Noch eine Frage wegen den Auswirkungen auf die Japaner

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Beitrag von jenny133 15.03.11 - 21:26 Uhr

Sorry, das ich schon wieder einen Thread in die Richtung eröffne, aber ich weiss nicht, wo oder wer mir das beantworten kann?!
Welche Auswirkungen hat es denn auf die Japanische Bevölkerung wenn die Radioaktivität nun doch Tokio ... erreicht? Sind wirklich alle, die damit in Berührung kommen dem Tode geweiht (also krank, missgebildet etc.) Sie können ja sicher nicht ganz Tokio / Japan evakuieren :-(

LG
Melanie

Beitrag von julia222 15.03.11 - 21:28 Uhr

http://www.hh.schule.de/hhs/projekte/Strahlungmensch.html

hier ist es ganz nett beschrieben

Beitrag von jenny133 15.03.11 - 21:32 Uhr

Danke! #winke

Beitrag von pollypo 15.03.11 - 21:30 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrankheit

Beitrag von luca2006 15.03.11 - 21:39 Uhr

Wieviel sv ist denn nun in Fukushima und Tokio?
Finde im Netz nichts

Beitrag von happy_mama2009 15.03.11 - 21:43 Uhr

Heute morgen wurden 400msv in Fukushima gemessen.

http://www.google.de/#sclient=psy&hl=de&q=Fukushima+msv&aq=f&aqi=&aql=&oq=&pbx=1&fp=b2625c49d02c0dbb

#aha Besser im Netz recherchieren.

Beitrag von jenny133 15.03.11 - 21:44 Uhr

Das ist soviel ich mitbekommen habe der Austritt pro Stunde??
Die gesammte Strahlenbelastung muss aber weitaus höher sein, da die jetzt die Arbeiter dort abgezogen haben weil zu gefährlich!

LG
Melanie

Beitrag von happy_mama2009 15.03.11 - 21:48 Uhr

Entschuldige bitte meine Fehlinformation .

Hier eine Berichtigung

15.03.2011 01:09 Uhr
Deutlich erhöhte Strahlung am Reaktor festgestellt

Nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco stieg die Strahlenbelastung am Atomkraftwerk Fukushima I nach der erneuten Explosion auf 8217 Mikrosievert pro Stunde und damit deutlich über die bisher veröffentlichten Werte.

15.03.2011 02:12 Uhr
Tepco: Radioaktivität am Reaktor 2 zurückgegangen

Die radioaktive Strahlung am Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima I hat wieder abgenommen. Nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco wurden am Kraftwerk etwas mehr als 2000 Mikrosievert gemessen. Nach der Explosion war der Wert kurzzeitig auf 8217 Mikrosievert pro Stunde angestiegen. Tepco will nun untersuchen, was diese Schwankungen ausgelöst hat.


http://www.tagesschau.de/nachrichtenticker/

Beitrag von luca2006 15.03.11 - 21:49 Uhr

Sowas habe ich auch schon längst gelsen...Nur es ging mir ja um den Wiki Link,da steht ja nur was zb von 0,2 sv oder 3-4sv....

Beitrag von happy_mama2009 15.03.11 - 21:52 Uhr

http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima174.html

Schau dir auch das Video von Ranga Yogeshwar an.
Und schalte beim ARD oder ZDF ein...sonst kann ich dir nur von anderen Sendern abraten.

Beitrag von luca2006 15.03.11 - 21:58 Uhr

Danke dir!
#schwitz

Beitrag von happy_mama2009 15.03.11 - 21:54 Uhr

http://www.gau-japan.de/


Beitrag von dani.m. 15.03.11 - 22:09 Uhr

Ein super Link: alles gut erklärt (auch für Physik-Unverständige wie mich).

Beitrag von jenny133 15.03.11 - 21:55 Uhr

Grade gehts im ZDF darum!!

Beitrag von mama2kinder 15.03.11 - 22:19 Uhr

Die Symptome kommen auf die Dosiswerte an.
Wie viel in Tokio ankommt, ist noch nicht klar, das ist abhängig von der Windrichtung - und natürlich, wie viel noch freigesetzt wird.
Bei bis zu 1 Sievert (=1000 Millisievert) kommt es zu Übelkeit und das Krebsrisiko kann erhöht sein. Auch das Erbgut kann verändert sein.

Heute morgen sah es so aus:
"Die Behörden melden am Dienstagmorgen, es seien geringe Mengen an Radioaktivität in Tokio gemessen worden. Binnen vier Stunden gehen die Werte jedoch von 0,809 Mikrosievert auf 0,075 Mikrosievert zurück."
http://www.derwesten.de/nachrichten/Tokio-zittert-vor-der-Atomwolke-id4423336.html
Am Reaktor waren es heute morgen 400 Millisievert.

