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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von mama.ines 16.03.11 - 13:21 Uhr

die tochter(16) einer guten freundin hatte gestern eine art nervenzusammenbruch.
sie ist total fertig,schulischer druck und vorallem kommt sie damit nicht klar das ihre mutter einen freund hat(und das schon seit über einem jahr)
sie sagt sie kann ihn nicht sehen da er ausländer ist(sie ist selbst aber auch nicht reinrassig deutsch sondern ein mischlingskind)
sie will das er geht und das gemeinsame kind von ihm und ihrer mutter kann er auch auserhalb der wohnung sehen,ebendso denkt sie das wenn meine freundin und ihr freund abends MAL ein oder 2 gläser wein trinken sind es sofort alkoholiker(dabei was ihre mutter ihr auch gesagt hatte trinkt sie ja viiiel mehr wenn sie jedes wochendende feiern geht)
meine freundin weis wirklich nichtmehr weiter und hat mich gebeten vll mal mit ihrer tochter zu reden da ich ja auchnoch jünger bin und sie sich vll mir eher mehr öffnet(haben ein sehr gutes verhältniss)
nun wollte ich morgen mit ihr reden doch vorher wollte ich mich ein bischen schlau machen ob jemand erfahrungen hat damit oder tips auf lager hat.
so wie es meine freundin mir erzählt hat denke ich das vll eine psychologin einiges weiterhelfen wird!
was meint ihr?

lg ines

Beitrag von juju0980 16.03.11 - 13:33 Uhr

Naja, man muss das auch mal bissel aus der Sicht der Tochter sehen.

Sie hat mit 14 oder 15 den neuen Freund ihrer Mutter "vorgesetzt" bekommen, er ist offensichtich schnell eingezogen und ein neues GEschwister kam auch noch kurzfristig dazu.

Hat sie in der VErgangenheit schlechte Erfahrung mit Alkohol gemacht (ihr Vater zB oder so?)...

Für mich klingt das grad eher nach einem großen Hilfeschrei als nach Bockigkeit!

Beitrag von cybille 16.03.11 - 14:56 Uhr

Hallo Ines,
es ist sehr schwer dir da zu raten weil man ja das mädchen nicht kennt und auch nichts zu ihren Gedanken und Gefühlen sagen kann. Aber wenn ich das so lese dann hab ich das Gefühl, dass sie allgemein was gegen die Beziehung ihrer Mutter hat und das nur zweitrangig ist ob er nun Ausländer ist oder nicht.
In diesem Alter wissen die Jugendlichen oft selbst nicht was mit ihnen los ist und warum sie so reagieren. Erst mal Abwehr. Egal was ist es muss erst mal schlecht sein. Das hat was mit dem Abnabeln zu tun.
Ich weiss nur eins, wenn du dir unsicher bist oder auch nur einen klitzekleinen Grund siehst, weshalb du die Falsche bist um mit ihr zu sprechen dann sag das deiner Freundin.Denn du tust ihr, dir und dem Mädchen keinen Gefallen wenn du es nur deiner Freundin zu liebe tust.
LG

Beitrag von manavgat 16.03.11 - 17:35 Uhr

Ich würde dem Mädel mal klar sagen, dass sie hier übergriffig ist und dass es ihr nicht ansteht, sich in die Beziehung zu mischen, bzw. sich so aufzuführen. Anstelle der Mutter würde ich Respekt einfordern und zumindest ein höfliches Verhalten einfordern.

Man muss sich von einer 16-jährigen nicht auf der Nase rumtanzen lassen!

Gruß

Manavgat

Beitrag von juju0980 16.03.11 - 18:29 Uhr

Sicher muss sie gesagt bekommen, dass sie sich an gewisse Regeln zu halten hat.

Aber ich kann aus der anderen Sicht sprechen. Wir haben den neuen Freund meiner Mutter vorgesetzt bekommen als wir 12 und 15 waren. Das war schon schwierig genug - wir wollten das nicht und haben uns mit Händen und Füßen gewehrt und ich ziehe heute noch den Hut vor dem Mann, dass er das erste halbe Jahr mit meinem Bruder und mir durchgestanden hat. Da war verdammt viel Geduld, Liebe aber auch klare Grenzen nötig. Wir haben alle durchgehalten und im Endeffekt 7 tolle Jahre miteinander verbracht - einen besseren Ziehvater in der Pubertät hätte ich mir nicht vorstellen können.

Wenn ich mir allerdings vorstelle, der wäre damals gleich bei uns eingezogen und es wäre auch noch unmittelbar ein Kind gekommen - wow, das wäre echt die Hölle für uns gewesen!

Natürlich hat ein Kind zu akzeptieren, dass seine Eltern noch ein Leben neben ihnen haben und eine Beziehung führen wollen - aber ich finde, dass Eltern ihre Kinder damit auch nicht überfahren und Ihnen Zeit geben, sich an die neue Situation und den neuen Menschen zu gewöhnen!

Beitrag von stormkite 17.03.11 - 08:05 Uhr

Du hast ja sowas von Recht - NUR: Hier ist das Kind ja bereits im Brunnen, bzw. das Baby geboren und der Mann eingezogen.

Klar, das die Tochter sämtliche Register incl. Nervenzusammenbruch zieht, um sich gegen die Situation zu wehren. Ich wäre auch dauerhaft verärgert, wenn GEGEN meinen Willen einfach ein Fremder in meinen engsten Lebensbereich eindringt, und meine wichtigste Bezugsperson in Beschlag nimmt.

Als Teenager hat sie ja wenige andere Möglichkeiten sich zu wehren als durch Aggressivität oder Selbstaggression (=Nervenzusammenbruch).

Schon eine Zumutung, was die Mutter hier gebracht hat, und sehr egoistisch. Blind verliebt, vermutlich.

Hilfe? Am einfachsten wäre, das die Tochter zum Vater geht. Oder zu einem anderen Verwandten. Wenn das überhaupt möglich ist ...

Kite

Beitrag von leiahenny 16.03.11 - 18:12 Uhr

Eine Beratungsstelle oder Psychologin ist auf jeden Fall zu empfehlen, um das gemeinsame Gespräch zu finden. Gegf. auch noch die Schule hinzuziehen.

Die junge Dame ist sicher eifersüchtig und zudem unglücklich, aber "Ausländer" etc. geht nunmal garnicht in der Auseinandersetzung, sondern zeigt nur Hilflosigkeit.

Vielleicht fragst Du sie mal was sie nun wirklich möchte ?
Und ihr macht gemeinsam eine schriftliche Liste, um mal etwas Ordnung in das Gefühlschaos zu bringen.

Frag Sie:
Ob sie jedes Wochenende mit Ihrer Mutter verbringen möchte ?
Ob Sie, wenn er geht, natürlich die nächsten 40 Jahre zu Hause wohnen bleibt ?
Selbstverständlich auch in den kommenden Jahrzehnten das kleine Kind umsorgt ?
Sich gegf. auch um das Einkommen kümmert usw.
Gerne kann man auch gemeisam völlig alkoholfrei Leben, natürlich heißt es auch für Sie kein Alkohol auf Partys etc.

Und dann schreibt auf was Sie möchte und vielleicht gibt es ja einen Ansatz für deine Freundin, zum Beispiel einen Frauentag in der Woche etc.