Ich kann nicht mehr

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von lonerich 17.03.11 - 09:29 Uhr

Ständig überlege ich, kann ich das essen oder bekommt die kleine davon bauchweh...und heute nacht hatte sie so schlimme bauchschmerzen das ich ihr ein zäpfchen gegeben hab, welches auch gewirkt hat aber heut früh gings grade so weiter...

ich bin nur am weinen, weil ich genau weiß, dass ich schuld dran bin.

was kann ich dagegen machen, hab echt schon drüber nachgedacht aufzuhören mit stillen, da wir auch zu keinem rhytmus kommen und ich ständig mit schlechtem gewissen einkaufen geh, weil ich denke sie könnte hunger bekommen.

heute kommt meine hebamme und ich werde mit ihr mal über das thema abstillen sprechen.

wie ist das mit euren flaschenkindern?haben die mehr bauchschmerzen oder kann man da etwas dagegen in die flaschen rühren?

Oh man, ich bin so unentschlossen aber ich hab heut nacht nur geheult, weil ich dieses gefühl nicht losbekomme, das ich dran schuld bin, an den bauchschmerzen...

Beitrag von choirqueen 17.03.11 - 09:37 Uhr

Hallo,

also erst einmal tief durchatmen. Meine Hebi hat mir gesagt, dass Mumi immer gleich zusammengesetzt ist, also musst du dir nicht so einen riesen Kopf machen, dass du Schuld bist.
Gegen die Bauchschmerzen hilft Fencheltee, Bauchmassage und Fliegergriff. Zusätzlich kannst du zu jeder Stillmahlzeit Lefax auf einen Löffel geben und in den Mund. Nach zwei Wochen brauchst du Lefax nur noch abends geben.
Ich war mit meinem kleinen Mann zur Babymassage, dort zeigen sie auch Massagen gegen Koliken. Die dann bei jedem Windelwechsel.
Zusätzlich bade ich den kleinen Mann abends, dadurch entspannt sich der Körper und die Luft kann raus.

LG Cathrin

Beitrag von jenny-85- 17.03.11 - 09:38 Uhr

Guten Morgen

Also mein kleiner hat das auch ist 7 wochen alt und ich habe mi am anfang auch immer gedanken gemacht.

meine hebi meinte es hat nichts mit meinem Essen zu tun sonder mache Kinder haben damit mehr probleme manche weniger.

gebe ihm jetzt vor dem stillen immer sab gegen die blähungen und es wid besser.

Meiner nimmt die tropfen super vom löffel.

Gruß jenny und Emilian

Beitrag von redrose2282 17.03.11 - 09:40 Uhr

huhu

du kanst deinem zwerg auch vor jedem stillen sab simplex tropfen geben gegen blähungen. hilft auch ungemein. vll schluckt dein mäuschen auch einfach zu viel luft beim stillen. kann viele ursachen haben.

kann da nur aus eigeneer erfahrung berichten:

meine große habe ich 10 monate lang, ohne bauchweh ohne alles gestillt...
der kleine ist ein flaschen kind von beginn an und er hatte anfangs richtig mit fiesen bauchschmerzen zu kämpfen.

was wir immer im haus haben sind kümmelzäpfchen und sab simplex.

wenn du mit deiner hebi redest, dass frag sie mal, ob das wirklich von deinem essen kommt. oder vll doch, weil sie beim stllen zu viel luft schluckt.

lg red

Beitrag von ananova 17.03.11 - 09:45 Uhr

Hi!
Meine ersten 2 Kinder haben die Flasche bekommen....von Anfang an.....und Beide hatten echt heftige Blähungen....(und haben immer gespuckt!!)
......egal ob mit Sab, extra Babywasser, Fencheltee, Globulis, Wärme, Fliegergriff und und und........
.....bei meinem Sohn wurde es nur ein wenig besser mit BEBA sensitiv.....aber trotzdem hat er sich noch gequält!

