Was im Vorfeld zur Trennung "organsieren"?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von olle-lzs-mama 16.03.11 - 18:48 Uhr

Hallo liebe getrennt lebende Mamas und Papas,

mein Partner und ich werden demnächst auseinander gehen.
Wir stecken seit mehr als 2 Jahren in der Krise und ich kann nicht mehr. Momentan sind wir im Schwebezustand.
Wir haben gesprochen und ich hab ihm gesagt, ich denke nach, wie es weitergehen soll. Der letzte Streit ist einfach zu heftig gewesen und da wurden Sachen gesagt, die ich nicht verzeihen kann und die ich auch vor meinem Zwerg nicht hören will.

Nach fast einer Woche denke ich nun, dass es das Beste für uns alle ist, uns zu trennen.

Wie es aussieht: wir wohnen zur Miete in einer Wohnung, in deren Mietvertrag wir beide stehen.
Wir haben ein gemeinsames Kind, das 2 1/2 Jahre alt ist.
Ich habe alleiniges Sorgerecht.
Getrennte Konten. Von einem Konto, was mir gehört und auf das er auch keinen Zugriff hat, geht alles ab was Miete, KITA, GEZ, gemeinsame Versicherungen etc. betrifft, da haben wir bisher beide jeden Monat die selbe Summe eingezahlt.

Ich hab jetzt versucht, mir einen Plan zu machen, wie man jetzt am Besten vorgeht. Ich habe eine Vortrennungsliste mit Sachen, die ich erledigen möchte, bevor ich ihn mit meinem Entschluss konfrontiere.

Auf der Liste stehen bisher:
- alle Passwörter zu meinem Accounts wie eMail etc. ändern
- neue Zugangspin zu meinem Onlinebanking holen
- in der KITA anmelden, dass sie das Kind nicht mehr ohne
Vollmacht an ihn rausgeben

Mehr fällt mir nicht ein. Wisst ihr noch etwas anderes, was sinnvoll wäre?

Und was muss ich bzw. was müssen wir hinterher alles machen?

Ich denke im Moment noch, wir sind beide erwachsen und können uns gemeinsam einigen, was Umgang und Geld angeht.
Reicht es, wenn wir da unter uns etwas schriftlich fixieren oder brauchen wir zwangsweise das JA oder einen Anwalt. Wäre es insgesamt cleverer, mich von einem Anwalt beraten zu lassen im Vorfeld?

Und was fällt sonst an? Ich wende mich mal an euch, weil ich denke, ihr habt alle schon eine Trennung mit Kind hinter euch.
Ich mache das jetzt das erste Mal. Ich hab vorher noch nie mit jemandem zusammen gewohnt, da ging es immer ganz unkompliziert ;-)

Danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße von O-L-M

Beitrag von hedda.gabler 16.03.11 - 18:55 Uhr

Hallo.

Dank der extremen, entsorgten Väter weiß Frau doch sehr genau, was sie zu tun hat (der folgende Text wendet sich zwar an Männer, aber zum einem gelten die Vorsichtsmaßnahmen ja auch für Frauen und zum anderen beinhaltet der Text all "Böses", was Frauen tun könnten, um ihre Rechte zu wahren ... und deswegen hält frau sich da auch dran;-)):

