Paracetamol für Babys und Kleinkinder gefährlich???

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von hausi0875 16.03.11 - 18:54 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem gehört, dass 50% der Kinder, die Paracetamol einnehmen, einen Nierenschaden erleiden.

Kann mir jemand sagen, was da dran ist?

Eventuell ein Arzt unter euch?

Grüße Nicole

Beitrag von schwilis1 16.03.11 - 19:00 Uhr

Paracetamol wird doch eigentlich über die Leber verstoffwechselt und würde dann doch auch diese eher schädigen?

ich weiß es nicht... ist lediglich ein Gedanke...

aber... ja ich denke es wird zu gedankenlos mit Paracetamol umgegangen

Beitrag von stefannette 16.03.11 - 19:00 Uhr

Man muß sich schon genau an die Dosierungsanleitung halten, dann ist es eigentlich nicht gefährlich.
Außerdem geht Paracetamol eher auf die Leber#kratz
ICh glaube nicht,dass Du Dir große Sorgen machen mußt. Sonst gib einfach, im Notfall Ibuprofensaft. Das ist ein anderer Wirkstoff!
LG Annette mit 5 Kids

Beitrag von golm1512 16.03.11 - 19:07 Uhr

50 % der Kinder, die Pracetamol nehmen, sollen betroffen sein? Meinst du echt, das Medikament wäre noch auf dem Markt?

Man kann sich locker mit zwei Packungen Paracetamol umbringen, weil das die LEBER schneller schrottet als man gucken kann. Das gilt für Erwachsene. Zuviel ist halt immer nicht gut.

Ab und zu Paracetamol ist ok. Wenn ihr längerfristig so was einnehmen wollt, dann lieber Ibuprofen oder zumindest im Wechsel damit.

Beitrag von hausi0875 16.03.11 - 19:13 Uhr

...

ich meinte ja auch leberschaden...

Beitrag von tigerbaby1976 16.03.11 - 19:39 Uhr

Also mein Sohn hat noch keinen diagnostizierten Leberschaden und er hat in seinem kurzen Leben schon viel Paracetamol erhalten.
Allerdings sind zwischen der Geburt meiner Tochter und meines Sohnes (2 Jahre) die Dosierungen reduziert worden. Bekam meine Tochter mit 1 Jahr schon 250mg bekam dies mein Sohn erst mit 2 Jahren.
Auch auf den Packungen sind die Dosierungen reduziert worden.
LG

Beitrag von nilchen 16.03.11 - 19:48 Uhr

Hallo,

ich empfehle dazu diesen Artikel:
http://www.zeit.de/2011/07/M-Schmerz?page=3

viel Spass beim lesen, auch wenn er dir danach vergehen wird

lg nilchen

Beitrag von tragemama 16.03.11 - 20:27 Uhr

Mein Mann ist Arzt und weder wir selbst noch unsere Kinder nehmen/kriegen Paracetamol, nicht umsonst sind größere Packungen seit einiger Zeit verschreibungspflichtig.

Andrea

Beitrag von hausi0875 16.03.11 - 21:25 Uhr

...

vielen Dank für eure Antworten, ihr habt mir echt weitergeholfen...

schönen abend noch und gute nacht,

Nicole

Beitrag von schwilis1 17.03.11 - 08:09 Uhr

echt? verschreibungspflichtig?
guter gedanker... aber wer sich damit killen meochte, der klappert einfach mehrere Apotheken ab und kann für wenig geld hinüber ins Nirvana gehen...
Wäre es nicht sinnvoll paracetamol generell als verschreibungspflichtig zu deklarieren?
naja... aber ein schritt in die richtige richtung!

Beitrag von miau2 17.03.11 - 08:56 Uhr

Hi,
"generell verschreibungspflichtig" - das OK von meinem Bauchgefühl hast du dafür.

Nur hält mein Kopf dagegen: dann muss es alle Schmerzmittel betreffen - z.B. auch ASS (Aspirin) - kann für Kinder extrem gefährlich werden, für Erwachsene bei falscher anwendung auch nicht gefahrlos, und das gleiche gilt für Ibuprofen.

Und DANN wird die Folge sein, dass die Arztpraxen (auch die Kinderarztpraxen) mit Menschen verstopft werden, die wegen jedem kleinen Kopfschmerz zum Arzt rennen, um sich ein Rezept zu holen.

Und dann muss man noch weiter gehen: auch mit vielen anderen OTC-Medikamenten kann gewaltiger Mist angestellt werden.

Dann dürfen auch keine Medikamente mehr verkauft werden, die Erkältungssymptome "lindern" (selbst wenn die dann paracetamolfrei wären) - ich will gar nicht wissen wie viele Menschen sich nach dem Genuss derselben ans Steuer setzen und/oder Alkohol trinken - zumindest bei vielen eine gefährliche Kombination.

Oder - wie viele Menschen gibt es, die sich selbst mit Nasensprays schweren schaden zufügen?

Oder mit OTC-Medikamenten irgendwelche Symptome blocken, wodurch ernsthafte Erkrankungen vielleicht verdeckt und durch nicht-Behandeln verschlimmert werden? Z.B. durchaus vorstellbar bei den neuerdings frei erhältlichen "Dauer-Mitteln" gegen Sodbrennen.

Usw. usw.

Letztendlich dürften eigentlich überhaupt keine Medikamente mehr frei verkäuflich sein, denn irgendwie kann man mit allen Schaden anrichten.

Eigenverantwortung ist dann natürlich auch nicht mehr gefragt.

Mein Kopf würde eher über Aufklärung gehen. Viele Eltern wissen doch überhaupt nicht, dass Schmerzmittel alles andere als harmlos sind. Meine "Stamm-Apotheke" weist darauf hin. In vielen anderen habe ich das anders erlebt. Viele Menschen gehen immer noch davon aus, dass "frei verkäuflich = harmlos" bedeutet. Was schlicht und einfach Blödsinn ist, aber nun mal in vielen Köpfen so festsitzt. Aber wenn nicht mal der Verkäufer darauf hinweist...und wie wenige Packungsbeilagen lesen weiß jeder, der in Urbia die Beiträge in verschiedenen Foren verfolgt.

Und: gefördert wird das ganze auch noch von Ärzten, die einfach mal so ohne jeden Grund Eltern pauschal bei der ersten U oder der ersten Impfungen Paracetamol-Zäpfchen verschreiben. Einfach, um sie mal dazuhaben...was man da hat (und was ja auch noch verschrieben wurde, und der Arzt macht das doch sicher nur, weil man es auch braucht) nutzt man m.E. nach viel schneller als wenn man sich im Fall der Fälle, also erst wenn man meint es zu brauchen erst mal vom Arzt beraten lassen muss. Oder - bestenfalls - wenigstens von einem fähigen Apotheker.

Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung - das wäre für mich der Weg. Ansonsten wüsste ich echt nicht, bei welchem Medikament man aufhören müsste mit der Verschreibungspflicht.

Meine beiden bekommen nur dann Schmerz- oder Fiebermittel, wenn es nicht anders geht. Mein Kinderarzt verschreibt das aber auch nicht nur damit man es zu hause hat - logisch, wenn das Kind mit Ohrenschmerzen vor ihm sitzt gibt es ein Rezept. Aber eben nur mit Grund. Und vor der Verwendung nach Impfungen warnt er ausdrücklich.

Viele Grüße
Miau2