"Auffälliges" Verhalten im KiGa

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von grashopper73 16.03.11 - 20:45 Uhr

Ich bin gerade ziemlich frustriert... :-( ich hatte gerade ein Gespräch im KiGa im Rahmen der ESU, die nächste Woche stattfindet... (Mein Kleiner ist 4,5 J und da er Ende September geboren ist, wird nächstes Jahr, kurz vor seinem 6. Geb. eingeschult). Kognitiv & sprachlich ist er scheinbar überall überdurschnittlich, hat aber laut den Erziehern ein auffälliges Sozialverhalten. Er ist sehr zappelig, unkonzentriert und immer am rumwuseln (das war schon immer so, aber zuhause kann er durchaus sehr ruhig und konzentriert alleine spielen). Jedenfalls hat er scheinbar keine richtigen Freunde im KiGa und kann nicht gut auf andere Kinder zugehen (immer nur durch herumkaspern oder sticheln). Und möchte immer der "Bestimmer" sein, was natürlich auch nicht immer gut ankommt :-( Das mit den Freunden ist mir auch schon aufgefallen. Er nennt immer Kinder mit denen er "privat" d.h. mit mir gemeinsam zu tun hat obwohl er mit diesen im KiGa scheinbar kaum Kontakt hat. Ich kann ihm keine anderen Freunde entlocken als diese 3... :-( Und er sucht immer die volle Aufmerksamkeit von den Erziehern... Man muss dazu sagen, dass es ein KiGa ist mit offenem Konzept ist, d.h. nicht für alle Kinder optimal. Ich bin echt total frustriert... :-( Habt Ihr auch so Erfahrungen gemacht? Wenn ja: hat sich das irgendwann gelegt? Auch wenn es ihn selbst nicht zu stören scheint, finde ich es total schade und irgendwann wird er bestimmt darunter leiden wenn er merkt, dass er nicht sooo gut ankommt... Das schlimme ist, dass er anscheinend der erste Fall im KiGa ist seit dem Ausfüllen der Fragebögen (man muss dazu sagen, dass es 5 Fragen sind) der als "auffällig" gilt. Das macht mich total fertig :-(
LG, Sandra

Beitrag von sillysilly 16.03.11 - 21:20 Uhr

Hallo

genau für solche Kinder wie deine - sind offene Konzepte schwierig.
Bin da gar kein Fan davon, und auch wenn viele hier es gut und toll finden sehe ich es auch skeptisch

denn manche Kinder brauchen eine feste Gruppe
wachsen daran, daß sie nicht ausweichen können - Regeln und Konsequenzen in einer Gruppe aushalten müssen ohne die Chance zu haben dem zu entweichen
soziale Kontakte vertiefen sich leichter wenn man immer mit denselben Kindern in einer Gruppe ist - da muß man sich einfach anpassen, aus sich heraus gehen und für den Aufbau einer Freundschaft arbeiten.
und diese offene, turbulente tut nicht jedem Kind gut

Ich zahle z.B. jeden Monat fast 150 Euro mehr, nur weil ich in keinen städt, Einrichtung wollte ( offenes Konzept ) - sondern sind in eine kath. Einrichtung

Auffällig heißt nicht gleich auffällig - es kann einfach auch eine Typ-Frage sein und die Frage ist hier wie man damit sinnvoll umgeht


Versuche auf jeden Fall private Kontakte mit Kindergartenkindern zu vertiefen .......... das würde den Druck etwas von ihm nehmen, immer um Freunde kämpfen zu müssen

Die volle Aufmerksamkeit der Erzieherin kann er sich auch suche - weil es einfach toll ist wenn sich Erwachsene um ihn kümmern

oder weil er dann eben nicht sich selbst in dem offenen Konzept orientieren muß, sondern sich eben wo "anhängen" kann


In welchen 5 Fragen ist der denn Auffällig ?
wuselig ?
findet schwer Freunde ?

was noch ?


