Wie war das vor 25 Jahren?

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Beitrag von eishaendchen80 16.03.11 - 14:43 Uhr

Da ich noch nicht so alt bin und die Nachrichtenwelt erst seit ca. 15 Jahren für interessant halte würde mich mal eines interessieren.

Wie war das vor 25 und mehr Jahren als was großes passierte?
Wie z.B. der Vietnamkrieg war der damals auch so medial präsent wie heute der Irak-Krieg oder die Unruhen in Lybien?

Oder der Gau von Tschernobyl, war das damals auch gleich in den Nachrichten?
Mir geht es jetzt nicht speziell darum wieviel Japan jetzt in den Nachrichten auftaucht, bevor hier wieder Sensationsgeilheit oder sonstwas vorgeworfen wird.

Möchte nur einfach mal wissen wie der Informationsfluss damals halt war.
Mir geht es um die Nachrrichten insgesamt, oder was wurde verschwiegen?



Beitrag von harveypet 16.03.11 - 14:47 Uhr

Vietnamkrieg??? von 1968 bis 1973!!! Nix mit 25 Jahren.Außerdem Kriege mit Katastrophen vergleichen geht gar nicht , schon überhaupt nicht beim Informationsfluß.

Beitrag von eishaendchen80 16.03.11 - 14:50 Uhr

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Ich habe geschrieben wie war das VOR 25 UND MEHR JAHREN?

Ausserdem ist es mir egal um was es generell geht sondern es geht mir um den medialen Einfluss der heute herrscht.

Wie war das damals?

Bitte richtig lesen und dann auch ne ordentliche Antwort.

Beitrag von harveypet 16.03.11 - 14:56 Uhr

Wann Damals?? 1970....1920.......1840..........1748........???

Beitrag von eishaendchen80 16.03.11 - 15:03 Uhr

dann halt seit es die Medien wie TV und Radio gibt.

Beitrag von harveypet 16.03.11 - 15:07 Uhr

UNMÖGLICH!! von 1930 bis Heute!!!

Beitrag von engelchen1989 16.03.11 - 14:51 Uhr

Wo vergleicht sie denn bitte Kriege mit Katastrophen?
Und warum musst du dich so an den 25 Jahren aufhängen? Sie schreibt doch "vor 25 und MEHR Jahren".

Hauptsache mal gemotzt oder was?

Beitrag von harveypet 16.03.11 - 14:54 Uhr

wie war die Berichterstattung während der napoleonischen Kriege oder beim WKII ist genauso unsinnig zu fragen. Die Mediensituation ist grundlegend anders geworden im Laufe der Jahrhunderte und auch der Jahrzehnte

Beitrag von thea21 17.03.11 - 11:24 Uhr

Sag mal, bist du chronisch unterbumst?

Beitrag von tulpe-72 16.03.11 - 15:03 Uhr

Hallo,

Du musst bedenken, dass es vor 25 Jahren kein Internet gab, keine Handy Videos und drei Fernsehsender! Da guckte man mit der gesamten Familie um 20 Uhr die Tagesschau und das war neben der Tageszeitung die Informationsquellen.
Als die Katastrophe in Tchernobyl passierte war ich 13 Jahre alt und natürlich wusste ich, dass etwas ganz furchtbares passiert war. Handyvideos von z.B.sinkenden Schiffen beim Tsunami, indem Bewusstsein, dass Menschen gerade in dem Moment sterben gab es nicht. Ob das gut oder schlecht war, lass ich mal offen. Natürlich machten einem diese Videos die Außmaßen der Katastrophe noch bewusster.

Die Fernsehsender müssen sich aber auch alle übertreffen heutzutage, deshalb werden alle Einzelheiten genauestens diskutiert und 100 mal ausgestrahlt.

Aber ich bin froh über diese Nachrichtenflut und dass ich immer auf den neuesten Stand bin. Bei Tchernobyl war ich zu jung um alles zu begreifen und ich denke auch, dass meine Eltern sich über den Umfang der Katastrophe nicht im klaren war. Es wurde bestimmt eine Menge verschwiegen.

Beitrag von king.with.deckchair 16.03.11 - 17:57 Uhr

"Du musst bedenken, dass es vor 25 Jahren kein Internet gab, keine Handy Videos und drei Fernsehsender"

Soso.

Beitrag von emma-69 16.03.11 - 15:08 Uhr

Hallo,

also bei dem Gau von Tschernobyl schaute man die Nachrichten um 17 und um 19 bzw. 20 Uhr. Später noch die Spätnachrichten.

Außerdem wurde man laufend über das Radio informiert. Sondersendungen waren Standard.

Wir hörten jedenfalls viel mehr Radio als heute.

Informiert war man auch - aber durch das Internet heute gibt es einfach mehr Spielraum sich zusätzliche Informationen, je nachdem welche Blickrichtung oder Blicktiefe einen interessiert, zusammen zu suchen. Ohne Bewertung der Qualität und des Wahrheitsgehaltes.

