heut hat er beim Abschied geweint....doch nicht das richtige für ihn?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von agra 16.03.11 - 10:06 Uhr

huhu

mein kleiner geht seit 3wochen in eine kiga vorgruppe für 2 Jährige.
die eingewöhnung klappte super sodass ich nach einer woche bereits morgens gehen konnte.

er war beim abschied dann immer noch etwas anhänglich.aber sobald die erzieherin ihn nahm war alles gut.
gestern war er dann so anhänglich dass er am liebsten wieder kehrt gemacht hätte.aber es ging.

heute liefen dann kullertränchen.
und dabei erzählt er ganz viel vom kiga freut sich immer, bis wir dann halt da sind.

ist das normal in der ersten zeit?

erschwerend ist noch dass es 2 mädels gibt die wohl auch immer theater machen beim abschied.und dei mütter 10minuten mit bei bleiben und spielen.
das macht es Emilian und mir nicht leichter.

ach man, heut war ich auch einfach zu lange bei ihm.glaub ich, je längre ich bei ihm bin desto schlimmer wurde es.
die mütter erzählten mir dass sobald ich aus der tür war alles wieder in ordnung war.

ich hab trotzdem ein schlechtes gewissen.ob das so das richtige für ihn ist...

wie wars bei euch?und findet ihr es mit 2 jahren 3monate zu früh für so ne gruppe?

sie ist 3mal a 2,5std die woche.

danke

Beitrag von angelinchen 16.03.11 - 10:22 Uhr

Hallo
das Verhalten ist völlig normal! Irgendwann hat das im Prinzip fast jedes Kind, auch wenn sie erst mit 3 in den Kiga gehen, kann das so sein!
Am Anfang war alles neu, alles spannend...jetzt registriert er aber, dass das nun immer so ist, und das verunsichert ihn wohl.

Ich persönlich würde da nicht großartig drauf eingehen. Meine Tochter hatte das auch (sie ging auch mit knapp 2 Jahren in so eine Spielgruppe), aber ich hab immer nur gesagt, was sie doch tolles machen kann da, und was sie doch der Erzieherin erzählen wollte usw...
Wenn er nicht weiter weint wenn du weg gehst, dann ist tatsählcih alles gut. Und du hast Recht, je länger man bleibt umso schwerer fällt den Kindern ( und auch den Müttern) der Abschied, es wird nur umso tränenreicher.

Ich persönlich finde so eine Spielgruppe toll, weil es wenig Kinder sind ( bei uns waren es 10-12) auf meist 3 Betreuer, und das def. eine super Vorbereitung für den Kindergartenstart ist. Umso besser noch, wenn die Kinder aus der Spielgruppe dann auch mit in den Kiga kommen.

LG Anja

Beitrag von twins 16.03.11 - 10:32 Uhr

Him,
bei uns wurde es immer so gehandhabt, das die heulenden Kinder schnell bei der Erzieherin abgegeben worden sind. Keine Mutter durfte jetzt 10min Trösten oder so, denn beruhigt haben die Kinder eh nie richtig, hingen eher am Rockzipfel der Mutter.

Die Erzieher kannten schon das Problem und haben die Kinder schnell in Empfang genommen.
Bleibt doch außerhalb der Sichtweite stehen und höre, ob Dein Kind lange weint. Du wirst sehen i.d.R. dauert es keine 2 min und die Toben schon rum.
Wichtig war immer das gleiche Abschiedsritual. Bei uns ist es
1. fest drücken
2. Nasenbussi (beide Nasen streifen sich ein paar mal)
3. Bussi
...und Tschüß....das handhaben wir schon seid 3,5 Jahren so.

Wir hatten auch ein Fenster, wo die Kinder zum Auto winken konnten. Da gabe es noch viele Handbussis und fertig.

Jetzt ist bei uns im Kiga ein Papa der den Sohn bringt und obwohl der nicht weint dauert der Verabschiedung immer eine Ewigkeit, da der Sohn den Papa nicht lösläßt und umgekehrt genauso. Da kann sich auch keiner Trennen. Unsere Kinds sagen dann immer "man, bei denen dauert es aber immer lange bis die fertig sind."

Grüße
Lisa
P.S. natürlich tut ein weinen weh aber es tut glaube ich noch mehr weh, wenn die Mama sich nicht trennen kann und das Kind dann immer näher ranrücken will. Dann wird der Abschiedsschmerz immer größer, wenn er in die Länge gezogen wird.

Beitrag von pinklady666 16.03.11 - 11:06 Uhr

Hallo

Das hört sich für mich nach einem ganz normalen Verhalten an.
ganz ehrlich, jedes Kind weint beim Kindergartenstart. Ich habe bisher noch keines erlebt, was nie geweint hat. Die einen intensiver, die anderen eher im Stillen.
Meine Tochter war auch so. Die Eingewöhnung verlief super. Es hätte nicht besser sein können. Und dann fing sie von heute auf morgen an zu weinen und zu klammern. Das ganze ging über 2 Monate so und hörte von heute auf morgen wieder auf als wäre nichts. Seit dem geht sie super gerne in den Kindergarten. Im Dezember war sie viel krank, danach hatte sie dann auch nochmal ne Phase, wo sie morgens weinen musste, aber das war auch schnell wieder vorbei.
Gib deiner Tochter ein bißchen Zeit, denn die Eingewöhnung ist nie abgeschlossen, sobald Mama nicht mehr dabei ist. Das dauert viel länger bis ein Kind richtig in der Gruppe angekommen ist.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)

Beitrag von pinklady666 16.03.11 - 11:07 Uhr

Sorry, jetzt hab ich aus deinem Sohn ein Mädchen gemacht. Bin wohl noch nicht so ganz wach heute morgen.

Beitrag von bine3002 16.03.11 - 11:21 Uhr

Sie ist schon noch recht klein, aber da Ihr Euch nun mal so entschieden habt, solltet Ihr jetzt auch dabei bleiben.

Wenn sie weint, dann würde ich das erstmal nicht überbewerten, weil es ganz normal ist. Für Euch sollte das Anlass sein, diese schwierige Situation gemeinsam mit den Erziehern zu begleiten und zwar so, dass sie am Ende gestärkt da rausgehen kann: "ICH habe das geschafft, ICH schaffe alles!"

So handhabe ich es bei meiner Tochter auch: Wenn sie Angst vor etwas hat, dann suchen wir erst recht möglichst viele solcher Situationen, sodass sie lernen kann, dass man das überstehen kann. Selbstverständlich muss sie das nicht alleine durchmachen, sondern wird von uns immer positiv bestärkt. Wir reden viel darüber und sie soll lernen, ihre Ängste zu benennen: "Hast Du Angst vor der Erzieherin?" "Hast Du Angst vor Kind XY?" "Was macht dir Angst?" usw.

Also sieh das Ganze nicht allzu schwarz und überlege dir mit den Erzieherinnen eine gute Strategie. Ein Ritual kann auch hilfreich sein, z. B. ein kurzer Abschied und winken am Fenster (vielleicht inklusive Grimassen schneiden).