Eingewöhnungszeit bei Tagesmutter: 3Tage?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mar1end 17.03.11 - 00:41 Uhr

Hallo,
wir waren heute (16.03) bei der zukünftige TM (Vertragsbeginn 01.04) und sie hat uns vorgeschlagen, dass die Eingewöhnungszeit von 28-30.03 gehen soll und ich so nach einer Stunde gehen kann.
Ist das so üblich???? ich verstehe das sie das unentgeltlich macht, aber das ist mir ein bisschen zu kurz.
Ich habe andere Beiträge gelesen wo die Rede von 2-4 Wochen war, ist das vielleicht von Bundesland zu Bundesland anders??? Wir wohnen in (Mittel)Hessen. Hat jemand von euch Erfahrung damit?
Dazu muss ich sagen, dass es das erste mal wäre, das unser Kleiner bei jemandem anderen bleiben würde. Das haben wir der TM auch so gesagt aber sie meinte, dass es so oder so immer Geschrei geben würde.
Wie lange kann/darf ich denn dabei bleiben?

LG
Marend

Beitrag von louisselma 17.03.11 - 06:29 Uhr

Guten morgen,

bei uns dauerte die Eingwöhnung 4 Tage. Muss allerdings dazu sagen, dass wir zum kennen lernen und Fragen stellen schon 3 mal vorher dort waren. Sonst dauert die Eingewöhnung aber auch bloß 5 Tage


1. Tag: Sohnemann 1 Stunde allein bei der Tagesmutti
2. Tag: Sohnemann 2 Stunden allein bei der Tagesmutti
3. Tag: Bis nach dem Mittagessen bei der Tagesmutti
4. Tag: von früh bis nach dem mittagsschlaf

Bei einer Eingewöhnung von 5 Tagen bleibt 1 Elternteil immer 1 Stunde mit da.

Kann eigentlich sagen, dass das alles recht gut geklappt hat und er sich super eingelebt hat. er geht seit 1.2. zu der Tagesmutti

vielleicht schaust du wie es sich entwickelt und kannst dann mit der Tagesmutter noch mal eine längere Eingewöhnung vereinbaren.

LG Louisselma mit Louis, der den Rest der Woche leider nicht zu seiner Tagesmutti geht, da er krank ist

Beitrag von whiteangel1986 17.03.11 - 06:35 Uhr

also 3 tage finde auch auch etwas kurz. Hier spielt aber rein, wie alt deine tochter ist. Je jünger (sprich grad erst 1 jahr geworden) desto eher lassen sich die kleinen eingewöhnen. Mit über 2 jahren hängen sie deutlich mehr an der mutter.

Wir waren mit unserem kleinen ab dem er 6 monate alt war regelmässig (alle 14 tage) zur krabbelgruppe in der KITA die dort kostenlos angeboten wurde. Ab seinem 1 geburtstag sollte er tägl. 9h in der kita bleiben. 2 Wochen vorher sollte auch eine eingewöhnung stattfinden. Wir brauchten allerdings nichtmal einen tag. Unser kleiner kannte durch die krabbelgruppe alle wichtigen personen, fühlte sich dort sofort zuhause. Es gab NIE geschrei.

Also mit der devise:"es würde IMMER geschrei geben" ist völliger blödsinn.

Hättest du evtl. noch eine alternative? Andere TM vielleicht? Mit mehr eingewöhnung? Im normalfall beruhigen sich zwar die kleinen irgendwann, aber wenn man es von anfang an vermeiden kann wäre es echt besser. Denn du willst ja dein kind gut aufgehoben wissen und die kleine soll ja auch gern hin gehen.

LG

Beitrag von bettlbauzl 17.03.11 - 06:48 Uhr

Hi

wir hatten 3 Tage, je ca. 2 Stunden Eingewöhnung und es hat alles super geklappt. Niklas kam mit 14 Monaten in die KiTa.

LG
Bettina
:-D

Beitrag von pegsi 17.03.11 - 07:02 Uhr

Wir hatten bei unserer "Großen" eine Eingewöhnungszeit von 4 Wochen und brauchten die auch. Haben sogar noch mal zwei Wochen mit Papa verlängert.
Sie hat sich zwar von Anfang an sehr wohl gefühlt und ist gerne hingegangen, aber ohne uns dableiben und vor allem das Essen hat nicht so gut geklappt. War allerdings auch nicht der optimale Zeitpunkt mit 9 Monaten, und sie hatte nie Hilfsmittel wie Schnuller, Flasche, Schnuffeltuch, Teddybär, weil sie das alles nie wollte. Natürlich ist sie zwischendrin auch klassisch krank geworden.

