Er will immer noch nicht durchschlafen!

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von ninam. 16.03.11 - 15:09 Uhr

Hallo zusammen,

mein kleiner, mittlerweile 10 Monate jung, schläft immer noch nicht durch. Ich werd langsam verrückt. Er kommt so zwischen 23.00 und 1.00 Uhr und dann wieder nach 4 Stunden, also zwischen 3.00 und 5.00 Uhr. Er trinkt dann ca. 250 ml Folgemilch und schläft weiter.

Langsam fehlt mir aber echt der Schlaf. Her mir euren Tips, wie ihr das handhabt!

Lg Nina

Beitrag von lady_chainsaw 16.03.11 - 15:33 Uhr

Hallo Nina,

er muss doch noch überhaupt nicht durchschlafen #gruebel und er darf auch durchaus noch 2x Hunger haben in der Nacht.

Meine Tochter z.B. hat erst mit ca. 1,5 Jahren nachts keine Milch mehr gebraucht, aber aufgewacht ist sie trotzdem - es gibt einfach zuviele "gute" Gründe... Zähne, Sprechen Lernen, schlechte Träume, Pullern...

Mein Sohn ist jetzt 17 Monate und wird nachts auch noch des öfteren gestillt.

Gruß

Karen

Beitrag von kiki-2010 16.03.11 - 15:44 Uhr

Unser Großer hat durchgeschlafen, nachdem er statt 1x Milch (Stillkind) in der Nacht (immer so gegen 3) nur einen Becher Wasser bekommen hat. Da hat er wohl gemerkt, wegen Wasser Aufwachen, lohnt sich einfach nicht ;-)

Aber hätte ich ihn weiter nachts gestillt, hätte er garantiert nicht durchgeschlafen.

Ich würde mich aber deshalb nicht als Rabenmutter bezeichnen :-) Nur, irgendwann will man ja auch mal 8 Stunden am Stück Schlaf bekommen....

Viel Glück!

Kiki

Beitrag von honigbienchen78 16.03.11 - 15:58 Uhr

hallo,

mein kleiner ist auch 10 monate alt und schläft nicht ganz durch.

er bekommt zwar nix mehr zu trinken seit er so 6/7 monate alt ist aber wird trotzdem mal wach oder so halbwach. Er sucht dann nur die Nähe, oder sein schnuller oder hat was geträumt. Dann wird kurz gekuschelt und er schläft weiter.

wenn die kleinen nix mehr zum trinken bekommen oder verlangen heisst es lange nicht, daß sie sich garnicht melden, aber finde ich ok. er schläft bei mir, dann muss ich nicht aufstehen.

ich habe die hoffnung dass er langsam besser wird mit der zeit. ich lass ihm einfach seine zeit.

ein tipp den ich dir geben kann ist mach dir keine stress, weil das spüren die und schlafen noch unruhiger.

lg

Beitrag von ficus 19.03.11 - 04:31 Uhr

Hallo,
ich wär sehr froh gewesen, wenn unsere Tochter mit 10 Monaten nur 2 x in der Nacht nach mir verlangt hätte. Das ist doch schon Luxus - nicht zu vergleichen mit der Zeit ohne Kinder.
Ich finde, durchschlafen kann man frühestens - wenn überhaupt - von einem dreijährigen Kind erwarten. Die meisten schlafen selbst dann noch nicht durch.
vG

Beitrag von katbjo 16.03.11 - 16:28 Uhr

hallo...

nenau das gleiche hatten wir bis vor 3 tagen. dann hab ich im netz gesucht und einen auszug aus dem buch "jedes kind kann schlafen lernen" entdeckt.

http://www.babysmile.org/2008/babys/erstemonate/schlafen_lernen.htm

das brauchte ich nur eine nacht durchziehen. hat 11 min. um 1uhr nachts gedauert und bin 2x hingegangen. die letzte nacht war er gegen 5uhr kurz wach. hat bisschen erzählt und weiter gings bis 6uhr. prima......