"Nach Ansicht von Forschern ist davon auszugehen, dass bei dem Unfall freigesetzte Nuklide - vor allem Cäsium-137, Jod-131 und Xenon-133 - die Metropole erreichen werden oder schon erreicht haben. Jod-131 strahlt stärker als Cäsium-137, hat aber auch eine kürzere Halbwertszeit: Nach rund acht Tagen ist die Hälfte zerfallen. Allerdings kann sich das strahlende Jod bei Menschen in der Schilddrüse anreichern und dort mittelfristig zu Krebs führen. Jod-Tabletten bieten deshalb einen gewissen Schutz: Je mehr nicht-radioaktives Jod sich in den Schilddrüsen befindet, desto weniger Platz haben die schädlichen Isotope."
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,750988,00.html

Beitrag von manavgat 16.03.11 - 10:00 Uhr

Realität ist:

was nicht durch Erdbeben und Tsunami zerstört ist, wird radioaktiv verseucht werden.

Eigentlich müsste ganz Japan evakuiert werden. Aber wohin? Man denke an die Gründung Israels, das hat ja genug Probleme hervorgerufen.

Die Weltgemeinschaft müsste die Verantwortung übernehmen. Aber das tut niemand.

Gruß

Manavgat

Beitrag von fred_kotelett 16.03.11 - 10:12 Uhr

Hi,

ich sitze hier momentan in einem Büro mit einem Südkoreaner.

Laut ihm stellt sich Südkorea auf eine massenhafte Aufnahme von Japanern ein, sollte ein teilweiser Exodus notwendig sein.

Beitrag von widowwadman 16.03.11 - 10:25 Uhr

Wieso muesste eigentlich GANZ Japan evakuiert werden?

Jetzt bleiben wir mal auf dem Boden der Realitaet. Was da passiert ist schlimm, aber a) ist bis jetzt noch keine Huelle gebrochen und b) selbst wenn das passieren wuerde muesste auch nicht ganz Japan mit saemtlichen Inseln evakuiert werden.

Beitrag von manavgat 16.03.11 - 10:34 Uhr

Träum weiter.

Gruß

Manavgat

Beitrag von fred_kotelett 16.03.11 - 10:41 Uhr

Das finde ich jetzt aber auch ein bisschen platt.

Es werden Großteile der Küstenregion evakuiert werden müssen, aber sicher nicht die kompletten japanischen Inseln.

VG

Beitrag von manavgat 16.03.11 - 10:46 Uhr

Leider ist es so, das Recht haben hier an dieser Stelle keinen wirklichen Spaß macht.

LG

Manavgat

Beitrag von manavgat 16.03.11 - 10:49 Uhr

Äh...

dass (mit 2 s)


Beitrag von dani.m. 16.03.11 - 15:46 Uhr

So, ich gebe dir jetzt mal recht. Wenn ich das hier manchmal lese: "bisher ist der Reaktor (die Schutzhülle) intakt", "Tschernobyl war ganz anders, das brannte offen" - da wird mir ganz anders! Wer kann denn garantieren, dass es so bleibt? Fakt ist doch: das AKW brennt, es gibt massive Nachbeben, Löschversuche scheitern oder führen zu ganz anderen Problemen.
Ich bin ganz bestimmt kein Anhänger von Weltuntergangsszenarien, aber das macht mir Angst. Vielleicht muss nicht ganz Japan evakuiert werden. Aber denkt auch jemand an z.B. Fallout? Vielleicht werden noch ganz andere Regionen betroffen sein, an die im Moment noch niemand denkt.
Meine Achtung gilt den 50 Mitarbeitern, die dort ihr Leben (freiwillig oder auch nicht) geben, m Schlimmeres zu verhindern.

Beitrag von bettem 16.03.11 - 16:11 Uhr

"Ist die Situation in Japan und Fukushima Daiichi vergleichbar mit dem Super-GAU im Atomkraftwerk von Tschernobyl?
Nein. In Tschernobyl kam es - bedingt durch Fehler bei der Auslegung und Bedienung des Reaktors - zu einer so genannten nuklearen Aktivitätsexkursion: Binnen Sekunden schoss die nukleare Kettenreaktion auf mindestens das 100-fache des Wertes bei normalem Volllastbetrieb. Auch wenn nur ein klitzekleiner Bruchteil der Energie einer Atombombe freigesetzt wurde, reichte diese nukleare Aktivitätsexkursion, um den Reaktorkern zu zerfetzen und einen viele, viele Tonnen schweren Betondeckel über dem Reaktor hochzuheben. Wenige Sekunden später folgte in Tschernobyl eine zweite Explosion, die durch explodierenden Wasserstoff ausgelöst wurde. Dieser war bei der Aktivitätsexkursion aus einer Reaktion von Graphit und Wasser unter hoher Hitze erzeugt worden.
Durch beide Explosionen war der Reaktor komplett offen. Der Graphit brannte. Dadurch konnten die flüchtigen Spaltprodukte wie Cäsium und Jod besonders gut entweichen. "
http://www.gau-japan.de/#zukunft