Einige konkrete Hinweise für den Beginn der Trennungsphase:
In der Kommunikation mit der zukünftigen Ex lächelnde Freundlichkeit zeigen, sagen was sie hören will, nichts sagen wenn sie nichts hören will. Nicht streiten. Oft wird von Partnerinnen schon vor der eigentlichen Trennung monatelang jede Zeile gesammelt, um an geeigneter Stelle Entgleisungen des Vaters nachzuweisen. Dahergesagte emotionale Sätze durch Männer können schnell zum Anlass für Platzverweise, Anzeigen und Hausdurchsuchung zur "Gefahrenabwehr" führen. Umgekehrt darf man sich nicht durch Worte der anderen Seite von eigenen Zielen abbringen, einlullen oder provozieren lassen. Wenn Frauen merken, dass sie im Trennungsgeschehen den Vorsprung verlieren, streuen sie ihrerseits gerne Lächeln und Versöhnungsangebote, um den Expartner auszubremsen. Zu Vorwürfen oder Lächeln nicken und sie mit Leerformeln beantworten. Mit Vorwürfen findet die Frau eine Rechtfertigung für ihr späteres Handeln und gleichzeitig beschäftigt sie den Mann mit der Verteidigung gegen ihre Anschuldigungen. Er versucht, sie zu entkräften, aus seiner Sicht geht die Beziehung solange weiter, er hat noch Hoffnung. Die Frau kann einstweilen in aller Ruhe ihre endgültige Trennung vorbereiten.

Eigene Aktivitäten verbergen, nichts offenlegen, kein Misstrauen erregen. Zugang zum eigenen Rechner sperren, bekannte Kennwörter ändern (bevor die Ex sie ändert und man nicht mehr an die eigenen Daten kommt!), Festplattenverschlüsselung einschalten, Backups ausser Reichweite halten, keine Liste der angerufenen Nummern im Telefon hinterlassen. Am Computer und Kommunikationstechnik wird am häufigsten spioniert und manipuliert, weil es risikolos und ergiebig erscheint. Sichergehen, dass von der trennungswilligen Partnerin kein Keystroke-Logger oder andere Überwachungsprogramme installiert wurden. Dieser Überwachungstipp ist bekannt, er erscheint schon länger in gern von Frauen gelesenen Boulevardblättern. Väter, die Unrat wittern, installieren selbst einen und rüsten das mitbenutzte Auto mit einem GPS-Empfänger aus (oder ein ortungsfähiges Handy drin liegen lassen), um ihrerseits einen Informationsvorsprung zu erreichen. Minikameraüberwachung ist übertrieben.

Sofort alle Missbrauchsmöglichkeiten der zukünftigen Ex beseitigen. Dazu gehören: Kontovollmachten ohne Vorwarnung schnellstmöglich löschen, das Konto sofort kündigen und ein anderes aufmachen. Nur Lastschriften und Einzugsermächtigungen zu beenden genügt nicht. Nicht den Kontoumzugsservice der neuen Bank nutzen! Vorzugsweise zu einer Bank wechseln, die international präsent ist. Die Bezahlung von Darlehensraten je nach Fall beenden, beispielsweise für gemeinsames Wohneigentum, das nur die Ex weiterbenutzt. Richter sagen später "selber schuld", wenn Haus- und Verbrauchskosten weiterbezahlt wurden. Alternativ ihr vertrauensvoll den Zugriff auf das Konto belassen, um kein Misstrauen zu erregen, es aber absichtlich ins Minus fahren und parallel das neue Konto aufbauen, von dem sie nichts weiss.

Sofort kündigen, was auf den eigenen Namen läuft, aber von beiden genutzt wird. Dies nicht ankündigen. Typisches Beispiel ist das Telefon. Die trennungswillige Partnerin ruft teure Anwaltshotlines an, um sich Tipps zur Trennung zu holen. Der Telefonanschluss und damit auch die Rechnung bleiben dem Expartner. Sich nicht auf irgendwelche Absprachen zu Ummeldungen verlassen!
Kreditkarten sperren, Eigentum sichern (wem gehört das Auto wirklich?), Zugang zu Safe/Bankschliessfach/Dokumentenkassette sperren, Bezugsberechtigte von Versicherungen (Lebensversicherung!) ändern.
Dafür sorgen, dass die persönliche Post nicht gelesen oder kontrolliert werden kann (Anwaltsbriefe!).
Testament ändern (siehe Musterschreiben). Gemeinschaftliche Testamente müssen komplett widerrufen werden, wozu eine notarielle Beurkundung zwingend erforderlich ist.
Kindersparbücher mit einer Auszahlungssperre belegen und Sparbücher sichern.

