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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von jenny2107 15.03.11 - 22:57 Uhr

Hallo ihr Lieben,

erst einmal muss ich sagen, dass ich keine Kinder habe, ergo: auch nicht alleinerziehend.
Ich ziehe den Hut vor jeder Frau, die ihre Kinder allein aufzieht. Wirklich ätzend was sich manche Männer denken. Hab hier viele Stories gelesen, wo ich nur den Kopf geschüttelt habe.
Allerdings gibt es auch Männer, die wirklich Kontakt mit ihrem Kind haben möchten, eine Beziehung aufbauen möchten und denen es von der Mutter schwer gemacht wird.
Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel, ich möchte nur wissen, wie ihr das als alleinerziehende Mütter seht. Gibt ja immer zwei Seiten.

Also: Mein Freund hat eine 1 1/2 jährige Tochter mit seiner Ex. Allerdings waren die beiden schon nicht mehr zusammen, als die Kleine entstand. Kenne sie nicht, aber Freunde haben mir erzählt das sie ihn wohl dadurch dazu bringen wollte wieder zusammen zu kommen. Hat nicht geklappt.
Er will jedoch für die Kleine da sein. Hat die Vaterschaft anerkannt, zahlt regelmäßig Unterhalt, nimmt jede Woche 2 Stunden Fahrtzeit auf sich, um die Kleine für 4 Stunden zu sehen. Ist mit den beiden ne Woche im Urlaub gewesen. Dass das so regelmäßig ist, ist aber erst seit ein paar Monaten. Vorher musste er immer fragen, wann sie denn mal Zeit hat. Er hat sich sogar nach vier Monaten ganz plötzlich von mir getrennt, weil die Mutter Stress wegen mir gemacht hat, zwei Wochen nicht zurückgemeldet, keine Zeit,... (Eifersucht?). Ihm war seine Tochter wichtiger. Wir sind jetzt nach 4 Monaten Trennung wieder zusammen nachdem er auf die regelmäßigen Besuche und feste Zeiten gepocht hat.
Wenn ich frage was sie so gemacht haben, erzählt er aber immer, dass sie mal wieder ein paar Freundinnen da hatte und sie dann alle zusammen spazieren waren, oder er streicht ein Zimmer bei ihr in der Wohnung,... .
Die Kleine ist sehr Mama-bezogen. Wenn er dann mal allein mit ihr spielt, platzt sie nach ein paar Minuten wieder rein, und dann will sie natürlich wieder zu Mama. Wenn andauernd andere Leute da sind wenn er kommt, oder er für andere sachen eingespannt wird, kann er ja keine Beziehung zu seiner Tochter aufbauen. Und dann muss er sich noch vorhalten lasse, die Kleine hätte Angst vor ihm. Natürlich. Die merkt doch wenn die Mutter nen Hals Hat. Er hat sie schon ein paar mal drauf angesprochen mehr, besser gesagt, intensiver die Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. Mal ne halbe Stunde allein mit ihr auf den Spielplatz, oder so. Da sagt sie, sie läßt die Kleine nicht allein mit ihm, aber allein bei ihrem neuen Freund läßt sie sie. Mein Freund hat sich schon mit einem Anwalt in verbindung gesetzt. Er hat noch nichts eingeleitet. Aber sie blockt total ab. Er hat in der ganzen Zeit zwei Termine verschoben, um einen Tag. Nie ausfallen lassen. Sie kann diese Woche an dem Tag nicht, also hat er ihr angeboten an einem anderen Tag zu kommen, er hat diese Woche Urlaub, da ist er flexiebel. Jetzt darf er morgen für ne Stunde mit dem beiden auf den spielplatz gehen. Sie hat ja auch noch andere Termine. Die Frau ist arbeitslos... Na, ja.

Ich könnt noch viel mehr schreiben, aber das war schon so viel. Wie gesagt, ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel. Ich kenne nur diese Seite der Geschichte. Ich sehe halt meinen Freund, wie er darunter leidet. Traue mich schon gar nicht mehr nachzufragen. Vll habt ihr ja ein paar Kommentare dazu.