unsere geschichte ist diese:
zum schlafen gabs fläschchen.tags wasser, abends milch. nachts hat er dann seine flasche vermisst wenn er aufgewacht ist und überprüft ob noch alles so ist wie beim einschlafen. da das nicht so war hat er nach der flasche verlang und sich somit schön den hunger angelernt.

muss aber jeder selber wissen wie er es macht.
lg kathleen

Beitrag von sparrow1967 16.03.11 - 19:38 Uhr

Klasse- dein Sohn hat ja fürs erste schnell resigniert!! Kannst dir auf die Schulter klopfen!!!


*kopfschüttelnd über soviel Unwissenheit und einseitige Information*

sparrow

Beitrag von katbjo 16.03.11 - 21:01 Uhr

oh unwissenheit soll es sein, du weißt bestimmt ganz genau was mein sohn braucht

Beitrag von sparrow1967 17.03.11 - 07:54 Uhr

KEIN Kind braucht die Ferber-Methode. DAS weiß ich mit Sicherheit.

Und HÄTTEST du dich umfassend informiert, hättest du den Mist nicht gemacht.


Dein Kind ist ein halbes Jahr jung....

sparrow

Beitrag von katbjo 17.03.11 - 12:31 Uhr

ist natürlich schön einfach wenn wir warten bis sich die dinge von allein regeln... so in 2-3 jahren... und wenn's dann immer noch nicht geht fragen wir eben die "super nanny"...

zeig mir ein kind, dass wenn es hunger hat in kurzer zeit (warte "resigniert") oder aufhört zu meckern wenn es hunger hat. also meine beiden kennen da keine freunde oder verwanten. außerdem erstmal fragen und nicht davon ausgehen das mein zwerg 11min lang durchgängig gemeckert hat. des weitern kann ich sehr wohl am klang erkennen ob er hunger hat oder nur meckert weil ihm was nicht passt. ich werde jedenfalls nicht sklave meiner kinder.

so, nun regt euch alle wieder schön auf, ich hab jedenfalls heute nacht von 22uhr - 6.00uhr schön geschlafen und mein zwerg von 19uhr - 6.00. natürlich in seinem bett!






Beitrag von sparrow1967 17.03.11 - 14:13 Uhr

Ja ja... Du hast voll die Ahnung...

Sklave meiner Kinder...mensch- hättest dir doch ne Puppe gekauft.

Aber so ist schöner, nech- so kann man seine Macht mal richtig ausspielen- vor allem bei einem 6 Monate jungem Baby.


Armes Deutschland.

Beitrag von brautjungfer 17.03.11 - 16:34 Uhr

stimme dir zu.
Manche sollten einfach keine Kinder kriegen. das man einem Säugling die Bedürfnisse befriedigt sollte selbstverständlich sein.
aber da bin ich dann gerne Sklavin meiner Kinder. (wie kommt man eigentlich auf so einen Schwachsinn, dass man dann der Sklave seine Kinder ist?!)

Beitrag von sparrow1967 17.03.11 - 17:20 Uhr

Man darf nicht springen, wenn Kind sich meldet- schließlich hat Kind so zu fuktionieren und sich in unseren Alltag ( einschließlich Nacht) anzupassen, wie WIR das wollen - denn auch ein 6 Monate junges Baby hat schon einen enormen eigenen Willen und will die Eltern nur manipulieren. Sowas muß im Keim erstickt werden.

