an - denn das heißt zB auch Mehrkosten für Zähler etc. die zT ebenfalls umlagefähig sind.

Im Zweifel legt Einspruch ein und lasst sie prüfen