Danke, LG

Beitrag von aquene 16.03.11 - 07:18 Uhr

Hallo,

also, wie du schon sagst....hören wir hier ja nur diese eine Seite.
Ich gehe jetzt also mal davon aus, dass das Ganze genauso ist, wie du es beschreibst.

Ich finde es schön und gut, wenn man versucht das zusammen als Eltern zu schaffen nach einer Trennung. Wenn man gut miteinander auskommt, das beiderseitige Interesse völlig dem Wohle des Kindes zugewandt ist, dann kann das mit Sicherheit auch sehr gut funktionieren.

Aber hier scheinen mal wieder noch enttäuschte Gefühle von Seiten der Kindsmutter mit rein zu spielen.
Von daher würde ich sagen, da muss unbedingt eine dritte , neutrale Person dazu. Die Zeit, die er mit seiner Tochter hat, sollte er auch mit ihr verbringen können....Er und seine Tochter.....dazu gehören keine Freundinnen der Mutter, dazu gehören keine Arbeiten in deren Haushalt!
Mag sein, dass sich Eltern, wenn sie sich noch nach der Trennung sehr gut verstehen, auf so einen gemeinsamen Umgang einlassen und damit klarkommen können, aber in diesem Fall wird das so wohl nichts.

An seiner Stelle würde ich sie um ein gemeinsames Gespräch beim Jugendamt oder einer anderen Stelle die beratend tätig ist, bitten.
Er kann ihr doch ruhig sagen, dass er seine Umgangszeit mit seiner Tochter gerne anders gestalten möchte, dass er das Gefühl hat, so keinen richtigen Bezug aufbauen zu können....und um Emotionen da etwas raushalten zu können, und sich rein auf das Kind konzentrieren zu können, wäre ein Gespräch mit einer Person die sich damit auskennt, wohl die beste Möglichkeit.

Dass er sich beim Anwalt schonmal beraten lässt, ist sicherlich auch nicht verkehrt....aber ich würde es erst auf diese Art und Weise versuchen.
Sobald die Mutter eine erste Nachricht von seinem Anwalt bekommen wird, werden bei ihr sicherlich die Emotionen erstmal hochkochen.....und die muss sie bei der Sache aber auf jeden Fall raushalten!

übrigens würde ich mich an seiner Stelle nicht darauf einlassen, zwei Stunden Fahrtzeit in Kauf zu nehmen, um dann nur eine Stunde beim Kind sein zu dürfen. Da hätte ich direkt gefragt, ob sich die Mutter denn dann an den Fahrtkosten beteiligt oder ihm die Tochter nicht auch mal bringen kann. Schliesslich liegen Rechte und Pflichten auf beiden Seiten.

LG

Beitrag von karna.dalilah 16.03.11 - 08:00 Uhr

".Schliesslich liegen Rechte und Pflichten auf beiden Seiten..."

Die KM kommt ihrer Pflicht ja nach. Sie ermöglicht dem Vater den Besuch der Tochter.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich die Mama rühmt, dass sie für den Zeitraum des Umganges ihre Wohnung zur Verfügung stellt.

Das Holen und Bringen sind nun mal Kosten des Umgangsberechtigten.
Da ist der Umgangsberechtigte dem Entgegenkommen des anderen Et ausgeliefert.

Im Großen und Ganzen kommt sie ihrer Pflicht nach,auch wenn sie die Lage und Angst des KV´s sehr ausnutzt.

Dem Vater kann man nur anraten sich vorerst um betreuten Umgang zu bemühen, um eine Bindung zum Kind aufbauen zu können.
Das Jugendamt ist leider nicht immer die beste Anlaufstelle. Das ist vom Sachbearbeiter abhängig.
Außerdem sollte er feste Besuchszeiten haben.

Beitrag von manyatta 16.03.11 - 07:21 Uhr

Hi!