Jetzt bei meinem 3. Kind stille ich......und sie hat auch Blähungen......aber nicht so schlimm, wie meine 2 Flaschenkinder! Es hilft ihr viel, das sie immer anlege.....das beruhigt sie dann ein wenig.......! Auch habe ich nach und nach rausbekommen, was die Blähungen noch verstärkt und das ist nicht viel.....
.....sonst esse ich worauf ich Lust habe.....

Legst Du auch nach Bedarf an? Es kommt oft vor, das man immer wieder am Stillen ist......! Anfangs war sie nur an meiner Brust und jetzt hat sie mittlerweile einen 3 Stunden Rhytmus (außer am Abend, da will sie öfter und länger nuckeln!)

Stillen ist im Vergleich (bei mir) echt besser!!

Ach ja.....von Schuld kann man da nicht reden.... Blähungen gehören dazu..... Schuld wärst Du nur, wenn Du absichtlich Dinge isst, wo Du weißt, das es die Blähungen bei Deinem Kind verstärkt!

Ana

Beitrag von berry26 17.03.11 - 09:47 Uhr

Hi,

ich weiß ja nicht wie alt deine Kleine ist aber für mich hört sich das wie gaaaanz normale 3Monatskoliken an. Da kannst du essen was du willst und es wird nichts ändern. Das liegt nämlich auch nicht an deinem Essen!
Wenn du jetzt also auf die Flasche umstellst, wird es sehr warscheinlich erstmal sogar noch schlimmer, denn Mumi ist am besten für die Kleinen zu verdauen und allein die Umstellung ist schon eine Belastung für den Kleinen Organismus.

Mach dir also mal keine Gedanken und fang vorallem wieder an normal zu essen. Du bist garantiert nicht Schuld an den Koliken deiner Tochter.

Gegen die Blähungen hilft Wärme, Fliegergriff, Carum Carvi Kümmelzäpfchen und es gibt ganz tolle Globulis (hab den Namen vergessen). Frag mal deine Hebamme.

LG

Judith

Beitrag von lonerich 17.03.11 - 09:51 Uhr

Also 3 Monatskoliken sind es mit Sicherheit nicht, da sie in ihren 5,5 Wochen erst 3 Mal richtig BAuchweh hatte.
Wenn es Globulis gibt, werde ich danach nachher mal fragen...

Wahrscheinlich habt ihr recht und ich mache mir zuviel Gedanken, aber es ist so schrecklich mitansehen zu müssen, wie sie leidet.Grade weil sie sonst nie Bauchweh hat!

Vor der Schwangerschaft war ich so ein harter Hund^^ und jetzt???Das ist echt schrecklich....

Danke für eure hilfe

Beitrag von zweiunddreissig-32 17.03.11 - 10:00 Uhr

3- Monatskoliken heisst die Periode von Geburt an bis 12.-13. Lebenswoche, wo sich der Darm des Babys entwickelt und sich der Nahrungsaufnahme anpasst. Dabei kommt es zu solchen Erscheinungen, wie du beschreibst, da der Darm noch nicht ausgereift ist.
Die Schmerzen sind normal. Mal sind sie stark, mal gibt es die gar nicht.

Egal, was du isst oder welche Milch du ihr auch gibst, es wird noch dauern.

Da hilft nur Augen zu und durch! Schau dich um, was du zur Erleichterung ihrer Beschwerden machen kannst.#winke

Beitrag von nadja.1304 17.03.11 - 10:00 Uhr

Die heißen Dreimonatskolliken, weil sie BIS zum dritten Lebensmonat typisch sind. Das du jetzt so "weich" bist ist doch ganz normal, schließlich wirst du von deinen Hormonen weichgespült. Was denkst du, sooft wie seit der Geburt hab ich glaub ich mein Leben lang nicht rumgeheult, egal ob vor Freude oder Verzweiflung. :-)