Viele Grüße
emma


Beitrag von mausmadam 16.03.11 - 15:08 Uhr

So schön die heutigen Möglichkeiten zur Information auch sind - sie bergen auch Gefahren.

Vor allem ein nicht zu nennender Privatsender sowie eine große Tageszeitung nutzen das immer mehr zur Panikmache und zur Befriedigung der unbändigen Sensationsgier. Besagte Medien schaffen es, dass jeder Mensch gaffen kann und sich an dem Leid ergötzen kann. Es werden Leichen gezeigt etc, ohne Schamgefühl. Je reisserischer (blutiger) die Überschrift bzw das Thema der "Nachrichten", desto mehr Leser/ Zuschauer gibt es.
Bei allem Verständnis für jeden einzelnen, informiert zu sein, halte ich das für ein absolutes Armutszeugnis dieses Landes.

Beitrag von schullek 16.03.11 - 15:10 Uhr

natrülich war der infofluss nicht so wie heute. heute twittert gott und die welt alles sofort weiter, man ist über soziale netzwerke und das internet verbunden udn kann sich sozusagen alles an info ranholen.
meine mutter hat mir vorhin gerade über tschernobly erzählt:
sie meinte, damals wurde von offizieller russischer siete anfangs nicht mal was bekanntgegeben. das kam alles nach udn nach raus. da wusste kaum einer wirklich, was passierte. heute sehen wir live die bilder der explodierenden reaktióren. nicht zu meinem guten muss ich sagen. ich hab den halben tag n24 parallel auf dem rechner und bin überinformiert....wie sicher so manch einer hier.

was mir bei diesem ganzen jedoch sehr stark auffällt:

1. die menschen generell reden nicht so viel drüber. jeder scheint es irgendwie mehr mit sich selber auszumachen. auf dem spielplatz dacht ich vorher, es würde nur ein thema geben. aber nichts, gespräche werden umgelenkt, sobald das thema auf japan kam.

2. es ist so ein riesending, was da gerade passiert. es wird so nachhaltige folgen haben. udn klar bin ich froh, dass der wind von tokyo wegweht, aber es wird mit einer dermaßen gleichgültigkeit berichtet, dass die halbe see dort verseucht wird, dass ich schon stark verwundert bin. alles eine riesenkatastrophe, wird anerkannt, aber die auswirkungen werden dargelegt und fertig. ich weiß nicht, was ich erwartet habe oder erwarte. bissl mehr emotionalität vielleicht, ich weiß nicht.

lg

Beitrag von jane..doe 16.03.11 - 15:28 Uhr

Mir geht es ähnlich wie dir.

Als "Erwachsene, Nachrichen schauende" habe ich den 11 September und den Tsunamie in Thailand mitbekommen.

Damals stand die Welt fast still, alle waren im Gedanken am Ort des Geschehens.

Beim Tsunami war jedoch Weihnachten, alle waren zu Hause, viele hatten zwischen den Jahren frei.

Japan verliert sich irgendwie im Alltag, niemand möchte darüber reden, ich habe auch dass Gefühl, viele interessiert es nicht mal wirklich.

Mein Mann und ich waren am Montag auf dem Montagsspaziergang gegen Atomenergie, wir kommen aus Wiesbaden, also keiner Kleinstadt, und es waren keine 200 Menschen dort.

Alles ind allem ist die Anteilnahme schon dürftig:-(

Beitrag von schmerle123 16.03.11 - 22:14 Uhr

Hallo,

ich glaube schon, dass die Anteilnahme sehr hoch ist. Momentan ist glaub ich eher das Problem, dass viele Menschen mit dieser Situation überfordert sind. So etwas passiert nicht alle Tage (ok, ein Tsunamie und ein Erdbeben auch nicht), und ich denke mal, man mag sich jetzt noch nicht mit Prognosen auseinandersetzen, weil es in vielen eine Panik hervorruft. Es kommen einem dann Erinnerungen hoch "wie war das damals", "was passierte alles nach Tschernobyl" etc. So ein "Supergau" war bislang immer weit entfernt. Jetzt ist was passiert und ich denke keiner kann zum jetzigen Zeitpunkt das genaue Ausmaß einschätzen! Deswegen gehen viele Leute noch sehr verhalten mit diesem Thema um, bis es konkretere Weisungen gibt.

Was noch ein Punkt wäre ist, dass scheinbar viele Menschen nicht annähernd etwas über das Thema Atomkraft wissen. Sie haben sich vorher nie intensiv damit auseinander gesetzt und schwelgen daher in totaler Unsicherheit. Ich glaube aber, dass genau diese Sparte am meisten Panik und Hysterie verbreitet und nicht auf dem Boden der absoluten momentanen Tatsachen bleibt. Spekulationen, Eventualitäten - all das macht kirre und deswegen wird das Thema noch beiseite geschoben!

