Herz-OP: Wann ist man wieder fit für eine längere Autofahrt?

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Beitrag von inselreif 16.03.11 - 15:35 Uhr

Hallo,

folgende Frage möchte ich in den Raum stellen:

Kann man nach einer OP am offenen Herzen bereits nach 2 Wochen wieder für mehrere Stunden im Auto sitzen (hier zwecks Transport in die Reha)? Der Patient wäre übrigens 35 Jahre "jung".

Für Antworten/Erfahrungsberichte wäre ich dankbar.

LG
Inselreif

Beitrag von mansojo 16.03.11 - 16:24 Uhr

hallo,


die frage kann man nicht beantworten


wenn die behandelnen ärzte ihn als transportfähig einschätzen dann kann er auch mit dem transport in die rea



patienten werden jetzt so früh wie möglich mobilisiert

je eher aus dem bett desto besser



hast du bedenken
oder in welche richtung geht deine frage?

Beitrag von inselreif 16.03.11 - 19:45 Uhr

Hallo,

ich denk halt, dass die Narbe nach 2 Wochen noch so sehr schmerzt, dass eine Autofahrt über 400 km nicht machbar sein wird, auch wenn er ansonsten transportfähig wäre. Über das Aufstehen nach der OP mach ich mir keine Sorgen. Das wird klappen. Aber sich im Krankenhaus bewegen oder stundenlang im Auto zu sitzen, das ist ja doch ein großer Unterschied.


LG

Beitrag von mansojo 16.03.11 - 20:12 Uhr

gegen die schmerzen kann man was machen

das ist kein grund


ruhig nach schmerzmittel verlangen

wenn die muskeln in schonhaltung verharren ist das ganze kontraproduktiv
bewegung ist das wichtigste und die muss reibungslos funktionieren

lg und gute besserung

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 17:25 Uhr

Wieso muss denn die Reha schon so früh beginnen? Nach 2 Wochen wirds schwer werden, sich überhaupt schon richtig bewegen zu können.

Ich würde da eher ab 3-4 Wochen nach der OP beginnen. Zumal man sich nach der Krankenhauszeit vielleicht auch noch etwas zu Hause erholen sollte, bis dann der Reha-Stress beginnt.

Natürlich ist das alles Patientenabhängig. Vielleicht ist er wirklich nach 2 Wochen schon so fit, dass es klappen würde. Ich war es nach 2 Wochen nicht. Bzw. ich wäre schon hingekommen, aber doch sicher mit erheblichen Schmerzen und ohne, dass ich dann an den Rehamaßnahmen hätte teilnehmen können.

Beitrag von elofant 16.03.11 - 19:15 Uhr

Unser Sohn musste damals schon an Tag 2 nach der OP aus dem Bett raus!! Er bekam ab da dann auch Physiotherapie etc.

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 19:54 Uhr

Oh nach 2 Tagen lag ich noch auf der Intensiv. Nach 5 Tagen konnt ich erst wieder essen. Nach 6 sitzen, vorher wars zu anstrengend. Physio habe ich erst nach 3 Wochen bekommen. Vorher gab es nur leichte Massagen und ich wurde abgeklopft, damit ich atmen kann.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:06 Uhr

Auch auf die Intensivstation kommt die Physiotherapie.#aha
Je länger die Patienten liegen, desto höher wird die Gefahr einer Lungenentzündung und ähnlich lästigem.

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:13 Uhr

Physiotherapie gab es nicht auf der Intensiv.

Nur auf der normalen Station mittels Massagen und halt Abklopfen.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:20 Uhr

Wo und in welchem KH warst du denn?
Das ist ja fahrlässig!

Normalerweise kommt auf jede Intensiv die Physio.
Bei vielen Patienten ist es besonders wichtig früh mit der Mobilisation zu beginnen, dazu gehören auch Herz OPs. die Gefahr von Lungenentzündungen ist u.a.durch die Thoraxdrainagen sehr hoch.
Mir völlig unverständlich, in den KH in unserer Stadt haben ALLE Intensivstationen eigene Physios.