Alte Überlieferungen#rofl#rofl

Beitrag von sparrow1967 17.03.11 - 17:21 Uhr

Funktionieren soll es natürlich heißen

Beitrag von moeriee 17.03.11 - 19:03 Uhr

Wenn Kinder weinen, dann haben sie ein Bedürfnis. Das muss nicht automatisch Hunger sein. Hier mal ein Auszug aus einem vernünftigen Artikel (habe ich mal von einer Userin hier im Forum kopiert, da ich fand, dass es sehr gut erklärt ist):


Ein Text von Birgit Welter (Stillberaterin, LLL) mit Auszügen von Denise Both (Stillberaterin, IBCLC)

"Das Kind wird verwöhnt und verzogen."
"Ja, das ist jetzt schon total verwöhnt."
"Ihr verzieht das Kind, nachher will es nur noch auf den Arm."
"So lernt das Kind ja nie alleine einzuschlafen, alleine zu spielen, sich mit sich selbst zu beschäftigen..."
"Wie soll das Kind denn seinen Rhythmus finden, wenn Du es ständig mit der herumziehst?"

So und ähnlich lauten viele Aussagen wohlmeinender Freunde, Verwandte und auch wildfremder Menschen, von denen man auf der Straße angesprochen wird. Was ist dran an dieser Theorie, dass das Baby durch die Zuwendung,
die es erhält verwöhnt und verzogen wird?

Bernadette Stäbler beschreibt in ihrem Buch "Mama" die Angst,
sein Kind nicht richtig zu erziehen: "Und schon ist sie da, diese Angst, sein Kind zu verziehen. Welche Ursachen hat sie?" Denn, wer dieses unschuldige Baby anschaut, fühlt sich sehr glücklich. Niemand kann sich vorstellen, dass es eines Tages unerwünschte Handlungen vollbringen wird. Wenn wir also von "verziehen" sprechen, haben wir ein älteres Kind vor Augen. Das Kind im Trotzalter, das immer "Nein!" ruft, läßt seine Mutter denken: "Was für einen Dickkopf habe ich mir großgezogen. Sicher habe ich es falsch gemacht!"
Ist es wirklich so wichtig, dass unsere Kinder vor der Zeit lernen, alleine zu schlafen, alleine zu sein und sich mit sich selbst zu beschäftigen? Ist es notwendig, dass wir Erwachsenen unseren Lebensrhythmus ändern und an das Baby anpassen, damit sich das Kind gut entwickelt? Auch hierzu möchte ich wieder aus dem Buch von Bernadette Stäbler zitieren: "In vielen ursprünglich lebenden Kulturen, die wir "primitiv" nennen, wurden inzwischen Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse eine Umwälzung unserer Ansichten über die herkömmliche Kindererziehung mit sich brachten. Ich möchte eine afrikanische Studie herausgreifen und vereinfacht darstellen:

Die erste Gruppe gebar ihre Babys zuhause und ließ diese keinen Moment allein. Geborgen bei der Mutter, wurden sie nach Bedarf gestillt und mussten niemals schreien. Bald ging die Mutter wieder auf das Feld, um die gewohnte Arbeit zu verrichten, das Neugeborene in ein Tragtuch geschlungen. Die Kontrollgruppe bekam ihre Babys im Krankenhaus mit aller medizinischen Hilfe, einschließlich schmerzlindernden Medikamenten. Gleich nach der Geburt wurden Mutter und Kind getrennt, um zu ruhen. Die Babys bekamen Fläschchen und Schnuller, weil dies "das Moderne" war. Daheim schliefen die Kinder in ihrem Bettchen, in ihrem eigens dafür hergerichtetem Zimmer.
Allein, ohne Körperkontakt. Alles ging recht zivilisiert zu, nämlich nach einem genauen Zeitplan, denn die Kinder sollten sich früh an ein geordnetes Leben gewöhnen und weder kleine Tyrannen noch nervös werden.

Ein Jahr später offenbarte sich das Unerwartete: Die Kinder der ersten Gruppe waren in allem den anderen voraus: Sie waren intelligenter in ihren Verhaltensweisen und auch viel sozialer eingestellt, selbst die körperliche Entwicklung war besser, obwohl sie die ganze Zeit "festgebunden" waren.
Ähnliche Ergebnisse ergaben vielseitige Studien in den verschiedensten Kulturkreisen.

