Hypothek, Aleinverdiener, Scheidung

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von ohneahnung 16.03.11 - 19:36 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe ein kleine Problem. Bei mir steht die Trennung/Scheidung ins Haus. Wir haben vor einem Jahr ein Haus gekauft und zu 95 % finanziert. Ich bin alleinverdiener und werde aus dem Haus ausziehen. Meine (noch)Frau will und soll von mir aus im Haus bleiben. Wir haben ein gemeinsames Kind und sie hatte bereits ein Kind mit in die Ehe gebracht. Wir sind beide Eigentümer 50/50 und Gesamtschuldner. Wenn Sie jetzt im Haus bleibt und ich die Raten weiter trage ( in Verrechnung mit dem Trennungsunterhalt), ist sie ja praktisch (teil)Mieterin. Was passiert nach der Scheidung? Und was passiert wenn sie die Miete nicht zahlt? Die Bank wird das Geldi mmer von mir holen wollen, da sie kein Einkommen hat. Kann/soll das Haus vor der Scheidung besser auf mich umgeschrieben werden und ich übernehme beim der Bank auch die volle alleinige Verpflichtung? Einen Zugewinn an der Immobilie ist effektiv nicht zu erwarten, da die Restschuld noch genauso hoch ist wie der Kaufpreis, wir haben allerdings ein paar tausender investiert vor dem Einzug.

Wäre schön, wenn jemand dazu was aussagekräftiges Antworten könnte.

Vielen Dank

Beitrag von karamalz 16.03.11 - 20:09 Uhr

hi,

wieso ist sie mieterin? habt ihr einen mietvertrag?
kann man denn diese zahlungen einfach so miteinander verrechnen?

das umschreiben auf wen auch immer, bedarf zustimmung der bank. bürgt deine frau? oder wer anderes? wer steht im kredtivertrag als kreditnehmer? die bank lässt ungern jemanden gehen...

stell sie im außen- und innenverhältnis frei, dann gehört dir das haus allein. aber denk auch weiter! du musst dann miete, unterhalt und die raten bezahlen. ist das finanziell zu schaffen? wie hoch sind denn die raten?
überlege dir gut, ob du das alles so machst, wie geplant! irgendwann hat sie einen neuen und du auch eine neue und dann hast du den klotz am bein und wenn alles gut läuft zahlt sie keine miete...

kann sie das haus nicht komplett übernehmen? vielleicht bürgt jemand anderes, auf keinen fall du, ihre eltern für sie? von was lebt sie denn dann? was passiert, wenn dir etwas zustößt? alles abgesichert? die kosten sind ja auch noch zu tragen. ein fass ohne boden...

na trotzdem alles gute!

ps: nach meiner scheidung stellte ich meinen ex im innen- und außenverhältnis frei.

Beitrag von ohneahnung 16.03.11 - 20:41 Uhr

Hi karamalz,

nein, sie hat keinen Mietvertrag. Ich dachte nur, wenn das Haus und die Finanzierung komplett mein Part ist und sie drin wohnt, dann muss das ja auch ausgeglichen werden. Das sie das Haus allein übernimmt wäre mir recht, aber da sie kein eigenes Einkommen hat geht das wohl nicht. Sie würde von mir ja im Trennungsjahr nicht wenig Unterhalt bekommen (reicht für die Rate an die Bank) und sie bekommt noch Unterhalt für die kleine von mir und für das erste Kind bekommt sie auch Unterhalt und Kindergeld für beide. Das mit ihren Eltern war auch schon ein Gedanke von mir, nur kann ich mir nicht vorstellen, dass die dazu bereit sind. Ich mach mir halt Gedanken, wie das für beide relativ schadlos zu regeln ist. Wenn ich ausziehe und sie bleibt und nach dem Trennungsunterhalt kann sie ihre Verplichtung die sie ja zu 50% hätte nicht erfüllen, dann bin ich derjenige den die Bank heran zieht. Ich würde auch verkaufen und schauen, dass es so glimpflich endet, aber ich weis nicht, ob sie das auch so sieht. Sie will ja im Haus bleiben.

