Soll ich meinen Sohn aus dem Waldkindergarten nehmen?????

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von superbraut05 16.03.11 - 23:14 Uhr

HI,
mein Sohn ist nun 2,5 Jahre alt. Seit August 210 geht er 3 mal die Woche für 3 stunden in den Waldkindergarten.
Von anfang an war es mit ihm ein Kampf, das er gerne da bleibt.
Bis heute, fast 8 Monate später will er immer noch nicht hin.
Jeden Morgen dann das selbe Theater, er weint, hat Bauchweh, trinkt nix, isst nix, weint nur...
Er tut mir so leid. Ich habe nun gesagt, das ich ihn aus der Gruppe rausnehmen möchte, und ihn zu Hause lasse,
Die Erzieherin hat mir davon abgeraten. Sie meinte mein Sohn will nur seinen Kopf durchsetzen. Wenn er im Wald KIGA ist, ist er ja friedlich. Er spielt mit den anderen Kindern und integriert sich! Er sei dann ein fröhliches Kind.
Aber er weint nun jeden Abend das er da nicht mehr hin will!!
Was soll ich machen???
Wenn er da ist, lacht er ja und spielt und kann die Welt dort entdecken!
Mein Sohn war ein Frühchen und hat sich durch den Wald wirklich gut weiter entwickelt!#pro
Ich bin nun ratlos und weiß nicht was ich machen soll!
Hat jemand eine Meinung dazu?
Bitte nur um ernst gemeinte Meinungen!:-D

LG #winke NAdine

Beitrag von murmel72 16.03.11 - 23:20 Uhr

Hallo,

geh nach deinem Gefühl und lass dir von aussen nicht reinquatschen.

Und wenn nun dein Sohn seinen Willen durchsetzen will (warum sollte er das nicht dürfen? Das Recht nehmen wir uns doch auch oft raus.), hat das vielleicht sogar triftige Gründe.

Kann er sich verbal so artikulieren, dass er erklären kann, was ihn genau stört?
Kommt er mit der Erzieherin nicht klar? (Könnte ich mir gut vorstellen, wenn sie schon zu so doofen pauschalisierenden Aussagen neigt).

Wenn er schon so lange nicht gerne dahin geht, würde ich ihn ganz rausnehmen.
Vielleicht ist er einfach auch zu jung für den Kindergarten und ihr probiert es kommenden September nochmal in einem anderen Kiga.

Gruss
Murmel

Beitrag von sunflower.1976 16.03.11 - 23:48 Uhr

Hallo!

Hm...schwierig...

Wie ist Dein Sohn "drauf" wenn Du ihn abholst? Kann er sagen, was er gemacht hat, was blöd war o.ä.? Davon würde ich viel abhängig machen.

Mein kleiner Sohn kam kurz nach seinem 2. Geburtstag in den KiGa. Anfangs lief es supergut aber nach einer Woche "Krankheitspause" ging gar nichts mehr. Er hat geweint, blieb nicht ohne mich usw. In der Gruppe seines großen Bruders wäre er gerne geblieben, was er aber nicht durfte. Da dann sowieso Weihnachtsferien waren und er kurz danach mit seinem großen Bruder (und mir) zu einer vierwöchigen Sprachheilreha fahren musste, habe ich mit ihm seine Gruppe jeden Tag nur für eine halbe Stunde oder Stunde "besucht". In der Reha war er in der Betreuung, wenn ich einen Termin hatte. Dort ging er total gerne und ohne jegliche Eingewöhnung hin #kratz Anschließend haben wir im KiGa wieder eine langsame Eingewöhnung angefangen. Allerdings blieb er dann von Anfang ann alleine, erst aber nur 20 Minuten, dann eine knappe Stunde usw. Das ging gut auch wenn er beim "abgeben" erst weint. Die Pause durch die Ferien und die Reha haben ihm gutgetan. Seitdem klappt es besser. Aber...mein kleiner Sohn ist sprachlich extrem weit und erzählt viel, was sich in der Gruppe abspielt. Da ich ja durch unsere "Besuche" häufig mit in de Gruppe war, habe ich einiges mitbekommen :-( und kann wirklich verstehen, warum mein kleiner Sohn (und auch einige andere Kinder) sich in der Gruppe nicht wohlfühlen. Da weiß ich erst die Arbeit der Erzieherinnen der Gruppe meines großen Sohnes erst recht zu schätzen!!!

Was ich damit sagen will...wenn Dein Sohn sich über einen so langen Zeitraum nicht wohlfühlt, würde ich über Konsequenzen nachdenken. Das kann von einer mehrwöchigen/mehrmonatigen Pause bis hin zu einem KiGa-Wechsel alles sein. Du schreibst, dass Dein Sohn ein Frühchen war. Ob und welche "Nachwirkungen" das für ihn hat, weiß ich ja nicht.