Wenn wir versuchen, dies mit einer natürlichen, einfühlsamen Intelligenz nachzuvollziehen, wissen wir, warum das Ergebnis so ausfallen musste.
Das Baby fühlt sich bei seiner Mutter geborgen. Es muss seine Kräfte nicht für das Weinen verbrauchen. Der mütterliche Körper gibt ihm Wärme. Wenn das Baby sich an seine Mutter schmiegt, fühlt es ein wenig von dem Glück, das es neun Monate lang im Mutterleib haben durfte. Es kennt von daher ja auch schon die Herztöne seiner Mutter, es kennt sogar schon ihre Stimme und nun sieht es endlich ihr Gesicht, ihre Augen und darf an der Brust trinken, wenn es möchte. Das ist das Glück, die mütterliche Liebe, die Impulse gibt für die Intelligenz und das soziale Verhalten. Wenn das Baby sich an die Körperbewegungen der Mutter anpassen muss, während sie ihre alltägliche Arbeit verrichtet, übt es in wundervoller Weise seine Muskeln und den Gleichgewichtssinn." (Aus: Denise Both: "Tragen")

In einem amerikanischen Buch über die Entwicklung von Kindern (Aldrich: "Babys are Human Beeings"') habe ich einmal den wichtigen Satz gefunden
"Damit Kinder sich gut entwickeln können, sind liebevolle Fürsorge und ein beständiges, direktes Eingehen auf ihre Bedürfnisse so ausgesprochen wichtig".
Das steht zwar manchmal im Widerspruch zu unserem "modernen, westlichen" Lebensstil, aber es zahlt sich langfristig aus.

Es ist ein seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen bewährtes "Mittel" ein Kind an der Brust zu beruhigen und zum Einschlafen zu bringen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Kindes nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem:
Babys und Kleinkinder wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben und Eltern, die nicht in das "Schema der derzeitigen Mode" passen, werden verunsichert.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass niemand fragt "Wann muss das Kind selbstständig atmen lernen" oder "Wann muss das Kind frei laufen können"?
Beim ersteren geht jeder davon aus, dass dies eine Fähigkeit ist, die ein gesundes Kind selbstverständlich beherrscht und bei zweiten wird eine große Zeitspanne von vorneherein als normal angenommen. Nur beim Schlafen, da wird dem Kind nicht die Kompetenz zugestanden, dass es auch diese Fähigkeit selbst und in dem für es passenden Tempo entwickeln wird. Da wird immer wieder behauptet, dass die Eltern das Kind entsprechend "trainieren" müssen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass bis jetzt noch jedes Kind aus dem Bett der Eltern ausgezogen ist und zwar lange vor der eigenen Hochzeitsnacht. Die Zweifler und all die, die meinen, dass sie es besser wissen, kannst Du ja mal fragen, ob sie gerne alleine schlafen und ob sie der Meinung sind, dass sie ihren Partner "verwöhnen" (im Sinne von "verziehen"), wenn sie gemeinsam in einem Bett, vielleicht sogar aneinandergekuschelt, schlafen.

Um Menschen bewusst zu manipulieren, muss ein gewisses logisches Denkvermögen und auch bereits eine vorausschauende Denkweise vorhanden sein. Über beides verfügt ein Baby oder Kleinkind noch nicht, denn es kennt noch keinen Zeitbegriff und es hat auch noch keine zielgerichteten Gedankenfolgen wie sie erforderlich sind, um den Eltern "auf der Nase herumzutanzen".

Es ist deshalb auch nicht möglich ein Baby zu "verwöhnen" im Sinne von "verziehen". Ohnehin ist verwöhnen ja nichts Negatives. Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn uns jemand verwöhnt, will heißen etwas Gutes tut? Verwöhnen ist nichts anderes als jemandem etwas Gutes tun, dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlt und das ist etwas Positives."