Solange noch Gemeinsamkeiten bestehen, sollte man so viel wie möglich schriftlich festmachen: Umgang mit den Kindern, Geldfragen, Vereinbarungen. Hier ein Beispiel für eine Umgangsvereinbarung. Nicht fixierte Absprachen gelten nichts, da früher oder später die Scharfmacher der Gegenseite (beste Freundin, Anwalt und sonstige Berater) alle einigermassen vernünftigen Vereinbarungen zu Fall bringen.

Dem Einwohnermeldeamt, Schule, Kindergarten schriftlich mitteilen, dass man mit einer eventuellen Um/abmeldung der Kinder alleine durch die Mutter nicht einverstanden ist. Anmerken, dass gemeinsames Sorgerecht besteht und Entscheidungen nach §1629 ff BGB von beiden Eltern zu treffen sind. Hat sie die Kinder bereits umgemeldet, dann zurückmelden. Abmeldungen durch die Mutter können zwar nicht verhindert werden, aber der gegenteilige Wille des Vaters wird gerichtsfest dokumentiert. Ihm kann kein konkludentes Einverständnis gegenüber einer mütterlichen Kindesmitnahme mehr untergeschoben werden. Nur im Bundesland Bayern spielt das Sorgerecht im Meldegesetz tatsächlich eine Rolle.
Dokumentieren und Beweise sammeln, wenn die Frau einen neuen Partner hat. In späteren Unterhaltsverfahren kann es noch nach Jahren wichtig werden, nachzuweisen dass sie schon länger in einer gefestigten Beziehung lebt.

Den Informationsrückstand schnell aufholen. Nie glauben, man wisse bereits Bescheid! Sich informieren in Väterforen, Vätergruppen, bei anderen betroffenen Vätern, Trennungsratgebern - auch solche für Frauen, um deren Strategien besser zu erhellen.
Zum Anwalt gehen, aber dies niemand wissen lassen. Bei einer Scheidung besteht sowieso Anwaltszwang und der Gang zum Anwalt ist unumgänglich. In nichtehelicher Lebensgemeinschaft ist ein Anwalt erst nötig, wenn der Streit um Umgang und Unterhalt eskaliert. Aber Achtung, Anwälte wollen im Grunde nur eines: Viel Geld verdienen. Den Anwalt möglichst spät das eigene Einkommen wissen lassen (wenn er zu Anfang selbst fragt, ist das ein Warnzeichen), Streitwerte niedrig halten. Einvernehmliche Scheidungen sind um Grössenordungen billiger als Strittige.

Im Jugendamt vorsprechen und sich gemäss § 17f. des SGB VIII über Trennungsfolgen für die Kinder beraten lassen. Es geht dabei nicht nur um Beratung. Im Jugendamt sollte man sich indirekt als besorgter und engagierter Vater bekannt machen, bevor die Expartnerin dort Unwahrheiten ausstreut.
Dafür sorgen, dass Unterlagen und Dokumente, besonders finanzieller Art, nicht kopiert werden können. Jede Frauenzeitschrift rät Frauen zum präventiven Kopieren der Dokumente des Partners bereits in guten Tagen. Selber von allen wichtigen Unterlagen Kopien machen, wichtiges und wertvolles woanders lagern. Nicht lange sortieren, sondern seine Papiere komplett sichern. Papiere der Partnerin unverändert an Ort und Stelle lassen, kein Misstrauen erregen. Es gibt Männer, die von leeren Wohnungen oder ausgetauschten Schlössern überrascht werden, denen alle Ordner aus dem Privatschrank entwendet werden, die nicht mehr einmal die eigenen Papiere haben. Besser noch: Irreführendes absichtlich zugänglich lassen. Damit rechnen, dass man seinerseits irregeführt werden soll.

