Diese Träume... hört das wieder auf?

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Beitrag von flogginmolly 16.03.11 - 08:42 Uhr

Hallo zusammen,

ich fühl mich im Moment wie nach einer durchzechten Nach wenn ich aufstehe.

Ich träume seit Wochen jede Nacht irgendeinen Mist.

Ich kenne es schon seit eh und je, dass ich sehr intensiv träume sowohl positiv als auch negativ. Aber das sind meistens nur 1 oder 2 Träume in Folge, danach ist dann erstmal Ruhe. Aber seit einiger Zeit habe ich Panik davor einzuschlafen, weil ich jede Nacht Alpträume habe.

Die erste Zeit waren es Gegenstände die in meinen Händen steckten, mal Glasscherben, dann Metallstücke, die ich im Traum aus den Wunden gefummelt habe, das mag für den einen oder anderen unspektakulär klingen, aber ich träume wirklich sehr intensiv, und wenn man die ganze Nacht damit beschäftigt ist, in einer Wunde rum zu fummeln um da ein Stück Glas oder Metall raus zu ziehen ist das schon blöd.
Dann änderten sich die Träume, mal muss ich jemanden suchen immer im selben Haus in dem alle Türen verschlossen sind, ausser der letzten die nur angelehnt ist und ich dahinter eine Geräusch höre aber mich nicht traue hinein zu gehen, oder Löwen die in unserem Garten sind, oder Feuer vor dem ich weg laufe und . Und das sind nur die Harmlosen Dinge. Wirklich ins Detail gehen will ich nicht mal weil das zu abstrakt wäre.

Ich bin kein Labiler Mensch, und mir geht es Tagsüber echt gut, mein neuer Job macht Spaß, ich habe eine gesunde Tochter und eine tollen Ehemann. Also alles soweit ok.
Aber die Träume#schock
Ich habe morgens wenn ich aufwache das Gefühl, ich hätte das alles tatsächlich erlebt. Wenn ich jemanden suche und wieder verliere, fühle ich mich wirklich absolut einsam wenn ich aufwache. Aber ich hab ja niemanden verloren, es sind ja noch alle da wo sie hingehören.

Ich will das nicht so intensiv fühlen, mich so Detailgetreu an die Träume erinnern, es sind doch nur träume. Ich will morgens aufwachen und mich nicht erinnern, oder wenn ich mich schon dran erinnere, wenigstens nicht von dem Gefühl aus dem Traum verfolgt werden.

Klingt alles ganz schön diffus, aber im Moment fühle ich mich auch so, als würde ich langsam bekloppt werden.

Ich weiß wie ich selber auf einen solchen Beitrag antworten würde... also nur zu bestätigt mir meine Beklopptheit ;-)

LG

Beitrag von arienne41 16.03.11 - 09:14 Uhr

Hallo

Hast du mal probiert anders einzuschlafen?

Was ich meine

Schläfst du mit Musik ein? Dann laß das mal.
Schläfst du ohne Musik ein dann probier es mal mit ruhiger Musik.

Ich selber hatte das mal weil ich mit Musik einschlief.

Hört sich auch bekloppt an ich weiß :-)

Beitrag von trish1982 16.03.11 - 09:18 Uhr

Hey du bist nicht bekloppt.

Ich habe auch eine Zeitlang mega Alpträume gehabt. War sogar beim Psychiater. Selbst dem hab ich mich getraut alles zuerzählen.
Ich habe dann angefangen die Träume stichwortartig aufzuschreiben. Dadurch haben sie ihren Schrecken nicht verloren aber ich konnte mich mit ihnen auseinandersetzten.
Nach ca drei Monaten war der Spuk vorbei. Habe aber immer noch Angst da ich auch immer sehr intensiv träume.

Helfen kann ich dir nicht aber du bist nicht allein damit.
LG Anja

Beitrag von wartemama 16.03.11 - 09:20 Uhr

Ich träume auch sehr intensiv und kann mich morgens an alles erinnern.