Largo, Buch "Kinderjahre":

„Manche Erwachsene befürchten, ihr Kind zu verwöhnen, wenn sie auf seine Bedürfnisse allzu rasch eingehen. Sie meinen, das Kind immer wieder hinhalten zu müssen, damit es nicht allzu verlangend oder gar aufsässig wird. Das Gegenteil ist richtig. Wenn man ein hungriges Kind vertröstet, wird sein Hunger nicht kleiner werden. Nur wenn es Essen bekommt, hört es auf, nach Nahrung zu verlangen.

Genauso ist es auch mit den emotionalen Bedürfnissen. Erst wenn das Verlangen nach Nähe und Aufmerksamkeit gesättigt ist, klingt es ab.
Kein Kind ist unersättlich in seinen Ansprüchen. Ein Kind verlangt nicht mehr Geborgenheit, als es braucht."


Schade, dass du dich selbst als "Sklavin deines Kindes" ansiehst. Eine Mutter ist nun mal dazu da, die Bedürfnisse des Kindes zu befriedigen. Wenn du darauf keine Lust hast, dann hättest du dir das vorher überlegen sollen. Wenn ich so einen Satz von meiner Mutter lesen oder hören würde, wäre ich echt enttäuscht... :-(

Beitrag von kati24la 18.03.11 - 09:08 Uhr

HALLO!

Ich bin so begeistert, das es noch Menschen gibt, die nicht Sklaven ihrer Kinder werden, das ich es kaum fassen kann!

Bitte bestätige mir nochmal, das dass was da oben steht dein ernst ist und nicht Zynisch gemeint ist.
Ich habe schon langsam an mir selbst gezweifelt, weil auch mein zweiter seit er 11 Wochen ist von 20-7 Uhr durchschläft.

Ich habe schon überlegt, ob ich mir denn Nachts nicht den Wecker stelle und ihn aufwecke und ein bisschen Nerve und versuche Ihm die Flasche zu stecken, weil das ja anscheinend normal ist. #huepf
Man wird ja verurteilt und beschimpft, wenn das Kind nicht bis mind. bis zum ersten Lj. die Familie Nachts "terrorisiert"!

Ah, Du hast mein Tag gerettet. Ich Danke Dir!
Hab ich bis Dato noch nicht gemacht, aber DICH werde ich als Freund markieren!!! :-D

LG Kati

Beitrag von katbjo 18.03.11 - 12:41 Uhr

halli hallo

das tue ich doch gerne. wenns nach mir gegangen wäre hätte ich noch ganz andere sachen angesprochen. aber dann herscht krieg. ich verfolge die diskusionen hier schon lange und kann kaum glauben dass es muttis gibt, die ihre kinder (egal welchem alter) manchmal bis zu 30x in 24h stillen. da kann ich ja gleich oben ohne rumlaufen. leider gibt es zu wenige die sich hier auflehen und die die es tun zitat "sollen gleich mal keine kinder bekommen". mir hatte sich auch schon mal die frage aufgedrängt (meine große (5jahre im mai) hat ab 2mon von 19 - 5uhr ohne zu tun geschlafen) wenn sie abends nur an ihrer schnitte knabbert, sie nachts zu wecken und ihr was reinzustopfen. wird bestimmt nicht lange dauern und sie wacht dann von allein so gegen 1uhr und 4uhr auf. und dann schlepp ich sie in mein bett.

mal im ernst, wenn die mäuse krank sind oder irgendwas drückt liegt lotti auch in der mitte. aber sonst...

lg kathleen

PS: den anderen empfehle ich das buch "warum unsere kinder tyrannen werden"

Beitrag von kati24la 18.03.11 - 13:38 Uhr

Hi!

Oh ja, das Buch kenne ich auch und habe es auch gelesen!

Ach und Freunden/Bekannten/Passanten stellen dann aber auch immer fest:

Mensch, Ihr/Deine Kinder sind aber Brav!