Trennungen schaukeln sich manchmal schnell zu Terror auf, obwohl man das nie erwartet hätte. Falschanzeigen der Ex verursachen unerwartete Hausdurchsuchungen beim Vater, seinem Arbeitgeber/Finanzamt werden negative Informationen zugespielt. Auf überraschenden Ärger von dritter Seite vorbereiten, sich keinerlei strafrechtlich relevanten Blössen geben.
Ist sie aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen: Ihr nachweisbar ein Hausverbot aussprechen (durch Gerichtsvollzieher zustellen lassen), ansonsten kann sie jederzeit wieder kommen und abräumen. Wichtiges und wertvolles trotzdem woanders sichern, Schlösser sofort austauschen. Manche Frauen kommen mit den alten Schlüsseln wieder oder verschaffen sich auf anderem Wege Zugang zur Wohnung, bei der sie noch offiziell gemeldet sind. Manchmal wird auch eiskalt eingebrochen. "Zurückkommen und abräumen" passiert tatsächlich viel öfter wie es sich Männer anfangs vorstellen!
Besondere Vorsicht gilt bei Trennungen von Borderlinerinnen - daraus ergeben sich fast immer weitreichende Katastrophen von ungeheurem Ausmass. Näheres dazu hier und hier.

Eine knappe Dokumentation der Ereignisse kann in späteren gerichtlichen Auseinandersetzungen (Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrechtsverhandlung!) gute Dienste leisten, vor allem wenn es um die Kinder geht und der Vorwurf entkräftet werden muss, der Vater hätte sich wenig um die Kinder gekümmert. Den Tagesablauf ohne Wissen der Mutter in eine Schablone eintragen: Kinder wecken, Morgenroutine bis Schulweg; Essen; nachmittägliche Aktivitäten; Lernhilfe; Schulaufgabenvorbereitung; abendlicher Ablauf; Filme im Fernsehen; Gespräche darüber; abendliche Bettgespräche; Sorgen; Probleme; Sonderereignisse; Arztbesuche; Freizeitaktivitäten, Kino- und Schwimmbadbesuche; Verhalten der Mutter. Aufschreiben, was später nützlich sein kann. Andere einbeziehen, damit Zeugen vorhanden sind, jeglichen auch noch so unwichtigen Schriftverkehr aufheben. Nur dokumentierte Fakten gelten vor dem Jugendamt/Gericht/Schule. Vätern wird sonst kaum etwas geglaubt.

Absolut wichtig ist es auch, von selbst nicht auszuziehen, auch nicht mit den Kindern in die Nähe (Richterinnen-Standardsatz: "...ist davon auszugehen, dass die Kinder die eheliche Wohnung eher als ihr Zuhause ansehen..."). Sich auch nicht aus der Wohnung tricksen lassen. Typisches Betrugswerkzeug ist heutzutage dafür der Missbrauch des Gewaltschutzgesetzes, mit dessen Hilfe man Männer durch die Polizei in Sekunden aus der eigenen Wohnung werfen lassen kann, seien die Beschuldigungen auch noch so unplausibel. Viele Frauen wenden selbst gezielt psychische und physische Gewalt an, um absichtlich Gegenreaktionen des Mannes zu provozieren. Spätestens jetzt schnappt die Falle zu. Das Gewaltschutzgesetz begünstigt eine das Rechtsstaatsprinzip missachtende Beweislastumkehr. Es befördert jeden kleinen Polizisten zum Standrichter, ob die Vorwürfe ungerechtfertig waren interessiert hinterher niemand mehr. Wird die Rückkehr in die Wohnung schliesslich wieder erlaubt, ist sie oft bis auf einen anwaltlichen Brief mit Unterhaltsforderungen leergeräumt. Aufrufe, das Gewaltschutzgesetz geschlechtsneutral und sachkundig anzuwenden, erscheinen ein wenig wie der Aufruf Dantons an die Jakobiner, sich doch vor der Ingangsetzung der Guillotine der Menschenrechtserklärung von 1791 zu erinnern.