Auch ich hatte eine Zeit, in der ich jede Nacht Alpträume hatte - an diese Zeit erinnere ich mich nur ungerne zurück. Ich bin jeden Abend mit Angst ins Bett gegangen; nachts bin ich dann schreiend und schweiß-gebadet aufgewacht. Die Angst im Traum war so dermaßen real, daß ich nach dem Aufwachen jedes Mal kurz vor einer Panikattacke stand und mein Mann Mühe hatte, mich wieder zu beruhigen.

Ich muß allerdings auch dazu sagen, daß es mir zu dem Zeitpunkt nicht gut ging und ich mich in Therapie befand.
Je mehr Früchte diese Therapie trug, desto seltener wurden die Alpträume. Heute sind sie ganz verschwunden.

Ich bin schon der Meinung, daß Dich zumindest unterbewußt etwas sehr beschäftigt; denn m.E. kommen solche Träume nicht einfach so (vor allem, da Du sie scheinbar jede Nacht hast). Ich weiß, wie belastend solche Alpträume sein können und würde, wenn sie nicht von selbst aufhören, meinen Hausarzt darauf ansprechen.

LG wartemama, die Dich nicht für bekloppt hält ;-)

Beitrag von flogginmolly 16.03.11 - 09:36 Uhr

Danke, es hilft schon dass mir jemand sagt, dass ich nicht durchdrehe und andere das gleiche ''Problem'' haben.
Panikattacken habe ich nicht, aber ich wenn ich nachts wach werde habe ich Angst weil ich erstmal nicht differenzieren kann ob dieses Gefühl auf eine reale Ursachen zurück zu führen ist, oder vom Traum kommt.

LG

Beitrag von serdes 16.03.11 - 09:32 Uhr

Ich möchte zum Einstieg nochmals darauf hinweisen, dass ich mit meinen Posts immer nur meine persönliche Meinung und Erfahrung ausdrücke.:-D

Also:

Im Traum versucht das Gehirn Tagesgeschehen, emotionale Zustände etc zu "verarbeiten". Das ist ein eher unbewusster Akt, Das Gehirn erinnert gewisse Bilder und verknüpft sie auf unterschiedliche Art miteinander. Soviel mal kurzgefasst zur Entstehung von Träumen.

Nun kenne ich einige Menschen (ich selbst gehöre auch dazu), bei denen Träume sehr intensiv oft auch brutal und gewalttätig sind, und manchmal auch ein ungutes Gefühl von Hilflosigkeit hinterlassen. Dies ist nicht nur ein schlechter Einstieg in den Tag, sondern mindert auch oft die durch den Schlaf erwartete Erholung.

Mir selbst hat Folgendes geholfen: Ich habe vor dem Einschlafen etwa eine halbe Stunde mit geschlossenen Augen im Bett gelegen und versucht an Dinge zu denken, die ich im Traum gerne sehen würde. Sozusagen ein Traum vor dem Traum. Manchmal dämmert man in dieser Phase bereits ein bisschen weg oder die Gedanken verselbständigen sich. Wenn dies geschah, hab ich versucht wieder die Kontrolle zurückzuerlangen und zu sagen: "Das ist mein Traum, ICH steuere ihn".

Das Gehirn ist m.E. manipulierbar und durch diese Methode habe ich gelernt bei unangenehmen Träumen auch einzugreifen und ein Stück weit die Kontrolle zu behalten. Zudem träumt man auch oft das, was man sich vorher so intensiv vorgestellt hat.

Nur funktioniert das nicht von heute auf morgen. Es hat ziemlich viel Übung erfordert. Hin und wieder habe ich zusätzlich auch Traumtagebuch geführt, aber da kann ich nicht sagen, ob das wirklich hilft.