Tja, warum wohl!
Hat wohl mit der ganzen Grundeinstellung zu tun!

LG

Beitrag von muehlie 18.03.11 - 14:33 Uhr

"PS: den anderen empfehle ich das buch 'warum unsere kinder tyrannen werden'"

Lass mich raten: wieder eines dieser Bücher ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage, geschrieben von jemandem, der vielleicht mit Kindern zu tun hat, kurze Ausschnitte ihres Lebens kennenlernt, ohne das Gesamtbild zu sehen, und der wahrscheinlich keine psychologische oder pädagogische Ausbildung besitzt bzw. auf dem Gebiet, das er beschreibt, keinerlei echte Forschungen betrieben oder empirische Untersuchungen durchgeführt hat. Richtig?
Warum dann nicht die Gebrüder Grimm oder Wilhelm Busch? Die taugen als Erziehungsratgeber mindestens genauso viel. #gaehn

Beitrag von katbjo 18.03.11 - 16:53 Uhr

falsch... du hast doch einen pc, benutze ihn...

Beitrag von badeente007 18.03.11 - 18:04 Uhr

Hallo,

ich habe das Buch auch im Regal stehen (leider noch nicht fertig gelesen) und bis jetzt habe ich noch keinen Absatz gefunden indem stehen würde, dass man ein 6 Monate (!!!) altes Kind ferbern sollte.

Ich bin auch dafür, dass Kindern Grenzen gesetzt werden, aber dies bitte im entsprechenden Alter und nicht als Säugling.

Gruß,
badeente

Beitrag von kati24la 18.03.11 - 18:30 Uhr

Hallo!

Das Buch sei jetzt mal nicht Thema!

Grenzen setzten!
Ja klar, dem alter entsprechend und ja das geht schon auch bei den kleinen!
Aktion - Reaktion!
Kind schreit - zack wird es aus dem Bett genommen und rumgetragen.
Kaum berührt der Popo wieder die Matratze - Zack wieder geschrei - Zack Kind wieder raus!
Das nennt man dann Nähe brauchen/suchen!?
Klar, aber nicht in der Nacht, dann hat das arme Kind tagsüber keine Nähe bekommen?
Und man kann sicherlich auch das Hunger/Durst Verhalten "trainieren"! Wie ist es denn bei uns Erwachsenen?
Stell Dir doch mal ein paar Nächte den Wecker (falls du ein Kind hast, das schon durchschläft) und geh aufs Klo und/oder trink ein Glas Wasser. Mach das 3 Nächte und die vierte Nacht wirst du automatisch wach und musst zum Pipi machen und/oder trinken!

So what!

LG
Kati

Beitrag von sparrow1967 18.03.11 - 20:57 Uhr

Schon mal überlegt, dass wir von Säuglingen reden, die nichts anderes kennen als Hunger und Durst und die nicht mal eben zur Wasserflasche greifen können, sondern zu 100% auf uns angewiesen sind?
Das wir hier von kleinen Menschen reden, die weder bösartig, noch verzogen, noch absichtlich nach Nähe weinen?

Ich glaube, dass geht in deinen Kopf nicht rein - >>Das nennt man dann Nähe brauchen/suchen!?
Klar, aber nicht in der Nacht, dann hat das arme Kind tagsüber keine Nähe bekommen? << und wenn ich sowas lese, dann kommt mir die Galle hoch.

Babys kennen nicht die Uhr - sie melden sich, wenn ihr Gefühl, ihr Instinkt es ihnen sagt.

Aber ist schon schön, wenn man die Macht über so ein kleines Wesen hat und ihm Grenzen setzen kann, nech?