Das sollte man nicht unterschätzen. In von den öffentlichen Medien und Talkshows mit den Worten "hier finden Sie wertvolle Tipps" beworbenen Scheidungsratgebern stehen zum Beispiel schamlos entlarvende Abschnitte mit Aufrufen zum Missbrauch des Gewaltschutzgesetzes durch Frauen wie "Das Trennungsjahr in der gemeinsamen Wohnung durchzustehen kostet Nerven. Vor allen dann, wenn man den anderen am liebsten zur Hölle wünschen würde. Was tun? Hier können Sie in die Trickkiste greifen. Warten Sie bis er aus der Wohnung ist. Lassen Sie dann ein neues Schloss einbauen. Kommt er dann nach Hause und verlangt lautstark, eingelassen zu werden, rufen Sie die Polizei. Schildern, dass Ihr Mann gewalttätig wird, dass Sie ihm Trennungsjahr leben und dauernd Angst vor ihm hätten; die Beamten werden ihn mitnehmen." (Quelle: "Lass dich endlich scheiden" von Karin Dietl-Wichmann, ehemals Chefredakteurin von "Bunte" und "Cosmopolitan" und gilt als führende "Society-Expertin").

Einen wirklichen Schutz dagegen gibt es für Väter nicht. Nur rechtzeitig eingesetzte weibliche Strategien wären effektiv: Hinauswurf der Expartnerin unter Zuhilfenahme unfairer Mittel, Blockade von Zugang und Kommunikation, "sichern" der Kinder durch Selbstbetreuung oder zeitweiser Unterbringung bei den Grosseltern. Fast immer ist es dafür sowieso zu spät. Bevor Väter auf diese Ideen kommen sind sie meist schon untergebuttert, eingemacht und höhnisch verlacht.

Wer Frieden will, muss sich auf Krieg vorbereiten. Trennungen mit Kindern gehören zu den allerschlimmsten Kämpfen des Lebens für Väter mit weitreichenden Folgen für alle Lebensbereiche. Angeraten ist auch die Schaffung einer geheimen finanziellen Notreserve. Ein Trennungsvater muss in kürzester Zeit sachliche, rechtliche und finanzielle Nachteile ausgleichen. Sollte sich im Nachhinein eine einvernehmliche Trennung und kein Streit über die Kinder herausstellen, hat die Vorsichtsmaßnahme keinen Schaden angerichtet.

Quelle: http://www.trennungsfaq.de/trennung.html#wichtig

Gruß von der Hedda.

Beitrag von hauke-haien 17.03.11 - 08:39 Uhr

Ein Link auf den entsprechenden Beitrag im Väter-Forum hätte es auch getan.

Beitrag von hedda.gabler 17.03.11 - 09:34 Uhr

Warum?

Beitrag von hauke-haien 17.03.11 - 10:32 Uhr

1. um das Forum nicht zuzumüllen
2. um der/dem Leser/in nicht zu suggerieren, du hättest hier besonders gut recherchiert.

LG, H.H.

Beitrag von hedda.gabler 17.03.11 - 10:46 Uhr

Um ehrlich zu sein, tangieren mich Regeln, die Du meinst aufstellen zu müssen, eher peripher ...

... da ich eine Quelle angegeben habe, schmücke ich mich nicht mit fremden Federn und die angebliche Suggestion, dass ich besonders gut recherchiert hätte, ist lediglich eine Überinterpretation Deinerseits.

Und was das "Zumüllen" anbelangt:
Dann hätte auch schon im Väterforum ein Link zur betreffenden Seite gereicht ... also gleiches Recht für alle.

Schlußendlich entsteht der Eindruck, dass Dir nur nicht passt, dass hier nun auch die Tipps, die ja eigentlich für Männer gedacht sind (aber trotzdem extrem hilfreich für Frauen sind ... man sollte seinen Feind kennen, nicht wahr?!) und die den Eindruck entstehen lassen, dass Männer, die solche "Männer-Seiten" betreiben, psychisch leicht unrund laufen, hier so deutlich stehen ... ein simpler Link wäre wohl nicht so entlarvend gewesen.

Beitrag von hauke-haien 17.03.11 - 11:18 Uhr

"man sollte seinen Feind kennen"

Wenn du das so siehst, solltest du vielleicht mal klären lassen, ob du noch "rund" läufst...