Beitrag von lonerich 17.03.11 - 10:21 Uhr

Freu mich das es anderen auch so geht wie mir...immer am heulen diese weiber...
aber ich glaube morgen ist wieder ein anderer tag...dann heul ich eben heut mal ein bisschen (mehr)^^

jetzt liegt sie brabbelnd im stubenwagen seit 15 min und beschäftigt sich selbst...keine spur mehr von bauchweh...

gibt es eigentlich ein bestimmt zeit in der die koliken besonders stark sind...bei uns startet ihre verdauung meist so zwischen 3-5uhr und dann drückt sie ständig und eben heut noch bauchschmerzen dazu...

Beitrag von lotter74 17.03.11 - 10:49 Uhr

Hi lonerich,

kann Dich nur zu gut verstehen. Mein Großer hatte ganz schlimm mit Blähungen zu tun. Ich habs stillen dennoch 8 Monate beibehalten. Die Bauchschmerzen hätte Deine Kleine auch, wenn Du Fertignahrung gibst. Das hat einfach was mit der Reife des Darms zu tun.
Dachte übrigens, wir blieben jetzt beim Zweiten verschont. Aber nichts da, wieder das gleiche Problem. Tagsüber geht es übrigens einigermaßen, er kann ganz gut die Luft auspupsen.
Aber genauso wie bei Euch, wird es nachts besonders schlimm. Bei uns beginnt es so ab 2 Uhr. hab ihn heute nacht mit Zäpfchen versorgt und dann ganz eng gepuckt. Die restliche Nacht verlief erstaunlich ruhig. Weiß allerdings nicht, ob es Zufall war ;-)
Mein Sohn schluckt viel Luft beim Stillen, da ich so einen ausgeprägten Milchspendereflex habe. Streiche jetzt vor dem Stillen etwas Milch aus. dann muß er nicht so viel auf einmal schlucken. Außerdem trinkt er im Liegen deutlich ruhiger als wenn ich ihn im Sitzen stille.
Alles in allem muß man da glaube ich durch.

Wenns Dir dreckig geht, meld Dich einfach, dann helen wir zusammen ne Runde#liebdrueck

Lg lotter74

Beitrag von nadja.1304 17.03.11 - 09:58 Uhr

Hallo,

also erstmal, bitte still doch deswegen nicht ab. Wenn dein Baby zu Problemen neigt, dann wird es die mit der Flasche sicher auch haben. Und auch mit Flasche (Pre) solltest du nach Bedarf füttern, wie jetzt beim Stillen. Da kann es eben sein, dass das Baby alle halbe Stunde will oder nur alle 4 Stunden. Nimmst du sie mit zum einkaufen? Dann still sie eben wenn sie Hunger bekommt. Ich hab auch schon bei Edeka und Aldi im Auto gestillt. Am Anfang war ich deswegen auch immer total verkrampft, dachte die ganze Zeit, hoffentlich will sie jetzt nix, ich will sie nicht öffentlich stillen............ und diese Anspannung hat natürlich auch die Kleine gespürt und war dementsprechend unruhig. Mittlerweile ist mir das gleich. Wenn sie Hunger hat, dann kriegt sie eben. Irgendwo findet sich schon ein Eckchen wo man ungestört ist.
Sprich mit deiner Hebamme durch, ob ihr was einfällt, was du gegen die Blähungen machen kannst. Also ich hab mittlerweile festgestellt, das scharf gewürztes Essen nix für meine Maus ist. Probier einfach rum, und mach dir deswegen bloß keine Vorwürfe. Vielleicht liegt es auch gar nicht an deinem Essen, es gibt wohl keine wissenschaftlichen Nachweise darüber. Wenn sie Bauchweh hat, dann versuch ihr nach bestem Wissen Erleichterung zu verschaffen (warmes Kirschkernkissen, Fliegergriff, Bauchmassage ect.) und halt sie einfach im Arm. Auch diese Zeit geht wieder vorbei (sagen zumindest all meine leiderprobten Freunde :-P ) Und ansonsten kannst du ja wirklich noch Sab Simplex oder Lefax probieren, einfach vor dem Stillen geben.
Ich wünsch dir viel Durchhaltevermögen.
LG Nadja mit Mikaela