Beitrag von muehlie 18.03.11 - 22:17 Uhr

Ach, komm! Hat doch sowieso keinen Zweck. Ein Kind ist von Geburt aus ein Tyrann und ein Ärgernis und hat seine Bedürfnisse (akzeptabel sind ohnehin nur Hunger und Schmerzen) gefälligst nach der Uhr - UNSERER Uhr - zu richten. Was willst du denn mit solchen Kleingeistern, die einem Menschen- und Erziehungsbild von vor 70 Jahren anhängen, weiter diskutieren. :-)

Und überhaupt: unsere Gesellschaft geht ja vor die Hunde, die Jugend wird immer respektloser und gewaltbereiter. Und wer ist Schuld? Natürlich wir mit unserer albernen bedürfnisorientierten frühkindlichen Erziehung. Gedrillt gehören die Gören! Und zwar von Geburt an! Basta!
Interessanterweise sind unsere Gefängnisse voll mit Erwachsenen und Jugendlichen, die vor allem aus zerrütteten Familien kommen, in denen die Gewalt regiert und wo sich wohl keine Mutter auch nur halb so viele Gedanken über die Bedürfnisse ihres Nachwuchses macht wie wir. Aber wen interessieren denn schon Fakten, wenn einem doch schlaue Bücher nicht nur eine andere "Wahrheit", sondern auch gleich noch eine so schöne simple Lösung - leicht verdaulich für denkfaule Menschen - präsentieren? ;-)

Beitrag von badeente007 18.03.11 - 22:50 Uhr

Nein, weil diese kleinen Wesen (mit 6 Monaten!!!) völlig bedarfsorientiert handeln; sprich sie spürren Hunger und weinen, sie spüren allein sein und weinen, damit Mama kommt und sie in den Arm nimmt. Und diese kleinen Wesen kennen die Uhr nicht.

Natürlich können wir Erwachsenen uns disziplinieren. Aber mal ganz ehrlich... ich selbst habe oft genug Nächte in denen ich schlecht schlafe, weil ich z.B. von einem Ereignis nicht loskomme oder auf die Toilette muss oder Durst habe etc. Wenn ich es mit 27 Jahren (!!!) noch nicht schaffe regelmäßig durchzuschlafen, wie kann ich es von meinem Sohn (18 Monate!!!) verlangen. Es gibt mal gute Nächte, da schläft er bis 6 Uhr ohne einen Mucks neben mir und in manchen Nächten braucht er mich aller 1,5 Std. Aber da er direkt neben mir schläft ist das auch kein Problem, da machen mir oft meine eigenen Schlaf"probleme" mehr zu schaffen. :-p

Ich bin mittlerweile eh der Meinung, dass die Kinder sobald sie dann mal regelmäßig "durchschlafen" eher gelernt haben ihre Bedürfnisse (trinken, Toilette, etc.) selbst zu befriedigen und daher nicht mehr nach Mama rufen. Sprich auch dann werden Kinder nicht immer jede Nacht durchschlafen.

Ich war leider anfangs auch deiner Meinung "damit verwöhnt man sie", "der will uns nur manipulieren", "das ist reine Gewohnheit", etc. :-[
Ich habe mir aber die Beitrage in diesem Forum zu Herzen genommen und mir mal durch den Kopf gehen lassen.
Ganz vorbei war es als ich eines abends doch tatsächlich mein Kind in sein Bett gesteckt habe und er hat bitterlich geweint und ich war auf dem Flurboden gesessen und habe noch mehr geweint weil es mir so weh tat in sein Gesicht zu sehen. Und da wusste ich dass dieses nicht der richtige Weg sein kann. Seit diesem Tag schläft mein Kind neben mir jede Nacht und er wird in den Schlaf begleitet. Diese 15 - 30 Minuten jeden Abend kann ich mir ruhig für mein Kind nehmen, ich verschwende oft soviel Zeit für andere belanglosere Dinge, da muss diese Zeit für mein Kind rausspringen.

Gruß,
badeente

PS: Übrigens ich selbst habe erst mit 3,5 Jahren meine Mama nachts nicht mehr gebraucht. #aha