Oh ja, auch wenn ich voll die Zielgruppe der Mamis bin die seit Jahren die schlimmsten Probleme mit dem Kindsvater haben - das was du schreibst gibt es und ich kenn es auch :-) Einige Väter haben es nicht leicht.

Der erste Weg deines Freundes sollte zum Jugendamt sein und nicht unbedingt gleich zum Anwalt. Das verursacht vermutlich noch mehr Unfrieden, verständlicherweise. Beziehungsweise sollte ihn der Anwalt, den er ja nun schon aufgesucht hat, zum Jugendamt schicken. Denn das ist der erste Schritt bevor es gerichtlich (eventuell) weitergehen kann. Sollte er ein Umgangsverfahren anstreben, verweist ihn das Gericht sowieso erstmal auf eine Beratung beim Jugendamt.

Wenn er mit der Frau nicht reden kann wie du schreibst, dann sollte er sich Hilfe beim Jugendamt suchen. Dort hingehen, die Probleme schildern. Dann wird es zu einem Gespräch kommen, sicherlich auch mehreren. Es wird dann versucht eine Einigung zu erlangen und es wird schriftlich festgehalten. Diese Vereinbarung wird von allen unterschrieben und die gilt dann erstmal. Sprich, es wird festgehalten wie der Umgang stattfinden sollte, was an diesen Tagen gemacht wird, wann er stattfindet und in welchem Rythmus, wie die Absprachen in Zukunft zwischen den Eltern stattfinden sollen etc.

Das läuft dann eine Weile, so ca. 6 Monate. Dann wird sich erneut zusammengesetzt und Bilanz gezogen ob alles geklappt hat, wie es weitergeht etc. Sollte es Probleme geben, wird natürlich wieder gesprochen usw.

Sinnvoll würde ich finden, wenn bei der ersten Vereinbarung die es zu treffen gilt rauskommt, dass bei den ersten Umgängen (nach dem Gespräch) die Mama noch kurz dabei ist und sich dann zurückzieht bzw der Vater mit dem Kind kurz rausgeht. Das wird dann immer mehr ausgedehnt und die Mama weicht immer mehr in den Hintergrund. So ist es üblich, denn der Vater hat durchaus das Recht auch mal sein Kind allein zu sehen. Vorausgesetzt natürlich, die Voraussetzungen dafür sind gegeben und es kann dem Kind zugemutet werden. Aber das wird dann bei dem GEspräch im Jugendamt besprochen.

Alles Gute!

Beitrag von kati543 16.03.11 - 08:06 Uhr

Er soll das Ganze richtig offiziell regeln lassen. Also Jugendamt einschalten. Mit 1,5 Jahren hat er eigentlich schon die Möglichkeit, das Kind auch ohne Mama zu sehen - notfalls anfangs begleitet, aber eben ohne Mutter, sondern mit einer dritten Person. Vielleicht noch nicht über Nacht, aber ein Spaziergang oder Besuch im Zoo,.... OHNE Mutter muß drin sein.
Er ist nicht abhängig von den Launen der Mutter, nur muß er für sich und sein Kind kämpfen. Freiwillig wird er nichts bekommen.
Die Wohnung seiner Ex sollte er eigentlich nicht betreten. Das ist nicht sein Reich. Er holt seine Tochter dort ab und bringt sie wieder dorthin. Der Kontakt zwischen Mutter und Vater sollte zunächst auf ein Minimum beschränkt werden - eben bis sie auch emotional die Trennung verarbeitet hat.

Beitrag von sarai2110 16.03.11 - 10:21 Uhr

Hallo,

sicher haben hier viele Frauen schlechte erfahrungen gemacht,aber deswegen heisst das doch nicht,dass wir sagen alle Männer sind schlecht.
Dann hätte sich niemand von uns mehr ein neuen Partner gesucht;-)

Ich kenne deine Situation auch sehr gut,es ist zwar schon lange her,aber nie in Vergessenheit geraten.
Also weiss ich auch,wie du dich fühlst!Welche Ängste in dir stecken und auch manchmal viel Wut.Das ist menschlich!

