Bank hat uns evtl. beschissen. Was tun?

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Beitrag von ss120875 16.03.11 - 21:18 Uhr

Hallo,

wir wurden vor ca. 5 Monaten von unserer Bank, die uns den Hausbau finanziert hat kontaktiert, da sie uns über die Vorteile, der damals niedrigen Zinsen informieren wollte.

Wenn wir einen neuen Vertrag abschließen würden, könnten wir von den geringeren Zinsen profitieren und hätten somit nur Vorteile. Mir war das damals schon schleierhaft, warum eine Bank auf uns zukommt und uns was gutes tun will, ohne selbst einen Vorteil davon zu haben.

Da aber mein Mann das alles regelt und eigentlich immer sehr genau überprüft was er unterschreibt, hab ich mir nicht weiter Gedanken gemacht. Er war auch mit dem "Angebot" bei unserer Hausbank und die haben auch keinen Haken gefunden. Somit haben wir unterschrieben.

Jetzt, nachdem unser Steuerberater unsere Einkommenssteuererklärung durchgearbeitet hat, ist ihm aufgefallen, dass wir wohl "beschissen" wurden. Wir zahlen jetzt nämlich -im Vergleich mit unserem alten Vertrag- 10 Jahre drauf.

Meine Frage nun, was können wir da jetzt noch tun? Wäre es sinnvoll, die Verbraucherzentrale zu kontaktieren? Mein Mann will nochmals mit dem Berater der Bank auf einen Gesprächstermin drängen, was ich nicht besonders gut finde, denn da wir ja wenig Ahnung haben, würde der uns bestimmt genauso totlabern wir damals.

Kann mir jemand einen Tipp geben, denn ich bin stinksauer über so eine Vorgehensweise.

Danke
S.

Beitrag von mamavonyannick 16.03.11 - 21:23 Uhr

Hallo,

heißt das jetzt, dass ihr eine 10 Jahre längere Laufzeit im vergleich zu vorher habt oder was meinst du mit "Wir zahlen jetzt nämlich -im Vergleich mit unserem alten Vertrag- 10 Jahre drauf."?

vg, m.

Beitrag von kati543 16.03.11 - 21:39 Uhr

Es stand doch alles in dem Vertrag, oder? Ihr habt ihn durchgelesen und unterschrieben. Wo ist da das "Bescheißen" von der Bank? Ihr werdet doch wohl selber vergleichen können, was ihr im alten bzw. neuen Vertrag zahlt.
Die Verbraucherzentrale ist dafür nicht zuständig. Die machen nur etwas, wenn wirklich betrogen wurde. Das ist bei euch aber nicht der Fall.

Beitrag von strandschoenheit 16.03.11 - 21:50 Uhr

Hallo,
du schreibst ja selbst "evtl. beschissen", das deute ich mal so, dass du dir nicht sicher bist, was da überhaupt passiert ist. Was sicherlich damit zusammenhängt, dass du deinen Mann solche Dinge regeln lässt. Es ist halt immer schwierig Vorgänge zu verstehen, aus denen man sich rausgehalten hat.

Mein Eindruck - von Ferne - ist der, dass Ihr beide nicht richtig durchschaut, was eigentlich passiert ist und was Ihr überhaupt unterschrieben habt. Ich würde mir bei der Bank noch mal alles erklären lassen (vielleicht auch von der Hausbank), es wäre vielleicht auch nicht schlecht, wenn du mitgehst und dich mit der Materie beschäftigst. Vier Augen sehen immer mehr als zwei.

LG,
Sandy

Beitrag von frau-pepsi 16.03.11 - 22:44 Uhr

Nehmt euch einen Anwalt! Er wird herausfinden ob ihr beschissen wurdet oder den Vertrag "blind" unterschrieben habt.

Beitrag von myimmortal1977 17.03.11 - 00:46 Uhr

Mich würde auch brennend interessieren, was Du mit den 10 Jahren draufzahlen meinst?!?!?

Niedriger Zinssatz, wunderbar.

Ist die Tilgung auch geringer geworden? In dem Fall ist es logisch, dass Ihr länger bezahlt. Niedrigere Tilgung, längere Abzahlung.

In dem Fall wäre es aber kein Beschiss von der Bank.

Aber ohne nähere Auskünfte über das Warum und Wieso von Deiner Seite kann man beim besten Willen keine qualifizierte Antwort geben.

LG Janette

Beitrag von schneeglitzern 17.03.11 - 08:17 Uhr

Erklär dich mal was ihr gemacht habt.

Verstehe ich das richtig, dass ihr nicht bei der HAUSBANK FINANZIERT habt, aber diese bittet den vertrag zu überprüfen?

Habt ihr ein Forward Darlehen abgeschlossen oder was ?

Wo soll der Beschiss sein?

Offensichtlich verstehst Du die ganze Marterie nicht richtig, schimpfst aber gleich auf die Bank.

Gruß
Schneeglitzern

Beitrag von pete1323 17.03.11 - 13:54 Uhr

Hallo ss120875,

die meisten haben ja schon geschrieben, dass es sich wahrscheinlich nicht um einen Beschiss handeln muss.

Den Rat mit dem Anwalt würde ich aber schnell vergessen, um nicht noch höhere Kosten zu verursachen.


gruß pete

Beitrag von manavgat 17.03.11 - 15:13 Uhr

Wenn Du rechtsschutzversichert bist und Vertragsrecht inkludiert ist, dann wäre es sinnvoll eine Anwältin zu befragen.

Banken etwas nachzuweisen ist schwierig, wenn auch nicht unmöglich und das Prozeßkostenrisiko wäre mir ohne Rechtschutz zu hoch.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sternschnuppe215 18.03.11 - 16:17 Uhr

wenn Ihr einen günstigeren Zinssatz habt als bisher, ist es kein Nachteil...

Vlei habt Ihr dann n niedrigeren "Tilgungssatz" ... das sollte aber auch kein Problem sein... habt Ihr Sondertilgungsmöglichkeiten? Ansonsten zuviel vorhandenes Geld beiseite legen u. komplett tilgen, wenn Ihr die Restschuld zusammen habt ...

Die benannten "Darlehenslaufzeiten" sind nur "fiktiv" und dienen zur Orientierung... ist wie beim Auto ... wenn man die Kohle zusammen hat, löst man es aus

#schwitz

Beitrag von ss120875 20.03.11 - 09:00 Uhr

Hallo,

unser Vertrag wurde mehrfach aufgeteilt und für jeden neuen mussten wir Abschlussgebühren verlangen.

Der alte wurde durch den neuen abgelöst und trotzdem Vorfälligkeitsentschädigung verlangt, obwohl wir die Bank ja nicht gewechselt haben.

Unsere Unterlagen liegen noch beim Steuerberater. Sobald wir die zurück haben, werden wir versuchen das zu klären.

Danke an alle für die Antworten.

Silke