Eingreifen oder nicht?

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Beitrag von lilly7686 16.03.11 - 13:13 Uhr

Hallo liebe Mit-Mamas!

Ich hab ein Gewissens-Problem.
Wahrscheinlich geht mich das ja alles gar nix an. Aber es beschäftigt mich :-(

Also erst mal eine Bekannte von mir. Ihr Sohn ist zwei Wochen älter als meine Kleine. Wird nächste Woche 10 Monate alt.
Er kann sich grad mal auf den Bauch drehen. Nicht zurück, nicht robben, rollen, krabbeln oder sich hinsetzen.
Er wird schon seit Wochen ständig hin gesetzt. Gefüttert wurde er schon mit 5 Monaten im normal gestellten Hochstuhl. Also keine Liegeposition (obwohl die möglich wäre) sondern die Lehne tatsächlich normal gerade gestellt.
Vorgestern waren wir eingeladen. Der Papa des Kleinen hat dann stolz gezeigt, wie toll der Kleine schon stehen kann :-( Ständig knickten dem armen Kerl die Beinchen weg und immer wieder wurde er aufgestellt.
Ich hab dann gemeint, ob er das gut findet, ein Baby ständig hin zu stellen, obwohl er es nicht kann. Er meinte, er könne es doch so super und würde das so toll finden...

Zweiter Fall: Ich war heute Früh mit einer Bekannten frühstücken. Am Tisch neben uns saß unsere Nachbarin. Das Mädel von ihr ist 6 Monate alt und ein Frühchen. Wird gestillt. Die Kleine fing plötzlich an zu schreien und zu suchen. Gut, ich dachte, sie wird wohl jetzt gleich stillen. Nichts war. Ihr wurde der Schnulli rein gedrückt. Sie spuckte das Teil aus und suchte und schrie. Ganze 15 Minuten lang (!!!) hat meine Nachbarin die Kleine schreien lassen, dann hat sie sie brüllend ins Maxi Cosi gesetzt, hat gemütlich gezahlt und meinte dann zur Kleinen "Jetzt fahren wir heim, und dann darfst an die Brust".
Am liebsten hätt ich ihr das Kind aus der Hand genommen und selbst angelegt :-(


Meine Frage an euch ist jetzt: soll man in solchen Situationen was sagen? Oder lieber nicht?
Ich denk mir hier immer, dass ich nicht wollen würde, wenn mir jemand drein quatscht und mir sagt, was ich zu tun hab.
Andererseits tun mir die Kleinen so leid!

Was würdet ihr machen?

Beitrag von nalle 16.03.11 - 13:15 Uhr

#gaehn

Es geht Dich NICHTS ab !

Beitrag von nalle 16.03.11 - 13:15 Uhr

an

Beitrag von schneckenpower 16.03.11 - 13:45 Uhr

Und DAS ist ein typisches Problem. Wegschauen - dann hat man nix damit zu tun und erspart sich eventuell auftretenden Ärger. Ganz nach dem Motto, was mich nicht selbst betrifft, kümmert mich auch nicht. Die Posterin weiß besser Bescheid als ihre Bekannte, wieso sollte sie der "Unwissenden" Person keinen Rat geben oder sie auf etwas hinweisen, was sie offensichtlich falsch macht, bzw. nicht weiß? Selbstverständlich gebe ich in meinem Bekanntenkreis meinen Senf dazu, wenn ich es für sinnvoll halte. Ob es dann angenommen wird, kommt aufs Gegenüber an.

Beitrag von lumidi 16.03.11 - 13:52 Uhr

Ich sehe es genau wie nalle.

Warum sollte die TE der Nachbarin sagen wann sie stillen soll? Außerdem hatte sie ja dem Mann der Bekannten gesagt, dass es nicht gut ist und er machte es trotzdem. Was also soll bzw. will sie denn noch machen?

Beitrag von nalle 16.03.11 - 14:00 Uhr

Warum soll ich denn hinschauen,wenn ein 10 monate altes baby noch nicht krabbelt,sitzt usw.