Grüße Silly

Beitrag von grashopper73 16.03.11 - 21:34 Uhr

Hallo Silly

Danke für Deine Antwort. Ich bin leider auf dieses Konzept angewiesen weil ich an 2.5 Tagen die Woche arbeite und dies der einzige KiGa mit verlängerten Öffnungszeiten ist. Es ist auch so, dass meine Mutter einmal die Woche auf beide Kinder aufpasst, d.h. er ist nur an 2 Nachmittagen im KiGa. Die Erzieherinnen meinten jetzt er soll am besten jeden Tag dort mittagessen und schlafen bzw. ausruhen, damit er integrierter wird. Ich hatte ihn bis jetzt nur jeden Morgen und eben 2 Nachmittage dort gelassen, weil ich der Meinung war, dass eine Kindergartenkind auch mal zuhause sein sollte und nicht jeden Tag Programm haben soll...

Wegen den Fragen: Die Fragen an sich waren hauptsächlich auf Verhalten in Bezug auf Hyperaktivität ausgerichtet... ist das Kind zappelig, ist es hyperaktiv, kann es sich konzentrieren etc. insgesamt 5 Fragen. Ich habe aber leider den Bogen nicht hier und war ein bisschen perplex, dass da so schnell die Punktzahl für auffällig zustande kommt, zumal er ja der erste ist, der seit Einführung der Fragebögen so "benotet" wurde. Auf das mit Freunden etc. und Nähe zu den Erzieher kamen wir dann im Gespräch.

Ich bin echt neben der Rolle. Er ist ein toller kleiner Kerl und durch das Gespräch mache ich mir Sorgen um seine Sozialfähigkeiten und um ihn selber. Das macht mich traurig. Ich hab auch irgendwie keine Lust ihn deswegen länger in die Kita zu bringen (das geht nicht um den Beitrag, der ist immer gleich. Ich zahle sowieso 300 Euro für eine Ganztagsbetreuung, aber wenn ich nicht arbeite freue ich mich mit meinen Zwergen zusammen zu sein)

Lg, Sandra

Beitrag von sillysilly 16.03.11 - 21:47 Uhr

Hallo

seh es doch nicht so negativ ..... -
ich finde es gut wenn sie ehrlich mit dir sprechen, und du dann weißt woran du bist.
Diese Bögen sind "Pflicht", und es heißt nicht, daß es die Erzieher unbedingt wollen

Wichtig ist doch, wie haben sie es dir gesagt - Vorwurfsvoll ? oder war es eher ein informativer Austausch .....

Und von hibbelig, wuselig zu hyperaktiv ist es ein ganz, ganz weiter Schritt.

das mit dem länger bleiben ist doch nicht unbedingt schlecht, wenn sie ihn ganz "ätzend" fänden, würden sie dir das bestimmt nicht anbieten :-p

und wenn du ihn nach dem Ausruhen abholst habt ihr doch immer noch den Nachmittag - Oder ?


Grüße Silly

Beitrag von grashopper73 16.03.11 - 22:06 Uhr

Nein, es war gar nicht vorwurfsvoll. Es waren halt 2 Erzieherinen (aus seinem Gesprächskreis) und die Leiterin des KiGas dabei, was irgendwie für mich ein bisschen sehr viel war... es hat dem ganzen ein bisschen Tragik verliehen--- Zumal mein Mann heute nicht dabei sein konnte und ich alleine da sass. Ich glaube auch nicht, dass sie ihn gar nicht mögen. Er kann halt schon fordern, aber zumindest die eine Erzieherin mag ihn schon. Die Leiterin meinte ja auch er sei ein lieber Kerl und ein kleiner Charmeur. Aber irgendwas positives muss man ja auch sagen... Irgendwie ist es aber trotzdem belastend... was ist wenn es sich nicht ändert? Ich persönlich finde nicht, dass er krankhaft hyperaktiv ist, ich bin eh der Ansicht, dass in den meisten Fällen die Kinder einfach nur ruhiggestellt werden um der Gesellschaftsnorm zu entsprechen. Aber das mit den Freunden und dem doch für sein Alter sehr egozentrischen Verhalten macht mir grosses Kopfzerbrechen. Ich hoffe das legt sich. Es wäre auch irgendwie falsch ihn schulisch zurückzustellen, wenn er im Kopf fit ist und dann im KiGa unterfordert ist... aber das ist vielleicht schon zu weit gedacht... Warum nur müssen die Kinder schon mit 4.5 Jahren pflichtmässig beurteilt werden... ? Das war früher doch bei uns auch nicht so... :-(

Das mit dem Nachmittag überlege ich mir. Ich denke ich werde es schon machen. Vielleicht integriert er sich dann. Wäre schön.