"Allerdings wurde bei dem Super-GAU in Tschernobyl Radioaktivität hoch in die Atmosphäre geschleudert, was in Japan nicht geschehen dürfte. Deshalb hält Greenpeace-Atomexperte Jan Haverkamp die Atom-Katastrophe für nicht vergleichbar mit der in Japan.
Selbst bei einem Super-GAU in Fukushima wird es nach Einschätzung von Greenpeace nicht zu weiträumigen atomaren Verseuchungen wie nach Tschernobyl kommen."
http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/japan-selbst-bei-super-gau-fukushima-nicht-vergleichbar-mit-tschernobyl_aid_609267.html

"Vergleichen kann man Fukushima und Tschernobyl generell nicht. Fukushima hat sich nach dem ersten Beben abgeschaltet, denoch dauert es eine ganze Weile, bis die Stäbe abgekühlt sind. In Tschernobyl liefen die Reaktoren noch weiter.
Ein besonders gutes Beispiel für die dramatisierende Darstellung der deutschen Medien ist der Bericht, den ich heute im deutschen Fernsehen gesehen habe: dort meinte der Reporter, dass die beiden Situationen ja gleich wären und die Auswirkungen identisch. Da sieht man, wie gut sie recherchieren…
Auf die genauen Unterschiede kann ich nicht eingehen, da ich kein Physiker bin und mit der Materie nicht sehr vertaut bin. Ein Freund von mir, S.A., der sein Physikstudium fast abgeschlossen hat, meinte:
„Es ist erstaunlich wie unwissend nTV, n24 usw. sind. Die Berichterstattung ist schlecht, der Vergleich mit Tschernobyl schlichtweg in der Einfachheit falsch. Man kann nicht davon ausgehen, dass alle Menschen Physiker sind, oder sich mit dem Thema befassen, aber gerade die Leute, die jetzt von Explosionen wie von Atombomben reden oder einem “brennendem” Reaktorkern sollten sich mal überlegen, was da so brennt. Natürlich ist eine Kernschmelze furchtbar, aber man muss abwarten, was man sieht. Tschernobyl war graphitmoderiert, und eben dieses Graphit brannte. Das “Reaktorgebäude” war im wesentlichen eine Blechhütte. Das liegt an der Bauweise des so genannten RBMK, der überkritisch wird, wenn er nicht mehr gekühlt wird. Bei SWR (wie in Fukushima) kommt die Kettenreaktion aber zum erliegen, da dieser Typ wassermoderiert ist. Dass Radioaktivität austritt beispielsweise ist klar, wenn man radioaktiven Dampf ablässt.“
http://www.boersenpoint.de/blog/ich-war-in-tokio-f...bnisse/

Beitrag von dani.m. 16.03.11 - 16:28 Uhr

Ich wollte damit auch nicht sagen, dass es das Gleiche ist. Ich finde es nur eigenartig, dass diese Katastrophe teils so heruntergespielt wird. Es tritt Strahlung aus. Das ist und bleibt gefährlich. Sicher werden jetzt nicht alle Japaner innerhalb der nächsten paar Stunden umfallen. Aber es gibt auch Langzeitschäden, die bereits bei geringeren Strahlendosen eintreten.
Es wurde in den letzten Tagen so oft behauptet, es sei alles wieder so gut wie unter Kontrolle. Und genau DER Punkt macht mi Angst: nach Tschernobyl wurde auch lange Zeit davon geredet, dass keine Gefahr (oder nur eine geringe) bestünde. Das wirkliche Ausmaß wurde erst viel später bekannt.
Und zu deinem letzten Zitat: Der Reaktor ist wassermoderiert. Was passiert aber, wenn das Wasser alle wird, wie es im Moment wohl der Fall ist? Bitte nicht bös sein. Wie gesagt, ich bin Nicht-Physiker und für mich klingt das so, als ob alles in Ordnung ist, so lange Wasser da ist. Über Aufklärung freue ich mich natürlich.

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