Jedes Kind ist anders. Und das ist nicht vernachlässigung von Eltern sondern jedes Kind amcht es anders.

Wenn ein Kind nicht sitzen kann,heisst es noch lange nicht das es nicht stehen kann !


Wenn dies jedoch nicht der Fall ist dann auch okay.... nur ist das keine Gefahr der ich Herr werden MUSS !!!


Auch mische ich mich nichnt ein,wenn mal jemand nicht SOFORT die brust raus holt!


Also sorry es gibt genug schlimmes auf der Welt,da zerbrech ich mir NICHT den Kopf über Babys die mit 5 Monaten schon Brei bekommen ! (Bekamen meine beiden Kinder in dem Alter)



Und bei den wirklich wichtikgen Dingen wird nämlich weg geschaut aber an den kleinen unwichtigen Dingen regt man sich auf !



Jede Eltern machen es anders ... ja und ? Es ist IHR Kind und sie müssen verwantworten und handeln !!!


:-p

Beitrag von babygirljanuar 16.03.11 - 13:27 Uhr

schwierig. aber muss ja jeder selber wissen. war auch mal bei ner bekannten und die kleine war 10 wochen alt. die hat mir auch leid getan. sie ist mi ihr umgegangen als wäre sie ne puppe :-( hab auch manchmal was gesagt, einfach weil ich dem moment nicht anders konnt. sie hat sie zb an kissen gelehnt. aber steil! das kind ist und ist immer weiter gerutsch, bis ich gesagt hab pass auf gleich fällt sie um... ,,ach was" sowas kommt dann. oder hat den vogelkäfig über dem babybett stehen ( hab ich hier mal gepostet) #schmoll

Beitrag von de.sindy 16.03.11 - 13:33 Uhr

naja am ende gehts dich ja wirklich nichts an. und es ist ja jetzt nichts, was dem kind wirklichen schaden zufügt wie z.b. vernachlässigung etc.
und wenn du jetzt z.b. zu deiner nachbarin sagst "dein kind hat hunger, willst du es nicht mal stillen?" was denkst du was sie macht? das kind sofort anlegen weil du es so gesagt hast? ich glaube nicht. sicher sind einige dinge nicht ok, z.b. dinge von einem kind "verlangen" die es noch nicht kann. aber wie gesagt, die eltern werden es sicher weiter so machen.

LG und du wirst noch einige dinge sehen und erleben, die dir nicht gefallen die aber andere eltern für toll und richtig empfinden

Beitrag von wunki 16.03.11 - 13:35 Uhr

Auch wenn ich verstehe, dass dich das beschäftigt, ich würde nichts sagen....(wobei ich mich zu Hause drüber aufregen würde, muss ich zugeben). Im Prinzip geht es nämlich niemanden was an.

Manchmal kann man ganz gut was durch die Blume sagen, wobei das erstmal verstanden werden muss.

LG Wunki

Beitrag von gingerbun 16.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo,
mir würde auch das Messer in der Tasche aufgehen wenn ich sowas mitbekäme. Aber ehrlich - etwas zu sagen bringt nix denn die Mütter/Eltern wollen das nicht hören, da sie dazu stehen was sie tun. Aber später wundern sie sich warum ihre Kinder so sind wie sie sind. Naja dann wird irgendein "Syndrom" gefunden und damit hat es sich. Die Kinder tun mir auch nur leid.
Gruß!
Britta

Beitrag von nalle 16.03.11 - 13:47 Uhr

Welche Kinder tun Dir leid ?

Die,die nicht sofort an die Brust kommen

Oder sie,die (leider) noch nicht alleine sitzen,krabbeln,laufen können ??


Nicht jedes Kind kann alles schnell und früh !

Ich weiss gar nicht wie man sich darüber aufregen kann,dass ein Kind nicht so schnell krabbeln,sitzen etc. kann !

Kann man da als Eltern etwas falsch machen,wenn Kinder noch nicht bereit dazu sind ?


Das mit der Brust geben ist auch kein Grund.....


Manchmal stellen sich hier die Leute auch echt an !