Das mit den Kindergartenfreundschaften pflegen ist für mich schwierig, da ich keinerlei Ideen habe wen er gerne mal einladen möchte. Er nennt ja immer die gleichen Personen die wir eh schon privat treffen. Ich habe auch ein bisschen "Hemmungen" irgendwelche Eltern von eventuell als Freunde in Frage kommende Kinder zu fragen, da sie unter Umständen gar nicht Lust darauf haben, dass ihr Kind mit Nico spielt (weil er eben doch ein kleiner "Bestimmer" ist...) Verzwickt das ganze.

Beitrag von sillysilly 16.03.11 - 22:13 Uhr

Hallo

mach das doch ganz ungezwungen

lade einfach mal alle Jungs aus seiner Gruppe ein die in etwa in seinem Alter sind
oder frag doch die Erzieherin, daß sie dir so 5 Namen nennen soll

dann machst du einfach
eine Frühlingsparty
Piratenparty
Sommertreff

ect.


oder laß dir Namen nennen und lade die Kinder einfach mal einzeln ein, eventuell zu einem Ausflug


du hast die Chance ihm mehr Auswahl an Kontakten zu verschaffen, laß dir was einfallen


Das mit dem Bestimmer ist doch bestimmt nicht so extrem wenn er nur einen Besuchsgast hat.


Dazu gibt es auch ganz nette Bilderbücher mit Abwarten, Teilen, Erster sein ...... schau doch mal in der Bücherei

Grüße Silly

Beitrag von grashopper73 16.03.11 - 22:23 Uhr

Danke für die Tipps und die Aufmunterung! Auch das mit den Büchern ist eine sehr gute Idee. Er liest eh gerne bzw. bekommt gerne vorgelesen.

Ich glaube ich muss das alles jetzt erst einmal verdauen... !

Lieber Gruss,

Sandra

Beitrag von twins 17.03.11 - 09:06 Uhr

HI,
was sagt denn der Kinderarzt? Ist ihm bei den U-Untersuchungen das zappelige aufgefallen?

Ostmals übertreiben die Kigas ungemein. Das ist ein "Junge" ein bißchen wilder und schon ist er in ein Schubladendenken drin und fertig.

Unser Sohn ist eher ein ruhiger Vertreter, konnte aber lange keine Freunde finden . Wurde in 3 Jahren in 3 Gruppen gesteckt mit 8 Erzieherwechsel, dazu eine Pflichttrennung von seiner Zwillingsschwester.
In einem Jahr, da war er gerade 3, wurde er von der Erzieherin und den Kindern gemoppt - auf übelste -. Als er dann im 3. Kiga Jahr wieder mit seiner Schwester zusammen sein durfte, war er super glücklich und ausgeglichen. Aber es folgte wieder eine "inoffizielle" Trennung. Sie durften in der Garderobe nicht zusammen sitzen, beim essen nicht, nicht gemeinsam in die Turnhalle, etc. ER mußte sich dann "alleine" in anderen Gruppen eingliedern, die schon einige Jahre zusammen waren - was natürlich nicht leicht war . Es hat nicht geklappt, da er zu schüchtern war, die anderen wollten nicht das er mitspielt und irgendwann hat es ihm gereicht und dann hat er angefangen die Spiele der anderen kaputt zu machen.
Fazit: ER soll zum Psychologen, hat AHDS, etc. etc.
Wir haben den Kiga gewechselt mit beiden Kindern und jetzt ist er wieder super glücklich, hat tolle Freunde und einfach ganz normal.

Lass doch ihn der Bestimmer sein, das ist immer ein Kind!!!!Ich wäre froh, wenn unsere Kids mal so drauf wären aber die werden von den anderen Bestimmern immer übertrupmft. Es gibt halt immer nur einen Chef in der Gruppe. Du wirst merken, in der Schule gibt es vielleicht andere Bestimmer, wo er sich auf einmal untergliedern muss.

