19 tage am stück in 3 schichten arbeiten?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von liebekleine 17.03.11 - 09:37 Uhr

Guten Tag!
Ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen!
Mein Mann arbeitet in einer elektronikfirma und ist Maschienenbediener.
Er soll jetzt diese woche bis sa frühschichicht, ab so spätschicht und das bis sa, ab so dann Nachtschicht bis sa....das sind 19 Tage am stück und dann 1 Tag frei?
Ist das rechtens ohne zwischendurch 1 tag pause? das wären ja 56 stunden pro woche mal 3:-[ Wir haben auch einen 3 jährigen sohn und der sieht seinen papa so schon kaum:-( und das für knapp 6,-€ stundenlohn

Bitte um antwort

lg liebekleine

Beitrag von demy 17.03.11 - 10:11 Uhr

Hallo,
davon ab dass es natürlich nicht rechtens ist.

Für nichtmal 6,-€ die Stunde, würde ich dem AG eher vor die Füße kotzen als auch nur irgendeinen Job zu dem Gehalt zu machen.

Man muss sich dann mal die Frage gefallen lassen, muss ich in einer Gegend, die so Scheiß Gehälter bezahlt wirklich bleiben?

Also für deinen Mann,
er muss nur soviel arbeiten wie er sich gefallen lässt, mindestens aber die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit, sofern sie den gesetzlichen Grundlagen entspricht.
Hier die gesetzliche Grundlage im Arbeitszeitgesetz:
http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/BJNR117100994.html

Gruß
Demy

Beitrag von gslehrerin 17.03.11 - 18:42 Uhr

Mal grad zur Gegend:
Hier (tiefster Westen) werden die Jobs in den Firmen mit hier (also auch im tiefsten Westen) lebenden AN besetzt, von einer Leiharbeiterfirma, die ihren Firmensitz im Osten hat und daher Osttarif zahlt! Da rauft man sich echt die Haare.

LG
Susanne

Beitrag von myimmortal1977 17.03.11 - 10:39 Uhr

Hallo :-)

Ein Freund von mir arbeitet (erlaubt!!!!) 3 Wochen in Wechselschichten am Stück durch. Immer im Wechsel Früh-Spät- und Nachtschicht. In einer Druckerei als Staplerfahrer.

Hat dann im Anschluss 8 Tage am Stück frei.

Diese Arbeitsform ist wohl erlaubt. Hatte ihn am Anfang auch stutzig gemacht. Aber gibt es durchaus und ist unerlaubt.

Man muss zwischen den Wechselschichten nur bestimmte Ruhezeiten einhalten. Wenn diese eingehalten werden, ist es erlaubt.

LG Janette

Beitrag von myimmortal1977 17.03.11 - 10:41 Uhr

"Aber gibt es durchaus und ist ERLAUBT"

Sorry, hatte mich verschrieben #hicks

Beitrag von diana1101 17.03.11 - 11:01 Uhr

Hi,

ich arbeite auch im Schichtdienst - ok, zur Zeit nicht, da ich in Elternzeit bin, aber bei uns hieß es immer nicht mehr wie 14 Tage am Stück!

Muss er nach den 19 Tagen schuften und dem 1! Tag frei wieder solange am Stück arbeiten?

Wir haben 12-14 Tage am Stück gearbeitet und hatten dann zw. 4-6 Tage frei..

6 € sind meiner Meinung nach verdammt wenig Geld.. was kommt denn dabei am Monatesende rum, wenn ich fragen darf?

LG Diana

Beitrag von liebekleine 18.03.11 - 07:48 Uhr

1100,-€ ungefähr

Beitrag von derhimmelmusswarten 17.03.11 - 11:21 Uhr

Anonym das Gewerbeaufsichtsamt informieren. Wetten, dass der Chef dann "Spaß" bekommt? Bei dem Stundenlohn würde ich mich ohnehin schleunigst anderweitig bewerben.

Beitrag von tragemama 17.03.11 - 12:33 Uhr

Ist ja schrecklich. Mein Mann ist Arzt und arbeitet regelmäßig mehrere Wochen am Stück in 24-Std.-Schichten und fährt dazwischen Notarzt. Übrigens für nicht höheren Stundenlohn...

Andrea

Beitrag von demy 17.03.11 - 13:09 Uhr

Hallo,
du willst uns echt erzählen, dass dein Mann als Arzt für 6,-€ die Stunde arbeitet?

Aaah, ja!

Gruß
Demy

Beitrag von tragemama 17.03.11 - 13:37 Uhr

Wenn ich alle Arbeitsstunden zusammennehme und dann nur den Nettobetrag, glaube ich, kommt nicht mal das zusammen.

Beitrag von nicci04 17.03.11 - 13:38 Uhr

Hallo Demy!

Sowas kann durchaus stimmen. Ich arbeite selbst als Krankenschwester und unsere Ärzte (außer Ober-und Chefarzt) verdienen das gleiche wie ich(habe erst ausgelernt), aber haben einen viel größeren Arbeitsaufwand (da sind 21 Tage am Stück keine Seltenheit)!

LG Nicci

Beitrag von sabrina1980 17.03.11 - 15:32 Uhr

#schock Das kann ich mir schwer vorstellen. Ist das wirklich so? Da bekommt ja eine Putzfrau (wenn sie Schwarz arbeitet) ja mehr...krass.

lg
Sabrina

Beitrag von manavgat 17.03.11 - 12:34 Uhr

Ruf doch einfach mal die Gewerbeaufsicht an und frag ganz treu nach.

Mir ist übrigens völlig unverständlich, dass gerade die Geringverdiener/Ausgebeuteten sich nicht gewerkschaftlich organisieren.

Gruß

Manavgat