Beitrag von gingerbun 16.03.11 - 14:18 Uhr

Die Mahlzeiten eines Säuglinges zeitlich zu reglementieren find ich grausam. Ich esse auch wenn ich Hunger habe und nicht nach der Uhr. Ich würd es schonmal gar nicht aushalten wenn mein Baby augrund von Hunger schreit. Schnuller rein damit es ruhig ist.. Auweia! Stell Dir vor Du willst Dich mal aufregen und Dir hält dauernd einer den Mund zu. Nicht schön!
Es ging hier auch nicht um das Temop der Entwicklung. Ein Kind hinzustellen wenn es noch gar nicht stehen kann, mit ihm an der Hand zu laufen wenn es noch gar nicht laufen kann oder es hinzusetzen wenn es noch gar nicht sitzen kann ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache oder?
Es geht mir vielmehr darum, dass es einfach zuviele Eltern/Mütter gibt die sich kaum um die echten Bedürfnisse Ihrer Babys kümmern. Und dabei ist das so wichtig und prägend für die Entwicklung. Das wird aber halt leider sehr unterschätzt. Aber wie ich schrieb, am besten nichts dazu sagen da es eh ins Leere liefe.
Britta

Beitrag von widowwadman 16.03.11 - 13:40 Uhr

Ich wuerd eher was sagen wenn ein Kind in Liegeposition gefuettert wird, das ist naemlich echt unmoeglich

Beitrag von babygirljanuar 16.03.11 - 13:59 Uhr

#kratz

wenn ein kind noch nicht sitzen kann, wie willst du das denn dann füttern?

Beitrag von nalle 16.03.11 - 14:02 Uhr

Beikoststart erst wenn das Baby von alleine sitzen kann :-p

Beitrag von viofemme 16.03.11 - 14:07 Uhr

Wenn ein Kind liegend gefüttert wird, ist das Risiko sich zu verschlucken so hoch, dass es grob fahrlässig wäre!
Die Beikostreife zeigt sich ja auch daran, dass das Kind gestützt sitzen kann.

Beitrag von lilly7686 16.03.11 - 18:11 Uhr

Ach, meines Erachtens sollte ein Kind sowieso erst mit Beikostreife gefüttert werden ;-) Oder besser noch, sollte selbst essen, sobald es bereit dazu ist.
Aber wir wissen ja, dass das der Idealfall ist, und der eben leider nicht immer zutrifft...

Beitrag von conymaus 16.03.11 - 14:12 Uhr

es wird immer etwas geben was du in deinen augen anderst machen würdest...egal ob es bei deiner nachbarin ist, freundin, oder sonst wem.....es macht jeder wie er es mag und will und nur weil du es eben anderst machst, heisst es nicht dass alles andere falsch ist!! Es wird bestimmt ein grund geben warum mamas es eben so machen wie sie es machen...solange ein kind nciht misshandelt wird schluck es runter und denk dir dein teil!
Ich selber denke mir auch oft "wie kann man nur" ´...aber dann schüttel ich den kopf und weiss: Die müssen es selbst wissen!

Beitrag von larajane90 16.03.11 - 14:26 Uhr

oh gott, immer diese selbsternannten übermutti's..

NEIN, es geht DICH nix an..

kümmer dich doch um deinen Kram..

schreeeeeeeeeeeeecklich

Beitrag von viofemme 16.03.11 - 14:27 Uhr

Ich interpretiere es mal wohlwollend so, dass du "defizitären" grobmotorischen Entwicklung des Kindes nur betonst, um dartustellen, wie schlimm das Verhalten des Vaters ist. Mein Sohn kann mit fast einem Jahr auch nicht sitzen oder krabbeln, zieht sich aber selber an Möbeln hoch und steht dann dort. Ich hoffe, dass ich deshalb nicht bei dir in Ungnade falle....