So, das ist meine Meinung dazu - war bei mir jetzt auch tatsächlich das erste Mal, dass ich zum Betreff Japan/Atomkrise einen Beitrag geschrieben habe. Denn auch ich werde mich generell erstmal noch zurück halten und nicht durch Eventualitäten verrückt machen!

Lg Melle

Beitrag von schmerle123 16.03.11 - 22:26 Uhr

Ich nochmal:
Was den 11. September und den Tsunami an Weihnachten betrifft, dass waren schlimme Katastrophen. Viele, viele Menschen sind gestorben, der Terror war da, aber es war passiert und man wusste trotzdem, wie es weiter geht. Verstehst du, was ich damit sagen will? Es gab eine sehr starke Anteilnahme weltweit, der Terrorakt an sich war abgeschlossen (oh Gott, verstehe mich jetzt bitte nicht falsch). Die Japankrise ist jetzt aktuell passiert und kann nicht abgeschlossen werden, weil das Ausmaß einfach noch nicht abschätzbar ist. Hier ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen, an dem man trauern kann, so wie man es damals im September 2001 getan hat!

Beitrag von arienne41 16.03.11 - 15:24 Uhr

Hallo

Man bekam nicht soviel mit damals vor 25 Jahren.

Tschernobyl, da wurde auch nicht so viel Wind drum gemacht .
Es gab natürlich auch Empfehlungen.
Es herrschte damals der kalte Krieg und da kamen die Informationen eh nicht so gut rüber. Heute weiß man schneller Bescheid als damals dank Internet

Wir hatten gerade einen Garten und ich freute mich auf den Rhababer :-) mein Mann sagte nur " ne is nicht" verseucht und noch einiges mehr was in die Tonne ging.

Mein Zweiter war gerade geboren und der Große 2 1/2 Jahre alt und ich denke viel ist an mir eh vorbeigegangen wie das so ist wenn durch ein neues Baby alles neu läuft.



Beitrag von anyca 16.03.11 - 18:01 Uhr

"Tschernobyl, da wurde auch nicht so viel Wind drum gemacht . "

Na, das habe ich aber anders in Erinnerung! Klar, es gab nicht den Live-Ticker bei Spiegel-online (wäre bei der damaligen russischen Informationspolitik auch kaum nützlich gewesen), aber selbstverständlich war es DAS Thema von Zeitung über Fernsehnachrichten bis zur Kabarettsendung, und natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, was man noch essen darf etc.

Da scheint echt einiges an Dir vorbeigegangen zu sein - was mich allerdings wundert, denn grade mit Kindern interessiert es einen doch, wenn man auf einmal keine Milch mehr trinken soll etc.?

Beitrag von ayshe 16.03.11 - 18:42 Uhr

Absolut!

Beitrag von eishaendchen80 16.03.11 - 20:32 Uhr

ersteinmal ich war damals 6 Jahre alt
zweitens: Milchtrinker war ich noch nie.

Fernsehen gab es für mich nur den Sandmann ansonsten war ich tagsüber soweit ich durfte immmer draussen.

und letzteres ich bin in der DDR aufgewachsen. Ehrlich gesagt erfuhr ich selbst von Tschernobyl viel später über den Geschichtsunterricht.

Beitrag von anyca 16.03.11 - 21:04 Uhr

Naja, dann war die Frage wohl eher nicht an Dich gerichtet, wenn Du erst 6 warst.

Ich war 12 und in Westberlin, da war das auf jeden Fall Thema. Wobei man ja auch in der DDR Westmedien nutzte.

Beitrag von ayshe 17.03.11 - 08:12 Uhr

Das war doch aber auf arienne bezogen, die angeblich jetzt 48 ist.

Beitrag von risala 16.03.11 - 15:40 Uhr

Hi,

ganz einfach:

Der Informationsfluss war deutlich langsamer und nicht so vielfältig.

Warum? Es gab kein Internet - damit weder Twitter, noch Facebook noch andere Wege sich online zu informieren. Es ist das angekommen, was die Reporter vor Ort an Informationen erhalten haben - und da las man in Zeitungen oder sah es in den 20 Uhr Nachrichten.

Wie soll man beurteilen, was damals verschwiegen wurde#kratz? Es wurde doch nicht gesagt :-p.

Nein, mal im Ernst - Tschernobyl war, trotz des damals noch recht aktuellen kalten Krieges und der auch daraus resultierenden Einstellung der Länder, recht schnell bekannt und wurde genauso regelmäßig in den Nachrichten / Zeitungen behandelt wie heute Japan. Man hatte nur nicht die gleiche Chance Panik zu verbreiten/sich zu machen :-) wie heute dank Internet.

Gruß
Kim

Beitrag von risala 16.03.11 - 15:43 Uhr

Vergessen:

Radio war damals sehr viel wichtiger als Fernsehen! Da bekam man auch regelmäßig neueste Informationen zwischen den Nachrichtenblöcken.

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