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:28 Uhr

DHZB

Die anderen aus der Reha waren aber nicht alle dort.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:30 Uhr

????
Was ist das und wo?
Bzw. woran wurdest du operiert und wann?

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:35 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin
2007 im April, da war ich 17 Jahre alt

Mir wurden Membranen abgemacht, die sich an den alten Narben im Herzen gebildet haben.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:42 Uhr

Also:
Ich komme beruflich aus dem Bereich und bin seit 15 Jahren im Dienst.
Natürlich gibt es Ausnahmen bei den Patienten, keine Geschichte ist gleich. Es kommen immer mal Sachen dazwischen die frühes Mobilisieren schwer möglich machen.
Aber generell werden die Patienten AUCH nach OPs am offenen Herzen früh rausmobilisiert. Thromboseprophylaxe, Pneumonieprophylaxe....das Programm ist lang.
Auf der Intensiv wird damit begonnen, langsam gesteigert.
Ich habe noch von keinen Kollegen gehört das die Patienten so lange liegengelassen werden.
Natürlich haben die Leute Schmerzen, dafür gibt es Medikamente. Und natürlich beginnt man langsam. Es gibt Hilfsmittel zum Aufrichten im Bett (aufstützen nach der Sternumspaltung tut nicht so gut) und viele Sachen um zu helfen.
Aber die Leute MÜSSEN raus.
Das Ganze geht auf der Wachstation und dann auf der "normalen" weiter, AHB recht früh. Die meisten sind auch fit genug dafür. Natürlich wird dort geschaut, wie weit sind die Patienten, was können sie.
Mein Vater z.B. konnte die ganze AHB Zeit nicht ins Wasser weil sich seine Naht am Arm grässlich entzündet hatte. Auch ok, haben sie halt was anderes gemacht.
Aber die Patienten SOLLEN sich belasten, kontrolliert natürlich.

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:53 Uhr

Was hast du denn immer mit der Sternumspaltung? Das hatten wir alle nicht. Uns wurde der komplette Brustkorb geöffnet.

Eine Aufrichthile hatte ich erst auf der normalen. In der Intensivstaion war das nicht möglich. Ich konnte mich auch nicht drehen o.ä. Zum Röntgen oder Waschen wurde ich gedreht. Mitmachen konnte ich noch nicht.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:58 Uhr

Ähm, um den Brustkorb zu eröffnen muß man das Sternum spalten.
Aufrichthilfen gibt hier auch schon auf der ITS, wie sollen sich die Patienten die länger dort liegen sonst aufrichten?

Aber laß mal gut sein....die TE hat ihre Antworten ja bekommen und das hier scheint mir mehr als sinnlos.

Schönen Abend noch.

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:05 Uhr

Wie alt war er denn? Er ist ja erst 7.

Als ich mit 2 operiert wurde, raste ich auch meinen Eltern am 3. Tag nach der OP mit dem Dreirad entgegen.

Als Kind regeneriert man sich wesentlich schneller, als als Erwachsener bzw. Jugendlicher.

Beitrag von elofant 17.03.11 - 06:57 Uhr

Knapp 6 Jahre war er da.

Er lag nicht ganz 1 Tag auf ITS und kam dann schon auf Normalstation. Am Tag 10 wurden wir schon entlassen.

Beitrag von inselreif 16.03.11 - 19:49 Uhr

Der Zeitraum wird von der Klinik so vorgegeben. All die anderen mir bekannten Herzpatienten gehen auch sofort von der Klinik in die Reha, manche mit 1 Tag Aufenthalt zu Hause. Nur haben die alle nicht 400 km Fahrt vor sich.