Die Aussage, daß es immer Geschrei gäbe, würde mich schon davon abhalten, mein Kind dort abzugeben. Für mich war es wichtig, meine Tochter erst dann da zu lassen, wenn sie mich gut gehen lassen kann.
Inzwischen schmollt sie, wenn ich sie abhole, weil sie noch länger bleiben wollte...

Was bei uns noch zu sagen wäre: In der Eingewöhnungszeit ist das Kind bereits angemeldet und wir zahlen dafür!

Beitrag von jeany82 17.03.11 - 08:19 Uhr

Hallo

Ich bin selbst Tagesmutter. Die Eingewöhnungszeit sollte man ganz vom Kind und dessen alter abhängig machen. In der Regel sagt man 2 Wochen. Es gibt Kinder die brauchen keine Eingewöhnung und dann gibt es Kinder die brauchen mehrere Wochen. Diese Zeit von 2 Wochen ist eine Empfehlung, da kann jede Tagesmutter in Absprache mit den Eltern individuell drüber entscheiden.
Wie alt ist denn dein Kind? Mir persönlich wären 3 Tage auch als Tagesmutter viel zu kurz ,vor allem da bei euch ja einfach noch die Zeit für eine längere Eingewöhnung vorhanden ist. Man lernt in dieser Zeit einfach das Kind besser kennen.
Wie lange du dabei bleiben darfst solltest du die Tagesmutter fragen. Ich lass bei der Eingewöhnung die Mamas in den ersten Tagen ganz da bleiben , danach sollen die Mamas immer mal wieder den Raum verlassen und die letzten Tage der Eingewöhnung ganz die Wohnung verlassen. Ziel der Eingewöhnung ist für mich in erster Linie, das das Kind lernt bzw weiß Mama kommt immer wieder, das das Kind vertrauen zu mir als Betreuungsperson fasst und ganz wichtig, das sich das Kind von mir trösten lässt.
Sicherlich weinen die meisten Kinder (auch da gibt es Ausnahmen und ist altesabhängig) die ersten Wochen/Monate , sobald Mama geht. Das ist auch völlig normal und verständlich. Auch wenn das Kind sich bei der TM wohlfühlt, ist der Abschied von der Mama doch immer erstmal schwer. Aber das Kind weiß nach einer Eingewöhnung Mama kommt wieder und lässt sich dann von mir als TM trösten.


LG

Beitrag von widowwadman 17.03.11 - 08:26 Uhr

Ich lebe in UK da ist alles anders, aber unsere Eingewoehnung lief 1. Tag 1 Stunde, 2. Tag 4 Stunden, 3. Tag - Vollzeit - und dann ging's los - Ewig mit Mutti daneben rummachen bringt doch nichts und stoert nur den Ablauf in der Gruppe

Beitrag von meandco 17.03.11 - 09:23 Uhr

#kratz bist du sicher dass du diese tagesmutter willst #kratz#schwitz
... mein fall wär sie nicht #cool

ansonsten: kann klappen oder nicht. ich würd ihr anbieten die eingewöhnungsphase zu zahlen. also business as usual #cool im kiga zahl ich ja auch für die eingewöhnungszeit - und da sind von der mutter her 2 wochen einzuplanen (auch wenn die meisten schon früher den ganzen vm alleine bleiben). die machen das ja auch nicht unentgeltlich #cool

und dass sie so oder so schreien - ist ein gerücht. wenn sie sich gut eingewöhnen können, sind sie vielleicht nicht glücklich wenn du dann immer weggehst, aber das heißt nicht dass das in unhaltbaren geschrei enden muss.
meine tochter hatte nur eine krippe (und da wurde auch so eine schnellschusseingewöhnung gemacht) wo sie wirklich geweint hat. da war nix zu machen und vor allem nix zu retten #augen
in allen anderen betreuungseinrichtungen hat es eine richtige eingewöhnungsphase gegeben. und ja, in der krippe hat sie dann zwar auch mal ne weinphase gehabt, aber da ging es bei genauer betrachtung darum, dass sie mittags mit den anderen gruppenkindern abgeholt werden wollte und nicht die gruppe wechseln. also haben wir es so gemacht, dass ich sie mittags geholt hab, mit ihr mittag gemacht hab und sie dann in die neue gruppe gebracht hab - und alles war wieder io. keine heulerei mehr beim abgeben - es war klar wann sie wieder geholt wird und für sie alles io. (auch wenn mir die erzieherinnen den vogel gezeigt haben ;-))