Beitrag von karamalz 16.03.11 - 20:11 Uhr

hab grade gesehen, das du dich extra für diese frage bei urbia angemeldet hast...

mit freitag hat das aber nichts gemein???

Beitrag von ohneahnung 16.03.11 - 20:33 Uhr

sorry, diese Frage verstehe ich nicht?

Beitrag von r.le 16.03.11 - 22:56 Uhr

Hallo ohneahnung,

grob gesagt, ist es der Bank egal, welche Regelung Ihr nach der Scheidung im Innenverhältnis habt.

Ihr tretet nach Außen gegenüber der Bank als Gesamtschuldner auf. Wenn Du der Alleinverdiener bist, ist ja absehbar, an wen die Bank herantritt, um ihre Ansprüche geltend zu machen, wie Du hier schon richtig schreibst: < Die Bank wird das Geldi mmer von mir holen wollen, da sie kein Einkommen hat>.

In der beschriebenen Konstellation würde ich mich ernsthaft mit dem Gedanken befassen, die Bude zu verkaufen, so lange noch Zeit und Handlungsspielraum ist.

Alles Gute

Ralf

Beitrag von werner1 17.03.11 - 08:25 Uhr

Hallo,

verkauft das Haus, alles andere wird nichts.
Das führt nur zu unnötigen Streitereien.
Und vergiss das mit dem Mietvertrag.
Nur ganz wenige Menschen sind in der Lage, mit sich selbst einen Mietvertrag abzuschliessen.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von coppeliaa 17.03.11 - 12:25 Uhr


wenn du das haus alleine abbezahlst wäre es natürlich besser wenn du auch alleiniger eigentümer der immobilie bist. nur ob das geht ist eine andere frage:
- wäre deine frau einverstanden? bedenke, die bank wird sie äußerst ungerne aus dem kredit entlassen!
- wäre die bank einverstanden?

abgesehen davon: könntest du dir es überhaupt leisten auf jahre(!) hinaus zwei haushalte zu finanzieren? wie hoch ist dein einkommen? was ist bei anstehenden reparaturen im haus? wenn das auto ersetzt werden muss?

sollte deine frau ihre miete bei dir nicht zahlen kannst du wie jeder andere vermieter den üblichen gerichtlichen weg beschreiten, der bis zur räumungsklage gehen kann und sehr teuer ist. die kreditraten darfst du inzwischen natürlich weiter zahlen.

ich würde die bude verkaufen.

alternative: du zahlst deiner frau den ihr zustehenden unterhalt, davon soll sie dann hausrate etc bezahlen. kann deine frau die hausfinanzierung alleine stemmen?

lg

Beitrag von ohneahnung 17.03.11 - 13:20 Uhr

Ich habe mit meiner Frau schon mal gesprochen, aber zu einer vernünftigen Lösung sind wir noch nicht gekommen.
Sie hat Bedenken, dass ich sie zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Haus kündige, wenn ich alleiniger Eigentümer bin. Das mit der Verrechnung des Unterhalts funktioniert nur solange ich ihr auch welchen zahlen muss, was absehbar sein wird. ich habe meinerseits Bedenken, dass sie die miete in 1-2 Jahren eventuell nicht zahlen kann, gleiches Problem entsteht auch wenn wir beide Eigentümer und Kreditnehmer bleiben. Eine Zwangsräumung wäre das blödeste was passieren könnte, das würde mich ruinieren. Wenn wir uns nicht einigen, wird das wohl am Ende der Scheidungsrichter entscheiden, was wahrscheinlich die gleichen Folgen (Versteigerung) hätte Ich habe morgen einen Termin bei der Bank um alle Möglichkeiten abzuklären.

Beitrag von werner1 17.03.11 - 14:59 Uhr

#ich habe meinerseits Bedenken, dass sie die miete in 1-2 Jahren eventuell nicht zahlen kann#

Solange sie selbst Eigentümer ist, KANN sie unmöglich Mieter sein oder werden.
Das ist absolut ausgeschlossen.

Beitrag von manavgat 17.03.11 - 15:14 Uhr

Du brauchst zwecks Beratung eine Anwältin, damit Du keine Fehler machst.

Alles Gute

Manavgat