Und dann gibt es Kigas, die stehen eher auf Mädchen, da fallen Jungs schon von alleine durch! Viele Erzieher können auch gar nicht mit dem Temperament der Jungs umgehen.

Wenn Du meinst, das DEIN Kind so richtig ist wie er ist, dann lass es und nimm den Kiga nicht zu ernst. In der Schule werden die Karten eh neu gemischt.

Grüße
Lisa

Beitrag von grashopper73 17.03.11 - 20:01 Uhr

Hallo Lisa,

Danke für Deine Antwort! Beim Arzt wurde nie was gemeldet. Er meinte er sei aufweckt vif und ein starkes Selbstvertrauen. Aber es klang immer positiv.

Er war schon als Baby sehr aktiv und fordernd und dadurch dass wir da "reingewachsen" sind, ist sein extremer Aktivitätsdrang für uns auch nicht weiter ein Problem. Aber dass dies nun ein fehlendes Sozialverhalten zur Folge hat, beschäftigt mich ganz schön. Auch wenn ich derzeit nicht das Gefühl habe, dass dies in weiter störrt, denke ich, dass er in naher Zukunft schon Probleme damit haben wird zumal es nun im KiGa wohl mit ihm thematisiert wird.

Das mit dem Bestimmer sein, haben mein Mann und ich auch immer gedacht... wir waren immer der Meinung es ist zwar nicht ideal aber besser er macht sein Ding als dass er ganz schüchtern ist und man ständig angst hat, dass sie untergehen. Aber laut Erzieher kann er auch so ausgeschlossen werden. Ich frage mich generell warum Kinder in dem Alter bewertet werden müssen und bei Dir frage ich mich warum man Kinder komme was wolle trennen will. Ich meine es sind Zwillinge und da ist das Band ja oftmals enger als bei Geschwisterkinder... und ich weiss noch wie hart es für mich im Kiga war als ich von meinem 2 Jahre jüngeren Bruder getrennt wurde und ans andere Tischende gesetzt wurde...

Aber es ist schön, dass es bei Deinen Kindern jetzt besser geht und sie sich wohl fühlen!

Mal schauen wie es bei uns weitergeht mit unserem "auffälligen" Zwerg...

LG, Sandra

Beitrag von twins 18.03.11 - 08:07 Uhr

Hi,
weißt Du, oftmals haben die Erzieher keine Zeit/Lust sich mit einem Jungen zu beschäftigen, der "vielleicht" etwas wilder ist. Und das sein Durchsetzungsvermögen betrifft: wie Du schon sagtest, lieber so als ein Leisetreter.
Vielleicht muss er mit dieser Gabe auch anders umgehen lernen und da sollte auch der Kiga helfen.

Wir haben in unserer Nachbarschaft ein Mädchen (4. Klasse) und die ist auch so ein Bestimmer Typ. Sie kommt super schlecht an bei "manchen" Mitschülern aber der Grund ist eher weil sie arrogant, besserwisser und zickig ist.

Wenn ihr Euren Junior dann noch irgendwie helfen könnt zu unterstützen, das er zwar der Bestimmer ist aber auch lernt auf andere zu hören und andere Meinungen gelten läßt....das kann man sicherlich gut in Rollenspielen üben. Auch hier kann der Kiga helfen, erstrecht, wenn sie SOOOOOO große Probleme drin sehen.

Macht Euch echt mal Gedanken, wie ihr das ganze in eine Positive Richtung drehen könnt. Ihr werdet sehen, da kommen sicherlich gute Ideen raus. Warum gibt es wohl in jeder Abteilung EINEN Chef und nicht 10? Es muss halt immer einen Bestimmer geben, nur ist hier dann auch Teamfähigkeit gefragt und das kann Deiner jetzt schon lernen!!!

Grüße
Lisa

Beitrag von zahnweh 17.03.11 - 10:11 Uhr

Hallo,

wie war es früher? Also zu Beginn der Kiga Zeit?
Hatte er da Kontakt mit anderen Kindern? Wenn ja, gleichaltrig oder überwiegend ältere, die dann eingeschult wurden?