Beitrag von maerzschnecke 17.03.11 - 11:00 Uhr

Jetzt mal ruhig Blut... Der Einfluß der Ernährung der stillenden Mutter ist weitaus geringer als man früher mal angenommen hat. Wenn Du generell wenig Blähendes ißt, wird auch Deine Ernährung nicht schuld sein an den Blähungen.

Meine Emilia ist auch 7 Wochen alt und kämpft momentan mit dem ein oder anderen Lüftchen im Bauch. Ich habe jetzt auch meine Ernährung etwas umgestellt und mal testweise ein paar Tage Milchprodukte weggelassen, was nicht wirklich zu einer Besserung führt. Ich esse jetzt jeden Tag 2 Teel. Kümmel und gebe ihr zusätzlich seit 3 Tagen Bigaia.

Klar macht man sich als Mutter einen Kopf, ob man selbst schuld daran ist. Ich denke aber inzwischen, dass die Blähungen einfach normal sind und dazu gehören. Babys Darm muss ja von Grund auf aufgebaut und mit Bakterien besiedelt werden. Das passiert eben nicht von heute auf morgen. Die Zeit wird es einfach bringen und irgendwann quälen sich unsere Schätzchen nicht mehr mit jedem Pups.

Im übrigen habe ich bei meiner Kleinen den Eindruck, dass sie den einzelnen Pups schlimmer empfindet, als er letztendlich ist. Teilweise muss sie gar nicht zu sehr drücken, winselt und quengelt aber, als ob sie übelste Krämpfe hätte. Kaum lege ich sie auf den Wickeltisch, liegt sie aber entspannt auf dem Wickeltisch und strampelt. :-p

Beitrag von neroli83 17.03.11 - 11:15 Uhr

Hallo!

Deine Kleine Maus ist noch so jung. Ihr braucht noch keinen Rythmus. In diesem Alter sind die Kleinen darauf ausgelegt nach Bedarf gestillt zu werden. Ihr Magen ist noch klein und kann keine größeren Mengen aufnehmen, die Muttermilch ist nach 90 Minuten schon verdaut und das Wachstum ist so rasant, dass es klar ist, dass sie permanent Hunger haben.
Es ist für ihre Entwicklung das allerbeste, wenn du sie nach Bedarf anlegst und noch mindestens 2-3 Monate weiterstillst.
Wahrscheinlich lachst du in ein paar Monaten drüber, dass du das Stillen hinterfagt hast, weil es einfacher, schöner und selbstverständlicher geworden ist und denkst garnicht mehr ans aufhören. ;-)
Die erste Zeit ist hart, doch das Durchhalten lohnt sich.
Meine Stillberaterinen sagt, dass der Zusammenhang zwischen nahrung und Blähungen (und auch zwischen Zitrusfrüchten und Wundwerden) garnicht so klar ist, wie immer dargestellt. Sie hat mir empfohlen nur auf das zu verzichten, auf das auch ich heftig reagiere. Viele Frauen machen die Erfahrung, dass sie sich steng an einen Ernährungsplan halten und ihr Kleines trotzdem wie wild bläht. Das hat halt auch andere Ursachen. Du musst mal üverlegen, welche großen Mengen so ein kleiner Körper im verhältnis bewältigen muss. Klar, dass das nicht komplikationslos verläuft. Außerdem muss die Darmflora ja erst reifen. Nach der geburt ist der Darm unbesiedelt und die Darmschleimhaut noch sehr durchlässig. Erst nach einigen Monaten hat der Dam "gelernt" richtig zu verdauen.