Beitrag von hedda.gabler 17.03.11 - 11:28 Uhr

Mein Lieber, ich interpretiere/zitiere lediglich aus den Trennungs-FAQs, die den Männern genau das nahe legen ...

Beitrag von frischerduft 17.03.11 - 08:51 Uhr

Hallo,

den Kindesunterhalt würde ich immer über das Jugendamt festsetzen lassen.

Ich habe im privaten Umfeld in solchen Dingen schon viel Mist erlebt. Die Männer haben versprochen, immer regelmäßig Unterhalt fürs Kind zu zahlen. War die Trennung in vollem Gange bzw. vollzogen war alles nicht mehr war und Mutti konnte zusehen, wie sie an den Unterhalt kommt.
Ganz schlimm war es, wenn die Männer neue Partnerinnen hatten.

Aber dein Mann muss ja nicht unbedingt so einer sein.

Für mich allerdings steht fest: ist die Liebe zu Ende, trennen sich Fremde.Ganz besonders, wenn es um das liebe Geld geht.

Alles Gute

Nici

Beitrag von parzifal 17.03.11 - 13:22 Uhr

Was mir auffällt:

Der Vater hat trotz Zusammenlebens kein Sorgerecht erhalten. Hast Du schon im Hinblick auf eine spätere Trennung das Sorgerecht verweigert?

Jetzt möchtest Du der Kita mitteilen, dass er Euer Kind nicht mehr ohne Vollmacht abholen darf.

Warum willst Du das er jetzt eine Vollmacht braucht? Hast Du Angst das er dem Kind etwas antut?

Möchtest Du jedesmal eine Vollmacht benötigen, wenn Du Euer Kind aus dem Kindergarten holst? Was spricht gegen eine Dauervollmacht?

Oder soll das schon der Beginn eines Machtkampfs sein?

Je mehr Du einen gängelst umso eher wird er sich bemühen das gemeinsame Sorgerecht zu erhalten. Und wie es sich liest ist dies das Letzte was Du willst.


Beitrag von olle-lzs-mama 17.03.11 - 14:26 Uhr

"Der Vater hat trotz Zusammenlebens kein Sorgerecht erhalten. Hast Du schon im Hinblick auf eine spätere Trennung das Sorgerecht verweigert?"

Ich habe ihm nicht das Sorgerecht verweigert. Wir haben uns damals diesbezüglich besprochen und gemeinsam entschieden, dass ich das alleinige Sorgerecht bekomme um auf jeden Fall egal wie es kommt die Möglichkeit habe, die Interessen und Rechte unseres Kindes zu wahren. Ich wollte nicht, dass der Kleine irgendwann mal als Werkzeug im Rosenkrieg benutzt wird.
Ich habe schlechte Erfahrungen mit Trennungen (mein Ex Freund hat damals versucht, mich umzubringen #schock) und bin da eher vorsichtig. Wie die andere Antwort sagte, wenn man sich trennt, trennen sich Fremde.
Weil man nie wissen kann, wie Menschen reagieren, wenn sie gekränkt sind.
Ich für mich selber weiß aber eins und das ist, dass ich mein Kind über alles liebe und immer alles dafür tun werde, dass es ihm gut geht. Und darum haben wir es nicht geteilt. Darüber herrscht auch nach wie vor Einigkeit. Das ist eher "mein" Kind als seins, er hat das nicht so mit Kindern und interessiert sich da auch eher wenig für.

"Warum willst Du das er jetzt eine Vollmacht braucht? Hast Du Angst das er dem Kind etwas antut?

Möchtest Du jedesmal eine Vollmacht benötigen, wenn Du Euer Kind aus dem Kindergarten holst? Was spricht gegen eine Dauervollmacht?

Oder soll das schon der Beginn eines Machtkampfs sein?"