Welche Interessen hat er zu Hause? Gibt es die auch im Kindergarten oder sind sie für den Kindergarten schon "zu weit"

Es ist so, dass ich einige kenne, die überdurchschnittlich begabt sind und massive Probleme im Kindergarten hatten. Vor allem im sozialen: der Grund: emotional waren sie 4 Jahre, aber geistig/Interessenmäßig schon weiter.
Die Kinder verstehen nicht, warum die anderen Kinder einen nicht verstehen und umgekehrt. Die die ich kenne, haben dann schon mal mit den anderen mitgespielt, aber es wurde oft schnell langweilig. Meine eine liebt es Domino zu spielen. Ich spiele es ab und zu mit, aber ganz sicher nicht den ganzen Tag. So geht es manchen Kindern auch.
Langeweile oder Unterforderung führt zu Frustration, wenn sie keinen Ausgleich bekommen. Einmal Domino, einmal ein Spiel ab 8 Jahren ... nur können nicht alle Kinder die Spiele ab 8 Jahren schon. Alleine macht es auch keinen Spaß. Also mit den Erziehern, die keine Einzelbetreuung machen.

Was bleibt also übrig, wenn es langweilig wird und nichts entwicklungspassendes da ist? Rumkaspern, andere Ärgern, Blödsinn machen. so kann man auch Kontakt aufnehmen. Ein "geh weg" ist mehr angesprochen als gar nicht bemerkt zu werden.

Nun kann ich aber nicht einschätzen, ob er wirklich überdurchschnittlich begabt ist oder in manchen Teilen.

wenn es so ist, siehe meine Erläuterung.
Möglichkeiten wären: viel privater Kontakt mit anderen Kindern: ältere oder ebenfalls überdurchschnittlich begabte in gleichen oder anderen Bereichen.
Spiele/Themen im Kindergarten einbringen, die seinem Entwicklungsstand entgegenkommen. Mag ja sein, dass die anderen Kinder das nicht interessiert, aber ihn interessiert einiges andere auch nicht. Bei Themen: z.B. Tiere, kleineren Projekten, kann man ja jedes Kind was dazu machen lassen. Wer mag malt ein Bild oder bastelt was oder macht die Tierlaute nach oder sammelt informationen und trägt sie vor... jedes Kind wie es mag.


Falls du Fragen hast jederzeit gerne auch über VK. Da ich einige Freunde habe, die nachgewiesen (teil-)überdurchschnittliche Begabungen haben, habe ich mich mit dem Thema näher beschäftigt und Probleme direkt miterlebt.

Beitrag von mabo02 17.03.11 - 12:43 Uhr

Vielleicht ist dieses offene Konzept nicht das richtige für deinen Sohn.

Wir haben momentan auch so eine "Auffälligkeit" gemeldet bekommen.
Unser Sohn würde sich zusehr zurück ziehen, auch mal für sich spielen und möchte einfach nicht in einer großen Gruppe mitmachen.

Er hat in seiner Gruppe 4 feste Freunde und noch ein Kind aus der Nebengruppe (eine komplett heilpädagogische Gruppe). Diese Kinder bezeichnet er als seine Bande und mit denen spielt er auch gerne.
Es sind Kinder in seinem Alter. Mit den Älteren kann er nichts anfangen und das ist dann eben so.

Er ist nicht kontaktscheu, nur er fühlt sich in großen Gruppen nicht wohl.
Ich weiss nur nicht, ob das wirklich so dramatisch ist.

Wir haben bald ein Gespräch, mal sehen was da kommt..

Beitrag von grashopper73 17.03.11 - 20:07 Uhr

Das offene Konzept ist mit ziemlicher Sicherheit nix für unser Sohn. Das haben wir uns von Anfang an gedacht. Er ist ein Kind das von Anfang an Strukturen und Regelmässigkeit gebraucht hat und in einem offenem Konzept verloren geht. Aber leider gibt es hier keine Alternativen mit guten Öffnungszeiten hier in der Nähe...

Ich frage mich aber gerade was bei Deinem Kleinen auffällig sein soll. Für das Alter sind 4 feste Freunde doch viel und warum soll man sich bitte in grossen Gruppen wohl fühlen?? Das ist jetzt echt mal speziell. Langsam zweiffel ich auch an diesem übereifrigen pädagogischen System...

Euch alles Gute!

Sandra