AKW-Strom die 1000000023.

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Forum: Allgemeines

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Beitrag von scrapie 16.03.11 - 10:07 Uhr

Morgen,

ich hab auch mal eine Frage#winke

Ich war gerade unterwegs und da ging ich an 2 Frauen vorbei die sich über *trommelwirbel* AKWs unterhielten.

Die eine meinte dann, dass sie ja eh Strom bekommen würde, der "Atomfrei" wäre... das wäre so im Vertrag festgeschrieben. Ich gehe mal stark davon aus, dass sie meinte, dass ihr Strom aufjedenfall nicht aus einem AKW kommt.

Geht das denn? Ich dachte alle Stromanbieter speisen ihren Strom in einen "Bottich", wo alles durchgemischt wird und von wo aus dann Deutschland und Ausland beliefert wird? Wenn man Ökostrom bestellt, dann wächst nur der Anteil Ökostrom in diesem Bottich, der Strom ist aber nicht 100% Öko, wenn er aus meiner Steckdose kommt.... oder vertue ich mich da?

Packt die Schlagstöcke wieder ein, man kann nicht alles wissen#schwitz


Lg

Beitrag von widowwadman 16.03.11 - 10:18 Uhr

Noe, da hast du schon recht. Aber viele sind halt naiv oder versuchen noch nicht mal ihr Hirn einzuschalten.

Beitrag von scrapie 16.03.11 - 10:21 Uhr

Ich hab grad rumgegoogelt und das hier gefunden:

http://www.naturstrom.de/unser-strom/privatkunden/unser-angebot/

"Wir decken 100% Ihres Strombedarfs mit umweltfreundlichem Strom aus Erneuerbaren Energien. Natürlich achten wir auch darauf, dass keine Atom- und Kohlekonzerne an den Erzeugungsanlagen beteiligt sind."

Also könnte die Frau doch recht haben, oder?#kratz

Beitrag von widowwadman 16.03.11 - 10:34 Uhr

Wenn Naturstrom bei ihr vorbeikommt und ne direkte Energieleitung vom Naturstromkraftwerk in ihre Huette legt, dann vielleicht.

Das werden sie aber nicht tun, ihr Strom kommt weiter aus demselben Netz in das ALLE Kraftwerke, die von Naturstrom, genauso wie AKWs und Kohlekraftwaerke einspeisen.


Beitrag von moonerl 16.03.11 - 10:26 Uhr

Im ZDF Video-Text ist genau beschrieben, wie das mit dem *Ökostrom* ist.

Du wechselst zu einem *grünen* Stromanbieter, der kauft den Strom von einem Wasserkraft etc.
Dadurch werden diese Werke unterstützt.

Wir haben Strom aus Wasserkraft. Wir haben aber auch letztes Jahr den Stromanbieter gewechselt. U. a. aus dem Grunde, weil der Stromanbieter der RWE angehört. RWE ist ja ein Atomstromlieferant, also unterstützten wir den Atomstrom.
Jetzt unterstützen wir einen Ökostrom-Anbieter.

Beitrag von scrapie 16.03.11 - 10:28 Uhr

Kommt denn nun 100% Öko aus deiner Steckdose? Also garantiert kein AKW-Strom?

Beitrag von moonerl 16.03.11 - 10:44 Uhr

Nein, es kommt weiterhin der Strom aus der Steckdose der bei euch eingespeist wird.

Bei uns ist es Wasserkraft.

Aber wenn du zu einem Ökostrom-Anbieter wechselst, dann förderst du damit Bau und die Neuentwicklung.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostrom

Beitrag von scrapie 16.03.11 - 10:47 Uhr

"Aber wenn du zu einem Ökostrom-Anbieter wechselst, dann förderst du damit Bau und die Neuentwicklung. "

Das habe ich ja schon in meinem Eröffnungsposting geschrieben :)

Beitrag von wasteline 16.03.11 - 11:58 Uhr

Wenn das Stromerdkabel vor Deinem Haus grün ist, dann bekommst Du nur Ökostrom geliefert.#schein

Beitrag von scrapie 16.03.11 - 12:04 Uhr

Ich hab nur Asphalt vor meinem Haus, was nicht mir gehört, was nichtmal ein Haus, sondern eine Wohnung ist#schein

Beitrag von sarahg0709 16.03.11 - 13:51 Uhr

Hallo,

Du hast absolut recht mit Deiner Annahme. Und das wird auch zukünftig so sein, weil die Energie aus erneuerbaren Energien schlichtweg nicht reicht, um den Strombedarf zu decken.

In Zukunft beziehen wir halt unseren Strom teuer aus AKWs, die in Polen, Tschechien oder Frankreich stehen.

Und die Blauäugigen, die immer noch glauben, dass diese Länder ihre AKWs abschalten bzw. nicht bauen, sei gesagt: Nicht alle sind so dumm wie wir.

Was macht es für einen Unterschied, ob ein AKW 10 km weiter hinter der Grenze steht? Macht die radioaktive Wolke an der Grenze zu Deutschland halt und sagt: " Hoppla, da darf ich jetzt nicht rein, die haben gar keine AKWs mehr." ? Natürlich nicht. Bei einem GAU stirbt man nur langsamer.


LG