Meine Maus ist 11 Wochen alt und es ist schon viel besser geworden. Lefax brauchen wir garnicht mehr, nur ab und zu etwas Gymnastik (Beinchen gegen den Bauch drücken). Uns hat das Tragen im Tragetuch auch sehr geholfen. Die Wärme und Bewegung hilft den Kleinen die Blähungen los zu werden.

Beim Einkaufen hab ich sie im Tragetuch bei mir. Wenn sie im Geschäft Hunger bekommt, lässt sie sich fü einige Zeit mit einem Schnuller hinhalten. Bei der nächsten gelegenheit stillen wir dann gleich.
Sonst nimmt sie keinen Schnuller, nur in solchen akuten Notsituationen.

Lass dir von deiner Hebi ein paar Zaubergriffe zeigen, mit der du deiner Maus Erleichterung verschaffen kannst.
An Globuli gibt es Chamomilla, Belladonna und Lycopodium, die bei Säuglingsblähungen Einsatz finden.

Ich wünsch dir viel Kraft! #liebdrueck
Mach dir keinen Kopf, es ist nicht deine Schuld. Du stillst deine Maus und tröstest sie, wenn sie Bauchschmerzen hat. Das machst du super! #pro

Alles Gute,

Neroli + Finchen *31.12.10 #verliebt

Beitrag von derhimmelmusswarten 17.03.11 - 12:00 Uhr

Hast du Sab Simplex? Ich habe zwar nicht gestillt, habe aber dann das Sab immer in die Flasche getan oder auf den Löffel gegeben und das hat gut geholfen bei meiner Tochter. Flaschenkinder können ebenso starke Blähungen haben. Der Darm ist eben noch nicht ausgereift. Ich würde das jetzt nicht unbedingt aufs Stillen schieben.

Beitrag von sarahjane 17.03.11 - 12:02 Uhr

Du kannst Dein Kind selbstverständlich von der Brust entwöhnen, wenn Du das möchtest.
Heutzutage gibt es adäquaten Frauenmilchersatz.

Allerdings leiden viele Säuglinge unabhängig von ihrer Milchnahrung (d. h. egal, ob Frauen-, Pre- und/oder Einsermilch) in den ersten 3 Monaten an Blähungen etc., so dass keine Garantie besteht, dass es Deinem Kind nach der Brustentwöhnung besser geht.

Unabhängig davon solltest Du tatsächlich konsequenter auf Deine Ernährung achten. Auch Kohlensäurehaltiges, das Du zu Dir nimmst, kann beim Baby Beschwerden verursachen.

Evtl. lohnt es sich auch, mit dem KiA über eine Spezialnahrung zu sprechen.

Die meisten Babys vertragen Frauen- und/oder Premilch allerdings sehr gut.

Beitrag von lilly7686 17.03.11 - 12:26 Uhr

Hallo!

Also erst mal würde ich sagen: beruhige dich!!!
Durch deine eigene Nervosität machst du es nicht besser.

Weißt du, ich denke, 98% der Babies leiden in den ersten 3 Lebensmonaten unter Kolinken. Egal, ob sie mit Flasche oder MuMi ernährt werden.

Deine eigene Ernährung hat vermutlich sehr wenig damit zu tun.

Ich würde dir folgendes empfehlen:
- weiter Stillen (meine Große war ein Flaschenkind, wir haben lange probiert, bis wir endlich nach 5 "falschen" Nahrungen, die richtige für sie gefunden hatten, die sie auch vertragen hat)

- denk weniger nach! Verzichte auf Kohl, der sehr blähend sein kann, und verzichte auf die Sachen, die bei DIR Blähungen auslösen ;-)

- leg dir ein Tragetuch zu und hol dir eine Trageberaterin, lass dir das richtige Binden zeigen und trag dein Baby (allein das hilft schon seeeehr gegen Blähungen, glaube mir)

- bei jedem Windel-wechseln turn ein bisschen mit deinem Baby (Beinchen kreisen, "radfahren" usw.)