Beim Rehaaufenthalt meines großen Sohnes war ein Kind mit einer Muskelschwäche unbekannter Ursache (klar, ist ein anderes Problem als das Deines Sohnes!). Er hat bei den s.g. Walderlebnisgängen, einem Bestandteil der Bewegunstherapie, alles mitgemacht, hat aber vorher viel geweint, immer wieder ängstlich gefragt, wann er wieder in den Wald muss usw. Er war mit dieser Situation einfach überfordert. Die Therapeuten haben es gut abgefangen und sind auf ihn eingegangen, so dass es besser wurde. Aber bei zwei Therapeuten für sechs Kinder geht das auch gut, anders als in einer KiGa-Gruppe.

Vielleicht ist es Deinem Sohn wirklich zu viel. Mit "Kopüf durchsetzen" hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Denn würde es Deinem Sohn dort wirklich gefallen., würde er nach acht Moanten nicht mehr so heftig reagieren.

LG Silvia

Beitrag von meandco 17.03.11 - 07:50 Uhr

puuuuh .. das ist schon lange #schwitz

also auch von mir: wie ist dein sohn drauf wenn du ihn abholst. hast du den eindruck dass er sich trotzdem wohl gefühlt hat, gespielt hat? will er dir zeigen was gemacht wurde oder erzählen wenn was schlimmes passiert ist?
das ist nämlich ein zeichen, dass soweit alles io ist. wenn er das alles nicht macht und zb nur weg will, dann solltest du ihn da schleunigst raus holen.

falls es ihm wirklich soweit gut geht, bleibt noch eine andere möglichkeit. überprüfe mal deine einstellung zum kiga. hast du schlechtes gewissen, weil du ihn abgibst, oder läuft da unterbewusst etwas in die richtung? jetzt kommt natürlich sein verhalten dazu und verstärkt das, aber es kann sein, dass, wenn es ihm eigentlich gut geht dort und er sich wohl fühlt (was obiges anzeigen würde) die ursache allen übels du bist. und zwar entsteht manchmal beim kind der eindruck dass mama damit nicht einverstanden ist (da genügt schon unsicherheit). sie selber fühlen sich aber wohl. aber wenn mama traurig ist, kann ich mich doch nicht wohl fühlen oder???? .... und schon beginnt das trauerspiel.

also: spür mal rein, was dir dein gefühl sagt. gehts ihm da gut und du musst dran arbeiten ihm das gefühl zu geben, dass es dich freut wenn er da hingeht und spaß hat, oder ist das alles einfach wirklich nichts für ihn?

lg
me

Beitrag von atarimaus 17.03.11 - 08:37 Uhr

Hi,

ich finde es krass, dass du erst nach 8 Monaten auf die Idee kommst, ihn da raus zu nehmen!

Ich komme schon ins Grübeln, wenn meine Tochter mal ein zwei Wochen knatscht beim Abgeben in die Kita.

Eventuell ist auch die Art des Kindergartens nichts für ihn.

Da es eh nur 3 Stunden sind, kann ich mir kaum vorstellen, dass er mit seinem Gebrüll zeigen will, dass er sich nicht trennen möchte. Für mich siehts schon danach aus, dass es direkt mit der Einrichtung zu tun hat.

Also raus da.

Alles Gute
Beate

Beitrag von twins 17.03.11 - 08:54 Uhr

Hi,
hast Du die Möglichkeit ihn jeden Tag hinzubringen?
Ich habe es bei uns im Kiga und Krippe immer wieder gesehen. Kinder die nur wenige Tage/Std. dort sind machen mehr Probleme als Kinder die täglich dort sind.

Eine Freundin bringt ihre Kinder z.B. total unregemäßig in den Kiga und die haben natürlich keine Lust, da es zu Hause bei Mama viel besser ist. Ein anderes Mädchen war bei uns in der Krippe - auch nur sporadisch - die hat auch ziemlich viel geweint.

Dieses : heute Mama morgen weg, übermorgen Mama, wieder weg....das überreißen oftmals die Kleinen gar nicht. Aber wenn es jeden Tag ist und es normal wird dann ist es doch für viele leichter.

Grüße
Lisa

Beitrag von marie.lu 17.03.11 - 10:18 Uhr

genau das habe ich auch gedacht!

Beitrag von twins 17.03.11 - 10:28 Uhr

#freu#fest

Beitrag von arthurmama 17.03.11 - 10:48 Uhr

Genausowas fiel mir auch ein!
Einige Kinder haben auch nach 2-3 Krankheitstagen und deswegen KiGa-Ausfall Schwierigkeiten wieder reinzufinden.
Am Anfang des KiGa-Besuchs sind auch die WEs eine zu lange Unterbrechung des neuen Rituals.

VG, I.