Fazit: Nein, ich bestätige dir nicht deine "Beklopptheit":-)
LG

Beitrag von unipsycho 16.03.11 - 10:15 Uhr

ha! Das hat sogar einen Fachbegriff: "luzides Träumen" oder eben "klartraum".
Da ich als Kind unter extremen Alpträumen litt hab ich also schon als Kind gelernt meine Alpträume "bewusst" zu erleben und sie ins positive zu beeinflussen, oder eben im Notfall "auszusteigen" hab ich ganz vergessen, dass man das ja auch noch tun kann #schein

http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum

Beitrag von serdes 16.03.11 - 10:30 Uhr

Super Link! Ich wusste gar nicht, dass die Technik einen Namen hat und sogar einen Wikieintrag.#freu

Beitrag von schullek 16.03.11 - 09:54 Uhr

hallo,

scheint, als verarbeitest du irgendetwas. vielleicht solltest du mal in dich gehen und rausfinden, was es ist. manchmal hilft da auch ein außenstehender, um klarheit zu finden.
vielleicht ist es was persönliches, oder aber das momentane weltgeschehen?

ich kenne das mit dem intensiven träumen und verstehe schon, wie dich das rädert. gearde deshalb würde ich versuchen die gründe zu erforschen.

lg

Beitrag von unipsycho 16.03.11 - 10:11 Uhr

du erwähntest einen neuen Job.
Kann es sein, dass die Träume kurz davor, oder kurz danach angefangen haben?
Oft merkt man nicht, wie sehr einen so eine neue Situation belastet. Denk mal dran: du musst dich neu einfitzen, du lernst neue Kollegen kennen und musst dich auch da in die sozialen gegebenheiten einfitzen.

Das hört schon wieder auf :-)
Wenn du dich erst richtig eingefunden hast wird alles fein. Vielleicht kannst du deinen Mann ja mal bitten, dass er dir beim einschlafen hilft. Wenn ich Alpträume hab, lass ich mich von meinem Mann in den Arm nehmen und kann wieder besser schlafen.

Such dir ein bisschen zusätzlichen Halt, bis du dich auf Arbeit richtig eingelebt hast #herzlich

Beitrag von flogginmolly 16.03.11 - 10:20 Uhr

Hallo,

ja ich habe einen neuen Job, aber das ist sehr positiv, weil ich mich freiwillig dafür entschieden habe, den Arbeitgeber zu wechseln. Das Tätigkeitsfeld ist das gleiche wie vorher, nur das Arbeitsklima ist ein viel angenehmeres. Mein alter Arbeitgeber war eine sehr unangenehme Person, und von daher fühle ich mich in der neuen Stelle sehr wohl und genieße das Arbeiten endlich wieder :-)

Beitrag von jumati 16.03.11 - 12:11 Uhr

Hallo flogginmolly,

vielleicht ist es genau das. Du hast das Unangenehme hinter Dir gelassen und nun fängst Du an das Erlebte zu verarbeiten.;-)

LG

jumati

Beitrag von snowwhite1974 16.03.11 - 18:19 Uhr

Hallo,

hast Du es mal mit Traumdeutung versucht? Die Dinge die du schilderst hören sich für mich so an, als würde "unter der Oberfläche" ganz viel arbeiten - wo es dir tagsüber doch so gut geht. Gerade das Haus im Traum, in dem du jemand suchst, deutet meiner Meinung nach auf unverarbeitetes hin, kann ja auch ganz lang her sein (Haus im Traum symbolisiert das Ich des Träumenden).

Ich träume in Umbruchphasen immer von alten Häusern, durch die ich wandere, oft auch auf der Suche nach jemand oder etwas. Auf www.traumdeutung.com kannst du mal nach einzelnen Symbolen suchen, was die so verkörpern, oft hat man dann spontan eine Idee, was einem der Traum sagen wollte.

Bin selbst keineswegs esoterisch oder abergläubisch, habe aber in meinen Träumen oft (viel später) Hinweise auf Sachen gefunden, die mir im Kopf nicht bewusst waren, weil sie sozusagen "unter Verschluss" sind. Und neuer Job hört sich doch schon nach Veränderung an, wenn auch positiv, kann trotzdem stressen.

Ich hab mal in einer superanstrengenden und unbefriedigenden Zeit in einem neuen Job immer von langen Gängen geträumt, in denen ich immer vor verschlossenen Türen stand bzw. eine nach der anderen zuging. Erst als ich den Job gekündigt hatte, ging im Traum die Tür wieder auf - sinnbildlicher gehts ja wohl kaum.

Und wenn du schon immer viel und intensiv träumst, würde ich das einfach auch nutzen, um zu hören, was dein Unterbewußtes dir mitteilen will.

Gruß snowwhite