Namensänderung des Kindes

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jungemammi85 16.03.11 - 18:29 Uhr

Hallo,

brauche Tipps und Hilfe bei folgendem Fall.

Die Mutter will für ihr Kind eine Namensänderung, der Vater willigt nicht ein. Gründe: beide sind gleich sorgeberechtigt. Die Mutter hat Jahre nach der Scheidung erst den Mädchennamen wieder angenommen und will jetzt für die gemeinsame Tochter eine Namensänderung.

Ich bin der Meinung, es geht nicht. Finde leider dazu aber nichts.

Lg

Beitrag von cazie71 16.03.11 - 18:45 Uhr

Meines Wissens kann ein ehelich geborenes Kind den Mädchennamen der Mutter NICHT mit annehmen.
Ruf doch einfach beim zuständigen Standesamt an. Die werden dir das sicher ggf. bestätigen.

LG

Beitrag von kati543 16.03.11 - 18:47 Uhr

Doch, das kann es, wenn der Vater zustimmt.

Beitrag von kati543 16.03.11 - 18:46 Uhr

Es geht auch nicht, wenn beide sorgeberechtigt sind und der Vater nicht zustimmt. Und hier die gesamte rechtliche Seite dazu:

http://www.ehescheidung24.de/blog/2008/04/23/namensaenderung-des-kindes-nach-wiederheirat/

Beitrag von hedda.gabler 16.03.11 - 18:50 Uhr

Hallo.

Wenn die gemeinsame Sorge vorliegt und/oder das Kind des Namen des vaters trägt, muss der Vater zwingend einer Namensänderung zustimmen.
Tut er das nicht, kann man versuchen, eine Namensänderung über eine Gericht zu erzwingen, aber dafür müssen schwerwiegende Gründe vorliegen, warum es dem Kind nicht zuzumuten ist, weiterhin den Namen des Vaters zu tragen.

>>> Problemlos ist eine solche Namensänderung, wenn auch der andere Elternteil zustimmt. Ist das Kind bereits mindestens 5 Jahre alt, muss auch das Kind selbst zustimmen.

Was passiert aber, wenn der der andere Elternteil (meist der Vater) der Namensänderung nicht zustimmt?
In diesem Fall ist eine Namensänderung grundsätzlich nicht möglich! Nur in selten Ausnahmefällen ist eine Namensänderung ohne Zustimmung des Vaters möglich, wenn die Namensänderung für das Kindeswohl erforderlich ist. In § 3 Abs. 1 Namensänderungsgesetz steht, dass ein wichtiger Grund für die Namensänderung vorliegen muss. Dieser wichtige Grund liegt aber nicht schon dann vor, wenn die Mutter einen anderen Nachnamen hat als das Kind. Ein slcher Namensunterschied mag zwar im Alltag bisweilen Probleme bereiten, ist aber nach der Rechtssprechung kein wichtiger Grund für eine Namensänderung. Außerdem sind die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten nur vorübergehender Natur: sie fallen weg, wenndas Kind älter bzw. erwachsen ist. Schließlich ist auch die Namensbindung zum "alten" Elternteil wichtig und soll grundsätzlich beibehalten werden. Erforderlich ist vielmehr, dass ohne eine Namensänderung schwerwiegende Nachteile für das Kind drohen würden. <<<
Quelle: http://www.scheidung-online.de/namensr.html

Gruß von der Hedda.

Beitrag von cybille 17.03.11 - 08:57 Uhr

Bei gemeinsamen Sorgerecht braucht sie immer die Zustimmung des Vaters.
LG