Das hat nichts mit einem Machtkampf zu tun, er ist momentan psychisch sehr labil und wartet auf einen Therapieplatz.
Er leidet unter Depressionen und hat momentan wieder einen starken Schub, er redet davon, dass er sterben will #schock
Ich möchte ihn nicht drangsalieren, ich habe bloß Angst, eines Tages von der Arbeit zu kommen und mein Kind ist erwürgt und er vom Dach gesprungen oder ähnliches. Momentan lasse ich die beiden keine Sekunde alleine und er versteht das auch, er fühlt sich der Situation auch selber nicht gewachsen. Ich trau es ihm an sich nicht zu, aber psychische Zustände verändern Menschen und tun Dinge, die man nicht für möglich hält.
Wir haben gestern auch noch sehr offen gesprochen und er weiß auch, welche Gedanken ich habe. Momentan sieht es so aus, als wenn das alles sehr einvernehmlich ablaufen wird. Aber ich bin lieber auf das Schlimmste vorbereitet als unangenehm überrascht zu werden.

"Je mehr Du einen gängelst umso eher wird er sich bemühen das gemeinsame Sorgerecht zu erhalten. Und wie es sich liest ist dies das Letzte was Du willst."

Er würde niemals Sorgerecht bekommen, abgesehen davon, dass er es nie einklagen würde. Er ist nicht in der Lage, sich um das Kind zu kümmern und ihn zu versorgen, die 2 könnte man keine 2 Tage allein lassen, er kommt nicht zurecht. Fernseher, nur Süßigkeiten zu essen, wäscht das Kind nicht, putzt keine Zähne, zieht ihn nicht um und so weiter. Er kann es nicht, das überfordert ihn komplett.

Beitrag von parzifal 17.03.11 - 15:35 Uhr

Zunächst meine Hochachtung für die sachliche (und darüber hinaus ausführliche) Antwort.

Unterm Strich gibt es also gute Argumente für Dein jetziges Verhalten.

Das damals aber das Sorgerecht nicht geteilt wurde überzeugt mich nicht, solange es keine Gründe in der Person des Vaters gab.

Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit haben ja nichts mit dem jetzigen Vater zu tun.

Das dies aber für dich der Anlaß war dieses nicht zu teilen ist verständlich. Es macht es aber nicht richtig (auch wenn es sich jetzt als richtig heraustellen sollte).

Ich denke die damalige "gemeinsame Entscheidung" war aufgrund Deiner klaren Vorgaben das Du das geminsame Sorgerecht nicht willst nicht wirklich "gemeinsam".

Rein von der Logik müsste ja jeder Vater genauso denken wie Du und müsste gerade deshalb das gemeinsame Sorgerecht anstreben um auch sein Kind zukünftig schützen zu können. Genauso wie Du das willst.

Mütter misshandeln ihre Kinder mind. genauso häufig wie Väter.

Nicht mißverstehen. Das waren allgemeine Ausführungen und bezogen sich nicht auf dich.




Beitrag von schullek 17.03.11 - 14:26 Uhr

hallo,

ich kann zu fast nichts etwas sagen. allerdings bin ich etwas erschrocken: du hast das alleinige sorgerecht und willst das wie ich sehe auch absolut ausnutzen. gibts dafür einen triftigen grund? ich meine, wieso willst du in der kita hinterlegen, dass der vater das kind nicht abholen darf. glaubst du nicht, dass du damit einen schritt zu weit gehst und eine freundliche einigung zu nichte machst?

wie gesagt, ich erkenne aus deinem geschriebenen nicht wirklich einen triftigen grund.

lg

Beitrag von olle-lzs-mama 17.03.11 - 14:39 Uhr

Ich habe die Antworten auf Deine Fragen gerade bei parzifal gegeben.

Beitrag von schullek 17.03.11 - 14:41 Uhr

ja, habs gerade gelesen. dann versteh ich das nat. allerdings wär es wohl sinnvoll das dem vater vorher mitzuteilen, so dass er es nicht von dritten bzw. in diesem fall dem kiga erfährt. das führt sonst nur unnötig zu bösem blut.

alles gute.