Also hättest du die 400 km Fahrt nach der OP nicht auf dich genommen? Ich gehe ja mal davon aus, dass man zum Ende des Krankenhausaufenthaltes absehen kann (als Patient) ob man diese "Tortur" auf sich nehmen will/kann oder nicht. Sehe ich das richtig?

LG

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:02 Uhr

Naja ich konnte schon nach 8 Tagen aus dem KH raus. Die Taxifahrt nach Hause dauerte 30min und war die Hölle. Vorher häte ich nicht gedacht, dass es so schlimm wird. Aber 400km hätte ich mir wohl auch nicht vorher zugetraut und jetzt im Nachhinein erst recht nicht.

Von der Klinik in die Reha, hätte ich auch komisch gefunden. Ich war 2 Wochen noch zu Hause, dann ging es in die Reha und die 1. Tage dort waren auch noch heftig. Ich konnte noch keine 50m laufen ohne 5min Pause zu machen und das Gelände war recht groß.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 19:59 Uhr

Nonsens.
Die Herzpatienten werden sehr sehr früh aus dem Bett mobilisiert.
Und die Reha wird entweder angetreten ohne vorher nach Hause zu gehen (also aus dem KH in die Reha) oder mit ganz kurzem Abstand.
Meist ist es eine Anschlußheilbehandlung (AHB), der Name spricht für sich.

Mein Vater wurde letztes Jahr ebenfalls am Herz operiert, hatte auch noch Schmerzen (die haben diese Patienten noch länger, da dürfte man erst nach Monaten die Reha antreten) durch die Sternumspaltung.
Er ging 12 Tage nach der OP in die AHB, blieb dort 3 Wochen.
Es ging ihm nicht besonders gut nach dem KH, er war sehr schlapp.
Nach 3 Wochen AHB war es ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:12 Uhr

Nonsens? Nicht nur ich durfte nach dem KH nach Hause. Bei den andere aus meiner Rehagruppe wurde das nicht anders gemacht.

Und wie gesagt, ich hätte nicht nach dem KH Aufenthalt in die Reha gekonnt. Ich konnte mich nichtmal selbst duschen oder mir Essen zubereiten. Ich konnte pro Atemzug 1-2 Worte sagen, mehr nicht. Da kannst du dir selbst ausmalen, wie weit Sport davon entfernt ist.

Was hätte ich da in der Reha machen sollen? Die Reha ist schließlich kein Pflegeheim, wo einem alles abgenommen wird.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:16 Uhr

Sehr merkwürdig und überhaupt nicht üblich.

Was hattest du, bzw. die anderen Patienten für eine OP?

Beitrag von ippilala 16.03.11 - 20:26 Uhr

Bei mir hatte sich an den alten Narben im Herzen Membranen gebildet, die auf Dauer das Herz verschlossen hätten und die wurden halt abgeschnibbelt.

Bei einem anderen Mädchen wurde ganz klassisch die zu weit offene Herzklappe wieder dicht gemacht.

Und die letzte hatte ein Riesenloch in der Scheidewand, was in der Kindheit nie bemerkt wurde. Erst als sie ausgewachsen war und öfters umfiel. Wurde halt zugemacht.
Sie war übrigens bereits nach 2 Wochen in der Reha und nur 1 Woche zu Hause. Beim ersten Sport ist die Narbe aufgegangen.
Noch ein Grund zu warten und nicht gleich wild rumzuhampeln, das sah nicht schön aus.

Beim Rest weiß ich nicht mehr genau, was sie hatten. Aber alle OPs am offenen Herzen hinter sich und nichts kleines, wo nur mal ein kleines Löchlein nötig war.

Beitrag von 221170 16.03.11 - 20:01 Uhr

Ich würde mit den behandelnden Ärzten sprechen.
Mein Vater wurde letztes Jahr auch am Herz operiert, das einzige Problem bei der Fahrt war der Anschnallgurt der über das Sternum verlief, das tat ihm weh.

Ich habe ihm ein gefaltetes Handtuch dazwischen geklemmt, da ging es besser.

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