- wenns ganz schlimm ist, kannst du Sab Simplex oder ähnliche Tropfen per Löffel geben

- evtl. kannst du dein Baby (falls es das möchte) abends Pucken. Koliken sind fast immer Abends am schlimmsten. Meine Tochter wurde bis 6 Monate gepuckt. Schau unter youtube, da gibts tolle Anleitungsvideos. Such nach "pucken" oder "swaddling".


Ich persönlich würde in jedem Fall weiter Stillen. Denn es ist nicht gesagt, dass dein Baby Flaschenmilch gut verträgt. Vorallem kann es sein, wie bei meiner Großen, dass du echt 4 oder 5 Nahrungen probieren musst, bis du endlich eine gefunden hast, die dein Baby verträgt.

Und das wichtigste: DU BIST NICHT SCHULD AN DEN BAUCHSCHMERZEN!!! Bitte denk immer daran. Es ist nicht deine Schuld! Der Darm deines Kleinen muss sich erst dran gewöhnen, dass da jetzt Nahrung verwertet werden muss. Jedes Baby hat in den ersten 3 Monaten mehr oder weniger Probleme damit!

Lass dir das Stillen nicht vermiesen durch sowas.
Übrigens: ich fand das ewige Flaschen-anmachen bei meiner Großen mehr als nervig.

Und weil du schreibst, wegen einkaufen: Baby ins Tragetuch und du kannst selbst im Supermarkt unbemerkt stillen ;-) Versuch mal, unbemerkt Flasche zu geben, während du Äpfel und Kartoffeln in den Einkaufswagen packst ;-)

Lg

Beitrag von tsuki2010 17.03.11 - 13:52 Uhr

Was man üblicherweise als Dreimonatskoliken bezeichnet ist weitesgehend ein Kongolmerat verschiedener Faktoren.

Einerseits haben Babys Bauchschmerzen aufgrund des noch nicht vollständig ausgebildeten Verdauungssystems. Immerhin ist es eine ganz schöne Leistung, plötzlich Milch zu verdauen. Da ist es nicht verwunderlich, dass dies auch kleinere Probleme mich sich bringen kann.

Dann sammelt sich natürlich auch Luft im Bauch an. Viele Ärzte vertreten mittlerweile den Standpunkt, dass die meiste Luft durch das Schreien in den Bauch gelangt, die Babys dadurch noch mehr Bauchweh verspüren und folglich weiter schreien.

Andererseits müssen Babys in den ersten Wochen auch die neuen Eindrücke, das neue Dasein verarbeiten. Man darf nicht vergessen, was da auf diese kleinen Lebenwesen zusammenfällt. Das alles führt dazu, dass sich die Kleinen Ängste und Verarbeitungsmomente wegschreien müssen.

Ich selber habe aus gesundheitlichen Gründen leider nicht lange stillen können, rate dir aber dabei zu bleiben. Meine Kleine hat auch viel geschrien und hatte trotz Flasche und vielen Tricks Bauchschmerzen. Nach drei Monaten wurde es dann besser.
Ich habe sie damals viel getragen und auch heute noch verbringt sie bis zu 3 - 4 Stunden am Tag in der Trage.

Mit dem Stillen versorgst du dein Baby nicht nur mit Nahrung, sondern schenkst ihm auch Nähe, Trost, Geborgenheit und Wärme.
Wenn du stillen kannst, solltest du dabei bleiben. Es ist das beste, dass du deinem Kind geben kannst. So gut die Pre-Milch auch ist; sie erreicht das Niveau der Muttermilch einfach nicht.

Vertraue dir auch selbst ein wenig und schenk deinem Baby diesem Rundumpaket von Nahrung, Nähe, Wärme und Geborgenheit.

Liebe Grüße