Ich finde es gut,dass dein Partner sich kümmert und würde euch aber auch raten,dass erstmal über das JA zu versuchen.Gericht sollte die letzte Stufe sein,denn da baut sich bei der Mutter wieder Wut auf.Und ausserdem auch Ängste!
Jeder von uns weiss wohl,dass es sehr schwer ist,wenn die Fronten erstmal verhärtet sind,normalen Kontakt miteinander zu haben.

Ich bin jedenfalls davon überzeugt,dass dies nur wirklich funktionieren und für das Kind zugute sein kann,wenn beide ET sich nicht ewig streiten.

Steh deinem Partner weiter hin zur Seite,so schwer die Sache auch oft für dich ist.Ich hoffe,die Zeit wird es bringen,dass bei euch Frieden einkehrt.
Vielleicht hast du die Chance irgendwann auch mit ihr reden zu können.
Ich habe die neue Frau vom Vater meiner ersten Kinder eingeladen,ich wollte ja wissen,mit wem meine Kinder zu tun haben.
Der Schuss ist zwar erst nach hinten losgegangen,weil sie Angst hatte,dass wir wieder zusammen kommen.Mein Ex hat dadurch den Kontakt zu seinen Kindern abgebrochen,aber mittlerweile können wir reden und sie weiss,dass ich jedenfalls,keine Konkurentin bin.

Ich habe nie sie dafür verurteilt,dass der Vater so gehandelt hat!
Den Schuh,musste er als Vater sich anziehen.
Darum finde ich es schön,wenn ein Vater sich trotz Trennung und neuer Beziehung,sich um sein Kind bemüht.

Aber leider gibt es auch Väter,oder auch Mütter,wo ich sage,es wär besser kein Kontakt zu haben.
Da bestehen aber dann,schwerwiegende Gründe!

Ich wünsch euch,dass bei euch alles gut abläuft,dass ihr ohne diesen Stress glücklich werden könnt.

LG#winke

Beitrag von a11ure 16.03.11 - 11:20 Uhr

Wenn dem so ist, wie Du es beschreibst, kann ich mich dem Vorschlag, das JA vermittelnd einzuschalten, anschließen.

Doch es kann auch sein, dass die Sachlage eine ganz andere ist - wenn ich es richtig verstanden habe, kennst Du ja nur die Schilderung Deines Freundes.

Nur mal als Gedankenspiel - eine Mutter kann auch gute Gründe haben, sich nicht alleine mit dem Ex zu Umgängen zu verabreden, das Kind nicht mitzugeben (insbesondere bei ganz Kleinen ohne ausreichende Bindung) o.ä.

Ich neige zur Vorsicht, wenn Mütter scheinbar grundlos als unkooperativ geschildert werden. Immer besser, beide Seiten zu kennen.

Beitrag von krypa 16.03.11 - 13:45 Uhr

Hallo a11ure,

müsste Dein Posting nicht auch hinter jeder mütterlichen Schilderung hier stehen? Wer/was sagt uns denn, ob da nicht auch die Sicht der ''anderen Seite'' fehlt?

Wie will man/frau denn hier unterscheiden?

Natürlich scheint es immer besser, ''beide Seiten zu kennen''. Aber, was brächte uns das? Waren wir denn dabei? Wissen wir anhand der unterschiedlichen Schilderungen, was die Wahrheit ist?

Ich denke, wir können uns bei Kenntnis ''beider Seiten'' höchstens aussuchen, was wir für die Wahrheit halten.
Objektivität ist m.E. so nicht möglich.

MfG krypa

Beitrag von a11ure 16.03.11 - 18:35 Uhr

In diesem Fall war aber die TE selbst nicht dabei.

Wenn hier jemand um Meinung fragt, macht es nur Sinn, wenn die Schilderung (aller subjektiven Wahrnehmung nach) im Großen und Ganzen den Tatsachen entspricht.