Zur zweiten Story: Ich gebe zu, ich bin hemmungslos und stille immer und überall. Aber ich kann akzeptieren, dass es anderen Müttern nicht so geht. Ich gebe auch zu, dass ich wohl auch schon mal mit meinem Kind unterwegs war und kurz vorm Erreichen der Haustür nicht sofort gestillt habe, sondern aus pragmatischen Gründen lieber erst schnell nach Hause gefahren bin. Solch ein Verhalten sagt rein gar nichts über meine Qualitäten als Mutter aus und es waren Ausnahmen, die ich mit meinem Gewissen und meinen entwicklungspsychologischen Vorkenntnissen meinem Kind gegenüber gut vereinbaren kann. Darüberhinaus gibt es bei Licht betrachtet wohl kaum eine fehlerfreie Mutter. Du hast nun eine Mutter bei einem Fehler ertappt und ein wenig klingt es so, als würdest du tatsächlich glauben, du müsstest die Mutter belehren, missionieren oder tadeln. Das halte ich für ziemlich anmaßend und übergriffig. Du hättest besagte Mutter nur bloßgestellt, ohne ihre Beweggründe zu kennen.
Vielleicht ist sie auch einfach nicht bei Urbia angemeldet und handelt eher ihrem Instinkt folgend und der besagt, dass IHR Kind sich in Ruhe besser stillen lässt?!?

Beitrag von else.kling 16.03.11 - 16:01 Uhr

Präzise auf den Punkt gebracht!
Ich sehe es genau wie Du.

Beitrag von lilly7686 16.03.11 - 18:10 Uhr

Also ich würde nicht sagen, dass die Entwicklung des Jungen jetzt unbedingt "defizitär" ist. Es ist halt noch nicht so weit. Meine Güte, jedes Kind entwickelt sich anders.
Was ich hier schlimm finde, ist, dass man ein Kind, das offensichtlich nicht so weit ist, zum Stehen zwingt.
Es wäre was völlig anderes, wenn der Kleine sich selbst zum Stehen aufzieht. Es gibt natürlich Kinder, die das tun, ohne zu krabbeln oder sonst was. Ist auch okay so. WENN ein Kind es von sich aus alleine tut.
Was ich hier schlimm finde, ist dass man das Kind hinstellt, ohne dass er es kann. Denn das schadet der Entwicklung.

Und das Stillen: Natürlich muss ich meine Nachbarin weder missionieren noch sonst was. Mir tat nur das Kind unglaublich leid, das ganze 15 Minuten im Lokal geschrien hat, und dann noch einen nach Hause Weg von 15 Minuten hatte (ist ja wie gesagt meine Nachbarin, daher weiß ich ja, wie lange sie nach Hause braucht). Das hieße, man lässt sein Kind 30 Minuten lang schreien, wenns Hunger hat. Und das finde ich nicht okay.

Ich bin mir sehr wohl dessen bewusst, dass es mich nichts angeht.
Es tut mir nur weh, ein Kind leiden zu sehen.
Ich hab ihr ja auch nichts gesagt, ich überlege nur, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, hätte ich doch was gesagt. Natürlich haben hier einige Recht. Es hätte nichts gebracht, außer dass sie sich vermutlich angegriffen gefühlt hätte. Und damit wäre der Schuss nach hinten los gegangen. Daher hab ich auch nichts gesagt.
Nur im Nachhinein denkt man eben drüber nach.

Und zuletzt: was haben meine Gedankengänge mit Urbia zu tun? Außer, dass ich sie hier poste?

Beitrag von mippchen 16.03.11 - 22:06 Uhr

Ich denke, ich habe die Urbiaanspielung verstanden: Der Beitrag klingt sehr nach "Fishing for Zustimmung" ;-)

Beitrag von lilly7686 17.03.11 - 06:54 Uhr

#kratz okay... wenn man meint...

Beitrag von sarahjane 16.03.11 - 14:38 Uhr

Sicher sind das etwas drastische Vorfälle, aber es geht Dich halt leider nichts an, und so lange das Kind nicht wirklich bedroht ist, sollte man auch nicht eingreifen.

Du machst in den Augen der Bekannten vielleicht auch nicht alles "richtig" und sie verkneift sich trotzdem das Einmischen.