lg
me

Beitrag von sissy1981 17.03.11 - 09:28 Uhr

Das ist von TM zu TM anders, denn letztendlich kann sie als selbstständig Tätige natürlich selbst entscheiden wie sie arbeitet (von ein paar Grundsätzen abgesehen). Viele Gemeinden helfen aber dadurch nach, dass sie die Eingewöhnung bezuschussen.

Ich persönlich habe für eine Eingewöhnung immer 2 Wochen eingesetzt - diese aber natürlich bezahlen lassen- brauchte ich weniger (und in der Regel ist das ganze nach ner Woche erledigt) umso besser, dann blieb das Kind halt in der zweiten Woche zur Festigung ein paar Stunden am Tag da und sollte es mal Probleme geben ist immer ein Sorgeberechtigter schnell zur Hand - besser so, als das man jemanden von der Arbeit ordern muss.

"Geschrei" kann es immer mal geben - im Grunde ist es wichtiger, dass das Kind die neue Bezugsperson akzeptiert und sich von ihr auch trösten lässt - allerdings ein Kind ins kalte Wasser (und das sind 3 Tage durchaus) zu schmeißen halte ich (je nach Alter und Wesen des Kindes) zumindest für ungünstig. Aber es gibt viele Einrichtungen - egal ob TM, Kita, Kiga etc. die es so (oder ohne jegliche Eingewöhnung) handhaben.

Ich würde mit ihr abklären, dass sie gegen Bezahlung eine längere Eingewöhnung ansetzt.

Beitrag von schnitte19840 17.03.11 - 09:44 Uhr

Ich bin Tagesmutter,und finde das ist von Kind zu Kind unterschiedlich.
Ich hatte schon ein Tageskind Anna damals 1 1/2 war vorher schon in der Kita die hat ihre Mutter nach ca. 2Stunden schon rausgeworfen.

Kannst der TM ja anbieten ihr einen kleinen Stundenlohn zu geben und ihr fangt dafür schon am Montag an.Würde die Eingewöhnung täglich mind. 2 Stunden mit dir zusammen machen.Und evtl. am Ende der woche das Kind mal für ne halbe Stunde Stunde alleine da lassen.

Falls ihr merkt es klappt könntet ihr es ja auch jeden 2ten Tag reduzieren.

#winke

Beitrag von miss.sunshine01 17.03.11 - 10:13 Uhr

Hallo du!
Hast du denn insg. ein gutes Gefühl bei dieser TM?
Es hört sich nämlich nicht so toll an... (was aber natürlich bei so einem kurzen Bericht täuschen kann!!!).

Ich würde mich auch den anderen anschließen, vor allem den TM, die geschrieben haben: Man muss es vom Kind abhängig machen.

Bei uns lief es so:
Ca. 4 Wochen vor Beginn waren wir einen Nachmittag (ca. 2 Stunden) bei der TM im Garten zu Besuch. Meine Kinder haben die anderen Kinder und die TM kennen gelernt, diese hat sich langsam an meine rangetastet, nach ner Zeit auch mal auf den Arm genommen, getröstet, wenn hingefallen usw. Ich war aber anwesend und habe mich auch gekümmert.
War eher so wie zu Besuch bei Freunden.

Dann waren wir die Woche darauf nochmal da, auch wieder ein Nachmittag im Garten.

Dann fuhr die TM mit ihrer Familie in den Urlaub (2 Wo) und danach sollte es langsam losgehen.
Am ersten Tag blieb ich ca. 1 Stunde da (es war Sommer u. somit auch wieder Garten), dann sagte ich meinen Kindern, dass ich mal eben einkaufen fahre. Komischerweise fing mein Großer (4) an zu weinen, die Kleine (1,5) fand das voll okay.
Ich war nach einer halben Stunden wieder da.

Am nächsten Tag habe ich die beiden gebracht, bin 10 Min. geblieben und habe dann gesagt, ich müsse nun ein wenig arbeiten (bin selbstständig) und würde sie gleich wieder holen. Sie waren dann den ganzen Nachmittag dort und alles war gut.