Handelt es sich bei der TE um eine "Dritte", habe ich nur gewagt anzumerken, dass u.U. bereits die Schilderung, die sie vom KV bekommen hat, nicht unbedingt ein ausreichendes Bild der Lage abgeben muß.

Beitrag von krypa 16.03.11 - 20:56 Uhr

Hallo a11ure,

nun, Dein voriges Posting bezog sich offensichtlich nicht (nur) auf das Hörensagen-Motiv, sondern Du spekulierst sogar über evtl. nachvollziebare mütterliche Verhaltensgründe, fügst also dem Hörensagen-Motiv noch das (einschränkende) Spekulations-Motiv hinzu, so als ob das dargestellte mütterliche Verhalten eine hintergründige, evtl. rechtfertigende Erklärung enthielte.

Weil Du möglicherweise selbst eine Mutter bist, ist diese Sicht natürlich verständlich.

Es ist aber ohnehin hier (und anderswo) dem guten (oder schlechten) Glauben der LeserInnen anheimgestellt, was sie als ''den Tatsachen'' entsprechend annehmen, meist dabei auch unterbewußt dem Faden der subjektiven Erinnerungsspuren ihrer eigenen Erlebnisse folgend.


MfG krypa

Beitrag von a11ure 17.03.11 - 08:37 Uhr

...und?

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 17.03.11 - 11:28 Uhr

kann mich da den anderen nur anschiessen würde es über s jugendamt sonst klären... und wenn er die kleine regelmässig liehst sollte er sie auch bald mal ne nacht mit nehmen können.....

Sie hat ja auch noch andere Termine. Die Frau ist arbeitslos... Na, ja.
naja auch wenn man arbeitslos ist hat man ja trotz allem termine... sind ja nicht nur die arbeitenden menschen...

Beitrag von starshine 18.03.11 - 10:23 Uhr

ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschliessen.

Es ist nunmal sehr schwierig, gerade wenn man von Geburt an ae ist, das Kind "loszulassen" und sei es auch nur zum leiblichen Vater. Wenn dann auch noch eine Frau ins Spiel kommt, dann hat die Mutter oft angst, dass der Vater und seine Partnerin es "vielleicht besser machen" als man selbst und das Kind dann vielleicht lieber dort bleiben will. Das sind nunmal Urinstinkte und da kann man noch so oft darüber schreiben und reden, ich glaube die meisten von uns haben das schon am eigenen Leib erlebt.

Ich habe auch schon Stress gemacht in einer solchen Situation und habe mich aber dann auch dafür entschuldigt. Auslöser war eine Aeusserung der Next, dass sie schon immer von einer patchwork-Familie geträumt hätte... da habe ich "rot" gesehen, denn schliesslich sprach sie von meinen Kindern, die komplett bei mir leben! Ich war dann auch nicht mehr in der Lage vernünftig zu denken, denn es hätte mir klar sein müssen, dass ich meine Kinder präge und auch wenn wir keine "komplette Familie" sind, sie nicht einfach ne "neue Familie" annehmen würden.

Nun ja, wenn ich über all dem stehen würde und immer so cool wäre wie es hier immer beschrieben wird (die Gefühlsebene getrennt vom Verhältnis Kind/Vater zu sehen), dann könnte ich auch übers Wasser gehen, würde eine Religion gründen und von Spendengeldern leben ;-)

Also: reden mit der Mutter! Klar machen, dass man ihre Aengste versteht und gerne einen Weg finden möchte, dass der Vater auch alleine Zeit mit seiner Tochter verbringt. Unbedingt auch mal aussprechen, dass hier keiner eine heile, bessere Familie verkaufen will und dass klar ist, dass das Kind bei der Mutter zuhause ist und das auch dem Kind gegenüber immer so darstellen und unterstützen wird.

Wenn sie sich dann immer noch quer stellt, dann kann man immer noch zum JA gehen....

Viel Glück!