Am dritten Tag lief es dann eigentlich "normal" - hinbringen, verabschieden, abends wieder abholen.
An drei Tagen der Woche geht die Kleine alleine zur TM, an einem auch mein Sohn (der sonst in der Kita ist).
Sie hat erst nach ner Zeit angefangen, zu weinen, wenn ich ging.
Und tut das immer noch (nach einen 3/4 Jahr)
Ich finde das fürchterlich traurig in dem Moment, aber ich weiß, dass sie schnell wieder aufhört und sich bei der TM wohl fühlt.
Sie fragt auch jeden Morgen, ob sie hin geht und ist traurig, wenn nicht.
Es ist wohl immer nur erst der Moment der Trennung...

Wünsche euch alles gute für euren Start!

Beitrag von miss.sunshine01 17.03.11 - 10:17 Uhr

Ach so, es gibt natürlich auch versch. Arten der Eingewöhnung:
Manche machen es so, dass sie das Kind immer länger dort lassen (z.B. erster Tag 1 Std., zweiter Tag Vormittag, 3. Tag bis nachmittags oder so) oder so, dass man erst mit dem Kind dort bleibt, am nächsten oder übernächsten Tag nach ner Zeit einmal um den Block geht, das nächste Mal einkaufen fährt und so weiter...
Ich halte zweiteres für sinnvoller, da es eine langsame "Übergabe" an die TM ist. Die erste Variante ist vor allem für jüngere Kinder nicht so sinnvoll, da sie eh noch keine Zeitgefühl haben. Mal sind 10 Minuten eine Ewigkeit, dann sind 3 Stunden wie im Flug um, weil das Kind konzentriert spielt oder einen Großteil der Zeit verschläft...

Beitrag von getmohr 17.03.11 - 11:47 Uhr

hallo,
ich bin auch eine Tagesmutti und richte mich bei der Eingewöhnungszeit nach dem Kind. Meist kann ich schon nach dem ersten Vorgespräch wo das Kind dabei war ganz gut einschätzen ob es eine lange Eingewöhnung braucht, oder ob evtl auch die Eingewöhnung sogar ganz übergangen werden kann. In vielen Fällen ist es auch so, dass die Eingwöhnung eher für die Eltern als für die Kinder ist...

Beitrag von schnupps22 17.03.11 - 12:54 Uhr

Also hier ist es so, dass einem 4 Wochen zustehen. Wieviel man nebötigt hängt aber vom kind ab. Das kann die Mama entscheiden. Die eingewöhnung wird auch bezahlt. Wir haben uns 4 wochen zur Eingewöhnung genommen und tatsächlich klappte es schon nach 2 Wochen. Aber das kann man ja vorher nicht wissen. 3 Tage finde ich definitiv zu kurz. Was macht sie denn wenn man ein etwas schwieriger Fall kommt? Manche Kinder brauchen mehr als 4 Wochen. Ich hätte angst, dass es nicht klappt und ich dann nicht entspannt bei der arbeit sein kann. Musst du denn ab dem 1.4 wieder arbeiten?

Beitrag von svala 17.03.11 - 13:13 Uhr

Hallo marend,

mir wären 3 Tage auch zu kurz, vor allem, wenn ich nicht wüsste, wie mein Kleiner reagiert. Wir haben länger eingeplant gehabt, im Endeffekt hätten aber 3 - 6 Tage gereicht. Das ist aber wirklich auch abhängig, in welcher Phase sich Dein Kind gerade befindet. Momentan bin ich mir sicher, wäre eine Eingewöhnung bei uns erheblich schwieriger, da er gerade sehr klammert.

ABER: Ich verstehe auch die TaMu. Immerhin bekommt sie in dieser Zeit kein Geld obwohl sie die Zeit investieren muss. Für mich war daher immer klar, dass wir die Eingewöhnung genauso bezahlen wie die eigentliche Betreuung. So war ich mir sicher, dass ich kein schlechtes Gewissen gehabt hätte, wenn wir länger gebraucht hätten. Der TaMu war es infolge der Bezahlung auch egal und so konnten wir es ohne Druck angehen.
Und ganz ehrlich. Wenn es Euch wirklich wichtig ist, dass Euer Kind die nötige Zeit zur Eingewöhnung bekommt, dann werdet ihr Euch die anfallenden Kosten sicher an einem anderen Ende "absparen" können und ich glaube nicht, dass die TaMu dann etwas gegen eine längere Eingewöhnungszeit hätte.

Viele liebe Grüße
Svala